Frage von BatmanZer, 409

Wieso sehen so viele Menschen nicht ein, dass es keinen allgütigen, allmächtigen und somit vollkommenden Gott/Allah gibt?

Es heißt ja Gott/Allah sei vollkommen. Wenn er aber vollkommen sein soll, müsste er aber doch auch allgütig sein - und das ist er offensichtlich nicht, denn er lässt Krieg und Gewalt zu.

Wenn er aber allgütig ist und den Menschen helfen würde, es aber nicht kann, ist er nicht allmächtig und somit auch nicht vollkommen und gleichzusetzen mit den unvollkommenden Menschen.

Es heißt aber dass der Glaube an etwas Vollkommendes nicht von einem unvollkommenden Wesen selbst erzeugt werden kann, da Gott aber wie wir gesehen haben unvollkommen ist, kann der Mensch auch von selbst an Gott glauben. Gott kann also genauso gut vom Menschen erfunden worden sein.

Ich habe eben so gut wie einen der drei Versuche Gott zu beweisen wiederlegt. Den kosmologischen Gottesbeweis kann man mit der Wissenschaft erklären - Stichpunkt Quantenfluktuationen und Heisenbergsche Unschärferelation bezüglich der Zeit und der Energie.

Der letzte, der theologische Beweis ist eine erweiterte Form des Gottesbeweises von Aristoteles, der in jedem Objekt einen Sinn sah. Das ist aber mehr einer für Philosophen als für Gläubige, denn schließlich lässt sich das darauf zurückführen dass man sich auch fragen kann ob die Welt nicht eh nur eine Projektion der Wirklichkeit ist. (Oder wir nicht alle in einer Matrix leben xD - Das ist ja Elon Musk's Meinung).

Also Gott/Allah/... gibt es nicht! Und wenn doch dann ist er nicht vollkommen und würde somit unserem Bild eines göttlichen Wesens widersprechen - das wäre auch deprimierend.

Antwort
von derMannohnePlan, 154

Der Mensch hat zu allen Zeiten etwas gesucht, das über ihn und sein materielles Wohl hinausgeht - etwas, das wir Wahrheit oder Gott oder Realität nennen, einen zeitlosen Zustand, etwas, das nicht durch Umstände, durch Gedanken oder durch menschliche Verderbtheit beeinträchtigt werden kann.

Der Mensch hat ständig die Frage gestellt: Worum geht es eigentlich? Hat das Leben überhaupt einen Sinn? Er hat die heillose Unordnung des Lebens vor Augen, die Rohheiten, die Revolten, die Kriege, die religiösen, ideologischen und nationalen Spaltungen, die nie aufhören, und mit einem Gefühl tiefer Enttäuschung fragt er, was er tun soll, was denn das ist, was wir Leben nennen, und ob es etwas gibt, das darüber hinausgeht.

Und da er dieses Unbeschreibliche, das tausend Namen trägt und das er immer gesucht hat, nicht finden konnte, hat er den Glauben entwickelt, den Glauben an einen Erlöser oder an ein Ideal, oder an Gott/Allah oder wie immer er auch heißen mag? Und jeder Glaube erzeugt unabänderlich Gewaltsamkeit.

Während der ganzen theologischen Vergangenheit ist uns von religiösen Lehrern versichert worden, dass wir, wenn wir bestimmte Riten verrichten, bestimmte Gebete oder Mantras wiederholen, uns gewissen Normen anpassen, unsere Wünsche unterdrücken, unsere Gedanken kontrollieren, unsere Leidenschaften sublimieren, unsere Triebe eindämmen und uns sexueller Ausschweifungen enthalten, dass wir - wenn Geist und Körper ausreichend gefoltert sind, dann etwas jenseits dieses bedeutungslosen Lebens finden werden. 

Und das haben Millionen sogenannter religiöser Menschen Jahrhunderte hindurch getan, entweder in der Abgeschiedenheit, indem sie in die Wüste oder in die Berge oder in eine Höhle gingen oder mit der Bettelschale von Dorf zu Dorf wanderten oder sich in einem Kloster als Gruppe zusammenfanden und ihren Geist zwangen, sich einem festgelegten Vorbild anzupassen. 

Aber ein gequälter Mensch mit einem zerbrochenen Geist, ein Mensch, der diesem ganzen Tumult zu entrinnen trachtet, der der äußeren Welt entsagt hat und durch Disziplin und Anpassung abgestumpft wurde, solch ein Mensch, wie lange er auch suchen mag, wird nur finden, was seinem irregeleiteten Geist entspricht.

