Frage von LuzifersBae2, 241

Wieso nehmen religiöse Menschen Kritik als Beleidigung wahr?

Mir ist das schon oft passiert dass religiöse Menschen Kritik (an Religionen) als Beleidigung aufgenommen haben. Vor allem wird man dann als intolerant, unwissend und manipuliert bezeichnet. Aber ich verstehe das nicht, sind diese Menschen echt nicht fähig dazu, andere Meinungen zu akzeptieren? Was sind wir Atheisten überhaupt in Augen religiöser Menschen, mal im Ernst?

Antwort
von Andrastor, 124

Das ist leicht erklärt, die Ursache liegt in der menschlichen Psyche.

Es ist eine Tatsache dass der Gott der abrahimitschen Religionen jeglicher Beschreibung mangelt. Man weiß nicht wie er aussieht, was für eine Ethnie er darstellt, wie er sich anhört oder anfühlt, wie er riecht etc.

Man weiß nur: Er ist perfekt, allmächtig, allgütig, allgegenwärtig und allwissend.

Mit derartig schwammigen Beschreibungen kann unser Gehirn jedoch nichts anfangen. Es braucht einen konkreten Anhaltspunkt um sich ein Bild von einem Begriff machen zu können (i.s.v. Dem Begriff Sinn zu verleihen).

Zufälliger Weise haben wir einen psychischen Teil der genau dieser Beschreibung entspricht: Das Über-Ich.

Stell dir das ÜBer-ich wie den stereotypischen Schulterengel vor. Das Über-Ich ist eine perfekte Version deiner selbst, es ist das was du unbewusst sein willst und stellt das Beste dar was du jemals erreichen könntest.

Wenn du vor einer Entscheidung stehst, rät dir das Über-Ich mit deiner inneren Stimme was die beste Wahl wäre um dem Über-Ich ähnlicher zu werden.

(Der Schulterteufel stellt unsere Instinkte dar, also was wir jetzt sofort ohne Rücksicht auf potentielle Folgen haben oder machen wollen.)

Also haben wir ein perfektes Wesen (Über-Ich), welches immer bei uns ist (allgegenwärtig), immer weiß was wir tun, denken, wollen und fühlen (allwissend), immer das Beste für uns will (allgütig), die Macht hat uns in Form von schlechtem Gewissen zu bestrafen (allmächtig) und uns über alles liebt.

Durch die schwammige Beschreibung Gottes legt das Gehirn also die Eigenschaften Gottes über das Über-Ich, somit wird das Über-Ich Gott. Das ist auch der Grund warum Gläubige meinen mit ihrem Gott reden zu können und seine Liebe spüren zu können, denn es ist tatsächlich Kommunikation mit dem Über-Ich möglich (auch wenn das eine Form des Selbstgespräches ist) und da wir uns selbst lieben, spüren wir diese Liebe auch.

Da das perfekte Bild eines selbst jedoch von Person zu Person unterschiedlich ist, ist auch der "Wille Gottes" unterschiedlich, jetzt wissen wir auch warum die einen Gläubigen meinen dies sei wichtig, während die anderen meinen jenes sei wichtig (Beispiel Muslime und Alkohol).

Wird jetzt der Gott oder Glaube einer gläubigen Person angegriffen, ist das ein direkter Angriff auf die Person selbst, schlimmer noch, ein direkter Angriff auf ihre tiefste Psyche, ihr perfektes Selbstbild, ein Angriff auf ihr ultimatives Ziel.

Klar dass sie dann abwehrend und aggresiv reagieren.

Kommentar von KittyCat2909 ,

Sehr interessanter Aspekt!

Kommentar von Andrastor ,

Die reine Wahrheit, Psychologie des Glaubens durchschaut ^^

Kommentar von RudolfFischer ,

Und diejenigen, die _nicht_ abwehrend und aggressiv reagieren, haben auch noch ein NEBEN-Ich, das aufpasst, dass sich das UNTER-Ich nicht durch eine Beleidigung des ÜBER-Ichs nicht aus der Ruhe bringen lässt. ;-)

Kommentar von Andrastor ,

Dein Spott bezeugt nur deine Unwissenheit auf dem Thema der Psychologie. Schade dass du nicht mehr dazu beizutragen hast.

Kommentar von RudolfFischer ,

Tut mir Leid, aber das mit den Schulterengeln ist nun wirklich aus der Bilderwitzwelt. Sowas kann ich nicht ernst nehmen. Die Psychologie ist ein weites Feld, in dem sich herrlich tummeln lässt. Nur Nachweise darf man nicht verlangen.

Ich habe beruflich viele Psychologen statistisch beraten und weiß daher aus Erfahrung, wie wenig viele wissenschaftliche "Erkenntnisse" abgesichert sind. Daten aus psychologischen Fragebögen wurden von uns Statistikern immer als "weiche Daten" klassifiziert (gegenüber "harten Fakten").

Kommentar von Andrastor ,

das mit den Schulterengeln ist nun wirklich aus der Bilderwitzwelt. Sowas kann ich nicht ernst nehmen

Was du persönlich ernst nehmen kannst und was nicht, tut hier nichts zur Sache. Ich denke ich hab klar gemacht dass der Schulterengel nur eine Metapher zur besseren Vernaschaulichung der Tatsachen ist.

Wenn du die Metapher nicht verstehst, solltest du um genauere Erklärungen bitten, nicht jedoch mit Spott reagieren, damit demonstrierst du nämlich mangelnden Bildungswillen.

daher aus Erfahrung, wie wenig viele wissenschaftliche "Erkenntnisse" abgesichert sind.

1. Einzelfall

und 2. Hast du selbst keinerlei Belege für diese Behauptung. Du erwartest also das man dir glaubt, weil du behauptest derartige Erfahrungen gemacht zu haben.

Äußerst unglaubwürdig.

Alles in allem eine zutiefst erbärmliche Art zu Diskutieren die du uns hier zeigst.

Meine Bitte an dich: Halte dich doch in Zukunft einfach aus Themen zu denen du offensichtlich nichts beizutragen hast, heraus, damit tust du uns allen und vor allem deinem Ansehen einen großen Gefallen.

Kommentar von ilknau ,

@Andrastor: Danke schön, :-)) Wieder was gelernt bzw. endlich verstanden, das ich nie wirklich in Worte fassen konnte - nur wissend, dass da was ist

Kommentar von Andrastor ,

gern geschehen ;)

Antwort
von TUrabbIT, 95

Meiner Erfahrung nach als Christ, reagieren viele Menschen beleidigt, wenn man an ihrer Weltanschauung rüttelt. Das kann Religion sein, Politische Ideologie, das Idol etc.
Wobei es hier auch auf den Ton und das Ziel des Kontakts ankommt. Penetrant überzeugend, aggressiv oder aufdringliche Gespräche führen meist zu einer entsprechenden Reaktion.

Ich sehe Atheisten als gleichwertige Menschen und habe mit Religionskritik generell kein Problem.
Schwierig empfinde ich es, wenn es darum geht mir zu zeigen wie falsch ich angeblich liege oder schlecht bin mit meinem Glauben und die andere Person mir ihr Weltbild aufzwingen will, welches auch immer das sein mag.

Toleranz ist beidseitig und ein vernünftiger Meinungsaustausch ist gern gesehen, solange es ein respektvoller Umgang bleibt.

Antwort
von Dahika, 54

Aber ich verstehe das nicht, sind diese Menschen echt nicht fähig dazu, andere Meinungen zu akzeptieren?


Das ist niemand, der sich im Besitz der absoluten Wahrheit wähnt. Und die beiden großen Bekehrerreligionen - Christentum und Islam - behaupten beide von sich, im Recht zu sein.  Und dann kann ein Kritiker nur Unrecht haben. Man muss diesen Kritiker nicht unbedingt hinrichten, was beide Religionen getan haben (und tun), aber selbst wenn man sehr tolerant und menschenfreundlich ist, ist derjenige der Unrecht hat, halt mindestens dumm.

Stell dir vor, jemand sagt dir, dass 2 und 2 gleich 5 ist. Oder der Mond aus grünem Käse ist. Den Menschen verbrennst du nicht, aber du hältst ihn auch nicht gerade für rasend klug. Bestenfalls nickst du höflich und denkst dir deinen Teil.

Wenn aber mit dem Irrtum des Anderen gleichzeitig dessen ewige Seeligkeit in Gefahr ist, willst du ihn vielleicht retten. Und dann musst du ihn von deiner Wahrheit überzeugen. Notfalls mit Feuer und Schwert. 

