Frage von FofoLP, 15

Wieso schaffe ich es nicht, meinen Vortrag zu machen?

Ich soll in drei Tagen einen Vortrag halten, was ich vor drei Monaten schon gewusst hab. Nun ist es so, dass ich in diesen drei Monaten nichts gemacht hab. Jedes Wochenende hab ich mir vorgenommen, mich an diesen Vortrag ranzusetzen. Was hab ich gemacht? Agar.io gespielt, oder Boshy, ich hab gelesen, oder Agar.oi gespielt, Super Mario gespielt, mich in Youtubekommentaren über Libertaristen aufgeregt, hab mich über Kant informiert, Agar.io gespielt, 2048 gesuchtet, Agar.io gespielt, einmal hab ich sogar 6h ununterbrochen Agar.io gespielt!! Oft kommt es vor, dass ich so ehrlich mir selbst gegenüber bin und denke, wenn ich jetzt nicht anfange, fange ich nie an, und werde wieder den miesesten Vortrag halten, so mies dass es schon weh tut. Wie immer eben. Und dann fange ich an, freue mich dass ich was geschafft hab (also die Gliederung), und spiele Agar.io. Manchmal kommen ich an den Punkt wo ich mir denke, alles was ich jetzt mache ist Zeitverschwendung, da es nicht der Vortrag ist, und Zeit frisst. Was mache ich? Garnichts. Oder ich sage mir, ich hab ja noch drei Tage, und heute hab ich noch sechs Stunden, bevor ich anfange kann ich noch ein wenig Agar zocken. Der Vortrag ist erst morgen, ich hab ja noch insgesamt sechs Stunden, mach in heute Nacht. Und da ich weiß, dass ich das schonmal über Nacht geschafft hab, hab ich da auch keine Bedenken, dass ich eventuell mal Anfangen sollte, weil Zeitdruck und so. Und manchmal schaffe ich den Vortrag auch Nachts, manchmal eben nicht, is e nur die eine Note. Jetze bin ich in der Kursstufe, Nein es is nicht e nur die eine Note, jetze zählt die Sche. Ich könnte einfach anfangen, und den schß Vortrag machen, aber dann denke ich an die anderen Sachen die ich zu morgen erledigt haben sollte. Nein quatsch eher denke ich daran, dass ich jetze wieder mal Bock hätte SMB zu Speedrunnen. Und ich denke vorallem daran, dass ich eh nichts reißen werde und Agar zocken werde, außerdem hab ich ja noch Zeit. Allgemein fange ich die Dinge an, und führe sie solange fort, bis ich keinen Bock mehr habe. Das zählt für alles Schulische, aber eben nicht nur bei Schulischen Sachen, ich hatte mir mal vorgenommen, SMG2 Speedrun zu lernen, das hab ich ne Woche lang gemacht (es waren Ferien) dann garnichts in der Richtung mehr. Das sind objektiv betrachtet besch*ene Voraussetzungen um auf irgendeine Zukunft aufzubauen, was selbstverständlich zu Zukunftsängsten führt, das wiederum führt zusammen mit Einsamkeit zu Selbstmordgedanken (aber das soll jetze auch nicht das Thema sein). Ich weiß nicht mehr weiter und bevor ich an sowas verrecke, will ich wissen was man tun kann. Was sind meine Optionen? Hab ich Optionen, die mir aus dieser Situation raushelfen? Wie geht ihr mit sowas um, oder wie habt ihr es aus sowas rausgeschafft, falls ihr da reingeraten seid? Bin ich der einzige, der das durchmachen muss?

Antwort
von jeffrey89, 11

Also ich habe früher auch immer Vorträge vor mir her geschoben, aber am letzten Wochenende vor dem Vortragsdatum habe ich meistens angefangen, weil zwei freie Tage braucht man schon, wenn der Vortrag nicht so schlecht werden soll. Ich weiß ja nicht, was das Thema bei dir ist, aber mein Vorschlag ist: Man muss sich über das Thema erstmal allgemein informieren über Google, Wikipedia, Youtube usw. Dann wurde jedenfalls bei mir meistens das Interesse an dem Thema geweckt und dann kamen mir auch Ideen, wie man den Vortrag aufbauen könnte. Einfach so irgendeine Gliederung aufschreiben bringt nicht so viel, wenn man keinen Bezug dazu hat. Du musst dich zumindest für diese kurze Zeit der Vorbereitung irgendwie in das Thema reinsteigern, dich irgendwie dafür begeistern können, sonst kommt da nichts gutes bei raus. Jedenfalls war es bei mir so. Wenn ich mich über das Vortragsthema informiert hatte und erstmal etwas darüber wusste, dann hat es auch mehr Spaß gemacht und dann kam auch das Interesse, mehr zu erfahren. Ich weiß aber, dass es dafür manchmal sehr viel Überwindung braucht, weil man keine Lust hat. Der Anfang ist immer das schwerste. Aber irgendwann meldet sich das schlechte Gewissen, wenn man nicht anfängt. Also immer wenn mein schlechtes Gewissen mich nicht mehr in Ruhe gelassen hat, habe ich angefangen mit dem Vortrag.

Kommentar von FofoLP ,

Bei mir meldet sich zwar das schlechte Gewissen, ob ich dann aber was mache is ne andere Sache. Und gegenüber meinem Gewissen bin ich ein Meister des verharmlosens. Gerade wenn ich dann mal irgendwas geschafft hab, bei nem Test ne gute Note, n guter Vortrag, dann denke ich beim nächsten mal, wenn ich das das letzte Mal geschafft hab, und ich hatte hinterher noch Zeit offen, schaffe ich das auch wenn ich mir weniger Zeit nehme. 

Also wenn ich dann was schaffe, motiviert es mich eher beim nächsten mal mein Gewissen zu verarschen. Mein Gewissen hilft mir nicht weiter. 

Der Rest ist aber gut :)

Kommentar von jeffrey89 ,

Ok, aber ich habe dann halt immer irgendwann gedacht: "Wenn ich jetzt nicht anfange, dann schaffe ich es nicht mehr". Also irgendwann läuft einem die Zeit dann doch davon.

Antwort
von ElMaxo, 15

Ich kenne das Problem zu gut.

Kannst mal versuchen, dir einen Stundenplan zu machen, wann du was für die Schule arbeitest und wann du was anderes machst.

Es wird wahrscheinlich eh darauf hinauslaufen, dass du sagst, du könntest den Stundenplan später abarbeiten und jetzt zocken, aber versuch dich konsequent daran zu halten und belohne dich nach der Arbeit mit Agar.io.

Dann macht das Spielen auch viel mehr Spaß, weil du den Hintergedanken nicht mehr hast, du müsstest jetzt etwas arbeiten

Kommentar von FofoLP ,

Habich schonmal versucht, klappt nicht.

Aber danke für den Tipp ^^

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