Findet ihr nicht auch, dass es ungerecht ist dass nur das fettige zeug am besten schmeckt? ;)
Fett ist ein sehr guter Geschmacksträger. Fett war früher zu Zeiten der Neandertaler eher Mangelware. Fett hat zwar nur doppelt so viele Kalorien, wie Kohlenhydrate, aber mit den Kohlehydraten wird auch Wasser eingelagert. Hätten wir kein Fett, dann würde ein 60kg schwerer Mann mit ca 10 kg Körperfett rund 110kg wiegen. Daher bevorzugt unser Körper fettiges. Andersherum haben wir süsses gerne, weil früher nur reife Früchte süss waren.

Meiner Meinung nach gibt es unterschiedliche Definitionen von FETT.
Wenn man sich recht naturbelassen ernährt und hauptsächlich nur gute Fette (also keine industriell gehärteten oder gesättigten Fette) zu sich nimmt, dann widern einen künstliche/ industriell hergestellte Nahrungsmittel (die ja häufig sehr fett- und zuckerreich sind) nur noch an.
Und ein vor Fett triefendes Fleischgericht oder fettige Pommes schmecken doch auch nicht wirklich, oder?
Die Geschmacksnerven erholen sich nach einer Zeit und man schmeckt viel intensiver. Frisches Obst oder rohes Gemüse schmeckt dann so, wie man es zuvor nicht für möglich gehalten hat.
Aber natürlich ist Fett ein natürlicher Geschmacksverstärker - daher esse/ koche ich täglich mit einem guten (nativen) Oliven-, Raps- oder Kürbiskernöl, je nach Gericht/ Zubereitung.
Der hauptsächliche Geschmack ist in der jeweiligen Zutat enthalten, nur muss man imstande sein, dieses auch zu schmecken. Wenn man sich stets überwürzt, mit vielen Aromen und Geschmacksverstärkern und zu zucker- und fettreich ernährt, ruiniert man sein Geschmacksempfinden.
Fett ist eben ein Geschmacksträger. Ob es ungerecht ist? Finde ich nicht. Mir schmecken auch fettarme Sachen sehr gut.

...ist meiner Ansicht nach so ein bisschen Gewöhnungssache; man kann sich durchaus umgewöhnen! Ähnlich wie bei den süßen Getränken: so zuckerhaltige, konzentrierte Getränke schmecken mir beispielsweise gar nicht mehr, kann ich fast nur noch verdünnt ertragen... Und wenn man anfängt, etwas fettreduzierter zu essen, stellt sich auch der Geschmackssinn darauf ein.

Das mag heute ungerecht sein aber es war ja nicht immer so das wir in einer Überflussgesellschaft gelebt haben. Vor grauer Urzeit ist es einfach notwendig gewesen möglichst schnell möglichst viele Kalorien zu sich zu nehmen um zu überleben. So haben wir uns an den Geschmack gewöhnt der uns das Überleben sicherte und mögen ihn heute noch.

Ja, Fett ist der beste Geschmacksträger. Leider.