Wieso sehen die ganzen Religionen (ganz egal welche) Gotteslästerung eigentlich nicht ein bisschen entspannter?

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16 Antworten

Weil es die eigene festgefahrene Denke in Gefahr bringt. Wer so reagiert ist nicht von innen heraus gläubig, sondern muss viel Kraft aufbringen seinen "sicheren" Rahmen festzuhalten. Macht über andere Menschen haben zu wollen ist Bösartigkeit, die Religion das Tuch, das man darüber deckt.

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Das ist in der Tat ein erstaunliches Phänomen.

Einesteils soll Gott derart erhaben sein, dass man sich mit ihm nicht auf eine Stufe stellen darf, oder sich gar mit ihm vergleichen....

... und dennoch meinen dann manche Menschen, wenn jemand "ihren" Gott lästert, dass sie dann anstelle dieses Gottes, sofort "handeln" müssen.

Sie fühlen sich "stellvertretend" beleidigt.. obwohl sie sich gar nicht an Gottes Stelle versetzen dürften....

Aus dem allgemeinen Leben habe ich folgende Erkenntnis:

" Je weniger Selbstbewußtsein jemand hat, desto mehr neigt jener dazu, "beleidigt" zu sein..."

Von religiöser Seite habe ich schon gehört:

"Wir lieben unseren Gott, und wenn man jemanden liebt, lässt man nicht zu, dass dieser beleidigt wird..."

Allerdings, ich selbst handhabe das auch so... dass, wenn mich jemand beleidigt, oder über "meine Lieben" lästert... ich den Kontakt mit demjenigen meide... ( also quasi ein Stück weit "Ächtung"... und  sogar Ausgrenzung ( Isolation) von meinen Kreisen.....)

Jedenfalls denke ich, was "Gott" betrifft... sollte man auch "Gott" überlassen

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Kommentar von Zicke52
08.02.2016, 17:05

Jogi57L,  wenn jemand über deine Lieben lästert, handelt es sich um existente Personen,  die dir teuer sind und die auch verletzlich sind. Aus diesen Gründen ist es völlig normal, dass du sie verteidigst. 

Gott ist aber eine Idee. Selbst die Gläubigen können nicht behaupten, er sei ein existentes Wesen, sondern nur dass sie es glauben. Eine 'Idee' kann man aber nicht beleidigen, und man darf sich auch darüber lustig machen. Ausserdem ist der angenommene Gott so über alles erhaben, dass wir unbedeutenden Menschen ihm sowieso nichts anhaben können. Und wenn doch, hat er alle Mittel, sich sofort oder später zu rächen (was wir Menschen nicht haben, wenn wir nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen wollen). - Er kann also den Lästerer sofort durch einen Blitz erschlagen lassen, und gut iss'. Er braucht uns nicht!

Ich muss sagen, ich war früher auch sehr gläubig (da war ich aber noch sehr jung). Da ich in einem sehr religiösen Umfeld aufwuchs, war ich kaum mit 'Freveleien' konfrontiert.   Kam es aber trotzdem mal vor, reagierte ich eher mit einem erschrockenen 'pssst! ', die aber mehr der Sorge um dem 'Frevler' entsprang als dem Wunsch, ihn zu bestrafen - fürchtete ich doch, Gott könnte sich schrecklich an ihm rächen. Um Gott selbst machte ich mir keine Sorgen, ich "wusste" ja, dass der sich wehren konnte. Und in meinem Glauben fühlte ich mich auch nicht eingeschränkt, der war fest genug.

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???......die ganzen Religionen ???

Das ist eine Religion, und zwar der Islam !!!

Bitte nicht pauschalieren.

Gotteslästerung wird bei Christen nicht gerne gesehen, wobei man der Ansicht ist, die Klärung der Lästerung erfolgt irgendwann durch Gott persönlich. Deshalb ist es den meisten Christen relativ egal. 

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Kommentar von MausMitGebiss
07.02.2016, 11:47

Wenn man hier konkret den Islam anspricht, kannst du gar nicht so schnell schauen und die Frage ist gelöscht. Ich habe es daher extra allgemein gehalten.