Kommentar von earnest ,

Verstehe ich dich richtig: Möchtest du Menschen, die diesem ganzen "Tumult" zu entrinnen suchen, einen zerbrochenen, irregeleiteten Geist unterstellen?

Mit anderen Worten: "Ungläubige" haben eine Vollmeise?

Kommentar von derMannohnePlan ,

Genau umgekehrt ist es der Fall. Ich unterstelle mal, "Gläubige" haben eine Vollmeise.

Hättest Du meinen Text aufmerksam gelesen, stände das nicht zur Debatte.

Antwort
von Lazybear, 116

Ich glaube auch nicht, aber viele christen glauben, dass gott den menschen schuf und ihm einen freien willen gab, der mensch benutzte diesen und sündigte, diese sünde war quasi die büchse der pandora und sorgt seit je her für krieg, gott könnte zwar eingreifen, aber das ganze ließe sich nur aufhalten, wenn der freie wille des menschen gebrochen wird, deswegen wartet er ab, bis sich genug zu ihm gewendet haben, weil sie frei entschieden haben ihm zu folgen und rebootet quasi die welt und macht sie wieder sündenfrei, seine barmherzigkeit zeigt sich nur dadrin, dass.er bereit ist menschen die eigentlich sünder sind wieder aufzunehmen, sofern sie auf seiner seite sind! Ob das nun schwachsinn oder sonstwas ist, ist eine andere frage, aber so in der art argumentieren einige christen auf deine frage! Lg

Antwort
von AaronMose3, 82

Wieso sehen so viele Menschen nicht ein, dass es keinen allgütigen, allmächtigen und somit vollkommenden Gott/Allah gibt?


Weil Menschen Naiv und sehr viele auch einfach Dumm sind. 

Sie bekommen von Kind an diese Märchen eingetrichtert und wachsen mit der "absoluten Wahrheit" auf. 

Später zu Schulzeiten läuft es ab, wie ich es jeden Tag erlebe. Menschen die nicht an Gott glauben werden schräg angesehen und ihnen wird der Vogel gezeigt, weil sie "denken" wir hätten die selben Vorfahren wie die Affen. (Was btw meine Gläubigen Freunde, einfach ein Fakt ist)

Hier kommen wir schon zum ersten Problem. 

Es gibt viele Gläubige, besonders im Islamischen Bereich, die die Evolutionstheorie ablehnen. Sie wollen nicht wahrhaben das sie auch nur Tiere sind und ihr Leben ebenso wenig Wert ist, wie das eines anderen Tiers. Sie wollen nichts davon wissen und können nicht akzeptieren, das es Gott nur in ihrer Fantasie gibt und er nur ein Produkt genau von dem Verstand ist, der auch ermöglicht überhaupt erst über solche Dinge nachzudenken. 

Hier muss man sich bewusst machen, das eine der größten Wissenschaftlichen Errungenschaften und ein ganz klarer Fakt, abgelehnt wird, weil ein 1400 Jahre altes Buch etwas anderes sagt. 

Pure Lächerlichkeit.

Der nächste Punkt, wieso Gläubige es nicht einsehen wollen, ist, das sie Angst vor der Realität haben. Die Realität ist sehr erschreckend für Menschen die in der behutsamen Welt von Gott und Engeln aufgewachsen sind. 

Warum erschreckend ? Weil die Realität genau das Gegenteil darstellt.

Unser Leben hat keinen Sinn, wir sind in Anbetracht des Universums auch nicht mehr Wert als eine Ameise, wir sind ebenfalls nicht besonderes auf das aufgepasst wird, nach dem Tod wird auch nichts auf uns warten und der einzige Grund wieso wir diesen Mist hier überhaupt machen, ist, das wir die Fähigkeit besitzen darüber nachzudenken.

Hätten wir unseren Verstand nicht, hätten wir diese "Probleme" nicht. Frag mal einen Schimpansen was er davon hält. 

Auch Beweise oder vorgestellte Paradoxien, wie das Allmachtsparadoxon, die eindeutig zeigen, das Gott nicht existieren kann, wird Menschen nicht überzeugen.

Man(n) kann tun was man möchte, es ist hoffnungslos. Menschen kann nicht klar gemacht werden, warum Gott nicht existiert, weil sie es nicht wissen wollen. 

Und selbst wenn sie sich darauf einlassen kommt zum Schluss der Diskussion eine Aussage wie:

"Kann ja sein das es so ist, aber ich glaube trotzdem.."


