Frage von katsching621, 125

wieso sehen wir tiere als freunde an und essen sie auch?

ich finde es falsch wie sieht ihr es ?

Antwort
von Achwasweissich, 67

Würden Kühe wie Katze schmecken würd die sicher niemand freiwillig essen ;)

Wir Menschen sind nunmal Allesfresser, auf der anderen Seite können wir aber auch eine mehr oder minder enge Bezehung zu Tieren aufbauen. Diese Tiere sind dann für uns etwas ganz besonderes. Das muss nicht immer Hund oder Katze sein, meine Mutter hatte z.B. als Kind ihre Bunte Kuh so lieb wie ich meinen Hund, ist auf dem Tier umhergeritten und hat auf der Weide an die Kuh gekuschelt geschlafen. Trotzdem isst sie dann und wann gerne mal Rindfleisch. Ein Junge den ich beim Praktikum im Kindergarten kennengelernt habe lebte auf einem Schweinehof, jedes Jahr bekam er von seinem Opa ein Ferkelchen geschenkt, zog es mit ihm groß und freute sich im Herbst schon drauf es zu essen - das Tier war ja groß un langweilig geworden und im nächsten Frühjahr gab es ein neues süßes Ferkel...

Kommentar von Zischelmann ,

Das erinnert mich an Michel aus Lönneberga-dieser zog sein kleines Schweinchen das "Knirpsschweinchen" hieß groß-jedoch er sorgte dafür das dieses vor dem Schlachten verschont wurde-er kaufte einfach seinem Vater ein anderes Schwein..

Kommentar von michi57319 ,

Wieso weißt du, wie Katzen schmecken?

Kommentar von Achwasweissich ,

Wein mein Opa es mir gesagt hat und mein Schwiegervater das bestätigt hat, beide waren durch den Krieg gezwungen zu essen was sie fanden um nicht zu verhungern. "Dachhase" war quasi die letzte Möglichkeit wenn selbst Igel und Ratte aus waren. Das Fleisch soll säuerlich und zum Teil sogar leicht bitter schmecken. Noch heute würde mein Schwiegervater niemals einen Hasen kaufen wo der Kopf ab ist, hat sich zu sehr eingebrannt.

Kommentar von michi57319 ,

Ah o.k. Die Sache mit dem Karnickel kenn ich vom Hörensagen von meinen Großeltern.

Antwort
von MarkusKapunkt, 48

Die Kuh in meiner Bolognese war nicht mein Freund. Deswegen habe ich keine Skrupel, wenn ich sie esse. Die Bedenken bekomme ich erst, wenn ich mir bewusst mache, wie die Kuh vorher gehalten und "produziert" wurde. Deswegen kaufe ich mein Fleisch nur vom Schlachter, der zertifiziertes Biofleisch aus der Region anbietet.

Antwort
von ApfelTea, 39

Ich sehe nicht unbedingt jedes Tier als Freund an, aber ich esse keines von ihnen. Warum sollte ich unnötigerweise Tiere töten und essen, wenn ich mich von Pflanzen ernähren kann?

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Kannst du ja eben nicht, weil das nunmal keine "artgerechte" Ernährung für einen Menschen ist. Du bist ein opportunistischer Allesfresser, Fleisch ist für deine Ernärung essentiell wichtig und du kannst die wichtigen tierischen Eiweiße, Eisen, Vitamin B12 und eine ganze Reihe weiterer Nährstoffe und Spurenelemente nur schwer oder auch gar nicht durch pflanzliche Kost ersetzen. Wenn ethische Gründe gegen den Fleischkonsum sprechen, ist das natürlich völlig in Ordnung - ich finde es auch nicht toll, wie man heutzutage Fleisch "produziert", aber es gibt auch Fleisch beim Biobauern. Aber wer ganz auf tierische Produkte verzichtet, muss zwangsläufig ein Chemo-Veganer werden und zusätzlich zu seinem veganen Essen Nahrungsergänzungsmittel schlucken - oder er wird irgendwann krank.

Kommentar von ApfelTea ,

Was ist heute noch "artgerecht" von dem was der Mensch tut? Absolut gar nichts, auch die Ernährung nicht. Was ist also das Problem daran, b12 zahnpasta zu benutzen anstatt das b12 erst dem schwein zu supplementieren und dann sein Fleisch zu essen? Es wäre nur ein Umweg. Und alles andere bekomme ich ja sowieso durch Pflanzen.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Es gibt Zahnpasta mit Vitamin B12? Ich liebe das 21. Jahrhundert!

Kommentar von ApfelTea ,

Ja klar. seh ich auch so :)

Antwort
von Masuya, 33

Ich habe noch nie jemanden gesehen, der sein Tier wie einen Freund behandelt hat und trotzdem gegessen hat. 

Ich glaube zu deiner Frage findest du genügend Antworten, wenn du einfach mal selbst suchen würdest. 

Antwort
von dschungelboss, 60

Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob ich die Kühe, die ich auf Wiesen grasen sehe als Freunde bezeichnen würde. 

Vielleicht auch doch, aber naja. 

