Frage von Muffina, 183

Wieso sind so viele gegen Flüchtlinge/Asylanten?

Hey😄,

Wie ihr im Titel schon gelesen habt ist meine Frage warum so viele gegen Flüchtlinge/Asylanten sind.
Ich selbst bin nicht dagegen. Ich finde zwar das sich einiges geändert hat seitdem so viele nach Deutschland gekommen sind. Aber es gibt auch nette Flüchtlinge. Klar, gibt es auch welche die nicht so nett sind. Aber es gibt überall etwas schlechtes. Und niemand ist perfekt. Aber warum sind so viele gegen Flüchtlinge. Meiner Meinung nach sollten wir eher glücklich sein das es bei uns kein Krieg gibt.

Antwort
von KnusperPudding, 53

Die Tatsache, dass wir nicht nur schutzbedürftige Kriegsflüchtlinge in unser Land lassen, spielt hierbei eine entscheidende Rolle, denn so kommen auch ( anfangs auch unkontrolliert) Menschen zu uns, die nicht unser land, sondern sich selbst bereichern wollen.*1

Genauso auch, dass wir nicht nur die "armen Opfer" rein lassen, sondern auch Straftäter, die sich weder Integrieren wollen, sondern ihren Aufenthalt hier als "Einladung in das Schlaraffenland durch A. Merkel" verstehen. Natürlich nicht alle, aber  *2

Der Staat behandelt Flüchtlinge besser als einen gewissen Teil der Einheimischen Bevölkerung, wodurch Neid entsteht. *3

Des weiteren kommt noch dazu, dass viele der ankommenden Personen aus muslimisch regierten Ländern kommen, in denen auch ein anderes Moral und Werte-Gefühl herrscht. *4


So kann man zusammenfassend sagen:

Dass ein gewisser Unmut im Bauch zustande kommt, da einige wenige unser Sozialsystem ausnutzen, und ebenso einige wenige durch Straftaten ein schlechtes Bild auf diese "Personengruppe" wirft.

Neid Verstärkt das ganze. Genauso wie Politik (Volker Beck), welche die Bevölkerung auffordert, doch arabisch zu lernen.

Und das geht leider zu lassen aller: Auch jener, die nur her kommen um Schutz und Zuflucht zu suchen. Leider


*1 = Es ist verständlich, wenn Menschen in Wirtschaftsschwachen Ländern sich ein besseres Leben bei uns versprechen, aber das über illegale Migration zu lösen ist falsch, da Zuwanderer aus anderen Ländern auf ein Visum beantragen müssen und später ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht.

*2 = Nach Erlebnissen wie in diversen Schwimmbädern und an Silvester hat sich die Stimmung noch mehr verschlimmert. - Übergriffe werden nur ganz selten geahndet und bleiben meist Konsequenzlos.

*3 = Es gibt diverse Vorkommnisse, z.B.: bei denen Buslinien seit Jahren zur Verbindung zweier Städte gefordert wurden und immer abgelehnt worden, jedoch mit den Ankommenden Flüchtlingen wird ein Kostenloser Shuttlebus ausschließlich für Flüchtlinge bereitgestellt, der genau diese Strecke fährt.

Oder.:

Ein Bauers-Sohn wollte die ausgediente Scheune auf dem Elterngrundstück zu einem Haus umbauen um dort mit seiner Freundin einzuziehen. Das Bauamt stellte die Forderung, dass er den Umbau gerne machen könne, sofern das Haus Flüchtlingen bereit gestellt werden würde.

*4 = Keine Gleichberechtigung der Frau. Homosexualität wird bestraft und verachtet.

Kommentar von KnusperPudding ,

Korrektur: *1 

-auf + auch. 

Sowie: + [...]dauerhaftes Aufenthaltsrecht anstreben.

Antwort
von Nunuhueper, 52

Es geht nicht um Nettigkeiten und um Glücklichsein, wenn ungebremst Fremde zu uns kommen. Die Gastfreundlichkeit hat seine Grenze. 