Somit spar dir die Mühe und beschäftige dich mit Themen, die auch Ergebnisse hervorbringen. Bei Gläubigen jedenfalls, stößt du auf taube Ohren. Und glaube mir, ich habe damit sehr viel Erfahrung. Und es frustriert, es frustriert so sehr, das man sich manchmal wünscht in der Zeit zurückreisen zu können um Moses (falls es ihn gegeben hat) einfach umzulegen. 


Antwort
von Meatwad, 72

Weil sie nicht ertragen können. daß sie nur ein Lebewesen unter vielen sind. Nicht besser oder höher entwickelt, als andere.

Sie können nicht ertragen, daß sie im Großen und Ganzen vollkommen unwichtig sind.

Antwort
von Pyramesse27, 21

Zum einen aus gesellschaftlicher Tradition. Zum anderen aus Unkenntnis des Kausalgesetzes. Demnach müsste ,,Gott´´ einen Vorgänger gehabt haben. Aus dem Nichts kann auch nichts entstehen. Gruß

Kommentar von stefanbluemchen ,

Pyramesee27, du sprichst das Kausalgesetz an. Und teilweise hast du recht. Doch erkläre mal, ob das Universum von selbst entstehen kann. 

Die Ewigkeit gibt es, sie ist auch nachweisbar. Doch weil wir gewohnt sind, dass alles einen Anfang hat und auch ein Ende, können wir uns die Ewigkeit nicht vorstellen. Deshalb fällt es auch so schwer, an einen Gott zu glauben, der alles geschaffen hat. 

Antwort
von muhamedba, 56

Diese Denkweise ist für mich persönlich ziemlich lustig. Du bist (laut Islam) auf dieser Welt, um geprüft zu werden. Dieses Leben ist kurz und die Welt ist so aufgebaut, das diese nicht gerecht sein kann. Wir müssten alle das selbe Klima haben, gleich groß sein, usw. usf. und das ist eben nicht gegeben.

Es gibt jetzt Menschen, welche hungern und im anderen Teil werfen Menschen Essen weg. Wir könnten ohne Probleme dafür sorgen, das es kein Hunger auf der Welt gibt. Mit den Militärausgaben können wir in einem Monat sogar ganz Afrika vernetzen (Autobahn, Internet und sogar Gleisen legen) und in jeder Stadt eine Schule und einen Brunnen bauen aber wir tun das nicht, weil wir die Menschen ausnutzen.

Würde Gott das verhindern würde, dann könntest du sagen "so etwas hätte ich nie getan" oder eben "wieso der Test, wenn eir sowieso nichts selbst entscheiden können".

Der Mensch von heute ist so weit, das er bereits jetzt so viel Wissen haben will, wie Gott selbst, um es zu verstehen und um an Gott zu glauben. Auf der anderen Seite haben wir keine 10 Mrd. Einwohner und bereits Probleme. Wir können nach so viele Jahren nicht mal einen Roboter bauen, welche im Ansatz uns ähneln aber sprechen von Wissenschaft und "wir sind doch heute so viel weiter, sozu Religion" aber fällt dann ein kerngesunder Sportler um und stirbt, verdtehen eir die Selt nicht und geben Gott die Schuld.

Von nichts kommt nichts, weiß auch jemand, der nicht klug ist. Alles hat einen Ursprung und bis zu einem bestimmten Level kommen wir mit aber wenn wir uns die Galaxy anschauen, dann können wir nur staunen, besonders wenn eir sehen, wie perfekt alles aufgebaut ist.

Kommentar von BatmanZer ,

Dieses "perfekt Aufgebaute" können wir aber nur deswegen betrachten, weil die Bedingungen im frühen Universum gepasst haben, um Leben hervorzubringen. Das ist das athropsche Prinzip.

Antwort
von OnkelSchorsch, 94

Es gibt einen sehr erheblichen Unterschied zwischen Glauben und Wissen.

Man kann zum Beispiel sehr wohl wissen, dass es wahrscheinlich keinen Gott gibt, aber dennoch an Gott glauben.

Antwort
von anniegirl80, 133

Du schreibst ja: Wenn Gott vollkommen sein sein soll, dann wäre er auch allgütig. Und du stellst "Allgüte" damit gleich dass es dann keine Kriege und Gewalt geben dürfe.

Das sehe ich aber als Trugschluss an, denn zur Güte gehört auch der freie Wille. Menschen entscheiden sich dafür dass sie Gewalt ausüben (und in deren Folge Krieg).