Akzeptieren kann man relativ leicht Meinungen, die etwas mit Geschmack zu tun haben. Man akzeptiert Leute, die rot als Lieblingsfarbe haben oder Sissy als besten Film aller Zeiten ansehen, die Schnitzel nicht mögen, aber dafür für Sushi schwärmen.

Aber das ist bei den "Wahrheiten" halt doch anders. Und dann ist derjenige, der diese Wahrheit anzweifelt, schnell ein Feind. Man muss da nicht unbedingt Islam und Christentum bemühen, Veganer gehören im Grunde auch schon dazu. *duckundweg*

Antwort
von amrita1, 89

Ich bin christlich-buddhistisch orientiert...und ja, das funktioniert. Sobald sich jemand mit einer gewissen Einseitigkeit und vielleicht auch einer Portion Fanatismus auf eine Idee stürzt und diese als die einzig "wahre Wahrheit" propagiert, gibt es Probleme. Ob das nun Religion/Glaube, eine bestimmte Ernährungsrichtung oder alternative Heilmethoden sind, ist egal, da es bei Fanatismus und Einseitigkeit darum geht, andere von etwas zu überzeugen, von dem sie gar nicht überzeugt werden wollen oder müssen.

Solange ich glaube, andere von etwas überzeugen zu müssen, weil ich der Meinung bin, dass es besser für sie ist, bin ich auf dem falschen Dampfer und vor allem hat das etwas mit mir selbst zu tun. Wenn mich etwas an dem Denken, Sprechen oder Verhalten am anderen stört und und bei mir unangenehme Emotionen oder Gefühle, wie Wut, Empörung, Angst und viele andere mehr hervor ruft, dann hat es etwas mit mir zu tun.

Solange jemand seinen Glauben und auch andere Einstellungen mit Leichtigkeit unter das Volk bringt und mich mein Leben leben lässt, ist alles in Ordnung und dann kann man sich auch mit Anhängern anderer Glaubensrichtungen austauschen. Dieser Austausch kann sogar sehr konstruktiv und bereichernd sein.

Antwort
von Schwoaze, 77

Du siehst das zu einseitig.

Kritik anzunehmen, können die wenigsten Menschen, ich nehme mich da nicht aus. Kommt halt darauf an, worum's geht.

Stell Dir vor, da kommt jemand zu Dir und belehrt Dich ungefragt darüber, dass Dein Kleidungsstil aber sowas von beschei...den ist... Dir gefällt's aber, logisch, sonst würdest Du ja daran was ändern. Wie reagierst Du?

Dabei geht's aber nur um ein bissl Stoff. Wenns um Religion geht, da steht ja oft die gesamte Lebensweise dahinter. Warum sollte man Dich feiern?

Kommentar von ThenextMeruem ,

Das witzige ist, dass ich bei ersteres auch nicht so begeistert wäre. Finde ich gut, dass du unterstreichst, dass es bei Religion ja auch noch um die ganze Lebensweise geht.

Kommentar von LuzifersBae2 ,

Stimmt schon, aber ich äußere eh nur dann Kritik, wenn es gerade passt. Ich gehe nicht einfach so zu Gläubige hin und sage dass ich ihre Religion sinnfrei finde, das wäre eine Art von Beleidigung und keine Meinung bzw Kritik mehr.

Mit Kritik meinte ich eher, wenn man die Religion anderer hinterfragt. Wenn man die Dinge eben kritisch betrachtet und nicht mit einer rosaroten Brille.

Kommentar von KittyCat2909 ,

@LuzifersBae2

Die Kritik kannst du doch nur für dich selbst hinterfragen.

Stark Gläubige, die nichts 'böses' tun und in und mit ihrem Glauben glücklich sind, - warum sollte man versuchen ihnen 'ihre rosarote Brille' zu nehmen?

Gerade im Glauben ist es doch oft  nur eine Sache des Standpunktes und Sichtweise, in der es sozusagen nie ein richtig oder falsch gibt, je nachdem welche Postion man inne hat.

Antwort
von Dxmklvw, 76

Für tief religiöse Menschen ist das Geglaubte eine Lebensgrundlage, die ebenso verbissen verteidigt wird (wenn auch auf etwas andere Weise) wie der Erhalt der Wohnung oder die körperliche Unversehrtheit.

Unterstellt, daß eine Diskussion ohne vorsätzliche Diffamierung stattfindet, erfolgt auf eine Konfrontation mit offensichtlichen Widersprüchen des Glaubens augenblicklich eine massive Verteidigungshaltung, weil der bis dahin mühsam "weggeglaubte" Widerspruch dann wie eine unverhofft auftauchende "extrem gefährliche Kriegswaffe" das gesamte Glaubensgebäude bedroht.

Heftig verstärkend wirkt dann noch der oftmals ebenfalls vorhandene Zusatzglaube, daß (symbolisch betrachtet) augenblicklich die Welt untergehen würde, wenn der Glaube aufgegeben wird.

Doch solche Wirkungsmechanismen gibt es nicht nur in religiösen Bereichen, sondern ebenso im politischen Fanatismus und im Prinzip sogar in jedweder extremen Ismus-Art, sofern tatsächlich Überzeugungen dahinter stecken und nicht bloße Heuchelei. Dabei beobachtete Unterschiede zeigen sich nur in der Methode der Glaubensverteidigung, nicht aber im Kern selbst.

Kommentar von earnest ,

DH.

Antwort
von danhof, 71

Der Ton macht die Musik. Das ist kein spezielles Problem zwischen Atheisten und Gläubigen.

Das Internet verleitet viele Menschen, Dinge in einer Art und Weise auszuschreiben, die sie im wirklichen Leben face to face niemals so aussprechen würden.

Man muss sich vor Augen führen, dass es einen Unterschied macht, ob ich sage "Euren Glauben kann ich nicht nachvollziehen, das ist nichts für mich" oder ob ich lospoltere "Wer glaubt, ist ein indoktrinierter Irrer mit einem kindlichen Hirn, der alle Wissenschaft ablehnt".

Hinzu kommt dann noch, dass man sich vielleicht auch zu sehr aus dem Fenster lehnt und als Atheist dem Gläubigen erzählen will, wie seine Bibel gemeint ist, und dass er diese ja viel besser kennt. Dass das nicht funktionieren KANN, sollte klar sein. Wenn sich der Gläubige mit Bibellesen, Gottesdiensten und Hauskreisen und Exegese beschäftigt, wird er im Zweifelsfall die Stellen besser interpretieren können, als jemand, der sowieso mit einer ganz anderen Grundeinstellung heran geht. Spätestens, wenn der Atheist hier widerspricht, sollte er sich überlegen, ob das Wort "Atheismus" wirklich nur "Abwesenheit/Ablehnung von Glauben" bedeutet. Denn einfach nur nicht Tennisspielen ist ja schon was anderes als überall engagiert herumzulaufen und zu sagen "Tennisspielen ist soooo dämlich und sollte verboten werden".

Aber das geht schon zu sehr Richtung Inhalt. Ich spreche ja zunächst mal nur von der äußeren Form.

Man sollte bedenken, dass die meisten Atheisten mit den meisten Gläubigen problemlos klar kommen - im realen Leben. Allein bei mir in der Firma sind wir eine bunt gemischte Truppe.

Das Internet hebt offenbar viele Regeln des guten Umgangs ersatzlos auf.


Vor allem wird man dann als intolerant, unwissend und manipuliert bezeichnet

Interessant: Meine Erfahrung ist genau dieselbe - als CHRIST!

Kommentar von DarkSepia ,

Du sprichst einige gute Punkte an. Aber einige Sachen sind grundlegend falsch.

"Hinzu kommt dann noch, dass man sich vielleicht auch zu sehr aus dem Fenster lehnt und als Atheist dem Gläubigen erzählen will, wie seine Bibel gemeint ist, und dass er diese ja viel besser kennt. Dass das nicht funktionieren KANN, sollte klar sein. Wenn sich der Gläubige mit Bibellesen, Gottesdiensten und Hauskreisen und Exegese beschäftigt, wird er im Zweifelsfall die Stellen besser interpretieren können, als jemand, der sowieso mit einer ganz anderen Grundeinstellung heran geht."

Es kann sein, dass ein bestimmter Gläubiger die Bibel besser kennt, als ein bestimmter Atheist, aber das muss nicht sein. Es gibt Atheisten, die sich mit der Bibel beschäftigen und Theisten, die das entweder weniger tun, oder viel zu voreingenommen. Es KANN also funktionieren.