Jedenfalls hat für die meisten Menschen, das Fleisch aus einer Plastikverpackung nichts mit Tieren zutun. So richtigen Bezug dazu, dass Fleisch von toten Tieren gewonnen wird hat fast niemand. Und das obwohl es jeder weiß.

Antwort
von RuedigerKaarst, 59

Der Mensch ist nunmal ein Raubtier und hat sich seit bestehen von Tieren ernährt.

Hierzulande ist der Genuss von Hund und Katze verboten, in manchen Ländern ist dies (noch) normal.

In Indien ist dafür die Kuh heilig.

Manche haben ein Hausschwein als Haustier.

Vielmehr sollte man sarauf achten, wie Tiere gehalten werden, so dass sue nicht unnötig leiden müssen.

Kommentar von VeryBestAnswers ,

Der Mensch ist nunmal ein Raubtier

Das ist schlicht und ergreifend FALSCH. Biologisch gesehen sprechen u. a. Darmlänge, Zusammensetzung des Speichels, Form der Fingernägel und Zähne dafür, dass der Mensch ein Pflanzenfresser ist. Die ersten Vormenschen lebten wahrscheinlich als Aasfresser. Fest steht aber, dass der Mensch KEIN RAUBTIER ist.



Kommentar von MarkusKapunkt ,

Nein, es ist nicht falsch, auch nicht schlicht und ergreifend. Höchstens nur nicht so ganz richtig. Trotzdem hat RuedigerKaarst eine gute und zutreffende Antwort geschrieben. Dein Kommentar jedoch liest sich wie veganistische Propaganda, die ich oft zu lesen bekomme. Aber so gern du dein Weltbild auch aufrechterhalten möchtest, du kannst es leider nicht: Der Mensch ist kein reiner Pflanzenfresser, und das bereits seit mindestens 4 Millionen Jahren, wahrscheinlich sogar noch sehr viel länger schon nicht mehr.

Dass der Mensch kein Raubtier ist, ist nur von der zoologischen Systematik aus betrachtet richtig, denn wir gehören nunmal zu den Primaten (Primates) und nicht zu den Raubtieren (Carnivora). Es gibt aber eine ganze Reihe von Säugeteren, die auch nicht mit den Raubtieren verwandt sind, aber trotzdem und zum Teil sogar ausschließlich von tierischer Kost leben - wie Igel, Maulwürfe, Spitzmäuse, Fledermäuse, Wale und Delfine, und eben auch einige Primaten.

Dass die Vormenschen als Aasfresser lebten, ist nicht nur wahrscheinlich, sondern durch Knochenspuren belegt: Schon der Australopithecus besaß Werkzeuge, mit denen er Knochen von großen Savannenbewohnern aufbrach und aus diesen das Mark herausschlüfte. Nur wenig später hat er auch lebenden Tieren nachgestellt. Wohlgemerkt: das war noch kein Mensch, nicht einmal ein Frühmensch! Und da auch heutige Schimpansen gelegentlich auf die Jagd gehen, liegt der Schluss nahe, dass der gemeinsame Vorfahre von Mensch und Schimpanse dies ebenfalls gelegentlich tat. Und der lebte vor etwa 10 Millionen Jahren, also noch ein gutes Stück weiter in der Vergangenheit.

Fleisch hat also mit großer Wahrscheinlichkeit seit jeher zum Nahrungsspektrum des Menschen dazugehört, wobei pflanzliche Kost aber den Hauptanteil seiner Nahrung nachwievor ausmacht. Der Mensch ist also weder ein Fleisch- noch ein Pflanzenfresser, sondern ein opportunistischer Omnivore. DAFÜR und nicht für deine Ideologie sprechen nunmal die harten Fakten unserer Anatomie.

Ein Pflanzenfresser hat typischerweise einen im Verhältnis größeren Magen und einen kürzeren Dünndarm als ein Fleischfresser. Der nächste lebende Verwandte des Menschen, der sich ausschließlich von Pflanzen ernährt, ist der Gorilla, und dessen Magen nimmt 25% seines Gesamtvolumens ein (Mensch 17%), während sein Dünndarm nur 14% einnimmt (Mensch 67%). Der Mensch ist dagegen von allen Menschenaffenarten am ehesten dazu angepasst, Fleisch zu verdauen.

Ich hoffe sehr, diese Fakten helfen dir zu begreifen, dass sich ein Veganer nicht auf die Wissenschaft zur Begründung seiner Ernährungsweise berufen kann und sollte - damit macht er sich leider in jedem Falle lächerlich.

Wenn ethische Gründe für seine Ernährungsentscheidung sprechen, ist das eine andere Sache, und diese Argumente lasse ich gerade im Hinblick auf die würdelose Art und Weise, in der wir heutzutage unser Fleisch "produzieren", auch gerne zu. Aber leider wird auch in der Produktion pflanzlicher Produkte ebenso skrupellos zum Beispiel mit Bioziden umgegangen, man muss also der gesamten Lebensmittelindustrie einen Vorwurf machen. Letzendlich sollte jeder selbst entscheiden, wie er sich ernährt - diesen Luxus können wir in Deutschland jedenfalls genießen.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Noch eine Anmerkung: Mit Gesamtvolumen ist natürlich das Gesamtvolumen des Verdauungstraktes gemeint, nicht das Volumen des ganzen Körpers. =)

Kommentar von michi57319 ,

Chapeau Markus!