Natürlich gibt es auch abseits von menschlich ausgeübter Gewalt Leid. Aber: Wüssten wir denn zu schätzen wie gut es uns geht wenn es uns ständig gut ginge und wir kein Leid erleben müssten? Für ein judihui-Leben ohne Krankheit, Sorgen, Leid und Streit gibt es das ewige Leben nach dem Tod - allerdings sind wir als Christen in der Verantwortung, bereits in diesem Leben so zu leben dass die Welt ein Stück besser wird. So bauen wir hier Gottes Reich auf - auch wenn das von vielen Menschen nicht gesehen wird.

Als Christ glaube ich ausserdem dass Gott eines Tages diejenigen zur Rechenschaft ziehen wird, die hier auf dieser Erde Leid verursachen.

Wenn Gottes Wege und Charakter für uns Menschen verständlich wäre, dann wäre er nicht mehr Gott.

Kommentar von BatmanZer ,

Wenn man das so liest wünscht man sich doch das es so wäre. Und das ist der Punkt, die Menschen haben einen Gott erschaffen, damit sie etwas haben wofür es sich zu leben lohnt und dann nach dem erfüllten leben (inklusive Leid und Trauer) belohnt zu werden. Der Mensch sucht in allem einen Sinn. Der Sinn des Lebens ist es in das Reich Gottes zu gelangen. Aber das ist nur der Wunsch der Menschen, keine Tatsachen.

Kommentar von anniegirl80 ,

Das ist deine Meinung, und klingt nebenbei bemerkt recht hoffnungslos.

Heisst aber nicht dass es tatsächlich so ist. Ich glaube als Christ daran dass Gott schon immer da war. Und dass er den Menschen erschaffen hat, nicht umgekehrt.

Dass der Mensch den Sinn des Lebens sucht, liegt unter Anderem daran dass nicht alles logisch erklärbar sein muss, es gibt Dinge die ausserhalb unserer Realität existieren. Du glaubst ja auch dass deine Eltern sich lieben, und dich ebenfalls - aber kannst du es beweisen?

Früher konnte man keine Viren oder Bakterien nachweisen, deshalb glaubte man nicht daran dass es sowas gab. Und irgendwann wird es bewiesen sein dass es Gott gibt!

Vielleicht erweiterst du mal deinen Horizont indem du dich überwindest, deine Fragen direkt an Gott zu stellen!

Kommentar von stefanbluemchen ,

annigirl80, gut geantwortet.  Doch um eine Antwort von Gott zu erhalten, muss man auch seinen Liebesbrief lesen, den er uns hinterlassen hat -die Bibel!  Darin stehen alle Antworten auf die grundlegenden Fragen, warum wir existieren und warum es so viel Leid auf der Erde gibt. 

Kommentar von BatmanZer ,

Früher konnte man aber auch alltägliche Dinge wie Blitze etc. nicht erklären und nahm an, dass es von Gott sein musste. Die Ursache war unbekannt und hatte ohne wissenschaftliche Kenntnisse keinen Sinn - deswegen muss es Gott gewesen sein. Mittlerweile kann die Wissenschaft aber immer mehr erklären und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis auch Liebe, Moral und der Glauben selbst erklärt werden können und zwar logisch nachvollziehbar und aufgrund von Tatsachen...Beweisen.

Kommentar von anniegirl80 ,

Dann kann es aber auch sein dass eines Tages ein Beweis gefunden wird dass es Gott gibt.

Oder es werden eben keine Beweise für obengenanntes gefunden.

Und selbst wenn es Beweise dafür gibt, schließt all das noch nicht aus dass es Gott trotzdem gibt.

Warum muss für dich alles logisch nachvollziehbar sein?

Kommentar von stefanbluemchen ,

BatmsnZer, früher glaubte man auch, die Erde wäre eine Scheibe. Doch die Bibel war ihrer Zeit weit voraus. 

Der Beweis? 

Wissenschaftlich stichhaltige Angaben.

Bereits vor rund 3 500 Jahren hieß es in einem Bibelbuch, die Erde hänge „an nichts“ (Hiob 26:7). Jesaja sprach im 8. Jahrhundert v. u. Z. ganz klar vom „Kreis der Erde“ im Sinn einer Kugel (Jesaja 40:22). Eine Erdkugel im leeren Raum, ohne jegliche greifbare Stütze oder Aufhängung — klingt das nicht erstaunlich modern?

 Auch was Hygiene und Quarantäne betrifft, war die Bibel ihrer Zeit weit voraus. 

Das mosaische Gesetz, das in den ersten fünf Büchern der Bibel zu finden ist, wurde etwa 1500 v. u. Z. geschrieben. Es enthielt vernünftige Anweisungen zu Quarantänemaßnahmen, dem Umgang mit Leichen und der Beseitigung von Exkrementen (3. Mose 13:1-5; 4. Mose 19:1-13; 5. Mose 23:13, 14). 