"Spätestens, wenn der Atheist hier widerspricht, sollte er sich
überlegen, ob das Wort "Atheismus" wirklich nur "Abwesenheit/Ablehnung von Glauben" bedeutet."

Nein, das muss man nicht. Atheisten sind mehr, als nur Atheisten, genauso wie Gläubige mehr sind, als nur Gläubige. "Atheismus" soll kein Wort für alles sein, was einen Menschen ausmacht, der unter Anderem Atheist ist.

Kommentar von danhof ,

"Atheismus" soll kein Wort für alles sein, was einen Menschen ausmacht, der unter Anderem Atheist ist.

Dann hab ich mich unklar ausgedrückt. Natürlich definiert man einen Menschen nicht über die Generalkategorie Atheist oder nicht.

Ich kenne aber einige (nicht generall alle, das ist klar!) Atheisten, die immer wieder behaupten, dass sich Atheismus eben einfach nur darüber definiert, nicht an Gott zu glauben bzw. zu glauben, dass es Gott nicht gibt.

Um noch einmal einen Vergleich mit dem Tennisspielen zu bemühen: Sie behaupten, dass nicht Tennisspielen kein Sport sei.

So weit, so gut. Wenn ich mich aber von morgens bis abends mit den Regeln des Tennisspiels beschäftige, die Unzulänglichkeiten der Zählung beklage und alle Tennisspieler nieder mache, dann ist das eben doch ein Unterschied. Dann ist es eben nicht "Kein Tennisspieler", sondern ein "Tennisspiel-Hasser". Das ist ein - für meine Begriffe - wichtiger Unterschied, weil sich dieser Unterschied auf die Art und Weise des friedlichen Zusammenlebens auswirkt.

ICH mag zum Beispiel keine aufgemotzten, lauten Kleinwagen. Aber ich gehe nicht in ein Tuningforum und gehe dort Leute an und werfe ihnen vor, sie seien zu dämlich, weil ein lauter Auspuff noch keinen PS-Boliden macht.

Antwort
von Lazybear, 53

Ok, also religiöse menschen, zu denen ich auch mal gehörte reagieren so aus einem ganz bestimmten grund, sie glauben an etwas, was ihrer meinung nach die absolute wahrheit ist, ihr glaube ist ihre realität und weltanschauung, wenn du religion kritisierst oder den glauben, dann ist das so, dass du auch gleichzeitig die person die glaubt kritisierst, daher gehen sie offt in den selbstverteidigungsmodus! Religiöse menschen sind offt nicht in der lage andere weltanschauungen als gleichberechtigt anzusehen, was verständlich ist, da sie sich sicher sind die wahrheit zu haben und naja es kann ja nur eine wahrheit geben und würden sie andere wahrheiten anerkennen, verliert ihr glaube an autorität, deswegen sind für sie andersdenkende offt menschen die ihrer meinung nach unwissend sind oder sonst was! Aber das betrifft nicht nur gläubige menschen, es gibt auch sehr viele atheisten, die sich kaum besser verhalten, offt handeln atheisten gleich, den sie sind sich ebenfalls offt sicher die überwahrheit zu kennen, das ist die menschliche natur, unabhängig vom glauben, sicher gibt es menschen die da anders denken! Naja viele religiöse menschen sind in der lage atheisten zu respektieren, aber sie sind nicht in der lage ihre vorstellungen zu akzeptieren, wegen der glaubensautorität und natürlich auch umgekehrt! Wenn ein gläubiger sagt, er wisse nicht alles genau, dann meint er in wirklichkeit, er wisse nicht alles, aber er weiß auf jedenfall über gott und die welt besser bescheid als andere menschen, glaubensrichtungen oder sont was, da gott von ca 1000den christlichen glaubensrichtung ausgerechnet seine erwählt hat! Lg

Kommentar von NinthFived ,

"Aber das betrifft nicht nur gläubige menschen, es gibt auch sehr viele
atheisten, die sich kaum besser verhalten, offt handeln atheisten
gleich, den sie sind sich ebenfalls offt sicher die überwahrheit zu
kennen"

Find ich gut, dass das hier einem aufgefallen ist.

Antwort
von Satiharu, 44

Naja, kritisieren kannst du die Menschen selber, aber wenn ich dir sag: Du deine Mutter kocht nicht so dolle... Oder: Deine Mutter ist ja eigentlich schon ganz lieb, aber sie raucht und trinkt..

Dann meinst du: Woher willst du das wissen, kennst du meine Mutter so gut??!!

Ich denke das ist der Grund, die Liebe zu ihrer Religion, die Unkenntnis der kritisierenden Laien, und und vielleicht auch die Undankbarkeit gegenüber Gott. Denn Glauben ist eine der beiden stärksten Kräfte die ich kenn.

Was Atheisten in derer Augen sind, weiss ich nicht ;)

Antwort
von DinoMath, 36

Tolle Frage Bae, wundert mich aber nicht bei deinen restlichen Beiträgen.

Ich schätze das liegt in der Natur des Glaubens, dass wenn man etwas nicht beweisen kann, dass man davon dann überzeugt sein muss und dementsprechend fällts einem schwerer Kritik einfach an einem Abprallen zu lassen.

Wenn mir jemand sagt, dass Alkohol keine Drogen sind kann ich ja noch begründen wieso ich anderer Meinung bin, aber seine Religion zu verteidigen, dafür fehlen die Alternativen dazu, es nicht Emotional zu nehmen.

Ich glaube nur nicht, dass das auf alle zutrifft.
Mit meinem damaligen Pastor konnte ich wunderbar diskutieren.
In der Tat bestand unser Firmunterricht aus nichts anderem mehr, aber gefirmt hat er mich dennoch =D

Kommentar von DinoMath ,

btw: hast du eigentlich irgendetwas NICHT zu den Themen hinzugefügt? =P

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 76

Weshalb viele Menschen sich selbst durch sachliche Kritik persönlich angegriffen fühlen, liegt meiner Meinung nach daran, dass sie sich sehr stark über ihre Religion definieren.

Ihr gesamtes Weltbild basiert auf ihren religiösen Vorstellungen. Ihre religiösen Überzeugungen zu kritisieren, wird von ihnen daher als Angriff auf ihre persönliche Identität wahrgenommen.

Zumal haben viele Religionen den Anspruch absoluter Wahrheit und alleiniger Richtigkeit der Lehre, was sie höherwertig als jedes menschliche Gesetz erscheinen lässt und den Gesprächspartner unzugänglich für rationale Argumente machen kann.

Das führt insbesondere bei Fundamentalisten oftmals zu einer sehr beschränkten Weltsicht, da sie kaum noch sachlicher Argumentation zugänglich ist und jedwede Kritik als Offensive gegen ihren Glauben sieht.

Letztlich werden sie häufig zum Opfer ihrer radikalen Auslegung, denn sie können in keiner Weise ihre Ansichten relativieren, oder kritisch hinterfragen, ohne dass ihre ganze ideologisch zementierte Welt zusammenbricht.

Deshalb sind extrem konservative Gläubige nach meiner Ansicht auch intellektuell beschränkt - da sie ihren geistigen Horizont selbst limitieren.

Ich selbst bin Buddhist und sehe mich als religiösen Menschen. Ich halte aber Selbstkritik für wünschenswert und begrüße daher auch konstruktive Kritik an meinen Ansichten.

Ein abfälliger Wortgebrauch, oder eine Missionierungsabsicht sind dagegen für mich Gründe, ein Gespräch abzubrechen, da ich keine gemeinsame Grundlage sehe.

Deshalb führe ich vergleichsweise wenige religiöse Diskussionen - viele Menschen wollen schlichtweg Überzeugungsarbeit leisten und daher nicht zuhören.

Kommentar von PlueschTiger ,

Was ich aber nicht verstehe ist wieso ignorieren die Gläubigen ihre eigenen Regeln, denn Feindseligkeit gegen anders Denkende ist bei den wenigsten vorgeschrieben. Gerade Christen sollten eigentlich, sehr Tolerant sein bei Kritik. Liebe deinen nächsten, und halte wenn du geschlagen wirst auch die andere Wange hin. Als Beispiele. Doch getan wird oft das Gegenteil.

Kommentar von Enzylexikon ,

Ich glaube, das ist die Diskrepanz zwischen dem moralischen Ideal der jeweiligen Religion und der Realität, in der wir tatsächlich leben.

