wieso sehen Juden Jesus nicht als Sohn Gottes an?

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20 Antworten

Es liegt am strikten Monotheismus-Gebot. Laut dem kann Gott keinen Sohn haben, weil er kein Mensch ist, bzw. wenn man das Bild schon verwendet, dann nicht auf einen konkreten Menschen, sondern mehr oder weniger auf alle Menschen...

Ausserdem widersprecht es dem Monotheismus Gebot im Judentum, dass ein Mensch Gott sein soll...

d.h. das Konzept von "Messias" im Judentum ist ein Mensch, kein menschgewordener Gott und kein gott gewordener Mensch. Wenn ein Mensch von sich behauptet, Gott zu sein, dann ist das laut Judentum Blasphemie (und könnte theoretisch, sehr theoretisch, mit Todesstrafe bestraft werden)

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Der im Alten Testament angekündigte Messias war kein Gott sondern ein Nachfolger Davids, der dessen Thron besteigt, die beiden Reiche vereinigt und als politischer Führer für die Freiheit der Israeliten vor Unterdrückung sorgt.

Aus diesem Blickwinkel war Jesus ein Versager.

Als Erlöser brauchten sie ihn auch nicht, denn auch die Erbsündenlehre ist eine spätere Erfindung des Kirchenvaters Augustinus. Die Juden kennen keine Erbsünde. Was die Jenseitsvorstellungen betrifft, gab es im Jundentum unterschiedliche Meinungen.

Welche Natur Jesus habe, eine menschliche, wenn auch göttlich inspirierte oder ob er selber Gott sei, wurde erst 451 bei einem katholischen Konzil endgültig zugunsten der Göttlichkeit entschieden. Christen anderer Meinung wurden von den Katholiken verfolgt.


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Wieso glaubt der eine etwas und der andere nicht?

Ein Teil der Juden hat sich den angekündigten Heiland wohl etwas anders vorgestellt als ein armes Kind; insofern hat sie der Zimmermannsohn nicht überzeugt, denn mit ihm war ja auch die Hoffnung der Erlösung aus der Unterdrückung verbunden.

Die Botschaft Jesu war aber keine politische, die die bestehenden Machtverhältnisse umstürzte - dieser arme Habenichts Jesus, der nicht mit weltlicher Macht und prunkvoller Ausstattung durch die Lande zog und etwas von Nächstenliebe predigte, war für sie eine Enttäuschung - nicht für alle, sonst gäbe es ja keine Christen, wenn nicht ein Teil der Juden das anders gesehen hätte - der andere Teil wartet immer noch.


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Martin Luther hat sich einst das gleiche gefragt. Zuvor hat er in seinen Schriften immer nur positiv über das Judentum geschrieben. Als er dann mit dem Versuch scheiterte, Juden vom Christentum zu überzeugen und ihnen Jesus näherzubringen, änderte er aber seine Haltung und wurde ein Judenhasser. Bitte tu du das nicht. :-)

Juden WOLLEN nicht an Jesus glauben, weil er nicht zu ihrer Kultur dazugehört. Sie sehen ihn nicht als Messias an. Und als Sohn ihres Gottes schon einmal gar nicht.

Die Gottessohnschaft war übrigens noch nicht mal im Urchristentum ein Glaubenslehrsatz, sondern ist erst nachträglich hinzugefügt worden. Jesus selbst spricht nur vom "Menschensohn". Dass Jesus zum Sohn Gottes erhoben wurde, ergibt sich aus dem historischen Kontext: Um den christlichen Glauben auch in der römischen Welt glaubwürdig zu machen, musste die Leitfigur dieses Glaubens ebenfalls ein Gott sein. Sogar der römische Kaiser ließ sich als Sohn des Sonnengottes verehren, also musste Jesus auch der Sohn eines Gottes werden. Erst im zweiten Jahrhundert begann sich dieser Glaubensgrundsatz allmählich durchzusetzen - was zur endgültigen Trennung von Christen und Juden führte. Zuvor galt das junge Christentum (zumindest bei den zeitgenössischen Schreibern) noch als jüdische Sekte.