Woher konnten die Menschen diese Dinge vor mehr als 3500 Jahren wissen? Einige dieser Tatsachen konnten erst im Zeitalter der Raumfahrt nachweisen. Was die Quarantäne betrifft, erinnere ich an Dr. Semmelweis.

Kommentar von Giustolisi ,

Das sehe ich aber als Trugschluss an, denn zur Güte gehört auch der freie Wille. Menschen entscheiden sich dafür dass sie Gewalt ausüben (und in deren Folge Krieg).
Nehmen wir mal an, du siehst einen Menschen, der gerade im Begriff ist, einen anderen Menschen zu ermorden. 

Würdest du versuchen ihn aufzuhalten, wenn du könntest, oder würdest du ihn machen lassen, um ihm nicht seinen freien Willen zu nehmen?

Was ist mit dem freien Willen des Opfers, das nicht ermordet werden, sondern sein Leben noch eine Weile weiterleben möchte?

Ob du eingreifst oder nicht, eines der beiden Individuen wird daran gehindert, seinen freien Willen auszuleben. Entweder der Mörder, der gerne morden möchte, oder das Opfer, das gerne weiter leben möchte. 

Gott entscheidet sich für den freien Willen des Mörders. 
Was sagt uns das über diesen Gott aus?

Kommentar von anniegirl80 ,

Ein interessanter Gedanke!

Und ja - ich würde eingreifen, jedenfalls hoffe ich das.

Was diesen Gedankengang betrifft - so gesehen greifen wir doch ständig in den freien Willen anderer Menschen ein. Die Freiheit des einen hört doch immer dort auf, wo die Freiheit des anderen beginnt.

Und was den Mörder in deinem Beispiel betrifft: Auch er wird von Gott gerichtet werden. Und wer sagt denn dass der Mörder seine Tat später nicht bereut?

Kommentar von stefanbluemchen ,

Die Folgen einer Tat muss jeder tragen. Wenn jemand wirklich bereut, wird ihm durch das vergossene Blut Jesu vergeben werden, selbst einem Mörder. Doch straffreikommt er nicht davon. 

Kommentar von stefanbluemchen ,

Wenn du so denkst, hast du Gott nie kennen gelernt. Wo wird in der Bibel Mord gut geheißen? NIRGENS!

Kommentar von stefanbluemchen ,

Lies bitte einmal 2.Korinther 11:12--15. Danach liest bitte noch Offenbarung 12:12. 

Ich will niemanden überfordern, doch wenn du das Bibelbuch Hiob, besonders die ersten beiden Kapitel liest, erkennst du, wer der wirkliche Urheber allen Leids auf der Erde ist. 

Antwort
von alexander329, 35

Einen Aspekt läßt du außer acht. Was ist, wenn das Leid -auch von Krieg und Gewalt- etwas Gutes im menschen hervorbringt und von Gott auch dazu benutzt wird?

"Wir fragen doch oft, ob es nicht besser wäre, in einer Welt ohne Schmerz, ohne Lähmungen, ohne Tränen, ohne Behinderte, ohne Blut, ohne Rollstuhl zu leben. Um uns herum versuchen die Menschen alles Leidvolle auszumerzen. Sie bringen z.B. Ungeborene um, wenn sie behindert sind. Man will eine Welt ohne Tränen, ohne Schmerz. 

Die Heilige Schrift macht uns deutlich, dass ohne Schmerz, Tränen und Tod die Welt viel abstoßender sein würde. Vor allem wäre der Mensch weitaus schlimmer, wenn nicht sogar teuflisch, jedefalls vollkommen egoistisch. Niemand würde dann sein Mitleid brauchen, seine Liebe wünschen. Interessant ist das Zeugnis einer Familie mit einem behindertem Kind. Das Kind fordert die Liebe der ganzen Familie heraus. Erstaunlich ist, welche Liebe sich da auch bei den Geschwistern entfaltet. Wäre das behinderte Kind nicht, hätten sich die hohen Werte im Menschen überhaupt nicht entwickelt. Alle wären auf sich selbst zurückgefallen. Gott hätte zahllose Möglichkeiten, eine andere Welt ohne all dieses Leid zu schaffen. Er ist der Gott des Unmöglichen. Die Sünde hat das Leiden in die Welt gebracht und Gott hat es zugelassen. Da er die unendliche Liebe ist, muss er der Menschheit damit etwas Gutes tun wollen, etwas, das Wichtigeres im Menschen wachsen lässt.