Auch Du wirst auf Dein Hausrecht pochen, wenn ungebetene Gäste in Deine Wohnung eindringen und für immer bleiben wollen.

Du bist sicher darüber gar nicht glücklich und wirst die netten Fremden wieder loswerden wollen. Notfalls mit Hilfe der Polizei. Ansonsten gibt es Keilereien.

Antwort
von plsMindthegap, 67

Das Problem ist, dass viele "Flüchtlinge" eine Kultur mitbringen, die mit der deutschen nicht, oder nur sehr schwer, kompatibel ist. Dadurch entstehen Probleme beim Zusammenleben, die vermeidbar gewesen wären, hätte man sich bei der Aufnahme der Menschen an bestehende Gesetze gehalten.

Antwort
von 4ssec67, 71

Viele haben Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren (wobei sie vergessen, dass es immer weniger Arbeitslose (ich rede von der Gesamtzahl, trotz des Anwuchses) in DE gibt).
Grundsätzlich kapier ich auch nicht, was manche gegen Ausländer haben...Ich hab ein paar Freunde, die aus dem Ausland kommen (hab ich mir sogar selbst zusammengesucht), und die sind weder dumm, noch schlecht integriert, noch unhöflich, noch frech usw.

Kommentar von Rosy1974 ,


Die Angst um den Arbeitsplatz sehe ich als unbegründet. Wegen der Flüchtlinge entstehen schließlich auch Arbeitsplätze. Wir brauchen mehr Mitarbeiter in der Lebensmittelindustrie, in der med. Versorgung und leider auch in der Sicherheit. Ich denke es wird sich 0:0 ausgehen. Da wird sich m. E. nicht viel ändern.

Aber viele Flüchtlinge erkennen das Grundgesetz nicht an, benehmen sich wie Sau und auf alle Fälle kosten sie dem Deutschen Staat erst Mal ein Haufen Geld, obwohl es in Deutschland selbst so viel  Sozialfälle gibt.

 

(Siehe eine andere Antwort von mir).

Kommentar von 4ssec67 ,

Wie gesagt, die meisten Flüchtlinge sind nicht anders, als die meisten Deutschen auch: gesetzestreu, dankbar für das, was sie bekommen. Lediglich durch den Kulturunterschied treten bei ihnen und uns Unterschiede auf (darunter fasse ich auch Sprachen). Und letztendlich ist ein Zusammenschluss von großen Menschenmassen in der gesamten Menschheitsgeschichte immer verantwortlich dafür gewesen, dass es mehr Arbeitsplätze gab, nicht weniger.

Natürlich gibt es hin und wieder nicht gesetzestreue und unfreundliche Flüchtlinge, aber was bitte hat das mit Flüchtlingen an sich zu tun? Es gibt Prozentual garantiert mehr assoziale Deutsche, die den Flüchtlingen das Leben zur Hölle machen und das (!) ist das wirklich beängstigende und das, was man wirklich als Benehmen wie Sau bezeichnen sollte:

Menschen im Augenblick ihrer größten Hilflosigkeit zu erniedrigen, beleidigen und verletzen ist für mich das, was unter Unmenschlichkeit fällt und moralisch in keinster Weise vertretbar ist! Da sind sogar Tiere sozialer: Herdentiere unterstützen sich gegenseitig und versuchen meist auch die schwachen und verletzten Tiere durchzubringen.

Antwort
von Realisti, 76

Es gibt immer Menschen, die haben Angst zu teilen oder fürchten zu kurz zu kommen.

Zu den Schutzinstinkten gehört es auch Neues zu prüfen und zu schauen, ob es gefährlich sein kann. Doch wir sind schon lange über das Stadium des "Jägers und Sammlers" hinaus und sollten es logisch angehen und nicht nur mit Instinkten.

