Frage von Kristinominos, 98

Wieso sind (nicht böse gemeinte) Witze über Homosexuelle eigentlich so verpönt-Ich hätte kein Problem mit Witzen über Heterosexuelle...nicht mal mit bösartige?

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von priesterlein, 41

Bei Mimosen ist alles, worauf sie reagieren, verpönt. Die Sexualität bestimmt in der Regel nicht den Humor, sie kann aber durchaus einen persönlichen Bereich darin definieren. Wenn der Humor nun in diesen Bereich eingreift, kommt es darauf an, wieweit der Mensch differenzieren und abstrahieren kann und will. Temporär reagiert jeder Mensch auf etwas empfindlich. Dass es manche immer tun, ist das mimosenhafte, ist wie ein Schmerzgedächtnis.

Antwort
von 261201, 37

Es kommt drauf an wie man das sagt, wer das sagt, und ob es angebracht ist. Also so unter Freuden ist es finde ich voll okay, solange es nur Spaß ist.

Antwort
von Nicciabc, 42

Ich würde sagen es kommt darauf an, wer es wie sagt, ob es also ein Witz, oder ein "Witzigmachen" ist. Dazu kommt natürlich auch einfach, dass jemand sich persönlich angegriffen fühlt. Dies hat dann aber nicht mit der Homosexualität zu tun, sondern es liegt dann an der Person selbst.

Viele Menschen sind auch leider viel zu "moralisiert"  und verklemmt was Spass angeht, wodurch sie alles viel zu ernst nehmen. Ich selbst bin homosexuell und lache sehr gerne über jede Art von Witz- wenn es als Witz gemeint ist, ansonsten fühlt man sich natürlich schon angegriffen :)

Ich finde hier auch das Programm von Chris Tall "Darf er das?" sehr schön, lohnt sich sehr sich mal anzugucken :)

Liebe Grüße,

nicciabc

Antwort
von verquert, 47

Es kommt darauf an, wer diese Witze so verpönt empfindet.

Ein häufiger Grund ist wohl die Authentizität. Wer diesen Witz macht und aus welchem Grund.

Ein anderer Grund ist, dass Du viel mehr Witze über Homosexuelle ertragen musst, als über Heterosexuelle.

Einige homosexuelle Menschen identifizieren sich auch zu stark mit ihrer Orientierung und fühlen sich daher schneller angegriffen.

Ja, das sind nun 3 Mögliche Gründe. Und es gibt sehr gewiss noch mehr davon.

Kommentar von Kristinominos ,

Durch Grund Nummer 3 diskriminieren sie sich selbst und bieten sich anderen gleichzeitig als dankbares Opfer an...

Kommentar von verquert ,

schon möglich, zum "Opfer-Dasein" gehören auch immer 2 Menschen. Einen, der nicht aus seiner Rolle kommt und eine weitere Person, die dieses Dasein ausnutzt.

Wenn Du also weißt, dass es an den 3. Grund liegt ('Selbstwert' wohl), dann ist es Rücksicht wohl eine angebrachte Folge dieses Wissens....

Antwort
von Libertinaer, 11

Heterosexuelle hat man auch nicht wg. ihrer Sexualität seit rund 1600 Jahren ggf. auf dem Scheiterhaufen verbrannt (dies bei Homosexuellen zu tun, war eine Erfindung des Christentums/der damals alleinigen katholischen Kirche). Und dass Homosexualität auch heute noch in sehr vielen Ländern mit Unterdrückung bis zur Todesstrafe bedroht ist (man denke nur an das Aufknüpfen homosexueller Jugendlicher an Baukränen im Iran), macht es vielleicht etwas schwer Witze darüber zu machen, und frei über sie zu lachen ...

... zumal viele (keineswegs natürlich alle) Witze selber eben bereits diskriminierend wirken (und, ggf. unbewusst/unabsichtlich auch diskriminierend gemeint sind).

Aber gegen "liebevolle" Homowitze, werden wohl auch die meisten Homos nichts haben. ;-)


Antwort
von scorpion87, 14

Es kommt immer darauf an, wem du die Witze erzählst. Kennt man die Zuhörer nicht genau, sollte man sich zurückhalten. Wenn die Leute dich aber gut kennen, dann sollten die auch wissen, wie du es meinst. Ich konnte  als Schwuler bisher noch fast über jeden Schwulenwitz lachen.

Kommentar von Kristinominos ,

Ja aber selbst wenn eine dir völlig fremde Person einen sehr schwulenverachtenden Witz reißen würde..... na und? Kann dir das nicht egal sein?

Wenn ein Homosexueller solche Heterowitze machen würde (ich bin heterosexuell), wäre mir das völlig wurscht.

Kommentar von scorpion87 ,

ich bin da relativ gelassen und denke, ich würde bei 95% aller Witze am lautesten mitlachen. Das kann man aber nicht pauschal sagen, es gibt durchaus auch menschenverachtende "Witze" unterhalb jeder Gürtellinie (egal über welche Minderheiten die sind), bei denen es eine Grenze gibt. Und diese Grenze liegt meistens da, wo ich absolut nicht mehr erkennen kann, ob das noch ein Witz war, oder einfach schon der Aufruf zu Gewalt, Mord und Totschlag. Hab auch einmal eine Person drauf angesprochen - da hat sich dann im Gespräch auch schnell erkennen lassen, dass das kein Witz gewesen war, sondern einfach nur braune Brühe im Kopf, die da gerade herausgeschwappt war. Bei so etwas kann ich dann definitiv nicht mitlachen und werde auch nicht still daneben stehen. 

Deswegen - wenn ich Witze, auch über meine Minderheitengruppe, höre, kann ich eigentlich immer lachen. Beim selber Witze-erzählen sollte man allerdings schauen, in welcher Runde man ist. Und wenn ich die Leute nicht so gut kenne, halte ich mich politisch eher neutral - da gibts auch genügend gute Witze.

Antwort
von Zischelmann, 3

Es kommt darauf an um welche Art von Witzen es geht.

Und wem man diese erzählt.

Ein knallharter Leder-Gay in der Bar mag darauf ganz anders reagieren als ein sensibler homosexueller 20-jähriger aus religiösem Umfeld..

Witze in denen Homosexualität mit KZ oder dem Scheiterhaufen des Mittelalters kombiniert sind lehne ich total ab-Darüber zu lachen ist für mich grausam! Und ein Hohn gegenüber den Homosexuellen auch die in unserer zeit in anderen Ländern hingerichtet werden

Genauso schlimm: Witze wo es um Suizid geht und Homosexualität.

Ein groteskes Beispiel eines solchen widerlichen Witzes:

Ein Kripobeamter findet einen erhängten Mann.

Sofort weiß er: Das war ein Schwuler

Woran sah er das? Am pinkfarbenen Strick

Mich stoßen solche Witze ab

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