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wenn ne religiöse Organisation für sich beansprucht, allein über einen absolut wahren Glauben zu verfügen, dann will sie natürlich ne ideologische Oberherrschaft, und 'Gotteslästerer' sind bei so nen hohen Ziel sehr lästig, sie fühlen sich in ihre Behauptungen, Strategieen und ihre Gefühle angegriffen und beleidigt. So kommt es hintenrum oft doch wieder zu "Gotteslästerungsprozessen", getarnt als Prozess wegen Verletzung von religiösen Gefühlen. Geht alles rein um Macht.

Ist jetzt schon dauernd, in Frankreich, DE und GB, dass de als Islamkritiker gaaaanz vorsichtig reden musst, sonst wirste bestraft.

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Als Beispiel fällt mir die kath. Kirche ein. Sie entstand dank der Nicäischen Konzile. Kannst Du auf Wikipedia nachlesen. Damit waren dann jene Christen ausgeschlossen die die Trinitätslehre ablehnen. 

Als dann im frühen Mittelalter Vertreter jener abgelehnten Christen nach Europa einzuwandern begannen wurde der Begriff der Häresie erfunden. 

Und dann kamen einige führende Vertreter dieser Institution zur Wahnvorstellung die Erde sei eine Scheibe. Es waren nur einige, absolut nicht alle. Wer nach alter Vorstellung davon ausging die Erde sei kugelähnlich wurde massivst angegriffen. Manche Menschen bilden sich deshalb bis heute ein die kath Kirche sei wissenschaftsfeindlich. 

Tatsächlich gibt es aber zahlreiche Belege für die Tatsache dass

1. wohl schon vor Entstehung des Monotheismus bekannt war im asiatischen Raum dass die Erde eine Kugel sein muss

2. die Vertreter der Scheibentheorie durchaus nicht die Mehrheit darstellten. Aber sie waren aggressiv und offensichtlich geschwätzig, weiter in hoher Position. 

Womit ich darstellen will: 

Auch innerhalb einer sogenannten Religion kann es ganz schön verbissen zugehen. Es scheint sich also um einen menschlichen Defekt zu handeln. Und den erklären zu wollen bieten sich dann manche wissenschaftlichen Fachbereiche an. Da wäre Soziologie, Psychologie aber heute auch Genetik. Letztere hat und bewiesen dass nicht alle Menschen gleich gut ausgestattet sind in den allgemein als nichtstofflich verstandenen Lebensbereichen denn sie hat - zumindest für einige dieser Lebensbereiche - tatsächlich zwischen den "Buchstaben" Fäden gefunden. Von deren Länge hängt dann ab wozu wir fähig sind in den Bereichen. Da ist sicherlich die Forschung noch lange nicht abgeschlossen  In mindestens einem Bereich aber scheint es ernst zu nehmende Ergebnisse zu geben. 

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Nehmen wir einmal an, Dir ist etwas besonders wichtig. Es ist Dir so wichtig, dass es Dir eigentlich heilig ist. Und dann kommt jemand daher, der das, was Dir so wichtig, ja sogar heilig ist, mit Absicht und gelinde ausgedrückt in den Schmutz zieht. Wäre Dir das egal? Ich denke eher nicht. Darum sieht man Gotteslästerungen in Religionen nicht entspannter.

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Kommentar von Zicke52
07.02.2016, 18:50

Dann verbieten wir Kritik generell, denn alles kann ja irgendjemandem heilig sein. Auch den Nazis ist jemand heilig, also sollte man den auch nicht 'in den Schmutz ziehen'. Und der hat wenigstens nachgewiesenermassen existiert.

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Manche Menschen haben nicht viel mehr als ihre Religion im Leben, weil sie bspw. aus verarmten Verhältnissen kommen oder sie im Verlauf eines schlechten Lebens nur in der Religion einen gewissen Frieden finden konnten. Sobald du Religionen kritisierst, wirfst du im Prinzip Steine auf ein Glashausdach und diese Menschen bekommen Angst, dass du ihnen etwas wegnimmst, von dem sie glauben, dass es sie schützen würde.