Kommentar von RuedigerKaarst ,

Die ersten beiden Menschen waren definitiv Vegetarier.

Der Depp hätte besser die Schlange fressen sollen. 😂

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Made my day :D

Kommentar von Masuya ,

Dann sind wir halt keine Raubtiere.. das macht uns ja auch bisschen anders von anderen Tieren... wir entwickeln Waffen, um Tiere zu erledigen, weswegen wir wohl auch so gute geformte Finger haben mit denen wir sehr gut basteln können. 

Antwort
von Ankido, 42

Manche Tiere sind Freunde vom Menschen, wegen traditioneller Ursachen. Manche sind nicht Freunde des Menschen, auch wegen traditioneller Ursachen. Die isst man.

Also es ist Traditionssache. Nix mehr!

Antwort
von dsupper, 46

Die Tiere, die wir als "Freunde" bezeichnen, essen wir ja nicht.

Kennst du jemanden, der Hunde, Katzen, Hamster etc. isst?

Nein, gegessen werden die "Nutztiere". Und ich glaube, wenn jeder sein "Fleisch" daheim selbst großziehen und schlachten müsste, würden viele Menschen schlagartig Vegetarier.

Bringt man wirklich das sauber verpackte Stück Fleisch im Supermarkt noch mit einem lebenden Tier in Verbindung?

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Und ich glaube, wenn jeder sein "Fleisch" daheim selbst großziehen und schlachten müsste, würden viele Menschen schlagartig Vegetarier.

Das haben vor 100 Jahren noch die meisten Menschen so gemacht. Und damals wärst du für die Einstellung, Vegetarier aus Gewissensgründen zu sein, sicher noch sehr komisch angesehen worden. Vielleicht wäre man dir sogar feindselig gegenübergetreten und hätte es als Kränkung empfunden, wenn du eine Fleischspeise abgelehnt hättest, denn Fleisch war - aus den von dir genannten Gründen - noch sehr teuer und etwas ganz besonderes. Der Bezug, den unsere heutige Überfluss-Gesellschaft zum Essen hat, ist krank und falsch, nicht aber die Tatsache, Fleisch zu essen und  selbst aufgezogene Tiere zu schlachten. Das ist nunmal unsere Natur.

Kommentar von dsupper ,

Ja, da stimme ich mit dir völlig überein. Ich esse gerne auch mal Fleisch, muss es aber nicht jeden Tag haben. Aber aus meiner heutigen Sicht glaube ich, dass ich kein Tier, das ist selbst gefüttert und gepflegt hätte, schlachten und essen würde, ich denke, dann würde mir auch Gemüse etc. genügen. Und so geht es sicher vielen Menschen.

Es kann natürlich sein, dass ich meine Meinung darüber ändern würde, wenn Fleisch nicht mehr so "anonym" ständig verfügbar wäre ...

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Das Paradoxe in unserer Gesellschaft ist, dass Fleisch auf der einen Seite als selbstverständlich verfügbar betrachtet und unbedacht konsumiert wird, aber dabei völlig in den Hintergrund gerät, dass eben jenes Fleisch einmal gelebt hat und für den Konsumenten gestorben ist. Auf der anderen Seite vermenschlichen wir unsere Tiere total und würden es niemals selbst "übers Herz bringen", das Tier zu töten, um an sein Fleisch zu gelangen. Das ist doch keine Ethik mehr, das ist Doppelmoral in reinkultur. Wer Fleisch essen will, sollte sich auch nicht dafür zu fein sein, einmal in den Schlachthof, zum Bauern oder auch mit auf die Jagd zu gehen und zumindest mal dabei zu sein, wenn ein zukünftiges Lebensmittel sein eigenes Leben für uns aufgibt. 

Antwort
von Garfield0001, 26

ich sehe doch Tiere gar nicht als Freunde an

Antwort
von Esbatine, 45

Tiere werden zum essen gezüchtet und gehalten.

Nur von Körner können wir nicht leben.

Kommentar von ApfelTea ,

nein.. aber wir können nur von Pflanzen leben. Dazu gehören weit mehr als ein paar Körner.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Nein, können wir nicht. Allerdings geht es mit Pflanzen, Körnern und Nahrungsergänzungsmitteln.

Kommentar von Esbatine ,

und das reicht um die gesamte Menschheit satt zu bekommen?

Antwort
von koenigscobra, 43

...ich habe das selbe Problem, nur umgekehrt: ich verstehe nicht, warum wir Rinder und Schweine bedenkenlos essen, aber bei Meerschweinchen, Hasen und Hunden Skrupel haben...

Natürlich kann man hier hervorragend mit kulturellem Hintergrund, Erziehung, Tabuisierung udg... argumentieren... aber unlogisch ist es trotzdem...

Antwort
von Ahzmandius, 21

Weil Tiere lecker schmecken, aber auch verdammt flauschig sind.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten