Frage von tiffany058, 257

Wieso sind gleichgeschlechtliche Ehen nicht erlaubt in Deutschland?

Antwort
von Pangaea, 55

Weil das Bundesverfassungsgericht nach sorgfältiger Prüfung festgestellt hat, dass der Schutz des Grundgesetzes für Ehe und Familie nur für die Ehe zwischen Mann und Frau gilt http://www.humboldt-forum-recht.de/deutsch/6-2002/beitrag.html#upunkt7

Das Gericht hat sich auch mit einem angenommenen gesellschaftlichen Wandel des Begriffs "Ehe" beschäftigt, ist jedoch zum Zeitpunkt des Beschlusses davon ausgegangen, dass ein solcher Wandel nicht erkennbar sei. Vielleicht ändert sich das irgendwann einmal.

Die eingetragene Lebenspartnerschaft ist der Ehe weitgehend (aber nicht vollständig) gleichgestellt.

Kommentar von KHLange ,

D.H. ein fundierter sachlicher Beitrag von einer Art, wie sie in diesem Forum leider nicht immer selbstverständlich ist.

Kommentar von Pangaea ,

Dankeschön!

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Sexualitaet, 43

Hey,

Weil die Mehrzahl der Entscheidungsträger im Bundestag konservativ und verbohrt sind.

Du siehst ja schon an den Antworten, die du hier bekommen hast, dass es tatsächlich immer noch Leute gibt, die Homosexualität völlig ablehnen und das dann sogar religiös begründen - was natürlich völliger Schwachsinn ist.

Eine Ehe ist ein staatlicher Akt, kein religiöser - und es steht rechtlich nichts im Wege, die Ehe für Partner jeden Geschlechts zu öffnen.

Nur - wie bereits gesagt - blockiert die CDU / CSU eine Öffnung der Ehe im Bundestag - und dabei geht es vermutlich darum, dass sie Angst um ihr Familienbild haben :D

Leider ist das Christentum hier der größte Schuldige, dass wir immer noch so verbohrt sind - in anderen Kulturen war Homosexualität nie verpönt. Erst durch die Zwangsmissionierung durch Christen in Europa kam diese verklemmte Sexualmoral und Ablehnung der Homosexualität in Europa...

Ich bin mir aber sicher, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis auch Deutschland endlich so weit ist, die Ehe für alle Paare zu öffnen.

Wenn sogar die USA vor uns dran waren, dann wird es allerhöchste Zeit :D

Lg

Kommentar von KHLange ,

Als bekennender bibeltreuer evangelischer Christ (ja. ich kenne auch den Synodenbeschluss der Evangelischen Kirche im Rheinland von Bad Neuenahr, doch auch Synoden können irren) gilt für mich das "Sola Scriptura". Ich will gar nicht im problematischen Alten Testament herumkramen: Nein, nur eine von zahlreichen Stellen des Neuen Testamentes ist zum Beispiel Römer 1,27, wo Paulus die Homosexualität mit harten Worten verdammt. Dies in einer "Expertenantwort" und dennoch im Namen der Community als "völligen Schwachsinn" zu bezeichnen, rüttelt an Glaubensfundamenten und tritt die Gewissensprobleme, die zwischen dem Liebesgebot  einerseits und den Forderungen der Heiligen Schrift andererseits, bestehen, mit Füßen. Dieser wenig sensible Umgang mit Menschen, die sich um einen sachlichen Umgang mit den Toleranzvorstellungen der offenen Gesellschaft einerseits und den Forderungen ihres Glaubensverständnisses mühen, ist dem religiösen und damit auch sozialen Frieden wenig förderlich.

Kommentar von CalicoSkies ,

Dann mach ichs mal deutlicher: Eine religiöse Argumentation hat hier schlichtweg nichts verloren, da eine Ehe ein staatlicher Akt ist.

Deutschland ist kein christlicher Staat - Deutschland ist ein laizistischer Staat; die absolute Mehrheit der Deutschen sind Atheisten (53% laut Eurobarometer-Befragung)

Die Öffnung der Ehe ist ein rein staatlicher Akt - und Religion sollte keinerlei politischen Einfluss ausüben!

Es ist daher völlig egal, ob religiöse Gefühle dadurch verletzt werden; eine Öffnung der Ehe ist sinnvoll und auch dringend von Nöten, schon allein durch den Gleichbehandlungsgrundsatz.

Ich als Homosexueller fühle mich deutlich diskriminiert, wenn ich meinen Partner weder heiraten noch Kinder adoptieren darf; obwohl es inzwischen sogar wissenschaftlich belegt ist, dass Kinder in Regenbogenfamilien genauso glücklich aufwachsen wie Kinder in einer üblichen Mann/Frau/Kind-Familie.. und glücklicher als bei einem alleinerziehenden Elternteil.

Diese religiöse Argumentation führt uns daher nicht weiter - vor allem, weil nichtmal sicher ist, ob Paulus an dieser Stelle wirklich von Homosexualität spricht...

Antwort
von fcbayernistgeil, 108

Heizen ist erlaubt. Kinder adoptieren nicht weil es fürs Kind schwer werden kann und dass verhindert wird. Merkel will das nicht

Kommentar von tiffany058 ,

Alles klar xD
Hoffentlich wird die abgewählt ..