Sie werden entsprechend sehr allergisch auf deine "Angriffe" reagieren, das ist eher ein Verteidigungsmechanismus, als wirklich böse gemeinte Ambitionen.

Das gilt allerdings eher für einzelne Personen oder Personengruppen, sieht man sich bspw. Saudi-Arabien, den IS oder den Irak an, dann geht es nicht um die Religion, sondern darum das Volk nach Möglichkeit klein zu halten und Kritik an der Regierung zu unterbinden. Es geht in diesem Fall immer um Machterhalt. Ethik, Prinzipien und positive Aspekte von Religionen sterben in der Politik eben immer dann, wenn es um Geld und Macht geht.

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Weil sie nicht wirklich glauben, bzw. ihrem "Gott" nicht vertrauen.

Würden Sie das, hätten sie keinen Zweifel daran, dass der Lästerer seinen Lohn im Jenseits von Gott höchstpersönlich erhalten wird, in Form eines Tickets ohne Retour Richtung Hölle. Und die ist ja nun in den verschiedenen Religionen wirklich grausam genug beschrieben - noch dazu dauert sie ewig - dass auch der allergrößte Sadist das als ausreichende Genugtuung betrachten müsste. Er würde also angesichts eines Lästerers die Schulter zucken und denken "wirst schon sehen..."

Aber nein, sein Glaube ist schwach. Also rennt er zum Gericht in der Hoffnung, dass es den Blasphemiker bestraft, oder nimmt gar die Kalachnikov, um das selbst zu regeln - denn: sicher ist sicher, falls es doch keine Hölle gibt....

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https://de.wikipedia.org/wiki/Blasphemie

 Was ist an verächtlichen und gehässigen Äußerungen gut?...gegenüber jemandes Glauben.
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Kommentar von MausMitGebiss
07.02.2016, 01:06

Darum geht es in dieser Frage nicht.

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Kommentar von Zicke52
07.02.2016, 20:22

Ellen9, gut ist,  JEDE Ideologie kritisieren zu dürfen, sei sie religiösen, politischen oder philosophischen Ursprungs.

Es gibt nichts Gefährlicheres als Ideen, die als unantastbar deklariert werden! 

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weil der glaube oft VOR dem verstand kommt und fanatiker dann nicht mehr klar denken..........dabei vergessen sie dann immer wichtige dinge, die ja laut ihrem glauben gott allen gegeben hat......nämlich die freie entscheidung, die auch beinhaltet, nicht an diesen gott zu glauben und auch somit gegen diesen glauben seine freie meinung sagen zu können und, dass gott ja angeblich ALLE menschen liebt, also auch die ungläubigen..................:)

in dem moment, wo ein gläubiger einen anderen menschen wegen dessen meinung oder seiner "nicht-glauben-wollen-einstellung" tötet/bestraft, handelt der gläubige also gegen gott selbst...........denn er stellt damit sein eigenes weltbild und verständnis über dass von gott, denn wenn in den schriften gottes worte enthalten sein sollen, und wir also die freie entscheidung haben, dann dürfte kein gläubiger dieser welt einen ungläubige töten/bestrafen, so lange dieser nicht den gläubigen selbst mit dem tod bedroht.............!!!!

da dies aber nicht so ist, sieht man, was fanatischer glaube anrichten kann.............man denkt eben nicht..........:)

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Weil sie fürchten dass so ein Verhalten Gläubige dazu bringen könnte die Religionsgemeinschaft zu verlassen. Und das ist der schlimmste Albtraum jeder klerikalen Gruppe.

Okay, wenn Gott persönlich erscheinen würde, seine Existenz bewiese, aber sagte eine andere Religion hätte Recht gehabt, dieser Albtraum könnte noch schlimmer sein.

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ReligionEN? Da gibt es wohl nur eine, die bekannte Friedensreligion

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würdest du Gott lästern wenn er vor dir stehen würde ich denke nicht!

