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Wieso setzt man die Hyperthermie immer nur in Verbindung mit Strahlen- oder Chemotherapie ein?

gefragt von VorneLinksVorneLinks am 08.02.2008 um 12:30 Uhr

In der Familie meiner Frau gibt es einen Krebsfall. Die Ärzte möchten jetzt die Chemo mit Hyperthermie verbinden. Könnten sie nicht die Hyperthermie allein einsetzen, scheint doch schon gut erforscht zu sein?


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Reply


Indy72
beantwortet von Indy72 am 8. Februar 2008 12:39
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Anscheinend glauben die Mediziner, dass eine solche Kombination am meisten Erfolg verspricht.


anonym
beantwortet von Auskunft am 8. Februar 2008 12:54
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Die Hyperthermie wird ergänzend zu den bekannten derzeitigen Krebstherapien, wie Chirurgie, Chemotherapie und Immuntherapie sowie Strahlentherapie eingesetzt, um den Therapieeffekt zu verstärken.

Als alleinige Therapiemaßnahme ist sie nicht geeignet und gilt als wirkungslos.

(onmeda.de)

Als Lokalhyperthermie-Behandlung, in Kombination mit Chemotherapie, verstärkt die Wärme die Aufnahme und Verteilung der chemisch aktiven Arzneimittel im Gebiet des Tumors.

Die meisten der in der Chemotherapie angewandten Stoffe haben, wie zahlreiche Untersuchungen gezeigt haben, eine stärker tumorschädigende Wirkung, wenn sie in einem überwärmten Gebiet zur Wirkung kommen können.

Auch in der Kombination mit der klassischen Strahlenbehandlung der Onkologie(mit sog. ionisierenden Strahlen) kann durch zeitnahe Überwärmung eine Erhöhung der Empfindlichkeit der Krebszellen für die schädigende Wirkung der Bestrahlung erreicht werden, ohne dabei die Nebenwirkungen der Bestrahlung zu erhöhen.

Dieser Effekt ist durch zahlreiche medizinische Studien belegt worden.

(http://www.arcadia-praxis.de/index.php?section=Unsere-Behandlungen&subcat=Ob...)


Patron
beantwortet von Patron am 8. Februar 2008 16:04
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lange vor der chemotherapie wurde hyperthermie angewandt, siehe

http://de.wikipedia.org/wiki/Therapeutische_Hyperthermie


anonym
beantwortet von emsdoc am 9. Februar 2008 09:28
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Theoretisch funktioniert die Hyperthermie, praktisch besteht das Prolem, die Temperatur zur tumorabtötende Wirkung zu erreichen (ab ca. 42°C). Würde man dies kontrollieren wollen, müsste jedesmal eine Sonde in den Tumor gestochen werden. Verbreiteter ist eine Art "Wohlfühlhyperthermie", bei der große blinkende Apparate Präzision, Technologie und Fortschritt suggerieren. Üblicherweise kostet so eine Sitzung ca. 150 €, die von den Kassen i. d. R. nicht übernommen werden. Warum wohl? Stichwort Wirkungsbeweis.

Ausnahme: bei oberflächlich gelegenen Tumoren (Haut, evtl. Extremitäten) - ob die Kasse hier zahlt, hängt von der Einzelantragsprüfung ab.


anonym
beantwortet von dottoremuc am 15. Februar 2008 16:17
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Das zusätzliche Problem ist, daß die Hyperthermie nur lokal angewendet werden kann. Da viele (v.a. bösartige)Tumore streuen, würdest Du zwar den Primärtumor therapieren, aber die Metastasen würden nach mehr oder weniger kurzer Zeit auftreten. Das kann man nur durch eine Therapie verhindern, die im gesamten Körper wirkt (z.B. Chemo).







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