Oft ist es auch eine Sache der Bildung und der Weltoffenheit. Somit ist es nicht verwunderlich, dass es im Osten Deutschlands, der lange keine Reisefreiheit kannte und einen niedrigen Ausländeranteil hat, die größten Vorbehalte gibt.

Antwort
von TheAllisons, 89

Niemand ist gegen die "echten" Kriegsflüchtlinge, die sich ordentlich benehmen. Nur gegen die "Wirtschaftsflüchtlinge" die nicht wissen wie sie sich benehmen sollen, gegen die muss vorgegangen werden, die brauchen wir nicht.

Jeder der straffällig wird soll nachhause fahren, wo er herkommt

Kommentar von Realisti ,

Dreh den Spieß doch mal um.

Was würdest du machen, wenn du in deiner Heimat deine Kinder verhungern siehst und verwahrlosen? Wenn du als Familienvater nicht genug verdienst um alle satt zu bekommen?

Also ich würde mich auch aufmachen und versuchen woanders zu arbeiten oder zumindest versuchen irgendwo so viel zu verdienen, dass die Familie nicht mehr hungern muss.

Besonders, wenn ich im Fernsehn immer sehe, wie gut es die anderen haben. Dann gucke ich doch auch mal dort nach, ob dort ein Platz für mich und meine Familie ist.

Wirtschaftsflüchtlinge verstehen kann ich.

Kommentar von TheAllisons ,

dagegen ist ja nicht einzuwenden, aber wenn sie sich nicht an unsere Gesetze halten, dann haben sie bei uns kein Recht zu bleiben.

Umgekehrt kann ich als "Gast" in einem fremden Land nicht verlangen, dass sich alle nach mir richten.

Kommentar von PolluxHH ,

Es sagt ja auch niemand, daß man es nicht verstehen könne, warum diese fliehen, sondern es geht um einen rechtlichen Aspekt und einen faktischen: rechtlich ist es nicht zugelassen, also bestünde kein Bleiberecht, was aber faktische Gründe hat, denn ließe man angesichts der aktuellen Situation in der Welt Wirtschaftsflucht zu, könnte man schnell in die Situation geraten, in der Milliarden von Flüchtlingen zu versorgen wären, was dann jeglichen Flüchtlingsschutz ad absurdum führte. Schon eine weiche Handhabung förderte Schlepperbanden und gefährdete Leben.

Auch darf nicht vergessen werden, daß es nicht die Ärmsten eines Landes sind, die Wirtschaftsflucht betreiben, sondern in der Regel schon die Mittelschicht. Ließe man dies zu, dann bräche jede Chance für das betreffende Land weg, langfristig aus der wirtschaftlichen Notsituation zu entkommen. Solange keine Sachverhalte vorliegen, die einen Flüchtlingsstatus nach der Genfer Konvention einsetzten, oder aber Kriegsflucht vorläge und damit ein Recht auf subsidiären Schutz, wäre eine Hilfe vor Ort optimal und auch theoretisch leistbar. Daß hier allerdings extreme Defizite in der Förderung solcher Länder bestehen, steht auf einem anderen Blatt.

Es macht also durchaus Sinn, Wirtschaftsflucht nicht zuzulassen, Verständnis hin oder her. Wo aber dann das Verständnis wirklich aufhört ist, wenn durch Anwendung fremder Traditionen deutsches Recht gebrochen wird. So z.B. sind für viele Muslime Frauen, die sich öffentlich "entblößt" zeigen, was für die meisten Frauen in Deutschland zutrifft, (es dürfen nur Hände und Gesicht gezeigt werden, denn die gesamte Frau ist eine 'aurah, also "Intimzone", jede weitere Entblößung ist nach diesem Verständnis willentliche Präsentation von Intimzonen) Freiwild, da alleine schon die freizügige Kleidung als ein aktives Einverständnis in Sex mit einem beliebigen Mann aufgefaßt wird. Auf dieser Basis sind auch ggf. die Silvester-Exzesse zu betrachten.