Im Daodejing steht sinngemäß:

"Dass das Weiche das Harte, und das Schwache das Starke besiegt, wissen die Menschen - doch niemand vermag danach zu handeln"

Ich denke, das gilt auch für religiöse Ideale.

Man  kann sich daran orientieren, kann sein bestes tun, diesen Ansprüchen gerecht zu werden - dennoch werden wir immer wieder über unser Ego stolpern, dass sich teilweise bereits durch geringfügige Kritik angegriffen fühlt.

Kommentar von PlueschTiger ,

Das würde aber doch zwangsläufig bedeuten das man eigentlich zu einem Leben in der z.B. Christlichen Hölle verdammt ist, da man eh schwer fähig ist die Ideale oder Regeln einzuhalten. Oder mancher gar nicht willens ist.

Kommentar von Enzylexikon ,

Ich denke, dass Gläubige, die sich um die Einhaltung ihrer moralischen Vorgaben bemühen, einfach auf die Barmherzigkeit Gottes am Jüngsten Tag vertrauen.

Sie glauben, dass er weiß, wer sich nach Kräften bemüht hat, die religiösen Werte einzuhalten und daher des ewigen Lebens würdig ist - und wer mit dem Antichristen endgültig untergehen wird.

Also immer darum bemühen, den Vorgaben Gottes zu erfüllen, dann kann man auch auf seine Barmherzigkeit hoffen.

Wer natürlich nicht Willens ist, den Geboten des Herrn zu folgen, der wird dann am Jüngsten Tag die Quittung dafür erhalten.

So dürfte es in den Köpfen vieler Gläubiger aussehen.

Antwort
von kleineshummele, 68

Offenbar legst du dich besonders gerne mit religiös-gläubigen Menschen an und lehnst dich dabei vermutlich, trotz mangelnder Sachkenntnis zu weit aus dem "Fenster". Da ist es dann kein Wunder, wenn dich diese Menschen als unwissend, intolerant und "manipuliert" bezeichnen und womöglich beleidigt sind.

Viel besser ginge es vermutlich, wenn du selbst über einiges Fachwissen verfügen würdest, sodass du diesen Menschen "auf ihrer Ebene" begegnen und so deine Meinung kundtun könntest.

Ganz allgemein gilt aber, dass Menschen generell, egal um welches Thema es sich handelt, sich nicht gerne kritisieren lassen. Das merkst du ja an dir selbst.

Kritik sollte deshalb immer einfühlsam und sachlich geübt werden und setzt, wenn sie ankommen soll, auch auf der Gegenseite ein gewisses Maß an Bildung, Niveau und Toleranz voraus. Nur dann können auch beide Seiten aus unterschiedlichen Meinungen profitieren.

Kommentar von earnest ,

Wie kommst du zu einem solchen Pauschalurteil, das du auch noch als "offenbar" bezeichnest - ohne die Fragestellerin zu kennen?

Warum unterstellst du der Fragestellerin "mangelnde Sachkenntnis"?

Da sind offenbar die Pferde mit dir durchgegangen?

Kommentar von KaeteK ,

Sie kann keine Sachkenntnisse haben, weil sie Gottes Wort nicht kennt...Lies auch mal die Beiträge von ihr. lg

Kommentar von earnest ,

Du hast in deinen Kommentar schon wieder eine Behauptung gepackt: die Behauptung, die Bibel sei Gottes Wort. 

Das ist eine lausige Begründung für angeblich mangelnde Sachkenntnis.

Kommentar von kleineshummele ,

@earnest

Ist es eigentlich dein Steckenpferd, hier ständig die Kommentare anderer User zu kritisieren? - Kein besonders angenehmer Charakterzug! 

Kommentar von Meatwad ,


Ist es eigentlich dein Steckenpferd, hier ständig die Kommentare anderer User zu kritisieren? - Kein besonders angenehmer Charakterzug!

Na da sind wir dann ja wieder bei der Fragestellung kleineshummele. Jetzt ist es also ein schlechter Charakterzug, wenn man jemanden kritisiert. Wieso sollte man auf fehlerhafte Aussagen nicht hinweisen dürfen? Was hat das mit einem schlechten Charakter zu tun? Im Gegensatz zu Kaeteks verächtlichen Kommentar, war der von earnest auch durchaus sachlich.

Kommentar von kleineshummele ,

@earnest

Da sind offenbar die Pferde mit dir durchgegangen?

Meine "Pferde" kann ich eigentlich ganz gut im Zaum halten.

Hättest nur du dir auch die Mühe gemacht "deine Pferde im Zaum zu halten", was deine übereifrige, um nicht zu sagen, besserwisserische Kritik angeht. 

Wenn man im Profil der Fragestellerin nachliest, kommt man leicht zu der Erkenntnis, dass diese thematisch unmöglich über Sachverstand verfügen kann. Erst zu prüfen und dann zu rügen, sei dir deshalb beim nächsten Mal zur Nachahmung empfohlen!

G. kleineshummele

Kommentar von PlueschTiger ,

Offenbar legst du dich besonders gerne mit religiös-gläubigen Menschen an und lehnst dich dabei vermutlich, trotz mangelnder Sachkenntnis zu weit aus dem "Fenster"

Das trifft auch auf etliche Gläubige zu, denn es gibt genug die nicht einmal das kleine 1x1 ihres Glaubens kennen und nicht mal ein Minimum hinterfragen. Siehe die Sontags Christen, die Woche über Lügen, saufen, Frau verprügeln und Sonntag in die Kirche, sich reinwaschen, denn Gott vergibt ja alles.

Viel besser ginge es vermutlich, wenn du selbst über einiges Fachwissen verfügen würdest, sodass du diesen Menschen "auf ihrer Ebene" begegnen und so deine Meinung kundtun könntest.

Der Rat ist gut, doch kann auch nach hinten los gehen, denn Wissen ist nicht immer das Problem, denn gerade Wissen kann in dem Fall auch als Bedrohung gesehen werden, mit genau der Selben Reaktion. Ein deppen kann man Fehler verzeihen da er es nicht besser weiß und ihn Belehren, doch wenn ein Gläubiger merkt der andere weiß was, dann wird er zur ernsten Gefahr fürs Selbst Bild, auch wenn das eher unterbewusst geschieht.

Zu guter Letzt. Es ist immer ein Glücksspiel für dem der Neugierig ist oder Kritik übt, denn was als angriff gedeutet wird legt der Gläubige fest nicht nur der Ton des Fragers. So manche neugierige Frage wurde schon als Intoleranz gesehen nur weil man die Falsche stellte.

Antwort
von Canteya, 43

Sie fühlen sich einfach angegriffen. Sie glauben an etwas und haben dann das Gefuehl, dass der Gesprächspartner versucht, ihren Glauben kaputt zu machen. Meiner Meinung nach

Kommentar von DinoMath ,

selbst wenn sie es nicht kaputt machen wollen kann man kaum verhindern ihren Glauben zu schwächen, wenn man sieht, dass es anderen Menschen ohne Glauben auch gut geht.

Nur sind die meisten von ihnen nunmal so geboren und kennen das kaum anders, als selbst gläubig zu sein.
Da hält man sich nunmal an das, was man kennt und verteidigt, was einem wichtig ist.

Antwort
von DarkSepia, 19

Kannst du Beispiele nennen? Meiner Erfahrung nach tun das religiöse Leute selten und manchmal haben sie damit auch Recht, weil viele Atheisten heutzutage Kritk mit Beleldigung vermuschen.

"Vor allem wird man dann als intolerant, unwissend und manipuliert bezeichnet."

Weder muss das passieren, wenn sich jemand von dir beleidigt fühlt. Noch ist sich beleidigt zu fühlen eine notwendige Voraussetzung.

"Aber ich verstehe das nicht, sind diese Menschen echt nicht fähig dazu, andere Meinungen zu akzeptieren?"

Manchmal sind sie es nicht. Gerade in Sachen Religion ist das ein Problem. Es gibt Religiöse, die Atheisten ihre Rationalität absprechen wollen. Kritikern die Rationalität abzuerkennen, ist ein Defensivmechanismus und prinzipiell könnte dazu auch gehören, Kritken als Beleldigung aufzufassen.

Antwort
von Awngr, 54

Weil ihnen eine Welt zusammenbricht, wenn das Gebäude ihres Glaubens einstürzt. Deshalb reagieren sie sehr defensiv, und Angriff ist die beste Verteidigung.