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Kommentar von MausMitGebiss
08.02.2016, 16:40

Was hat das damit zu tun? Das ist eine komplett neue Frage.

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Kommentar von Zicke52
08.02.2016, 18:52

Dann fiele schon ein Grund weg, ihn zu lästern: er hätte endlich mal seine Existenz bewiesen.

Ob ich die anderen Kritikpunkte anbrächte, käme wohl darauf an, ob ich den Eindruck habe, dass "Gott" meine ehrliche Meinung akzeptiert. Wenn er einen drohenden Eindruck macht, würde ich ihm wohl lieber aus dem Weg gehen. Meinen Respekt hätte er dann aber nicht.

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Kommentar von stoffband
08.02.2016, 19:56

wenn er vor dir stehen würde jetzt in diesem Moment......wie würdest du fühlen? Ich glaube du hättest das Gefühl alles falsch gemacht zu haben.

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die sind eben auf einem falschen dampfer!

das sind ja auch alles territorialreligionen, während das christentum eine universalreligion ist

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Mk 3,28-29
28 Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden werden den Menschenkindern vergeben, auch die Lästerungen, wieviel sie auch lästern mögen;
29 wer aber den heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig.

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Ganz persönlich ausgesprochene Gotteslästerung bei uns wird nicht bestraft, sie gehört zur freien Meinungsäußerung.

Man würde andere Gläubige damit vielleicht kränken, aber nicht diskriminieren.

Das Diskriminierungsverbot  gilt als Willkürverbot in demokratischen Staaten grundsätzlich für jedes Staatshandeln. Es gilt nicht für den Privatgebrauch des einzelnen Bürgers.

Also, wenn jemand hier ganz ernsthaft Gotteslästerung betreiben würde, mag er damit den Glaubensbrüdern nicht gefallen, aber es drohen ihm deshalb keine Strafen. Die Netiquette sollte nur beachtet werden.
 Die Privatautonomie jedes Bürgers ermöglicht es grundsätzlich, frei von staatlicher Reglementierung sich im Alltag auch diskriminierend zu verhalten, ohne dafür einen rechtfertigenden Grund vorweisen zu müssen. (aus Wiki)


Anders wäre es, wenn bei uns staatliche Institutionen Gotteslästerung betreiben würden. Der Paragraph 166 ist dann wirksam.


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Kommentar von hertajess
08.02.2016, 13:09

Hier wurde nicht nach staatlichem sondern nach religiösem Verhalten gefragt. 

Und wenn Du schon auf staatliche Regeln als Begründung meinst eingehen zu müssen dann fange doch bitte auch mit der Grundlage an. Die nennt sich in diesem Staat Grundgesetz. Kannst Du online lesen. .Wird heute gerne Verfassung genannt. Allerdings unterscheidet das Grundgesetz von einer Verfassung z.B. dass die Menschen für die sie verfasst wurde sie wenigstens in den Grundzügen kennen. Also z.B. diesen Text hier, 

Artikel 3

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Huch!!!! Da geht es um Menschen und nicht um Glauben an sich. 

Kann ich ja mal weiter lesen und schauen ob ich nicht doch noch Glauben an sich finde

Artikel 4

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

Aber auch da steht nicht dass ich meinen Schöpfergeist nicht Witzbold nennen darf. Da steht auch nicht dass mir aufgrund einer Teilkopie aus einer der zahlreichen Bibeln welche auf dem bibel-onlineserver zu finden sind mit Strafanzeige wegen Beleidigung zu rechnen habe - wurde mir hier von einem sogenannten gläubigen Christen angedroht - . Sein Verhalten würde ich als Gotteslästerung bezeichnen. Wenn schon. Steht mir aber als Christin nicht zu. 

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darum sorge ich mich, wenn ich keine ECHTEN probleme mehr habe ;) gott, allah whatever sind viel zu groß und mächtig, als dass ein paar kleine lästerer ihre herrlichkeit schmälern könnten.

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