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Kommentar von Viktor1
04.05.2016, 18:13
Die Gottessohnschaft war übrigens noch nicht 
mal im Urchristentum ein Glaubenslehrsatz,
sondern ist erst nachträglich hinzugefügt worden

Nun - "Glaubenssätze" gab es damals wohl nicht. Nachträglich ist da garnichts zugefügt worden.
Diese Schriftstellen im NT
Mt.3.17  4,3  8,29  26.63-64  27,43,54
Mk.1,11  3,11  5,7  9,7 
und auch bei Lukas und Johannes
belegen, daß, von Jesus nicht widersprochen, er sehr wohl als "Sohn Gottes" angesehen wurde.
Vergleiche mit anderen Benennungen von "Sohn Gottes" in der Geschichte, bezogen auf andere Personen hinken bzw. sind Quatsch.
Jesus hat auch  seine besondere Beziehung zu seinem Vater einzig dargestellt (z.Bsp. Luk.10,22"..keiner kennt den Vater , außer der Sohn")  so daß Vergleiche oder "Einreihungen" ausgeschlossen sind auch wenn er ihn als unser aller Vater darstellte.
Natürlich ist "Sohn Gottes" eine Metapher. Sie benennt ihn als Teil Gottes bzw. eins (nicht im Sinne von einig, wie es jeder sein kann) mit Gott.
Deswegen wurde er auch von den Schriftgelehrten der Gotteslästerung beschuldigt.

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Nein. Jesus war ein Prophet und ein Sohn Gottes so wie andere Propheten auch, und er wollte  nicht angebetet werden.Betet nicht mich an, Betet meinem Vater im Himmel an.

Und Jesus war keinesfalls der einzige Sohn Gottes."Ganz gewiss, und wir haben den Beweis in der Bibel...Salomo und David sind laut Bibel auch „Gottes Söhne“...1. Chronik 22, Verse 9-10:Gott spricht zu David: „Siehe, der Sohn, der dir geboren werden soll, der wird ein Mann der Ruhe sein; denn ich will ihm Ruhe schaffen vor allen seinen Feinden ringsumher. Er soll Salomo heißen; denn ich will Israel Frieden und Ruhe geben, solange er lebt. Der soll meinem Namen ein Haus bauen. Er soll MEIN SOHN sein und ich will sein Vater sein. Und ich will seinen königlichen Thron über Israel bestätigen ewiglich.“

Nun zu David...Wie wir wissen wurden die Psalmen David offenbart...Psalm - Kapitel 2 ( Gottes Sieg und die Herrschaft seines Sohnes )Vers 1-2:David: „Warum toben die Heiden und reden die Völker vergeblich? Die Könige der Erde stehen zusammen, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten...“Vers 7:„Ich ( = David ) will von der Weisheit predigen, daß der HERR zu mir gesagt hat:«Du bist MEIN SOHN, heute habe ich dich gezeugt»...Dass mit "Gesalbte" und "Sohn" wirklich David gemeint ist, beweisen folgende Verse...Psalm – Kapitel 89 ( Eine Einweisung. Von Etan, dem Esrachiten )Nachdem Etan, der Esrachit in den Versen 1-18 zu Gott dem HERRN spricht, und Ihn preist und lobt, sagt er folgendes...Psalm 89, Verse 19-37:"Damals redetest Du ( Gott der HERR ) durch ein Gesicht mit deinen Frommen und sprachst: «Ich habe die Hilfe einem Helden übertragen, einen Auserwählten aus dem Volk erhöht; ich habe meinen Knecht David gefunden und ihn mit meinem heiligen Öl GESALBT; meine Hand soll beständig mit ihm sein, und mein Arm soll ihn stärken. Kein Feind soll ihn überlisten und kein Ruchloser ihn unterdrücken; sondern ich will seine Widersacher vor ihm zermalmen und seine Hasser schlagen; aber meine Treue und Gnade sollen mit ihm sein, und in meinem Namen soll sein Horn sich erheben. Und ich will seine Hand ins Meer tauchen und seine Rechte in die Ströme. Er wird zu mir rufen: Du bist MEIN VATER, mein Gott und der Fels meines Heils. Und ich will ihn zum ERSTGEBORENEN machen, zum Höchsten der Könige auf Erden...»...