Bei so Diskussionen kannst du leicht intellektuell überlegen sein, aber das bringt nichts, weil der andere die Realität nicht wissen will, er klammert sich ja an seinem Glauben fest, und es kommt nur zu einem vorgefertigten Schlagabtausch.

Effizienter wäre es, wenn du erst mal fragen würdest, was ihr glaube so beinhaltet, lange interessiert zuhören würdest, und dir dann irgendwann am Kopf kratzen würdest und mit Eselsmine sagen würdest: "aber das und das verstehe ich nicht, das ist mir zu hoch" (wo ein Widerspruch besteht, z.B.). Und dann würde der andere versuchen, den Widerspruch wegzuerklären, und du würdest wieder sehr geduldig und interessiert zuhören, und dir dann wieder am Kopf kratzen würdest, "ich bin wahrscheinlich zu dumm, aber ich habe das und das nicht verstanden".

Das war die Methode des Sokrates. Scheinbar ganz dumme Fragen stellen, auf die die Leute dann keine Antwort wissen. So kannst du einen Denkprozess auslösen. Aber du musst immer sehr offen und interessiert wirken.

Antwort
von earnest, 52

Das hast du korrekt beobachtet.

Leider ist es so, dass insbesondere unbedarfte und fanatisierte Fundamentalisten ein solches Verhaltensmuster aufweisen - wie auch hier bei GF tagtäglich zu beobachten.

Sie begeben sich eine Opferrolle, ohne Opfer zu sein und werten auch nur die leiseste Kritik an ihrem Glauben als persönlichen Angriff. Ein blinder Reflex ...

Sie haben Angst, dass ihr Glaubensgebäude zusammenkracht, wenn nur ein einziger Stein dieses Gebäudes entfernt wird.

Ein solches Verhalten ist typisch für Glaubensfanatiker aller Schattierungen.

Es fehlt dann nur noch, dass den "Kritikern" das ewige Höllenfeuer angedroht wird - wie leider auch hier bei GF tagtäglich zu beobachten.

Gruß, earnest


Kommentar von Aktzeptieren ,

genau durch solche Leute wie du oder derbuddha :D. 1. Nenne bitte keine Religion Fundamentalismus oder irgendwas so. 2.Opfer ist eine Beleidigung. 3. Ich kann dich zu nichts zwingen, aber du versuchst immer Religionen in den Dreck zu ziehen und ich bitte dich das du damit aufhörst.

Kommentar von earnest ,

Du bist offensichtlich ein Musterbeispiel für das von mir beschriebene Verhaltensmuster.

Wo habe ich denn deine Religion - den Islam - "in den Dreck gezogen"?

Lerne bitte das genaue Lesen.

Und unterlasse bitte in Zukunft deine haltlosen Unterstellungen.

Kommentar von KaeteK ,

Warum lässt du dich provozieren? Genau das wird mit solchen Beiträgen bezweckt. Wenn du Christ bist, dann bete für diese Menschen, dass sie auch sie errettet werden. lg

Kommentar von Meatwad ,

Wenn du Christ bist, dann bete für diese Menschen, dass sie auch sie errettet werden.

Genau! Verschwendet eure Zeit, und nicht unsere.

Kommentar von Aktzeptieren ,

Ich meine damit, wenn du auf fragen die mit Religionen zu tun haben antwortest, dann bitte ohne die Religion als Märchen zu nennen oder irgendwas so, das sehen viele als Beleidigung. Du achtest darauf :) aber derbuddha ist einfach immer gemein, da bekommt man gleich Hass auf ihn und antwortet auf andere genau gleich! Und wie schon gesagt ich zwinge dich zu nichts, aber ich bitte dich Religionen zu akzeptieren, dass machst du eigentlich auch.

Kommentar von earnest ,

Na, das klingt doch schon ganz anders. 

Vielen Dank für diese Klarstellung.

Ich möchte aber noch richtigstellen, dass ich nach meiner Erinnerung Religionen nicht als "Märchen" zu bezeichnen pflege.

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo earnest, einverstanden!

Unter Kritik verstehe ich zunächst einmal von der Wortbedeutung her (krinein) die sachliche Auseinandersetzung mit unterschiedenen Meinungen, also durchaus positiv zu sehen.

Auch, wenn es ein noch sachlicher Angriff ist - damit kann man sich ebenso sachlich auseinandersetzen.

Bleibt noch eine "Kritikfom", die ich aber nicht als Kritkik sehe, bei der die Meinung eines anderen bewusst lächerlich gemacht wird, bei der jemand von der Person her angegriffen wird, die bewusst beleidigend sein soll: Und auch damit könnte ich leben.

Kommentar von earnest ,

Es freut mich, dass wir - trotz unterschiedlicher Ausgangspositionen - hier einer Meinung sind.

Den bewusst beleidigenden Stil halte ich für verzichtbar.

Kommentar von earnest ,

-edit: Sie begeben sich in eine Opferrrolle

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo earnest, wer ist mit der Opferrolle gemeint?

Kommentar von earnest ,

Das war, durch "edit" gekennzeichnet, die Korrektur eines Fehlers in meiner  Antwort.

Das "in" fehlte.

Antwort
von MaraMiez, 29

Es kommt drauf an, wie kritisiert wird.

Wenn jemand sagt "So einen Blödsinn glaubst du? Hallo, wir leben nicht mehr im Mittelalter." und dergleichen, alles was die Glaubensrichtung als Unsinn bezeichnet und damit den Glaubenden als dumm und unaufgeklärt, nur weil er glaubt...ja das ist durchaus beleidigend. Das würde jeder als beleidigend empfinden, der mit seinen eigenen Entscheidungen glücklich ist, auch wenn es nur um die Haarfarbe geht. Denn was geht es den Anderen überhaupt an und woher nimmt der sich das Recht, es einem schlecht zu reden? Woher nimmt der sich das Recht, zu glauben, er wisse, was wahr ist und was nicht? (Ich mag auch religiöse Menschen nicht, die die Wahrheit für sich beanspruchen, das mal ganz nebenbei.)

Wenn ein Atheist (oder auch ein Andersgläubiger) aber Interesse zeigt "Wieso glaubst du?" und erklärt, wieso er es nicht/anders tut, ohne belehren zu wollen und beide akzeptieren, dass das Gegenüber eben einfach anders denkt, auch wenn man das vielleicht nicht nachvollziehen kann, dann fühlt sich niemand beleidigt.

Leider ist die Kritik eben meistens so, wie das erste Beispiel. In Glaubensfragen kann man aber nicht mit rationaler Logik auf sowas reagieren, es geht schließlich nicht um ein Thema wie Mathematik, sondern um etwas sehr emotionales. Es ist direkte Kritik am Charakter des Anderen und sowas tut weh. Da bleibt einem eben nur die "beleidigte Leberwurst", auch wenn das kindisch ist.

Antwort
von nowka20, 13

kritik wird als ein angriff auf die seele gewertet, und da sind die meisten menschen sehr, sehr empfindlich

Kommentar von earnest ,

Ist das so?

Das kannst du so nicht verallgemeinern.

Ich zum Beispiel empfinde sachliche Kritik nicht als Angriff auf meine Seele.

Kommentar von nowka20 ,

doch, es ist so. horche mal in dich hinein!

aber es soll auch menschen geben, die mit dem seelenangriff mehr oder weniger spielend fertig werden.

übrigens: was als sachlich angesehen wird, entscheidet deine seele, nicht aber du!

-----------------------------------------------------------------------------------

ich glaubte aus der frage des users zu entnehmen, daß es um kritik an einer religion geht

Antwort
von Nube4618, 38

Deine Feststellung lässt sich weit über die Religionen hinaus ausdehnen: Überall wo Glaube wichtiger ist als Fakten trifft das zu, also bei allen Sekten,  Esoterikern, Hellsehern, Veganern, und nicht zu vergessen die vielen politischen Systeme, wo aber in vielen Fällen die Religion als Mittel zum Zweck vorgeschoben wird. 

Dies ist auch nichts neues, ich erinnere an die Inquisition oder an die Kreuzzüge. All diesen Fällen ist gemeinsam, dass eben Glaube wichtiger ist als Fakten, und oft ist bei neuen Mitgliedern eine Art Gehirnwäsche nötig, um dieses blinde Schafverhalten erst zu ermöglichen. 

Ein weiteres Werkzeug ist die Angst, welche Schafe folgsam macht: Angst ausgeschlossen und geächtet zu werden, Angst nach dem Tod in die Hölle zu kommen oder ähnliches...