Man bedenke, was für eine Menschheit das geworden wäre, die vielleicht Gott nicht mehr erkannt hätte, wenn die Menschen nur noch Leidenschaften, aber keine Liebe mehr hätten entwickeln können. Die Menschheit ohne leidende Menschen wäre dann eine Katastrophe, wäre wie ein kalter Ofen, an dem jeder frieren müsste. Dann vegetieren wir nur sinnlos bis zum Tod dahin.

Die Macht des Bösen lässt Gott nur zu, weil er die Liebe ist.

Hans Buob
„Gott wo warst du?“

Antwort
von comhb3mpqy, 61

Ich glaube an Gott, ich bin Christ. Wenn man Gründe haben möchte, um an Gott zu glauben, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen, dort findet man Gründe.

Antwort
von earnest, 52

Ich sehe hier nur eine rhetorische Frage und keine Suche nach persönlichem Rat. 

Es gibt weder einen Gottesbeweis noch dessen Gegenteil.

Man kann wissen, ohne zu glauben, und man kann glauben, ohne zu wissen.

In Nigeria gibt es dazu ein schönes Sprichwort: "Let the hawk perch, and let the eagle perch." Zu Deutsch, auf einer etwas anderen Ebene: "Jedem Tierchen sein Pläsierchen." 

Gruß, earnest

Antwort
von Wilkinson, 29

Ganz schlichte Gegenfrage:  Und wieso sieht   "BatmanZer"   nicht ein, DASS es ihn gibt? Das kann ich als Christ genau so fragen!   Durch die ablehnende Haltung des Einstellers dem Glauben gegenüber, ist diesem Thread schon jedwelche Diskussionsgrundlage entzogen.

Ich kann allerbestens damit leben, einem angeblichen, 2000 Jahre alten Märchenbuch erlegen zu sein...

Antwort
von nowka20, 21

das dürfen die gläubigen nicht einsehen, da ein "entblößter gott" ihnen sonst keine lebensdurchhaltehilfe ist

Antwort
von thorsengel, 135

Du hast bei deiner Ausführung da Konzept des freien Willens übersehen...
Sei nicht so arrogant! Deine Argumente sind soweit in Ordnung, aber auch sehr einseitig und keine Beweise, die gegen die Existenz sprechen.
Glaube ist Glaube weil man es nicht wissen kann. 
Man kann daran rumrätseln soviel man möchte. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Existenz oder Nichtexistenz eines oder mehrerer Götter je bewiesen oder widerlegt werden kann.

Wenn du dich wirklich für dieses Konzept interessierst suchst du an der falschen Stelle. Nicht Physik sondern Neurowissenschaften sind relevant.
Es gibt einen Teil im Gehirn, der und zwingt an irgendetwas zu glauben, dort liegt vermutlich der Ursprung der heutigen Religionen.
Viel Erfolg bei deiner Suche.

Kommentar von BatmanZer ,

Ich kenne diese These. Ich habe in einem spannenden Buch darüber gelesen. Das menschliche Gehirn ist dazu prädestiniert falsche Schlüsse und Sophismen zu ziehen. Das war auch damals zu Entstehungszeiten der Religionen so. Hinzukommt die Naivität der Menschen.

Kommentar von thorsengel ,

Wieso ist es naiv an Gott zu glauben?
(welches Buch)

Kommentar von AaronMose3 ,

Wieso ist es naiv an Gott zu glauben?

Weil Gläubige nichts geringeres tun, als 2000 Jahre alte Märchengeschichten zu glauben. Wenn ich mich heute hinstelle und sage ich hätte Gott gesehen, würden mich alle für verrückt halten. Aber den Menschen die damals lebten wurde geglaubt, wieso ? Weil die Menschen Dumm und Naiv waren und es bei langem nicht die nötigen Mittel gab sich komplett normale Naturereignisse richtig zu erklären. Stattdessen erfand man Götter. 

Deshalb ist es Naiv. In einem Zeitalter wie unserem, indem man für so gut wie alles eine Erklärung finden kann, ist es schlichtweg dumm sich in eine Fanatasie Welt mit Engeln, Teufel und einem Gott zurückzuziehen. 

Kommentar von thorsengel ,

Unfug. Hier geht es um den Glauben an Gott. Nicht an die Bibel. Das ist doch was ganz anderes.
(Und so wie du es beschreibst wäre es auch nicht naiv sondern blöd)

Kommentar von BatmanZer ,

@thorsengel "Wer bin ich und wenn ja wie viele" von Richard David Precht. Mehr eine philosophische Lektüre, dennoch eine gute Einführung in die bekanntesten Disziplinen und Modellen der Philosophie und der Herkunft des Glaubens.