 

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 Juden wussten immer dass, Gott ist kein Mensch und kein Sohn von Mensch, und niemand hat ihn schon gesehen. Juden glauben dass Gott keine Frau hat also soll keine Kinder haben.

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ich vermute ...
die Juden hatten ein festes Bild davon, wie der Sohn ihres Gottes zu sein hat. Majestätisch, (Gesund) Stolz, die Römer Hassend und diese aus dem Land jagen, etc.

und dann kommt einer, der sich NICHT an die vielen "göttlichen" (und natürlich von den hohen Geistlichen des Landes verstanden, ausgelegt und geahndet) Regeln hält, der Liebe predigt statt sich "angemessen" um die Römer zu kümmern und sich dann auch noch selbst "Sohn Gottes" nennt.
Das kann nicht sein.

kurios ist, das am Anfang noch die Priester zu Herodes sagten dass "er" aus Bethlehem kommen wird (usw). Aber dann so etwas. ein Affront. DAS kann dann doch nicht Gottes Sohn sein. Punkt. Ende. Kreuz.

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Kommentar von MarkusKapunkt
04.05.2016, 17:13

Deine Meinung ist zwar interessant, aber lies erst einmal ein bisschen. Fundiertes Wissen ist besser als Meinung ohne Grundlage.

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Kommentar von Garfield0001
05.05.2016, 10:45

wo täusche ich mich?

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DarcVader, die Juden erwarteten auch den Messias, denn im Alten Testament wird auf ihn in über 300 Prophezeiungen hingewiesen. Als König Herodes die Priester und Schriftgelehrten nach einem  König der Juden fragte, gaben sie ihm zur Antwort, dass er in dieser Zeit erwartet wurde. Sie wußten also Bescheid.

Das Problem der Juden war nur, sie dachten, dass sie dieser König vom verhaßten Joch der Römer befreien würde. Da machte Jesus bekannterweise nicht mit; er sagte "mein Königreich ist nicht von dieser Welt". Trotz der vielen Wunder wurde er abgelehnt und als er dann auch noch zu den Schriftgelehrten sagte:Joh. 8:41 "Ihr tut die Werke eures Vaters. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich geboren; wir haben "einen" Vater: Gott. 42 Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin von Gott ausgegangen und komme von ihm; denn ich bin nicht von selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. 44 Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.

59 Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen."

Diese ablehnende Haltung ist bei den meisten Juden geblieben. Es gibt aber auch eine Gruppe, die sich "messianische Juden" nennen, jedoch nicht vom israelischen Staat als Juden anerkannt werden.

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Weil sie nicht erkannt haben, dass Jesus der von den Propheten des alten Testaments verheißene Messias ist (vgl. z.B. Jesaja 53). Dabei tat Jesus die messianischen Wunder (Kranke heilen, Tote auferwecken usw.).

Wenn Jesus wiederkommen wird, werden sie ihn erkennen, den sie durchstochen haben und ihn als ihren Herrn und König annehmen (Sacharja 12,10).

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Weil sie "eitel" waren und nicht glaubten, was schon Jahre zuvor über den Erlöser geschrieben wurde (Jes.53).

Die Juden erwarteten nämlich einen König, der "gleich" Gottes Reich errichtet (Mt.2,2; 27,42).

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Sie warteten und warten auf den Messias, aber sie haben in Jesus den Messias nicht erkannt. Ihr Messias sollte ein König in Israel sein, aber Jesus hat sich nur als Sohn Gottes vorgestellt, der zwar dem Bild der alten Propheten entsprach, aber Israel nicht in die Herrschaft, die unter David staatliche Selbständigkeit hatte, geführt. Sein Reich war, nach eigenen Aussagen auch nicht von dieser Welt. Jedenfalls war er so ganz anders, wie er nach jüdischen Vorstellungen sein sollte. Und es ist nicht angenehm, Mörder des Erlösers zu sein.

Heute kann man nicht mehr von den damaligen Verhältnissen eines Gottesstaates ausgehen. Es gibt auch unter Juden Christen, die an Jesus glauben. Lediglich die orthodoxen Juden halten an der  Vorstellung der Zeit der Pharisäer und Schriftgelehrten fest.