Kommentar von danhof ,

Antworten wie diese machen die Kommunikation nicht eben einfacher.

Du setzt voraus, dass Glauben eine Art Krankheit ist, die man heilen muss und projizierst wild und durcheinander Dinge in den Glauben, die einfach nicht stimmen. "Gehirnwäsche" "Schafverhalten" "Angst" "Hölle" "Kreuzzüge".

Was haben denn die Kreuzzüge mit einem Christen zu tun, der seine Bibel liebt und versucht, Jesus ähnlicher zu werden? Der am Sonntag in die Kirche geht, für Flutopfer spendet und ansonsten sein Leben wie jeder andere lebt?

Vorsätzliche Provokation kann ich dir nicht vorwerfen, zumindest aber fahrlässige...

Kommentar von Nube4618 ,

Kann deinen Einwand gut verstehen. Möchte noch zu bedenken geben, dass ich auf die Frage "Warum nehmen religiöse Menschen Kritik als Beleidigung wahr?" geantwortet habe. Meine Antwort bezieht sich auf jene, die Kritik als Beleidigung wahrnehmen, da dürfte meine Aussage so unpassend nicht sein. 

Du selbst zeigst es ja, meine Kritik scheint dich nicht beleidigt zu haben, aber du übst Kritik an meiner Kritik, das ist doch ok. Also ist es nicht zutreffend, dass ALLE religiösen Menschen keine Kritik vertragen.

Genauso wie praktizierende Gläubige anderen Menschen in Not helfen, machen das auch "Ungläubige". Es wäre ja auch nicht angebracht, mich jetzt als schlechteren Mensch abzutun, nur weil ich keiner Religion angehöre. 

PS: Provokation find ich übrigens nicht per se schlecht :-) 

Kommentar von earnest ,

DH.

Antwort
von theantagonist18, 30

Wie oft kritisieren denn religiöse Menschen ihren Glauben denn selbst? Natürlich gar nicht. Denn Kritik ist für die meisten Menschen kein Teil von Religion. Religion ist Glauben und nicht Wissen. Dementsprechend schwer fällt es vielen sinnvolle Argumente vorzubringen. Diskussionen werden vermieden. Kritik ist demnach natürlich eine Beleidigung für sie, weil jedes Hinterfragen ihrer religiösen Gesetzte und Denkweisen sie vor die Aufgabe stellt selbst darüber nachzudenken und sich kritisch damit auseinanderzusetzen, was ja eben nicht geht.

Kommentar von danhof ,

Religion ist Glauben und nicht Wissen

http://www.duden.de/rechtschreibung/Glaube

Dementsprechend schwer fällt es vielen sinnvolle Argumente vorzubringen

Was sollte das sein? "Ja, OK, mein Glaube ist Schwachsinn. Du hast Recht", oder wie?

Diskussionen werden vermieden

Wäre mir neu. Ich kann stundenlang über meinen Glauben diskutieren. Ich kann auch stundenlang mit anderen Gläubigen Bibelstellen auseinandernehmen und über ihre Aussage fachsimpeln.

Oft ist es jedoch so, dass man als gläubiger Mensch, wenn der Gegenseite keine Argumente mehr einfallen, einfach diffamiert wird, irgendwelche lustigen Atheistenzitate oder Wiki-Artikel an den Kopf geknallt werden oder man sogar blockiert wird, weil man angeblich ein kindliches Gemüt hat und nicht intelligent genug ist.

Und DANN kann es in der Tat vorkommen, dass man die Lust an der Auseinandersetzung verliert.

Beispiel 1

Es wird behauptet, dass der Zweite Weltkrieg ein religiöser war, weil ja Hitler Christ war.

So, dann sage ich, Hitler war kein Christ, weil er Millionen Menschen tötete und das Christentum ausmerzen wollte. Freilich kamen aus seinem Mund auch andere Töne: "Indem ich mich des Juden erwehre, erfülle ich Gottes Auftrag". Das ist natürlich Unsinn, zumal Jesus Jude war und ist.

Das wird jedoch zurückgewiesen. Christ ist Christ. Punkt aus. Es gibt nicht den "wahren Christen". Man wird auf Wikipedia und die Story "Kein wahrer Schotte" verwiesen.

Im gleichen Atemzug wird behauptet, dass die meisten Menschen in Deutschland Atheisten seien.

Darauf sage ich, dass die Mehrheit in der Landeskirche ist.

Darauf höre ich, dass die ja nur auf dem Papier Christen sind.

Ja spinne ich? Was gilt denn nun? Es ist immer grundsätzlich das wahr, was der Atheist behauptet? Was ist nun mit den Haferbreischotten?

Beispiel 2

Es wird gesagt, dass die Bibel ein Märchenbuch ist. Jesus hat es nie gegeben, alles Schwachfug. Wer das nicht erkennt, ist doof.

Im gleichen Atemzug wird konstatiert, wie böse der Gott des Alten Testmentes ist. Guckst Du, welche Völker er abgeschlachtet und Kinder getötet und Menschen versklavt hat.

Ja was denn nun? Märchenbuch oder Wahrheit?

Kommentar von DarkSepia ,

Es ist grundlegend für Märchen, Aussagen über Geschehnisse zu machen, die nicht passierten. Eine moralische Bewertung der Figuren ist dabei auch möglich. Also auch "Der Gott des alten Testaments ist böse."

Folglich widersprechen sich Atheisten nicht, wenn sie sagen, dass die Bibel ein Märchenbuch und der biblische Gott böse sei, Völker getötet und Menschen versklavt habe.

Antwort
von uzaktan, 12

Der Mensch hat wohl erst in der Industriegesellschaft massenhaft gelernt, dass Kritik in verschiedenen Formen, (Qualitätsprüfung, Fertigungskontrolle usw.), keine Majestätsbeleidigung, sondern Notwendigkeiten sind. Auf den Typ "religiöser Mensch" ist diese Veränderung des Denkens und Empfindens wesentlich langsamer über gegangen, als auf den Durchschnitt. Ja schlimmer noch: manche Ethnien neigen dazu, die Deutung als Majestätsbeleidigung nicht aufzugeben; Lektorat und Korrektorat kommen dann nicht in Betracht.

Kommentar von danhof ,

Qualitätsprüfung, Fertigungskontrolle

Du sprichst hier in der Tat von TECHNISCHEN Dingen. Glaubensüberzeugungen und Weltbilder sind etwas viel persönlicheres. KONSTRUKTIVE Kritik kann es da im Prinzip gar nicht geben, weil es immer bedeutet, dass mein eigenes Weltbild angeblich falsch sein soll.

Das gilt für Atheisten gleichermaßen wie für Gläubige.

Kommentar von uzaktan ,

@ danhof: der Mensch wird in der Industriegesellschaft, und durch diese, auf eigenartige Weise "trainiert". Und auch die besagten technischen Dinge werden rundherum von Menschen begleitet. (Beispiele: geniale Erfindung, Plagiat, Meister-Leistung, Stümperei, Experiment, Fehlkonstruktion, und viele andere).

Kommentar von uzaktan ,

@ danhof: meine Beispiele könnten anstatt zu technischen, so ähnlich auch zu medizinischen oder finanzwirtschaftlichen Dingen passen, oder zu etlichen anderen, wenn die Aktivitäten innerhalb der Industriegesellschaft erfolgen.

Antwort
von Whitekliffs, 38

Gegenfrage:

Warum muss man religiöse Menschen kritisieren? Bedeutet das denn nicht, dass du ihre, also eine andere Meinung als die deinige, nicht akzeptierst?

Kommentar von 969669 ,

Konstruktive Kitik ist IMMER hilfreich, komplett egal um was es geht. Vorausgesetzt jedoch, dass die Kritik angenommen werden kann.

Kommentar von Whitekliffs ,

Wat precies is konstruktive Kritik?

Und was bedeutet, dass man Kritik annehmen kann?

Kommentar von Whitekliffs ,

Ups, da bin ich in eine andere Sprache gerutscht. Ich meinte natürlich: was genau ist konstruktive Kritik?

Kommentar von danhof ,

Nur was soll "konstruktive Kritik" sein, wenn es um das gesamte Weltbild eines Menschen geht, das sich von niemandem beweisen oder widerlegen lässt?

Kritik üben kann ich in einer Projektgruppe. Wenn wir gemeinsam an einer Lösung für ein technisches Problem arbeiten. Dann kann ich sagen: "Lösung XY ist vermutlich nicht optimal. Wie wäre es, wir machten das so..."