Kommentar von fcbayernistgeil ,

Jo

Kommentar von Pangaea ,

Irgendwem schein entgangen zu sein, dass Frau Merkel erstens nicht allmächtig ist, dass sie zweitens die Gesetze nicht macht und dass drittens hier nicht die Regierung und nicht das Parlament, sondern das Bundesverfassungsgericht die Entscheidung getroffen hat.

Antwort
von Karl37, 69

Ist doch erlaubt, nur nennt sich dann eine eingetragene Partnerschaft. Sie haben alle Rechte und Pflichten wie Eheleute. Selbst Kinder können adoptiert werden, nur muss das sukzessiv (nacheinander) geschehen.

Kommentar von Lennister ,

Sie haben alle Rechte und Pflichten wie Eheleute

Falsch. Sie haben die gleichen Pflichten, aber deutlich weniger Rechte. Genau genommen sind es etwas 100 Regelungen, bei denen Lebenspartner benachteiligt. Das hat ein Gutachten für die Bundestagsfraktion der Grünen ergeben.

Selbst Kinder können adoptiert werden, nur muss das sukzessiv (nacheinander) geschehen.

Womit es für sie faktisch unmöglich ist, Kinder zu adoptieren. Denn versuch du mal, in Deutschland als Einzelperson ein Kind zu adoptieren.

PS: Ich erinnere mich, diesen Unsinn von dir schon tausendmal widerlegt zu haben. Auch andere User haben das schon oft getan. Wieso wiederholst du ihn dann trotzdem immer wieder? 

Kommentar von Karl37 ,

Ich kenne einige Fälle wo Einzelpersonen ein Kind adoptiert hat.

Kommentar von Lennister ,

Was statistisch nicht relevant ist. Und dass du auf den Rest meines Beitrags nicht eingehst, ist bezeichnend.

Antwort
von BaerlauchHD, 114

Weil die Frau Bundeskanzlerin da was gegen hat. Ganz einfach. -.-

Kommentar von tiffany058 ,

Diese Dumme Kuh xD

Kommentar von BaerlauchHD ,

Tja... Muss sich jeder ein eigenes Bild von ihr machen  :D

Kommentar von Pangaea ,

Da hat wohl jemand die Demokratie nicht ganz verstanden. Die Bundeskanzlerin macht die Gesetze nicht. Sie ist damit beauftragt, in Beachtung der Gesetze das Land zu regieren.

Kommentar von tiffany058 ,

Ist doch wahr xD

Kommentar von BaerlauchHD ,

Ist es auch meiner Meinung nach... Sollte nur nicht so rüber kommen, dass ich versuche irgendjemandes Wahlstimme zu manipulieren :D

Antwort
von omikron, 61

Weil eine Ehe nicht alles ist, wo zwei sich lieben, sonst könnt ich irgendwann auch meinen Hund heiraten.

Ehe ist eine Gemeinschaft von Mann und Frau mit der Perspektive, dass dort Kinder geboren werden. Das ist bei einer Gemeinschaft zwischen zwei Frauen oder zwei Männern von Natur aus ausgeschlossen.

Kommentar von tiffany058 ,

Aber wenn ich einen Mann heirate,kann noch soviel sein,ich bekomme deshalb ja kein Kind

Kommentar von omikron ,

Nicht automatisch, klar. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau ein Kind bekommst, wenn sie einen Mann heiratet, ist deutlich größer als wenn sie eine Frau heiratet. Da kommt 100%ig kein Kind.

Kommentar von IanGaepit ,

Dieses Argument ist durch die gleichgeschlechtliche Partnerschaft in Deutschland ohnehin schon ad absurdum geführt. Gleichgeschlechtliche Lebenspartner genießen heute bereits alle Vorteile der "regulären Ehe", sieht man vom Adoptionsrecht ab.

Kommentar von omikron ,

Auch ein Staat muss die Naturgesetze beachten. Wenn er es erlaubt, ist die Natur weiterhin der Ansicht, dass für ein Kind Mann und Frau erforderlich sind. Die Macht des Gesetzgebers ist hier am Ende...

Kommentar von IanGaepit ,

Die Institution der Ehe ist aber kein Naturgesetz. Ansonsten könnten Mann und Frau auch ohne diesen Bund keine Kinder zeugen. Außer du meinst natürlich mit "Naturgesetzen", "Gottesgesetz". Dazu sei nur so viel gesagt. Die Bedeutung der Ehe zwischen verschieden geschlechtlichen Partnern hat sich seit Abrahams Zeiten so oft verändern, Gott hat damit nicht mehr so viel zu tun. Zuletzt unter Bismarck, der die säkulare Ehe nach ihrem heutigen Verständnis (also primär zur staatliche Förderung des Bevölkerungswachstums) einführte. Den Kirchen steht aus meiner Sicht übrigens durchaus das Recht zu, gleichgeschlechtliche Paar nicht zu trauen.

Antwort
von frider123, 55

Ehe kann nur zwischen Mann und Frau bestehen.

Es gibt aber Lebenspartnerschaften.

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