Frage von Funmichi, 24

Wieso sind aufgrund geringer nebenwirkungen keine kappa rezeptor antagonisten gegen sucht&depression auf dem markt?

Antwort
von ObstMitSuesses, 11

Hallo, 

das hat den einfachen Grund, dass selektive k-Rezeptor-Antagonisten häufig keinen effizienten Inhibitor bietet. Bei illegalen Substanzen werden häufig ebenfalls die prä- und postsynaptischen involviert. Eine selektive Hemmung der k-Rezeptoren würde zwar mitunter zur Minderung der Dysphorie helfen, die Atemdepression mindern und unter Umständen auch eine Minderung der Halluzinationen herbei führen. Aufgrund der starken agonistischen Wirkung selektiver k-Rezeptorstimulanzen sind die klassischen Symptome häufig massiver ausgeprägt und sind deshalb vom Markt genommen worden. Es gibt daher nur eine mäßige Intention Antagonisten zu erforschen, ferner es ein Antidot in der Notfallmedizin und Antidepressiver unterschiedlicher Wirkstrukturen gibt.

Einzig die Medikation in der Notfallmedizin von Naloxon gilt als Antagonisten. Eine perorale Applikation setze ich als bekannt voraus; das macht wenig Sinn.

Expertenantwort
von Chillersun03, Community-Experte für Medikamente & Medizin, 7

Du meinst wirklich Antagonist, ein Stoff der den Rezeptor blockiert und keine Wirkung auslöst?

Nunja, weil die übliche Opioidsucht auch an anderen Rezeptoren stattfindet. Ein selektiver kappa-Rezeptor-Antagonist wäre daher nur bei kappa-Rezeptor Agonisten wie Pentazocin nutzbar, die aber keine Anwendung finden. Und mit Depressionen hat der kappa-Rezeptor zunächst nur wenig zu tun.

Kommentar von ObstMitSuesses ,

Er spielte glaube eher auf eine Dysphorie als eine manifeste depressive Episode an. Hierfür sind die k-Rezeptoren sehr bekannt; gerade auch bei dem Medikament was du aufgeführt hast. :)

Antwort
von schloh80, 15

Weil noch nicht ausreichend klinische Studien für eine Zulassung vorliegen.

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