Aber in Glaubensfragen ergibt das wenig Sinn.

Umgekehrt reagieren Atheisten auch nicht gerade freundlich, wenn man die Evolutionstheorie, welche sie, warum auch immer, für sich reklamieren, auch nur in kleinsten Teilen zur Diskussion stellt.

Kommentar von Whitekliffs ,

Hallo danhof

ja, ich frage mich eben auch, was hier 'konstruktive Kritik' ist.

Und die andere Frage ist ja: "stimmt es, dass Kritik immer angenommen werden muss?" 

Kommentar von earnest ,

Deine Gegenfrage zeigt das zentrale Missverständnis, dem du unterliegst, Whitekliffs: Du verwechselst Kritik an einer Religion mit der Kritik an "religiösen Menschen".

Dieser Fehler ist aber charakteristisch und deutet schon auf eine mögliche Erklärung hin: Dünnhäutige Gläubige interpretieren gern auch die leiseste Kritik an ihrer Religion als persönliche Kritik.

Ich denke, das lässt sich auch aus deinem Beitrag gut herauslesen.

Kommentar von danhof ,

Naja, das kommt doch aber aufs gleiche raus!

"Ich kritisiere ja nicht dich als Mensch, aber man ist deine Alte hässlich!"

Wenn ich Teile der Evolutionstheorie anzweifle, zünden mich die Atheisten sofort an oder besser gesagt, sie gehen selbst in die Luft. Ich kritisiere sie ja nicht persönlich. Nur das, woran sie glauben :-)

Das gilt eben immer, wenn es um Weltbilder geht, um große Dinge. Nicht das Menü, was ich heute in der Kantine ausgesucht habe. Nicht die Farbe meines Autos. Sondern die Grundfesten meiner Überzeugung.

Antwort
von catchan, 25

Es kommt drauf an welche Kritik gemeint ist.

Man kann beispielsweise die Politik des Vatikans kritisieren oder jemanden fragen wie man bitte schön in dem modernen Zeitalter noch an Gott glauben kann.

Ersteres höre ich öfters von Katholiken und letzteres von Atheisten. Dabei ist letzteres ein persönlicher Angriff.

In Deutschland gilt immer noch die Religionsfreiheit. Das heißt auch, dass man begreifen muss, dass man den Anderen nicht diktieren kann was er zu glauben hat, auch nicht dann, wenn man ein Atheist ist.

Vor allem kommt dann ein schönes Schwarz-Weiß-Denken dazu. Der Christ glaubt immer an die Schöpfungsgeschichte, wie sie in der Bibel steht und zwar wortwörtlich. Jeder Muslim will eigentlich jeden Ungläubigen töten und behandelt Frauen wie Dreck. Das Dumme ist nur, dass nicht alle so sind!

Bei der Frage ob es Gott gibt sollte inzwischen jeden klar sein, dass das keine mathmatische Formel ist. Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt Meinungen und Ansichten und man muss die Meinung des anderen akzeptieren.

Ich erlebe es sehr selten, dass nach meinen persönlichen Glaubensansichten gefragt wird, sondern in der Regel wird mir ein Glaubenskorsett übergestülpt, wenn ich meine Religionszugehörigkeit nenne. Manchmal ist es schon interessant, an was ich so alles glaube. Das wusste ich selber nicht einmal.

Jedem muss sich klar sein, dass irrational, krank und dumm Beleidigungen sind und nichts anderes. So was hat in einer "Kritik" nichts zu suchen.

Ich schmeiße Atheisten auf jeden Fall nicht in einen Topf, weswegen es mir schwer fällt die letzte Frage zu beantworten. Atheisten sind lediglich Menschen, die nicht an Gott glauben. Ob sie mir aber damit auf den Kex gehen oder nicht, das bleibt jedem Atheisten selbst überlassen.

In diesem Sinne: Leben und leben lassen und daran denken: Heute ist Weltfriedenstag

Respektiere deinen Gegenüber, auch wenn dieser eine andere Auffassung hat wie er/sie sein Leben leben will. Es ist sein/ihr Leben.

Antwort
von Schnoofy, 34

Ich glaube, das ist einfacher als man denkt.

Religion ist eine Frage des Glaubens.

Übst Du Kritik an der Religion eines Menschen stellst Du etwas sehr Persönliches in frage - nämlich die Gedanken und Überzeugung eines Menschen.

Du unterstellst ihm, dass er falsch denkt und das ist für viele Grund genug beleidigt zu sein.

Antwort
von suesstweet, 32

Auch unreligiöse Menschen sind empfindlich. :)

Kommentar von LuzifersBae2 ,

Hab etwas anderes nie behauptet. Menschliche Psyche halt. Aber bisher ist mir das nur mit religiösen Menschen passiert.

Kommentar von suesstweet ,

Vielleicht liegt das ja daran, dass du Vorurteile gegen religiöse Menschen hegst. 

Kommentar von LuzifersBae2 ,

Nö, eben nicht. Denn sonst würde ich ALLE religiöse Menschen ansprechen, aber ich spreche nur die an, die sich so benehmen, wie ich es beschrieben habe.

Im Gegenteil; Ich will solche Menschen verstehen können und wissen was in deren Köpfchen vorgeht.

Kommentar von suesstweet ,

Mach das was dein schönes Herz begehrt. :)

Antwort
von MoBruinne, 31

Ich kann natürlich nicht für jeden Christen sprechen. Persönlich hab ich überhaupt kein Problem mit Kritik, wenn sie sachlich angebracht wird.

Wenn also jemand sagt: ich hab ein Problem mit dem Schöpfungsbericht, ich verstehe nicht, wie Gott das-oder-das meint oder oder oder... dann ist das völlig in Ordnung und bleibt einfach so stehen. Wenn jemand sagt: ich glaube, dass es keinen Gott gibt oder Gott interessiert mich nicht - gar kein Problem!

ABER -

sehr viele Atheisten fangen gleich an mit: Wer an Gott glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann, ist naiv, dumm, ungebildet, hat keine Ahnung von Wissenschaft..... Und SOLCHE Äußerungen akzeptiere ich nicht.

Über eine sachliche Diskussion mit einem Atheisten z.B. über das Thema Schöpfung / Entstehung würde ich mich riesig freuen! Leider bin ich noch niemandem begegnet, der das auch so sieht und mit einem Christen mal sachlich, nüchtern diskutieren würde. An mir soll´s aber nicht scheitern - vielleicht begegnet mir irgendwann mal ein Atheist, der das auch möchte.

Also:

Kritik - ja, gerne und immer und über alles. Aber bitte sachlich! :-)

Kommentar von MoBruinne ,

folgendes wurde mir grad unter eine andere Antwort gesetzt:

Fazit: Religionen sind allgemein schwachsinn der von Idioten erfunden
wurde um andere Menschen zu steuern die zu bequem sind etwas zu
hinterfragen.

vielleicht macht DAS deutlich, weshalb "Kritik" eben oft nicht einfach so hingenommen wird :-)

Kommentar von Enzylexikon ,

Und SOLCHE Äußerungen akzeptiere ich nicht.[...]Kritik - ja, gerne und immer und über alles. Aber bitte sachlich!

Das sehe ich ähnlich.

Ich glaube zwar nicht an einen personifizierten Gott, sehe aber keinen Grund, diese Ansicht als alleinige Wahrheit darzustellen.

Für mich ist das lediglich meine Überzeugung. Wenn jemand anderes an einen allmächtigen Schöpfer glaubt, respektiere ich das.

Letztlich unterhalte ich mich ja nicht mit einem Gott und seinen Lehren, sondern mit einem Menschen.

Ich sehe das so:

Wenn man sich in religiösen Fragen absolut uneins ist, aber sonst gut miteinander auskommt, spricht man eben über andere Dinge, bei denen mehr Gemeinsamkeiten bestehen, anstatt eine Diskussion vom Zaun zu brechen.

Kommentar von MoBruinne ,

ganz genau!!

Frei nach:

gehen ein Christ, ein Jude, ein Moslem und ein Atheist in eine Kneipe... und haben jede Menge Spaß! :-)

Kommentar von Meatwad ,


Wenn also jemand sagt: ich hab ein Problem mit dem Schöpfungsbericht, ich verstehe nicht, wie Gott das-oder-das meint oder oder oder... dann ist das völlig in Ordnung und bleibt einfach so stehen. [...]
Wer an Gott glaubt, [...] hat keine Ahnung von Wissenschaft..... Und SOLCHE Äußerungen
akzeptiere ich nicht.