Kommentar von Radyschen ,

es gibt keinen WIRKLICH freien Willen, das ist nur eine Illusion, allses ist eine Folge des Vergangenen

Kommentar von earnest ,

Quatsch.

Mein freier Wille entscheidet zum Beispiel darüber, ob ich deine Aussage kommentiere oder nicht.

Da gibt es nicht mal einen Reflex.

Kommentar von BatmanZer ,

Je nach dem ob wir in einem Deterministischen oder Interdeterministischen Universum kann es einen Freien Willen geben oder nicht. Aktuell sieht es so aus: Der mikrokosmos ist nicht deterministisch, der makrokosmos schon.

Kommentar von thorsengel ,

Ich fürchte von einer endgültigen Antwort für solch komplexe Fragen sind wir noch sehr weit entfernt

Antwort
von flunra39, 23

weil gegen Gefühle der Angst, der Unselbständigkeit und dem fehlenden Selbstwertgefühl die VERNUNFT und ihre Argumente wenig ausrichten können!

Statt Einsicht und vernüftiges Duchdenken wird auf eineGottheit projeziert, um weiter "in der Hoffnung" zu leben

Antwort
von 65matrix58, 9

Die sache ist, dass der Schicksal keine vorherbestimmung Gottes ist.. dass diese Welt eine Prüfung ist, für den nach dem Tod, wo es niewieder ungerechtigkeiten geben wird.

Die frage sollte sein, warum können wir die ungerechtigkeit empfinden, wenn dieses Leben eh keinen Sinn ergibt. Warum sollte uns die aus unbewussten Atomen entstandene Evolution eine solche verantwortung geben wollen? Wogegen sind wir wenn das Leben eh keinen Sinn ergibt ich mein es muss Gott geben damit dieses Leben einen Sinn ergibt.. und bald werde ich die Gottesexistenz offiziell beweisen.. naja bis dann..

auf jeden fall.. nur wenn es einen Jenseits gibt.. gibt es aucj eine Möglichkeit die Gerechtigkeit wiederherzustellen

Antwort
von JustNature, 93

Selbstverständlich gibt es keinen Allah und auch sonst keinen Gott.

Bei den Einwanderern gibt es ein drastisches Bildungsdefizit, daher wird noch daran geglaubt.

Und auch bei ca. 20% der Deutschen gibt es heftige Unaufgeklärtheit. Das liegt wohl daran, daß man ihnen in den Schulen nie reinen Wein eingeschenkt hat. Sondern aus mangelndem Mut oder Toleranzgehabe alles als richtig gelten ließ.

Kommentar von uncreativeNames ,

Darf ich dich einmal fragen, warum das so selbstverständlich ist? 

Kommentar von danhof ,

So ein Unsinn...

Ich möchte dich dann bitten, keine Sendungen mehr von Professor Lesch anzuschauen. Der muss ziemlich unaufgeklärt sein.

Wie kann man nur so viel Zwietracht säen und dann noch behaupten, man sei aufgeklärt und rational...

Kommentar von JustNature ,

Von den ständigen Negativkommentaren von danhof gabs noch nie einen, der nicht absurd gewesen wäre. Warum läßt er nicht fairerweise endlich das Kommentieren sein. Ich kommentiere sein Zeug doch auch nicht.

Also wieder mal: "Pauschale Distanzierung von sowas".

Antwort
von Nadelwald75, 98

Hallo BatmanZer,

Gottesbeweise gibt es nicht. Sonst gäbe es keine Atheisten mehr. Es gibt nur "Nachweise" und "Zeichen", aus denen der Gläubige schließt, dass es Gott gibt. Daher brauchst du auch keine Gottesbeweise zu widerlegen.

Grundsätzlicher Fehler bei dir: Du versuchst, dir ein Gottes"bild" zu machen, bei dem Gott in deine Denkgesetze einsortiert wird bzw. deinen Denkgesetzen untergeordnet ist. Damit gehst du bereits von falschen Voraussetzungen aus. Gott ist nicht an deine Denkgesetze gebunden und von daher zu beurteilen.

Ob wir nicht alle in einer Matrix leben ..... jetzt wirds esoterisch und nicht mehr ernst zu nehmen.

Kommentar von BatmanZer ,

Das mit der Matrix war ein Scherz und das Thema etwas aufzulockern (und um Beleidigungen etc zu vermeiden). Diese "Zeichen" sind doch sehr wohl an unsere Denkgesetzte gebunden und scheinen auch für Gläubiger überzeugend genug zu sein. Aber warum soll der Gläubige anhand der Zeichen auf Gott schließen dürfen und der Atheist nicht auf dessen Nichtexistenz. Beide unterliegen den Denkgesetzten.

