solf1 am 15.05.2007 um 13:09 Uhr
In meiner Jugendzeit in der 70-ern standen teils reihenweise " Autostopper " am Strassenrand. Ich habe das selber sehr oft und auch gerne gemacht. Wieso gibts das heute fast nicht mehr ?
das liegt wahrscheinlich daran, dass so viel passiert und daher die kinder von ihren eltern schon gebrieft werden, nicht per anhalter zu fahren. oder daran, dass die deutschen so viele autos haben. in der stadt braucht man keinen autostopp, weil die bahnnetze ausgefeilt sind und auf dem land bekommt man halt zum 18. einen führerschein und ein auto. da kann man dann mit dem eigenen wagen fahren oder mit dem eines freundes.

Hallo Solf1, ich bin früher häufig getrampt, es gab halt sonst keine Möglichkeiten. So viele Autos gab es auch noch nicht in den Familien. Ich erinnere mich, dass ich mir immer das KFZ Zeichen gemerkt habe und an einer Türe saß. Mir waren die Gefahren schon bewußt, habe aber nie schlechte Erfahrungen gemacht. Trotzdem heute mit der Zentralverriegelung kommt man ja womöglich aus keinem Fahrzeug mehr raus, daher habe ich meinen Kindern verboten zu trampen und ihnen angeboten sie jederzeit, woimmer und zu welcher Zeit auch immer abzuholen. Lieben Gruß Lotusblume

Mir wurde von klein auf beigebracht, Trampen ist gefährlich - sowohl für den Tramper, als auch für den Mitnehmer. Daher bin ich selbst nie getrampt und muss leider auch gestehen, ich habe nie jemanden mitgenommen. Es passiert einfach zu viel. Vielleicht denken viele so ähnlich wie ich und es ist einfach "eingeschlafen"...

Ganz einfach: die haben inzwischen alle ihr eigenes Auto! An unserer Uni waren früher zwar die Parkplätze auch schnell besetzt, aber heutzutage ist ein Riesenareal drumrum völlig zugeparkt, obwohl das Parkplatzangebot deutlich vergrößert wurde und die Studentenzahlen nicht proportional dazu gestiegen sind. Fürs Fahrrad kriegt man dagegen meistens einen Ständer, auch im Gegensatz zu früher.
Ich denke es ist heutzutage einfach viel zu Gefährlich bei fremden Leuten ins Auto zu steigen bzw. Fremde mitzunehmen. Da finanziere ich lieber in öffentliche Verkehrsmittel und weiß aber das ich "heil" am Ziel ankomme.
Das ist eine Frage der Sicherheit, denke ich. In einer Zeit, in der nicht "nur" Kinder, sondern auch Jugendliche entführt, vergewaltigt und danach zum Schweigen gebracht werden, ist es kein Wunder, wenn kaum noch jemand trampt.

Abgesehen einmal von den hier erwähnten Gefahren (sind die heute wirklich grösser?) und den "eigenen" Autos hat das sicher auch etwas mit den Interrail-Tickets zu tun, mit denen man sehr günstig beliebig durch Europa gondeln kann.
Es gibt ja Mitfahrzentralen oder www.mitfahrgelegenheit.de
Dies ist eine sehr gute Frage und es wurden auch schon viele gute Punkte als Antwort genannt.
Hat jemand Interesse daran etwas zu aendern? Dann einfach bei Abgefahren e.V. ( http://abgefahren.hitchbase.com ), dem ersten deutschsprachigen Trampverein, reinschauen und mithelfen! Der Verein will das Reisen per Anhalter vom Hippie-Muff befreien und moderner machen...