Frage von FlearixGF, 203

Wieso provoziert die Nato Russland?

Steht oben

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von atzef, 19

Der halbstarke, neoimperialistische Kremelrowdy bekommt halt seine Grenzen gezogen. Das nennt man nicht Provokation, sondern Erziehung.


Antwort
von LordFantleroy, 47

Weil die NATO böse ist und von finsteren Mächten gesteuert wird, die den lieben langen Tag nur böses wollen.

Habe ich mich damit jetzt für die "hilfreichste Antwort" qualifiziert?

Oder wollen wir mal ein paar Fakten sprechen lassen, wie die völkerrechtswidrige Annexion der Krim? Den Bruch den Budapester Memorandums von 1994 durch Russland, bei dem es der Ukriane die territoriale Integrität zugesichert hat? Den Bruch des bilateralen Freundschaftsvertrages von 1997? Den hybriden Krieg in der Ostukraine? Die Aufrüstung der sogenannten "Separatisten" durch schweres Kriegsgerät? Die Destabilisierung und Gefährdung der gesamten osteuropäischen Sicherheitsarchitektur, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion mühsam errichtet wurde?

Oder wollen wir uns mal ansehen, wie die Truppenpräsenzen in tatsächlich in Osteuropa verteilt sind, bevor wir von einer Provokation durch die NATO sprechen?

https://criticusnixalsverdruss.files.wordpress.com/2016/07/cmqvizoxeaaldar.jpg?w...

https://criticusnixalsverdruss.files.wordpress.com/2016/07/drills1.png

Kommentar von 666Phoenix ,

Weder war das mit der Krim eine Annexion, noch hat Russland das Budapester Memorandum verletzt!

Das "Freundschaftsabkommen" von 1997??

Hervorragend:

dazu ein paar Fakten - (aus https://www.lpb-bw.de/ukraine_russland.html)

"Die "West-Annäherung" der Ukraine durch den Beitritt zur GUAM (Organisation für Demokratie und Wirtschaftsentwicklung zwischen Georgien, der Ukraine, Aserbaidschan und Moldawien, 1997) aber auch die Zugehörigkeit zur Welthandelsorganisation 2008 trübten das Verhältnis zu Russland weiter."

"2009 schrieb der damalige russische Präsident Dmitrij Medwedew einen offenen Brief an Ukraines Präsident Wiktor Juschtschenko. ... Er sieht ukrainische Waffenlieferungen an Georgien, das ukrainische Streben in die Nato sowie die Abkoppelung von Russland im Energiesektor als gegen Russland gerichtete Aktionen."

Alles natürlich pure "Freundschaft" seitens der Ukraine!

der gesamten osteuropäischen Sicherheitsarchitektur, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion mühsam errichtet wurde?

Durch Mitgliedschaften bedeutender Nachbarländer Russlands, die sich ihre Russlandfeindlichkeit auf die Fahnen geschrieben haben!? 

Lass mich lachen!

wollen wir uns mal ansehen, wie die Truppenpräsenzen in tatsächlich in Osteuropa verteilt sind, bevor wir von einer Provokation durch die NATO sprechen?

Ja, noch lachen die Russen mehr oder weniger über die Späßchen mit den Truppenrotationen als Bruch der Vereinbarung, die NATO-Grenzen nicht nach Osten zu verschieben! Diese derzeitigen NATO-Kindergartenkrieger werden den Russen nicht gefährlich und könnten damit andererseits auch den Ländern, wo sie stationiert sind, keinerlei Schutz bieten! 

Aber warten wir mal den derzeitigen NATO-Gipfel in Warschau ab und reden dann weiter!

Kommentar von LordFantleroy ,

Weder war das mit der Krim eine Annexion, noch hat Russland das Budapester Memorandum verletzt!

Es war eine Annexion, denn es waren russische Streitkräfte, die auf der Krim die faktische Eingliederung in den russischen Staatsverband vollzogen haben und damit gegen das Gewaltverbot verstoßen haben inwieweit das Budapester Memorandum gebrochen hat, habe ich oben erklärt.

Willst Du mir jetzt ernsthaft weismachen, diplomatische Verstimmungen würden den militärischen Gewalteinsatz und den faktischen Krieg gegen die Ukraine rechtfertigen?

Schon mal was von Diplomatie gehört? Sanktionspolitik?

Dir mag es vielleicht nicht einleuchten, aber ein souveräner Staat hat das durchaus das Recht, selbst zu entscheiden, welchen Bündnissen er beitritt, zumal damals auch ein NATO-Beitritt Russlands nicht ausgeschlossen wurde. Ich hoffe, wenigstens der NATO-Russland-Rat ist Dir ein Begriff? Wo erkennst Du da also eine "Russlandfeindlichkeit"?

Da kannst Du lachen, so viel Du willst.

Alle Staaten, die der NATO beitreten wollten, mussten ihre Streitkräfte unter eine parlamentarische Kontrolle bringen und der NATO-Vertrag verpflichtet die Mitgliedstaaten zu einer friedlichen Streitbeilegung. Damit verhinderte man, dass in Osteuropa nationalistische und autoritäre Staaten und damit eine neue Krisenregion entstand, die noch über ein beträchtliches Atomwaffenpotential verfügte. Damit hat auch Russland davon profitiert, in Form einer friedlichen Nachbarregion. Das Chaos, das Putin auf der Krim und in der Ostukraine angerichtet hat, nützt niemandem.