Kommentar von Nunuhueper ,

Realist, da hast Du recht. Ohne Fernsehen und Handys gäbe es solche Fluchtbewegungegn nicht.

Neid und Habsucht sind schlechte Eigenschaften, die in jedem Menschen dann überwiegen.

Kommentar von LinaFanta1994 ,

Ganz Deiner Meinung. LG Lina

Antwort
von derhandkuss, 74

Die Betreuung von Flüchtlingen kostet Geld - und das ist nicht gerade wenig: Unterkunft, Verpflegung, medizinische Versorgung, Kurse zur Integration, Verwaltungskosten etc. Bezahlt wird das ganze aus Steuergeldern, die von der Allgemeinheit aufgebracht werden müssen.

Antwort
von hummel3, 45

Vielleicht, weil sie einfach weiter blicken als du? - Offenbar bist du dir altersabhängig noch nicht bewusst, dass wir uns mit einer großen Zahl Flüchtlinge aus fremden Ethnien und darunter vor allem einer problematischen Religion Gefahren ins Land holen, von denen wir früher nur selten und wenn, dann nur aus der Ferne gehört haben.

Zudem wird sich der Zuzug, nicht oder nur wenig qualifizierter Flüchtlinge, darunter auch reine "Wirtschaftsflüchtlinge", enorm auf unsere Sozialkassen und das soziale Miteinander im Alltag auf der Straße auswirken. Lass' dann noch in der deutschen Wirtschaft eine Flaute eintreten und diese ist absehbar; dann weißt du eventuell was ich meine.

Warum nur sind andere europäische Staaten (darunter solche mit viel Erfahrung im Umgang mit anderen Ethnien) wesentlich zurückhaltender mit ihrer Euphorie, den Rest der Welt retten zu wollen? Dieser Frage solltest du auch einmal nachgehen.  

Antwort
von Rosy1974, 26

Weil sich einige von den Flüchtlingen dementsprechend benehmen.Deshalb sind viele gegen Flüchtlinge.

Hinzu kommt, dass sie uns viel Geld kosten und wir selber in Deutschland viele arme Menschen haben.

Als ehemalige Pflegekraft muss ich sagen, wie schlecht alte Menschen im Pflegeheimen behandelt werden, weil kein Geld da ist. Wenn ich das Erlebte hier schreiben würde, würde es mir ohnehin niemand, außer den Pflegekräften, glauben.

 

Wenn man aus Zeitgründen von der Stationsleitung gezwungen wird, aufzuhören, einer Oma Essen einzugeben, weil sie aufgrund von Schluckstörungen nur sehr langsam essen kann, aber noch lange nicht mit dem Essen fertig ist und ich ihr quasi hungrig das Essen vor der Nase wegnehmen musste, mit der Begründung, es ist keine Zeit, weil nicht genug bezahlt wird, eine Sauerei.

Wenn man eine alte Oma, die Gelenkschmerzen hat, baden will, und von der Stationsleitung davon abgehalten wird, weil keine Zeit aufgrund Geldmangel da ist, sie zu baden, damit sie ihre Schmerzen lindern kann,  ist es eine Sauerei.

Wenn alte Leute mit total fettigen Haaren rumlaufen müssen und jammern, weil seit Wochen!! keine Zeit war, ihnen die Haare zu waschen, ist es eine Sauerei.

 

Diese Menschen haben Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut und nun, wo sie alt, krank und schwach sind, ist keine Zeit, so dass sie hungern und Schmerzen ertragen müssen, aber für Flüchtlinge, die nie in unser Sozialsystem einbezahlt haben, ist Geld da.

 

Das stinkt vielen Menschen und deshalb sind viele Menschen gegen Flüchtlinge.

