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Wieso sind abgepacktes Fleisch und abgepackte Wurst nur kurz haltbar und die Wurst im Glas 2 Jahre?

gefragt von flb89flb89 am 11.08.2009 um 23:38 Uhr

Hallo Leute,

wenn ich im Geschäft abgepackte Wurst kaufe, dann ist die immer ca. 2-3 Wochen haltbar. Es gibt aber auch Wurst zu kaufen, die ca. 2 Jahre haltbar ist. Damit meine ich z.B. die Wiener im Glas oder Frühstücksfleisch in der Dose. Wie lässt sich das erklären? Es ist ja immerhin Fleisch und da sollte man doch meinen, dass das nicht so lange haltbar sein kann.

Danke schonmal!

LG Lars

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Teify
beantwortet von Teify am 11. August 2009 23:42
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Erstens wird das Fleisch beim Einkochen erhitzt,was es haltbarer macht und zweitens entsteht dabei im Gefäß ein Vakuum,was die Sache noch haltbarer macht.


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anonym
beantwortet von Reanne am 11. August 2009 23:41
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Die Produkte werden durch einde moderne Form des Einkochens haltbar gemacht.

Kommentar von joschkaiser am 21. August 2009 03:34

Richtig. Man unterscheidet zwischen pasteurisieren und sterilisieren. Manche Keime können auch sehr hohe Temperaturen überleben und sich dann bei günstigen Bedingungen wieder vermehren. Diese Keime werden beim pasteurisieren nicht abgetötet, deshalb muss man die pasteurisierten Sachen auch danach Kühlen, da dies ungünstige Bedingungen für diese Keime sind (z.B. Frischmilch). Bei der Sterilisation werden auch diese Keime abgetötet und das Produkt kann ungekühlt gelagert werden (z.B. H-Milch)


Nakita
beantwortet von Nakita am 11. August 2009 23:39
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damit lebensmittel länger haltbar sind werden sie mit bestimmten chemikalien bearbeitet. deshalt kostet die würst beim metzger auch mehr als beim supermarkt. da weiß man wo man dran ist

Kommentar von Eisblume2009 am 11. August 2009 23:41

durch die Konservierung soll das Fleisch länger halten. Aber ich rieche natürlich vorher auch immer dran, ob man das noch essen kann. Da hab ich einen empfindlichen Magen. Das hat alles was mit Konservierung und Chemie zu tun.

Kommentar von 738493516927d55d8c85384c573b6549smallTeify am 11. August 2009 23:44

Mit Cemie wohl eher nicht.Wir konservieren selber Wurst und garantiert ohne Chemie.

Kommentar von Eisblume2009 am 11. August 2009 23:48

dann hab ich mich da wohl falsch ausgedrückt. Ist Biochemie das richtigere Wort? Ich bin erst am Anfang meiner Ausbildung (HW) und EB und da kann ich das noch nicht so gut.

Kommentar von 738493516927d55d8c85384c573b6549smallTeify am 11. August 2009 23:52

Nun,wir drehen Fleisch durch den Wolf ,würzen es mit Salz,Pfeffer,Majoran und Senfkörner.dann kommen noch Zwiebeln dran und dann kommt das Ganze in Gläser.Lecker Mett im Glas.Da ist weder Chemie noch Biochemie bei.Naja,mag bei ner Großproduktion wohl etwas anders aussehen.Aber letztendlich denke ich,dass das Vakuum den größten Ausschlag gibt,weshalb es so haltbar ist.

Kommentar von joschkaiser am 21. August 2009 03:21

Selbstverständlich laufen bei der Wurstherstellung chemische und vor allem biochemische Vorgänge ab. Bei jeder Wurstherstellung, ob nun in der Großindustrie oder beim Biometzger. Das Problem ist, daß die meisten Leute unter Chemie verstehen, daß da jemand bei BASF nen Kanister mit brodelnder Brühe holt und den dann in die Wurst kippt. Dies ist natürlich nicht der Fall, dann würde mir die Wurst auch nicht schmecken. Die Aussage: Da kommt Chemie rein, ist bei den meisten Wurstsorten tatsächlich so, nur hat der Verbraucher halt ne falsche Vorstellung davon. So wird z.B. bei umgeröteten Wurstsorten Vitamin C (=Ascorbinsäure) zugesetzt die den (Bio)chemischen Vorgang der Umrötung unterstützt. Auch Phosphate werden zugesetzt, die aber auch natürlicher Weise im Körper vorkommen, nach der Schlachtung aber wieder abgebaut werden. Der Metzger gibt diese nun einfach wieder zu. Also gar nix unnatürliches.