Diese Vereinbarungen wurden mit der SOWJETUNION getroffen, die aber zu diesem Zeitpunkt nicht mehr existierte und ihr Zusammenbruch wurde von niemandem vorhergesehen. Ich hoffe, Du weißt wenigstens, woraus sich die SU zusammensetzte?

Statt Russland zu demütigen, bekam es Einsicht in die Strukturen der NATO, selbst beim letzten NATO-Manöver waren russische Beobachter anwesend und durften dabei zusehen. Sieh es ein, das dauernde russische Opfer-Narrativ ist ein Märchen, nichts weiter.

Kommentar von atzef ,

Die Krim-Annexion war eine Annexion. Außer den Russen und den paar Fanboys, die sie haben, sehen das praktisch alle so.

Dein Medwedjew-Zitat belegt ja nur den militanten und aggressiven, neoimperialistischen Charakter der russischen Außenpolitik, die einem eigenständigen Staat die Gestaltung seiner Außenpolitik vorschreiben wollen und falls der nicht kuscht, sich dann eben von Russland militärisch destabilisieren lassen muss.

Ebenso sind alle weiteren Nachbarstaaten Russlands eigenständige Staaten, die ihre eigenen Ziele und Interessen verfolgen dürfen und eben auch so "russlandfeindlich" sein dürfen, wie sie wollen.

Natürlich ist die NATO-Truppenpräsenz keine wirkliche Bedrohung Russlands. Sie soll auch Russland nicht bedrohen. Sie soll den Russen nur klar und unmissverständlich deutlich machen, dass jedweder Versuch des Kremel, weitere Staaten (NATO-Mitgliedsstaaten) unter Zuhilfenahme von russischen Minderheiten zu destabilisieren, notfalls von der NATO militärisch beantwortet wird.

Antwort
von eleteroj, 90

die Nato sind USA Interessen, die Europäer sind da völlig irrevelant, die zahlen bloss. Die USA führen global Kriege, militärische, wirtschaftliche, psychologische etc.

Die USA haben sich nicht an Abmachungen mit der SU (Gorbatschow) gehalten, sondern  Russland immer weiter eingekreist. Das ist die Weltherrschafts-Strategie der USA, Vordenker:

Zbigniew Brzezinski "DIE EINZIGE WELTMACHT" Fischer Taschenbuch

Kommentar von Iflar ,

Wunderbare Antwort!

Erwähnenswert ist aber noch, dass die Außenpolitik der USA (bzw. die NATO) als scheinbar größtes Ziel hat, die Partnerschaft von Russland und Deutschland in jeglicher Hinsicht zu zerstören, da nur diese beiden Mächte verbündet, die USA in jeder Hinsicht vernichten können. 

Kommentar von LordFantleroy ,

Dass die NATO sich nicht an Abmachungen mit der SU gehalten hat, könnte eventuell damit zu tun haben, dass die SU zum Zeitpunkt der Osterweiterung schon längst aufgehört hat zu existieren und die ehemaligen Teilrepubliken zu diesem Zeitpunkt längst ihre Unabhängigkeit erklärt haben.

Aber die NATO-Osterweiterung auch noch als "Einkreisung" zu bezeichnen, ist allein schon geographischer Analphabetismus.

Antwort
von Rockuser, 117

Warum leckt sich der Hund am Po?

Weil er es kann.

Kommentar von Q33NY ,

du meinst am Penis

Antwort
von simferopol, 92

Was willst Du von einem Interventionsbündnis anderes erwarten?

Antwort
von alexklusiv, 127

Das ist die größte weltpolitische Frage der heutigen Zeit, weißt du :-)

Antwort
von CamelWolf, 34

Man will vermeiden, dass sich ein Vorfall wie die Annexion der Krim im Baltikum und in Osteuropa wiederholt.

Das ist so viel Provokation, wie wenn man auf einem Straßenfest von den ortsbekannten Schlägern angehalten und gefragt wird, warum man so provokativ aus seiner Wäsche guckt. 

Aber das versteht die Putin-Fraktion in diesem Forum ohnehin nicht....


Antwort
von ugurano22, 109

warscheinlich mag die nato, gerne provozieren

Antwort
von marylinjackson, 50

Weil die NATO-Länder bisher das Säbelrasseln mitmachen, den Amis zuliebe.

Steinmeier versucht das zu bremsen, andere Politiker sagen nichts dazu.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Genauso wenig wie die Medien .. 

Antwort
von voayager, 65

Russland stellt sich der US-Weltherrschaft in den Weg, tanzt nicht nach der Pfeife der Vereinigten Staaten, siehe z.B. der Fall Syrien. Öffnet seinen Markt zudem nicht so, wie es sich die US-Konzerne wünschen.


Kommentar von Iflar ,

Sollte Deutschland eigentlich genauso machen, aber mit der von Lobbyisten gekauften Merkel in der Führung entfernt man sich diesem Ziel immer weiter.

Kommentar von LordFantleroy ,

Die Ukraine wollte die Weltherrschaft erlangen? OK, das war sogar mir neu.

Kommentar von voayager ,

wie kommste denn auf das schmale Brett der Mutmaßung???

Kommentar von LordFantleroy ,

Vielleicht durch Deine hochqualifizierte Antwort?

Kommentar von voayager ,

schenk dir deinen Sarkasmus, mehr isses ja nicht. Ich habe keine Lust stets umfangreiche Darstellungen zu liefern, das wäre zu viel action. Wer nachharkt, bekommt bei Bedarf umfassendere Infos. Also!

Antwort
von turk61, 43

Die drecks Imperialisten wollen die alleinige Weltherrschaft. Europa wird größtenteils nur ausgenutzt, um Russland Druck zu machen.

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