Als ich in der Pflege arbeitete, hat es immer geheißen, es wäre kein Geld da, die Leute richtig zu versorgen. Aber kaum kommen Flüchtlinge ist Geld da. Ich frag mich, ob Frau Merkel das Geld für die Flüchtlinge aus ihrem Zauberhut gezaubert hat und falls ja, stellt sich bei mir die Frage, weshalb sie es für die alten Leute nicht tun konnte.

Dabei beton Frau Merkel immer, welche Schuld wir wegen dem 2. WK auf uns genommen haben. Ich frage mich, ob Frau Merkel diese alten Leute jetzt auf diese Art und Weise bestrafen will, in der Hoffnung, dass der eine oder andere Nazi dabei ist. Auch hier kann ich Frau Merkel beruhigen: Mir sind einige ehemalige Nazis untergekommen, die keinen Hehl draus gemacht haben. Aber nicht alle!! Die leiden aber  mit.

Kommentar von plsMindthegap ,

Ich habe auch mal in der Pflege gearbeitet und kann deine Erfahrungen vollkommen bestätigen. 

Antwort
von hutten52, 12

Die Frage muss eigentlich sein: Wieso ist die Merkel-Regierung die einzige in Europa, die eine unbegrenzte Anzahl von unbekannten Personen ohne Pass ins Land lässt, von denen die Mehrzahl nicht politisch verfolgt sind und auch nicht aus Syrien kommen? USA nimmt 10000 Syrer, prüft sie aber vor der Einreise sehr genau, um die Sicherheit des eigenen Volks nicht zu gefährden. F nimmt 30000 in drei Jahren, GB so gut wie keine usw.

Außerdem: Die Leute machen eben ihre täglichen Erfahrungen mit den Einreisenden.

Antwort
von ManuViernheim, 12

Weil viel zu viele Flüchtlinge nach Deutschland einwandern.

Wir haben genug Probleme mit Arbeitslose, Menschen die trotz Arbeit zusätzlich mit Hartz IV aufstocken müssen, Betroffene von Altersarmut, behinderte Menschen die keine Therapie bekommen usw.

Die Antwort die Rosy1974 geschrieben hat, kann ich leider nur bestätigen.

(Die Arbeitslosenzahl wird künstlich runtergesetzt. Ist ein Arbeitloser krankgeschrieben und/ oder besucht eine Maßnahme, wird er nicht mehr in der Statistik aufgeführt. Nur soviel, dass angeblich die Arbeitslosenzahlen sinken.)

Wir schaffen das nicht. Wir erleiden einen sozialen Kollaps.

Antwort
von unddannkamessah, 31

Weil die Mehrheit der Leute nur den Fernseher anmachen oder in die Zeitung schauen, nur die Schlagzeilen und Kritikermeinungen hören, in denen die Extreme und die Ausnahmen im Mittelpunkt stehen.
95% der Leute haben vermutlich noch nie auch nur mit einem Flüchtling geredet.

Ein weiterer Punkt ist, dass viele Leute, vorallem Arbeitslose wenig Unterstützung bekommen, während für die Flüchtlinge alle Register gezogen werden.
Die Flüchtlingskrise ist nunmal von Deutschland mitverschuldet, die Leute jetzt vor der Tür Europas stehen zu lassen würde im gesamten nahen Osten ein noch schlechteres Bild auf Europa werfen, die flüchtenden Menschen würden ihre Hoffnung verlieren und anfälliger für Extremismus werden, was noch mehr Terror und Krieg bedeuten würde, was wiederum eine noch größere Belastungsprobe für die EU wäre.

Die EU ist für Deutschland ein unglaublich wichtiges Bündnis, auch wenn die AfD-Affen und Hetzer das nicht begreifen möchten.
Ohne die EU fallen wir wieder ein Jahrhundert zurück. Die EU ermöglicht einen einfachen billigen Export und Handel, von dem Deutschland mehr als alle anderen Länder profitiert.