Kommentar von joschkaiser am 21. August 2009 03:30

Selbstverständlich laufen bei der Wurstherstellung chemische und vor allem biochemische Vorgänge ab. Bei jeder Wurstherstellung, ob nun in der Großindustrie oder beim Biometzger. Das Problem ist, daß die meisten Leute unter Chemie verstehen, daß da jemand bei BASF nen Kanister mit brodelnder Brühe holt und den dann in die Wurst kippt. Dies ist natürlich nicht der Fall, dann würde mir die Wurst auch nicht schmecken. Die Aussage: Da kommt Chemie rein, ist bei den meisten Wurstsorten tatsächlich so, nur hat der Verbraucher halt ne falsche Vorstellung davon. So wird z.B. bei umgeröteten Wurstsorten Vitamin C (=Ascorbinsäure) zugesetzt die den (Bio)chemischen Vorgang der Umrötung unterstützt. Auch Phosphate werden zugesetzt, die aber auch natürlicher Weise im Körper vorkommen, nach der Schlachtung aber wieder abgebaut werden. Der Metzger gibt diese nun einfach wieder zu. Also gar nix unnatürliches. Übrigens ist die Antwort falsch mit den Chemikalien, erstens würd ichs nicht Chemikalien nennen, hört sich wieder nach BASF an, sondern Konservierungsstoffe, die sind aber nicht dafür verantwortlich, daß sich die Konserven so lange halten sondern einzig und allein die Pasteurisation/Sterilisation.

Kommentar von schlawiner2430 am 22. Dezember 2009 10:37

Beim Konservieren, kommt keine Chemie zum Einsatz, sondern nur Hitze. Unter Luftabschluss wird das Gebinde auf ca120 Grad erhitzt und fast alle Keime werden abgetötet. Da danach kein Sauerstoff in der Konserve ist, kann da Lebensmittel auch nicht verderben. Es wurden schon Konserven nach über 10 Jahren geöffnet, und die Proben waren für den menschlichen Genuss ungefährlich. Den Geschmack stellen wir mal hinten an.


anonym
beantwortet von penthesileia am 12. August 2009 00:02
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Gott, is' das schwer. Lebensmittel diversester Art werden durch Einkochen haltbar. Beim Einkochen werden Parasiten aller kleinstlebenden Art freundlich totgekocht. Kommt das Eingekochte nicht mehr mir irgendwas, Luft eingeschlossen, in Berührung, ist es theoretisch ewig haltbar. Geschmack und Nährwert neigen nach einigen Jahren zu einem gewissen Fluchtverhalten. Wenn's schmeckt, is' es gut, so einfach.


Himperich
beantwortet von Himperich am 8. Oktober 2009 07:06
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Wir produzieren selber Frischwurst und auch Konserven im Glas, daher kann ich aus erster Reihe kurz erklären, was der Unterschied ist.

Generell wird der Begriff "Konservieren" schnell als negativ angesehen, da mit dem Begriff "Chemie" verbunden wird. Allerdings spricht man schon von "Konservieren" wenn man etwas kocht oder salzt. Gerade in Metzgereien wird seit Jahrhunderten Pökelsalz verwendet, jetzt muss der Metzgermeister das aber kennzeichnen als "Kochsalz, Konservierungsstoff Nitrit E 250". Das verunsichert natürlich den nicht so kundigen Verbraucher. Generell würde ich als Verbraucher meinen Metzgermeister fragen, was er in die Wurst hinein gibt. Er muss dies wissen im Gegensatz (verständlicherweise) zu den Supermarkt-Bedientheken.

Jetzt zu dem Unterschied zw. Frischwurst und Konserven. Man unterscheidet in der Metzgerei, ganz grob gesehen, Produkte nach der Art der Herstellung. Demnach kann nämlich jedem Produkt, abhängig von der Behandlung, ein Bakterienabtötungsgrad zugeordnet werden. Nach diesem Wert kann dann auch die anschließende Behandlung festgelegt werden. So wird z.B. ein Kochschinken auf eine Kerntemperatur von 64-72° C erhitzt und eine Wurstkonserve auf einer Kerntemperatur von 110° C 20 min gehalten. Sie sehen einen Temperaturunterschied. Dieser hat zu verantworten, dass man den Kochschinken verpackt ca. 3 Wochen und die Konserve ca. 2 Jahre liegen lassen kann.


user7
beantwortet von user7 am 11. August 2009 23:43
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ich glaube das liegt an dem wasser..


gottesanbeterin
beantwortet von gottesanbeterin am 11. August 2009 23:41
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Das Fleisch in Glas oder Dose ist sterilisiert worden, also absolut keimfrei.


MoxFoulder
beantwortet von MoxFoulder am 11. August 2009 23:39
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da ist mehr Jodsalz drinne um feuchtigkeit zu speichern ... siehe Pökelfleisch


Rudi2009
beantwortet von Rudi2009 am 11. August 2009 23:39
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Frisch vs. Konserve!

Kommentar von F677df32c2932540533c7f412e74bcc5smallflb89 am 11. August 2009 23:40

ja, und die Erklärung dafür?

Kommentar von penthesileia am 12. August 2009 00:57

So einfach wie meine Erklärung zur Ausgangsfrage: Kochen/Erhitzen vernichtet Inhaltsstoffe, nicht nur die Bösen. Viele Vitamine sind (just for example) nur bis (soweit ich mich erinnere) 70°C haltbar. Einkochen macht haltbar, aber auch nährwertärmer. Bei vorwiegend eiweißhaltigen Stoffen verändern sich die Eiweiße.


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