Frage von amelielenore, 34

Wieso sind Depressionen so vielseitig?

Ich habe eine mittelgradige Depression. Mit den typischen Symptomen wie keinen Antrieb, Stimmung ist meistens neutral, kann nicht richtig sagen was ich fühle oder nur empfinden, dass es mir wirklich sehr schlecht geht. Leicht reizbar, sensibel.Typisch eben. Jedoch frage ich mich gerade wieder so viel. Zusätzlich habe ich große Selbstzweifel, meistens bringen mich diese in schlechte Stimmung. Dann habe ich durch diese Selbstzweifel eine Essstörung entwickelt. Und ein Suchtproblem habe ich auch (Drogen). Aber nur im Zusammenspiel mit, ich brauche etwas, um mein Selbstbewusstsein zu erhöhen. Ich weiß, super viel. Nun ist meine Frage. Sind das die Depressionen, die so unglaublich vielseitig sind? Oder spielen da noch andere Krankheiten eine Rolle? Würde gerne eure Erfahrungen dazu hören.

Danke :)

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 11

Depressionen sind extrem vielfälltig. Jedes Individum erlebt diese anders. Das hat damit zu tun, das jeder Mensch auch eine minimal andere Gehrinstruktur aufweist. Dies sieht man schon nur an den Medikamenten. Medikament A kann bei einer Person wunderbar wirken, bei Person B wirkt es überhaupt nicht.

Dennoch gibt es gewisse Gemeinsamkeiten was eine Depression ausmacht. Diese objektiven Kriteren ist im internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10 festgehalten. Mehr dazu findest du hier: http://www.deprohelp.com/symptome-einer-depression/

Zudem gibt es verschiedene Formen von Depressionen. Mehr dazu findest du hier: http://www.deprohelp.com/formen-der-depression/

Antwort
von GrafTypo, 34

Depressionen sind sehr vielseitig und unterschiedlich und individuell, weil das Gehirn und der menschliche Verstand nicht DIN-genormt sind.

Deshalb gibt es bei der Bewältigung auch keinen Königsweg, der immer und hundertprozentig funktioniert. Ein guter Therapeut wird versuchen, gemeinsam mit dir einen Weg zu erarbeiten, der dir hilft. Aber ob dir jetzt eine Psychoanalyse nach Sigmund Freud oder nach Erich Fromm oder eine Therapie nach einer anderen Schule hilft, das kann keiner voraussagen. Das muss erarbeitet und ausprobiert werden.

Antwort
von Durcherdieter, 20

Wenn du eine Depression Hast dann geh zum artzt und sprich mit jemandem drüber! Ich habe selber Depressionen + panikattacken nach 3.jährigem exezivem Drogenkonsum ich habe das ganze jetzt mit viel Sport und dank meiner Familie so gut es geht im Griff aber mir ist auch klar das im Endeffekt der Besuch beim Arzt nicht aus bleibt weil das eine Krankheit ist die einen niemals los lässt!

Antwort
von mxxnlxght, 29

Ich denke, das hat mit Erfahrung zu tun. Ich habe auch mit Depressionen zu kämpfen, kann inzwischen aber anders damit umgehen. 

Ich habe in meinem Klinikaufenthalt an Selbstbewusstsein gewonnen, aber der Rest ist immernoch ein Problem. Ich weiß um meine Bedürftnisse, um meine Stimmung und warum ich mich so fühle und bin. Und das ist das aller Wichtigste. Erst, das Erkennen seines Problems und dann das Wissen darüber.

Du musst dir denken: "Tiefer geht's nicht, also: Was hab ich zu verlieren?" 

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