Wichtig ist, der Syrienkrieg ist auch unser Krieg und die Flüchtlinge sind infolgedessen auch unser Problem. Dass sich die Nachbarländer wenig damit beschäftigen ist eine andere Sache. Aber die Flüchtlinge bringen auch eine Chance, eine Chance für Deutschland zu beweisen, dass Integration funktionieren kann, dass die Flüchtlinge die älter werdene Bevölkerung retten kann und dass Islam und Christentum miteinander funtionieren können.

Kommentar von Nunuhueper ,

Der Syrienkonflikt wurde von unseren Medien "befeuert", insofern sind die Deutschen nicht ganz unschuldig. Es ist aber ein Religionskrieg zwischen Sunniten und Schiiten um die Macht.

Seit wann sich mehrheitlich Ateisten und Gläubige für diesen Krieg verantwortlich fühlen, ist mir neu.

Radikale Extremisten hatten genug wir in der Nazizeit. Damals war die militärische Lösung der Allierten die einzige Rettung.

Kommentar von PolluxHH ,

Etwas komplexer ist es schon, denn neben Sunniten und Schiiten gibt es noch die Alawiten, die Christen und die - stark durch Alawiten geprägten - Baathisten. Der uralte Konflikt zwischen den aktuell anerkannten 8 Rechtsschulen scheint vorerst beigelegt, aber dagegen stehen Auffassungen der Salafisten, welche eine einheitliche Rechtsschule anstreben (mit historisch falschen Argumenten), aus denen zumeist der Islamismus hervorgeht. Auch nicht zu vergessen ist der gerade in Syrien massive Ballast aus der Kolonialzeit, denn Syrien wurde aus einer in verschiedene Distrikte aufgeteilte Provinz (der Begriff "Syrien" wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts geprägt) des osmanischen Reichs gebildet unter Einsetzung von ethnoreligiösen Bruchlinien mit hohem Konfliktpotential, was solange verborgen blieb, wie eine Regime die Macht hatte.

Auch ein alter Konflikt zwischen arabischem Nationalismus und islamischen Nationalismus (auch wieder von Salafisten abzutrennen) unter den Sunniten brach wieder auf.

Diese Komplexität auf ein Sunniten versus Schiiten zu reduzieren, wird m.E. der Sache irgendwie nicht gerecht.

Zu den Medien sage ich jetzt einfach einmal nichts, aber es gäbe andere, welche weit mehr in der Verantwortung stünden als die deutschen Medien und Medien sind - Pressefreiheit - vom Staat getrennt zu betrachten. Die Schuld der Medien, z.B. durch tendenziöse oder unwahre Berichterstattung, kann also nicht in eine Verpflichtung des Staates umgewandelt werden, solange die Institutionen des Staates dem nicht selber Vorschub leisteten, was aber durch politische Verpflichtungen (NATO, USA) bedingt doch erfolgte, da man zumindest die Duldung unter Anerkennung der Berechtigung proklamierte.

Kommentar von unddannkamessah ,

Syrien war bis sich die USA und die NATO eingemischt haben, nie gefährdet in einen Bürgerkrieg zu verfallen.
Da Deutschland diese Einmischung gebilligt und unterstützt hat, trägt es auch eine Mitschuld.
Probleme mit radikalen Extremisten haben wir erst seitdem aus diesem Gebiet.
Man darf eben nicht unüberlegt in ausbalancierte Gleichgewichte eingreifen, aber darin sind die USA eben Meister...
Und im Endeffekt ist es kein Religionskrieg, sondern ein Stellvertreterkrieg, in dem mehrere Parteien durch Unterstützung unbedeutender Gruppierungen im Land den Krieg anheizen und so indirekt miteinander Krieg führen.
Wie 2 Ratten in einem Käfig.

