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Wieso sind die Beipackzettel von Medikamenten eine solche Katastrophe- v.a. für Ältere?

gefragt von FrauAnna am 17.02.2007 um 22:14 Uhr

Ich verzweifle immer wieder an diesen Informationen: klein geschrieben, Umfang eines Bestsellers- ist aber keiner- und die meisten Begriffe muss ich nachschlagen. Und dann kriegt man die Dinger niemals wieder in die Schachtel rein. Warum machen die das so? Muss das sein? Kann man das ändern- und wie?


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Betty
beantwortet von Betty am 18. Februar 2007 10:14
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Ja ,es stimmt dass die Beipackzettel ein Horror sind fuer die Menschen die nicht aus dem Fach kommen. Es mus aber so sein. Ich schlage Ihnen vor folgendes:
Bei einer Neuverschreibung bitten sie den Apotheker ihnen genau zu erklaeren worauf sie achten muessen. Legen sie ihm vor alle Arzneimittel die sie einnehmen und listen sie auf alle chronische Erkrankungen (akute auch) die bei Ihnen vorhanden sind (Blutdruck, Herzkrankheiten, Nierenfunktion, Schildruessehormone - Einnahme, einfach alles). Dann muss die Beratung etwas dauaern, da der Apotheker selbst oft nachschlagen muss. Aber dafuer ist er schon da. (Und es wird wahrscheinlich vorkommen dass sie auch innerhalb der Apotheke jemandem anderem aufsuchen - viele PTAs sind mit solchen Beratungen ueberfordert).

Lassen sie sich nicht abservieren bevor sie auch alles verstanden haben. Lassen sie sich auch einen Telefonnummer von ihre Apotheke geben, wenn andere Fragen auftauchen. Leider kommt es auch oft vor dass die Artzte selbst nicht die Zeit haben um alles genau zu erklaeren. Es waere gerade fuer die aeltere Menschen vorteilig sich immer in gleiche Apotheke beraten zu lassen. Manche bieten den Service Ihre Daten, Rezeptverschreibungen und Diagnosen aufzunehmen und dann koennen sie auch den individuellen Beduerfnissen schon besser zuvorkommen.
Ich komme aus dem Fach und als ich in Apotheke arbeitete waren die "bekannte" Patienten leichter zu beraten da ich schon im Kopf hatte was alles zu beachten ist. Liebe Gruesse.


achim1
beantwortet von achim1 am 18. Februar 2007 08:47
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Hallo, ja, das ist fürchterlich, gut ich komme aus der Medizin, aber für einen Laien sind sie unmöglich! Aber die Industrie muß !! alles aufführen, was auch in 100000 Fällen einmal passieren kann...., das ist Gesetz, aber es versteht halt kaum jemand. Mein Hausarzt pflegt immer zu sagen, gar nicht erst lesen..... Aber ich empfehle ihn dem Apothekeer unter die Nase zu halten, er hat Aufklärungspflicht! Alles Gute Achim


anonym
beantwortet von SaliCS am 18. Februar 2007 09:05
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Das Problem ist, dass sich die Industrie absichern muss und entsprechende Vorgaben vom Gesetzgeber zu erfüllen hat. Dass die Beipackzettel selbst für Fachkundige eine Qual sind scheint dabei keine Rolle zu spielen. Gerade Ältere Menschen nehmen statistisch über vier verschiedene Medikamente zu sich. Maximal drei Stück gleichzeitig können aber bezüglich ihrer Wechselwirkungen sinnvoll kombiniert werden. Somit sollte ein gut lesbarer Beipackzettel darüber informieren, was man auf keinen Fall gleichzeitig einnehmen sollte, wie man die Tablette einnehmen sollte und bei welchen Anzeichen (Nebenwirkungen) man seinen Arzt aufsucht. 10-20 Zeilen reichen. Einen vollständigen Beipackzettel für Interessierte und den Gesetzgeber kann die Industrie ja gerne zusätzlich beilegen. Der kurze Beipackzettel könnte auch eine Servicelösung der Apotheken sein. Diese könnten an Hand eines Fragenkataloges jedem Patienten einen individuellen Beipackzettel erstellen. Das würde sie auch endlich wieder in die Beratungspflicht nehmen.


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