Frage von fray2406, 150

Wieso sagt man zu homophoben Menschen oft, dass sie nur angst haben selbst homosexuell zu sein?

Im Internet habe ich schon oft Diskussionen über das Thema Homophobie durchgelesen^^Oft kommt es vor dass die homosexuellen den homophoben Menschen vorwerfen, dass sie ja nur homophob sind weil sie angst haben selbst schwul/lesbisch zu sein. Dieses Argument macht für mich keinen Sinn. Kann mir jemand erklären, wie man darauf kommt? (Ps: Ich hab nix gegen homosexuelle Menschen)

Antwort vom Psychologen online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Frage. Kompetent, von geprüften Psychologen.

Experten fragen

Antwort
von heide2012, 91

Da man in der Regel immer noch so aufwächst, dass einem eingetrichtert wird, dass Homosexualität nicht normal oder gar krankhaft sei, entwickelt man eher eine Homophobie als selbst so "verboten" zu sein und füühlt sich von Homosexuellen regelrecht bedorht (aber eigentöich angezogen).

Lies dazu diesen leicht verständlichen und richtigen Text hier, es gibt aber auch wissenschaftliche Studien:

http://www.ulrich-willmes.de/homophobie.html

Kommentar von Rango87 ,

Genau, damit ist quasi eine Überreaktion gemeint.

Diese Personen erkennen, das sie wohl homo sind, haben aber auch im Kopf verankert, dass es ,aus welchen Gründen auch immer, schlecht und falsch ist.

Um dann selber nichts vermeindlich schlechtes und falsches zu machen versuchen sie alles was in die Richtung geht zu verbieten, entfernen, was auch immer.

Antwort
von Solenostemon, 22

Das hat Psychische Ursachen, sie lehnen ihre Homosexuellen Bedürfnisse ab und reagieren  gereizt wenn sie auf Homosexualität treffen. Ihr Motto ist: Der beste Schutz vor der Anschuldigung Homosexuell zu sein ist es wo es geht gegen Homosexualität zu sein. Aber dadurch verletzen sie sich nur noch mehr und reagieren immer gereizter auf das Thema und dann beginnen sie irgendwelche Märchen zu erfindenden (Zb das es gegen die Natur oder Gottes wille ist) um ihr Gewissen zu beruhigen das Verhalten richtig ist.

Antwort
von Roofies, 61

Viele homophobe Menschen sind oft unwissen oder hatten über dieses Thema in der Erziehung etwas negatives Erfahren, was eine inteligente Person noch lange nicht dazu bringt einen anderen Menschen zu hassen beziehungsweise Angst (''Phobie'') aufzubauen.

Hass ist nichts weiteres als eine weitere Form von Angst.

Nach meinen und einer Menge andere Homosexueller oder diese unterstützenden Menschen Eigenerfahrungen hat sich ergeben, das homophobe Menschen oft eine schwere Erziehung hatten, ein negatives Ereignis mit Homosexuellen, eigene Probleme im Leben oder tiefere Komplexe die, wie oft in unserer heutigen Geselschaft entstehen:

- Angst vor Inakpzeptanz
- Keine Beziehung
- Einen zu kleinen Penis
- Das man die Eltern nicht glücklich macht
- etc.

Oder das man eben selber heimlich Homosexuell ist, sich damit aber selber nicht abfinden will oder sogar durch das Umfeld nicht kann.
Vielleicht findet es die Person ja sogar peinlich und versucht durch die Beleidigung und Negativierung Homosexualität seine eigene zu verbergen.

Oftmals tendieren stark homophobe Menschen auch zur allgemeinen Intoleranz und fanatischem Konservatismus, was eventuell auch ganz interessant zu wissen ist.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen! :)

Rufus~

Antwort
von derbas, 52

Die Logik dahinter ist ziemlich einfach. Man merkt doch, wie sich homophobe Menschen in die Homophobie extrem hineinsteigern. Und in welche Themen steigert man sich normalerweise hinein?

Rrrrichtig! In Themen, die einen selbst emotional beschäftigen und betreffen.

Antwort
von Libertinaer, 27

Kann mir jemand erklären, wie man darauf kommt?

  1. Natürlicher, psychologischer "Schutzreflex". Ich bekommen mein Leben lang beigebracht, dass es "böse", "krank", "sündig", etc. sei, homosexuell zu sein, und wenn ich trotzdem Tendenzen spüre (da reicht ja schon die normale Bisexualität), dann wehr ich mich, zumindest öffentlich, umso vehementer dagegen, um alle möglichen Zweifel, inkl. der eigenen, im Keim zu ersticken. Ist halt Selbstbetrug, aber verbreitet.
  2. Weil es so ist. In "gods own country", den USA mit seinem konservativen ultra-religiösen "Bible-Belt", werden Listen geführt, welcher Oberschwulenhasser (republikanischer Politiker, Prediger, sonstiger "Moralist") beim Homosex erwischt wurde. Warum die das tun? S. Punkt 1. Bigotterie ist halt bei Erz-Religiösen ein weit verbreitetes Ärgernis.
Antwort
von RobertMcGee, 44

ich denke mal, das hängt irgendwie mit den oft schon fast panikartigen
Reaktionen von homophoben Menschen auf das Thema Homosexualität zusammen - nach dem Motto: "warum geht dir das so nah, wenn es dich nicht betrifft?" oder "warum löst das Thema Emotionen bei dir aus, um dich geht's doch gar nicht?"

Antwort
von Hater4Life, 27

Es gibt Studien dazu. Auch wenn ich persönlich denke, dass da was dran ist, sollte man jedoch 2 wichtige Sachen beachten: 

1) Es gibt nicht viele veröffentlichte Studien dazu. Dementsprechend kann man es nicht als wissenschaftlichen Fakt behaupten, dass homophob = latent Homosexuell. Und da psychologische Studien heutzutage sowieso oftmals problematisch sind (siehe "Ego depletion": ein Konzept, welches scheinbar unbestreitbar als echt galt und erst nach Jahren sich als Falsch herausstellte)

2) In den oben erwähnten Studien, von denen ich die Ergebnisse sah, war nur der Anteil der scheinbar latent Homo-/Bisexuellen bei der homophoben Gruppe größer (Wenn ich mich Recht erinnere zeigten bei einer dieser Studien ~25% der scheinbar heterosexuellen, nicht homophoben Probanten eine Erregung bei der Anschauung homoerotischen Materials während es ~50% der homophoben (scheinbar heterosexuellen) Probanten waren). 

Kommentar von Effigies ,

homophob = latent Homosexuell.

Das muß es ja nicht mal sein. Man kann auch Angst davor haben schwul zu werden wenn man keine latente Veranlagung hat.

Viele betrachten Homosexualität als Krankheit, und so wie die argumentieren wird man den Verdacht nicht los, die haben die irrationale Angst, das könnte ansteckend sein.

Ganz anders ist es bei denen die die traditionellen Familienwerte hoch halten.  Grade wenn um die Homoehe diskutiert wird  scheint es nur um Besitzstandswahrung zu gehen. Die benehmen sich echt so als wären das konkurierende Systeme und man könnte da bei den Anderen Leute "abwerben".

Und dann  toben sie  rum , als wollte ihnen persönlich jemand was wegnehmen.  

Antwort
von Effigies, 37

Naja, vor WAS sollte man denn Angst haben?  Wie soll ein homosexueller Mensch einen Hetero beeinflussen? Was könnte dem Hetero da geschehen ? 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community