Antwort
von 040815, 67

Weil sich der Staat mehr um Flüchtlinge sorgt, als um unsere Armen Leute. Ich habe auch nicht wirklich was gegen Flüchtlinge. Ich habe was gegen den deutschen Staat. Das verwechseln viele

Antwort
von Feuerherz2007, 59

Die wenigsten Deutschen sind gegen Flüchtlinge, viele sind bereit, Flüchtlingen zu helfen und nur denen, die tatsächlich vor Krieg und politischer Verfolgung weil andersdenkend fliehen. Dafür wurde von echten Politikern damals zurecht das Asylrecht ins Leben gerufen. Wer dieses Recht heute versucht zu verwalten, den Kommentar spare ich mir.


Kommentar von PolluxHH ,

Hier bitte ich um Differenzierung. Das Asylrecht umfaßt nur politische Verfolgung (Art. 16a GG, §2 AsylG), was aber immer einen Flüchtlingsstatur nach der Genfer Konvention beinhaltet (§ 3 AsylG), aber es auch einen Flüchtlingsstatus ohne Asylberechtigung gibt. So wurde 2015 im Erstverfahren 94,7% der syrischen Flüchtlinge ein Flüchtlingsstatus ohne Asylberechtigung zuerkannt, also die wenigsten der Asylbewerber sind auch als Asylanten anerkannt worden.

Zudem gibt es noch den subsidiären Schutz für Kriegsflüchtlinge, § 4 AsylG. Kriegsflucht fiel nie unter das Asylrecht und wurde erst in Umsetzung einer EU-Richtlinie zum 01.12.2013 unter subsidiären Schutz gestellt.

Kommentar von Feuerherz2007 ,

Aus einem Text kann ich auch abschreiben, aber warum sind dann noch viele hundertausende dieser Leute hier, wenn das schön in einen Text gebracht wurde?

Kommentar von PolluxHH ,

Auch wenn es Dich irritieren sollte: es ist nicht abgeschrieben, sondern zusammengefaßt, einmal die gesetzlichen Regelungen, zum anderen der zeitliche Ablauf und zum Dritten die Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Alles hübsch in Eigenarbeit zusammengetragen.

Außerdem enthielt der Text schon die Antwort: der deutlich überwiegende Anteil der in Deutschland untergebrachten Flüchtlinge haben Flüchtlingsstatus ohne Asylberechtigung (d.h. nur beschränktes, aber verlängerbares Aufenthaltsrecht, erst nach 8 Jahren Anrecht auf Einbürgerung) und sind damit zu Recht hier. Angesichts der drastischen Situation in Ungarn Ende Juli / Anfang August 2015 haben Österreich, Deutschland und Schweden ihre Grenzen geöffnet unter Anwendung von Art. 17 der Dublin-III-VO, also unter Aussetzung des Dublin-Verfahrens durch Wahrnehmung des Selbsteintrittsrechts, was erforderlich wurde, da die EU, welche eigentlich zu handeln gehabt hätte, nicht zum Handeln bereit war.

Übrigens wäre es freundlich, mir zu erzählen, wo ich es abgeschrieben haben sollte. Ehe Du dies behauptest (und mich damit einer Urheberrechtsverletzung beschuldigst), solltest Du Belegtatsachen beibringen können.

Kommentar von Feuerherz2007 ,

Ich denke eher, dass du einen Psychologen benötigst!

Kommentar von PolluxHH ,

Ich weiß jetzt nicht, ob ich enttäuscht oder beeindruckt sein soll. "Belegtatsache" ist ein Wort, welches nur in einem Kontext Verwendung findet, nämlich § 186 StGB, was mit juristischen Kenntnissen leicht zu erkennen wäre. Dann auf § 185 StGB umzusteigen ... Quiz oder ...?

"Abschreiben" stellt mindestens ein Kleinzitat nach § 51 Nr. 2 UrhG dar, was eine Quellenangabe nach § 63 Abs.3 UrhG erforderte, um keine Verletzung des Urheberrechts darzustellen. Damit hattest Du mir alleine mit der konkludenten Tatsachenbehauptung des Abschreibens eine Urheberrechtsverletzung unterstellt. Das reicht zumindest, um § 186 StGB anzudenken.

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