Also wenn ich den Schöpfungsbericht nicht verstehe und ihn mir von Gläubigen erklären lassen will, quasi die Position des Schülers einnehme, dann ist alles in Ordnung? Wenn ich jedoch auf die Tatsache hinweise, daß die Erkenntnisse der Wissenschaft den Schöpfungsbericht eindeutig widerlegen, was ja im Prinzip bedeutet, daß der, der an ihn glaubt, von Wissenschaft entweder nichts versteht, oder wissenschaftliche Erkenntnisse rigoros ablehnt, sobald sie der eigenen Ideologie widersprechen, dann ist das inakzeptabel?

Also wie gehabt: "Du darfst mich immer gerne kritisieren, aber bitte ohne Kritik! Denn sonst könnte ja der Eindruck entstehen, daß ICH falsch liege."

Kommentar von MoBruinne ,

Nein - es geht nicht darum, wer recht hat oder wie es wirklich war (was übrigens keiner zu 100% weiß). Es geht um verschiedene Kategorien. Das eine ist Wissenschaft. Das andere Glaube. Wenn wir über den Schöpfungsbericht der Bibel sprechen, dann auf Glaubensebene. Wenn wir über Evolution / Entstehung sprechen, dann wissenschaftlich. Vermischen sollte man die beiden Dinge nicht. Und leider passiert das viel zu oft. Und dann treibt das solche Blüten wie: "Es waren 7 Tage - das ist wissenschaftlich zu halten" und "Der Schöpfungsbericht ist wissenschaftlich widerlegt". Beides Humbug. Es sind verschiedene Kategorien.

Antwort
von TimeosciIlator, 18

Auch ein Atheist muss/sollte/darf eine eigene Weltanschauung besitzen. Und das sollte auch jeder respektieren. Genauso wie die Weltanschauung, einen Glauben zu Gott zu haben, wiederum auch von Atheisten (hoffentlich) respektiert wird. Wird Kritik verletzend empfunden, egal von welcher Seite sie ertönt, ist das einfach nicht richtig.

Ich kenne auch eine Person, mit der ich mal über die Existenz der Bibel diskutierte. Nur weil ich den Gedanken äußerte, die Bibel könnte vielleicht von den Menschen erfunden sein, schoss mir ein lautes und vehementes: "Don't Cheat Yourself !" entgegen :-)

Es gibt tatsächlich Menschen, die dermaßen von ihrem Glauben
überzeugt sind, dass sie die Realität nicht mehr so recht einstufen
können. Ich meine damit, sie sollten den Fragen von Gottesungläubigen
nicht einfach ausweichen.

Wir alle sind am Ursprung interessiert und entwickeln von daher eine gewisse Religiösität (lat. religare = dem Ursprung entgegenblicken) Alle Fragen sind von daher wichtig und sollten auch ernst genommen werden.

Kommentar von earnest ,

"Wird Kritik verletzend empfunden (meine Betonung, earnest), ... ist das einfach nicht richtig."

Das empfinde ich als einen sehr problematischen Satz, denn: Oft ist ein mimosenhaftes Empfinden ausschließlich das Problem des Angesprochenen.

Auch ich erlebe es immer wieder, dass sachlich vorgetragene Kritik an Aspekten der Religion von Gläubigen - insbesondere von gläubigen Fundamentalisten - als Kritik an der Person oder der Persönlichkeit des Gläubigen umgebogen wird.

Noch einmal: Das ist in vielen Fällen ein reines Wahrnehmungsproblem.

Kommentar von TimeosciIlator ,

Eigentlich meinte ich das ebenso hab mich nur möglicherweise etwas unglücklich ausgedrückt :)

Antwort
von ThenextMeruem, 26

Nenn doch einfach mal eine "Kritik"
Dann kann man doch besser sagen, ob es wirklich nur Kritik ist.

Antwort
von Rationales, 38

Religiöse Menschen haben schon viele Jahre "investiert" an Schufterei für ihren Glauben. Z.B. endlose Gebetspflichten erfüllt, Fasterei gemacht, laufend Geld gespendet usw. Und das alles in der Illusion, das würde ihnen mal durch einen Paradiesplatz vergolten.

Und nun kommt einer und sagt: Das war alles für die Katz, Du bist ein Narr, Du wirst wie jedermann zu Staub zerkrümeln, was anderes kommt nach dem Tod nicht!

So eine Wahrheit ist für die meisten zu umwerfend. Darum bauen sie da richtig massive Aggressionen auf, die sich gegen den gebildeten Atheisten wenden. Man macht ihn mit Schlagworten wie "Intoleranz" nieder. Denn man will sich seinen Narrenkäfig nicht nehmen lassen. Es kann ja nicht sein, daß man so dumm war...

In früheren Jahrhunderten war solche Enthüllung der Wahrheit für die Gläubigenmafia so peinlich, daß man die Kritiker umgebracht hat. Und das tut man - wenn man kann - bis heute.

Kommentar von danhof ,

"So eine Wahrheit"

Ah ja. OK, des Atheisten Weltbild ist richtig, des Gläubigen ein Kartenhaus. Warum, muss man nicht verstehen :-)

"gegen den gebildeten Atheisten"

Umkehrschluss -> der ungebildete Gläubige.

"Und das tut man - wenn man kann - bis heute"

Genau. Gib mir doch bitte mal deine Adresse :-)

Oder war deine ganze Antwort als Satire gemeint?

Kommentar von Rationales ,

Ich hätte nicht gedacht, daß jemand wie danhof jemals Einsicht zeigt. Jawohl, die Gäubigen sitzen in einem Kartenhaus der Illusion. Jawohl, Bildung steht in dramatisch negativer Korrelation mit Gläubigkeit (doppelte Bildung = halbe Gläubigkeit).

Jawohl, bis heute werden aus Religionswahn jährlich zehntausende Menschen getötet. Vor wenigen Tagen war erst ein dramatischer Appell an die Welt, daß in Nordafrika der Islam Andersdenkende von Haus und Existenz vertreibt bzw. tötet.

Kommentar von danhof ,

Ich hätte nicht gedacht, daß jemand wie danhof jemals Einsicht zeigt.

Oh, ich bin einsichtig. Aber sicher nicht im atheistischen Sinne :-)

Bildung steht in dramatisch negativer Korrelation mit Gläubigkeit (doppelte Bildung = halbe Gläubigkeit)

Und deshalb ist es nachts auch kälter als draußen. Hier werden unvergleichbare Dinge miteinander in Beziehung gesetzt.

Jawohl, bis heute werden aus Religionswahn jährlich zehntausende Menschen getötet

Und es gibt jede Menge verfolgter Christen weltweit.

Wenn nun aber jemand loszieht und im Namen des Atheismus tötet, ist das dann dem Atheismus zuzuschreiben?

Kommentar von Rationales ,

Gewohnter Quatsch von danhof. Warum läßt er nicht einfach Leute in FRIEDEN, die seine Antworten in Ruhe lassen - so abstrus Danhofs Getexte auch sein mag. Auch sein Glaube beinhaltet eine Friedenspflicht, die er keineswegs befolgt.

Es gibt nur extrem wenige Beispiele, wo Atheisten Gläubige wegen ihrer Gläubigkeit töten. Andersrum gibt es Millionen Beispiele.

Kommentar von danhof ,

Alles klärchen. DA macht es dann also doch die Quantität.

Wenn ich aber sage, dass es Milliarden Christen gibt, heißt es "Die Anzahl der Anhänger sagt ja nichts über die Qualität oder Richtigkeit aus"

Gewohnter Quatsch von danhof. Warum läßt er nicht einfach Leute in
FRIEDEN, die seine Antworten in Ruhe lassen - so abstrus Danhofs Getexte auch sein mag.

Naja, ich sehe es halt als meine Pflicht an, den gröbsten Unfug geradezurücken, damit sich unbeleckte Leser kein falsches Bild vom Glauben und vom Christentum machen müssen.

Aber OK, das Friedensangebot nehme ich gerne an. Nichts mehr von dir kommentieren, wenn du nichts mehr von mir kommentierst (unter Vorbehalt, Widerruf jederzeit möglich)

Antwort
von Matzko, 2

Unabhängig von Religionen fassen manche Menschen tatsächlich eine gut gemeinte Kritik als Beleidigung auf. Von diesen Leuten gibt es auch hier bei gutefrage.net leider einige.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community