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo BatmanZer,

Gläubigkeit oder Atheismus kannst du jeweils als in sich geschlossene Systeme betrachten. Jeder hat seine Grundentscheidung, für die er nach seinen Denkgesetzen Begründungen findet. Der eine kann dem anderen nichts beweisen und ihn auch nicht überzeugen.

Antwort
von Sharrky, 147

Du kannst mit diesen Leuten nicht über Fakten sprechen sie finden immer irgendwas.

Antwort
von Hyaene, 79

Ich nehme an, du bist ein Atheist oder? So etwas können Ungläubige nicht verstehen. 

Kennst du die Gläubigen, die einem mit ihrem Bekehren ständig auf die Sacknaht gehen? Furchtbar! :-D Aber ehrlich gesagt finde ich es genauso furchtbar, wenn Ungläubige sich auf die selbe Stufe stellen. ^^'

Meiner Meinung nach, ist der Mensch nicht so allmächtig, dass er sagen kann, es gibt einen Gott oder es gibt keinen Gott. Ich für meinen Teil GLAUBE nicht an irgend einen Gott. Die GLÄUBIGEN GLAUBEN an ihren Gott. ^^

Alles Glaube (Atheisten mit einbezogen), aber kein Wissen. So zumindest meine Meinung. 

Ist sowieso irgendwie ein subjektives Thema. ;-D 

Antwort
von furkansel, 21

Weil ich vom Gottes Existenz überzeugt bin.

Antwort
von GTH2014, 92

Weil man es nicht beweisen kann und niemals beweisen wird. Auch andersherum nicht.

Kommentar von AaronMose3 ,

Braucht man auch nicht beweisen. Wir wissen das es Gott nicht gibt, es ist ganz genau dasselbe Spiel wie mit den pinken Einhörnern. Wir wissen alle das es sie nicht gibt, auch wenn wir es nicht beweisen können. 

Menschen müssen endlich aufhören "Gott" auf eine Sonderposition zu stellen. Und nur weil etwas nicht bewiesen werden kann, ist es nicht automatisch wahr bzw. falsch.

Kommentar von GTH2014 ,

"Wir wissen, dass es Gott nicht gibt"

Wissen wir eben nicht und solange wir es nicht wissen, wird es immer den Glauben daran geben. Daran ist ja auch nichts schlimmes. Glauben und Traditionspflege sollte aber kein Zwang sein.

Kommentar von AaronMose3 ,

Lese meinen Kommentar nochmal und denke darüber nach. Vielleicht verstehst du es dann.

Antwort
von Andrastor, 70

Darum sehen sie es nicht ein. Das System der Indoktrination ist stark.

Kommentar von BatmanZer ,

Ich beziehe mich hier mal kurz auf eine Studie der Royal Society. Nur 3,3 Prozent der britischen Akademiker glauben an Gott, aber 68,5 Prozent der Gesamtbevölkerung glauben an Gott. Ähnliche Ergebnisse erzielte eine Umfrage unter Mitgliedern der American National Academy of Sciences. Hier waren nur 7 Prozent religiös.

Kommentar von Andrastor ,

Das ist mir nicht neu, Religion und Wissenschaft vertragen sich einfach nicht. Nichts desto Trotz ist es schwer die religiöse Indoktrination abzuschütteln.

Kommentar von danhof ,

Als ob atheistische Indoktrination besser wäre...

"Papa, warum sind wir auf der Welt?" - "Das ist eine ungültige Frage, Data Junior! Bitte neu stellen."

Um's mal etwas überspitzt darzustellen. Wozu ich mich hinreißen ließ, weil ich mich über diese Propaganda einfach nur aufregen könnte. Glaubt woran IHR wollt und lasst uns Gott-Gläubige doch einfach in Ruhe.

Kommentar von Andrastor ,

Man sieht dass du den Atheismus nicht verstehst, sondern offensichtlich dämonisierst.

Es gibt keine atheistische Indoktrination, weil der Atheismus die Wahrheit vertritt und diese hat keine schmutzigen Tricks nötig um wahr zu sein.

Wenn die Gottgläubigen die restliche Welt in Ruhe lassen würden, dann würden Atheisten es nicht für nötig erachten sich mit ihnen zu beschäftigen.

Leider jedoch drängen Gottgläubige ihren Glauben anderen mit derartiger Begeisterung auf, dass jemand der die Wahrheit vertritt, einfach schwer wegschauen kann.

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