Allerdings sollten Christen vorsichtig mit ihren Vorstellungen umgehen, weil sie zum Teil ebenfalls von den Lehren Jesu abgewichen sind und nach eigenen Vorstellungen richten. Im Grunde haben sie Jesus damit auch abgelehnt, obwohl sie sich Christen nennen.

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Die Juden,  die ihn als Sohn Gottes ansehen,  wurden Christen. 

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Kommentar von DarcVader
04.05.2016, 16:01

und an was liegt das ?

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Vermutlich aus Eitelkeit bzw. Überheblichkeit (Mt.9,3.11; 9,34) und Angst, ihre Stellung vor den Juden zu verlieren (Mt.21,45; Joh.1,46).

Möglicherweise auch zu wenig Kenntnis über die Schrift (Jes.11,1-3; 53,4).

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Immer wieder läuft eine eingehende, auf jüdische Tradition basierende Analyse auf das gleiche Ergebnis hinaus:

Während die Juden das Gesetz befolgen, weil es sie zu Gott führt,

erwartet Jesus, dass wir die Gesetze so befolgen, dass sie uns zu ihm führen.

Jesus spricht als Gott , dessen Reich nicht von dieser Welt ist.  Und das lehnen die Juden ab, damals wie heute. Sie erwarteten damals einen machtvollen Messias, der sie von der Knechtschaft der Römer befreien würde. Dieser Messias war bei den Vätern verheißen worden. Aber sie erwarteten keinen menschgewordenen Gott, das war für sie Gotteslästerung, die mit dem Tod bestraft werden musste.




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Christen denken der sohn Gottes war schon da ( Jesus ) die Juden denken er kommt noch und glauben, Jesus war nur ein normaler Jude.

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Kommentar von DarcVader
04.05.2016, 16:01

wieso hat es sich nicht fuer sie in jesus erfullt?

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Religionsspaltung, manche hielten das, was Jesus sagt, für richtig. Andere für falsch. Die, die Jesus Theorien für falsch hielten, blieben juden, die anderen christen. Die Juden warten bis heute auf ihren Messias.

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Wenn die Juden das anerkennen würden, wären sie doch keine Juden mehr, sondern zum Christentum konvertiert.

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Jesus ist keine historische Person, sondern Glaubensinhalt der christlichen Religion. Außerhalb von christlichen Quellen gibt es keinerlei Nachweise für einen "historischen" Jesus.

Deshalb kommt Jesus in der jüdischen Religion schlichtweg nicht vor (so ähnlich wie auch Herakles, Bestandteil der altgriechischen Religion, oder Buddha nicht vorkommen...).

Herzliche Grüße

Michael

PS: Vielleicht interessiert dich auch mein Blog www.bin-ich-juedisch.de ...

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Das Christentum hat sich mit Jesus aus dem Judentum entwickelt. Das Judentum wurde dadurch aber nicht aktualisiert. Wenn sich jetzt in Deutschland eine neue Religion gründet mit einem Prophen o.ä. würden wir Christen ihn auch nicht alle anerkennen.

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Dazu gibt es keinen Handlungsbedarf.
Es liegt an garnichts - jedenfalls nicht in der Richtung die du denkst.

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Kommentar von dandy100
04.05.2016, 16:19

Was ist denn das für ein Antwort? Natürlich gibt es Gründe dafür, warum ein Teil der Juden damals Jesus nicht als den prophezeiten Heiland akzeptieren wollte - das kann man in Bibel selbst auch wunderbar nachlesen, dass vor allem die geistigen Führer eine völlig andere Erwartungshaltung hatten, nämlich einen mit weltlicher Macht ausgestatteten starken Führer, der die Unterdrückung ihres Volkes bekämpfte.

Der arme Zimmermannsohn, der dann durchs Land zog und etwas von Nächstenliebe und Frieden predigte, war diesbezüglich eine herbe Enttäuschung in den Augen vieler - nicht aller, denn sonst gäbe es ja keine Christen.

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Kommentar von Garfield0001
04.05.2016, 16:37

@ viktor - kannst du mir deine Antwort erläutern? ich habe nichts verstanden gg

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