Wieso muss laut einigen Religionen alles einen Schöpfer haben, aber der Schöpfer selbst nicht?

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25 Antworten

Du hast es erfasst.

Die Aussage "der Schöpfer war schon immer da", soll alle Fragen in diese Richtung ausschließen bevor sie gestellt wurden.

Eine typische "Ich sag das, also ist es so"-Vorgehensweise. Aber wie soll man von Menschen die sich Märchengeschichten als wahr verkaufen lassen erwarten dass sie ihre Lügen gut durchdacht hätten.

Diese Aussagen zeugen nur davon wie unreif und kindisch Religionen eigentlich sind.

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Kommentar von Gegengift
04.11.2015, 20:22

Die Aussage "der Schöpfer war schon immer da" ....

.. ist halt die einzig nachvollziehbare. Weil die Atömchen nicht aus dem Nichts gepurzelt sind.

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Es gibt halt Dinge die kann ein Mensch nicht verstehen. Wenn mein allmächtiges Wesen erschafft kann man dies nutzen um alle die dämlichen Fragen die die Unterworfenen stellen damit zu beantworten. Das ist in einer Monarchie/Diktatur einfach von Vorteil. Die meisten grossen Religionen sind in Zeiten von Diktatur und Krieg entstanden. Dann konnte der Herrscher halt immer sagen "Das ist so weil Gott es will, weil es Gott war, weil Gott es so vorsieht". Daraufhin ist der einfache Bürger ruhig. Das ist einfachstes Psychologie ein mal eins.

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Wieso muss laut einigen Religionen alles einen Schöpfer haben

In

welcher Religion muss alles einen Schöpfer haben?

aber der Schöpfer selbst nicht?

Weil das Göttliche als höchstes Prinzip gilt, das keinen Anfang kennt und nicht erschaffen wurde.

Das ist doch widersprüchlich

Nein widersprüchlich wäre die Annahme es gäbe einen Anfang.

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Das ist ja gerade das Göttliche, das der Schöpfer unendlich ist. Es heißt ja meist in den Religionen nur, dass alles irdische einen Ursprung hat.

Und der Urknall benötigte auch eine hohe Menge an Energie, um zu passieren, was für gläubige Wissenschaftler kein Widerspruch mit ihrem Glauben bedeutet.

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Vielleicht hat ja Gott die Zeit erschaffen. In diesem Fall ists schwierig zu sagen, ob da etwas vor Gott war. Wir wissen ja nicht mal was "vor" wäre in der Zeitlosen Welt. Zeit ist glaube ich unfassbar für Menschen.

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Kommentar von Mirarmor
13.04.2017, 18:33

Du sagst da etwas sehr wichtiges.

Ja, die Zeit hat einen Anfang.

Diesen Anfang schreibst du Gott zu, aber man kann auch den Urknall als Auslöser der Existenz der Zeit plausibel annehmen. 

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Seit wann hat Religion etwas mit Logik zu tun ? Wäre das so, dann hieße sie Wissenschaft. Religion (lat. religare = dem Ursprung entgegenzublicken) ist vielmehr als Hilfe zu betrachten. Für diejenigen, die sich mit den ursächlichen Fragen auseinandersetzen wollen. Und das betrifft uns eigentlich ausnahmslos alle ! Selbst Atheisten und Nihilisten - auch wenn die das jetzt wieder sofort in Frage stellen^^...Es ist eben die Natur des Nihilisten einfach an gar nichts glauben zu wollen. Müßig darüber Überlegungen anzustellen oder dieser Nichtglaube letzten Endes nicht auch ein Glaube ist - nämlich der Glaube an Nichts... :))

Aber ich schweife ab.

Letztendlich geht es in der Religion nicht zuletzt auch darum nicht mit den Problemen und unerklärlichen Phänomenen allein dastehen zu müssen. Zu erkennen, dass auch die anderen Individuen sich alles ebenso nicht erklären können. Also hat man verschiedenste Konzepte entworfen, die für viele eine Hilfe sind. Und ja, die Frage nach dem Schöpfersschöpfer und Schöpfersschöpfersschöpfer usw. stellt sich natürlich. Nun einfach zu sagen, dass der erste unendlich ist, ist natürlich keine befriedigende Lösung.

Ebenso ähnlich geht es ja auch in der Wissenschaft zu: Man redet von einer eventuellen Unendlichkeit. Das Sein, was immer da war, ist natürlich niemals aus dem, was wir unter Nichts verstehen, entstanden. Ein Mensch, der alles in Frage stellt, wird aufgrund des Ursache und Wirkung-Prinzips irgendwo immer stranden müssen...

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widersprüchlich ist das nur, wenn du dem schöpfer einen menschheitsstatus zubilligst.

gott kann man aberf nicht einmal denken, sondern nur erahnen; so hoch steht er über dir!

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Da kann man ja auch einfach sagen: "Der Urknall war einfach da.".

Genau das macht man :-)

Es gibt keinerlei Beweise für den Urknall, hier handelt es sich um eine Annahme, auf der sich alles andere mehr oder weniger "passend" aufbauen lässt.

Ähnliches gilt für die Schöpfungsgeschichten der verschiedenen Religionen. Sie lassen sich weder Beweisen noch Wiederlegen (und schließen den Urknall nicht aus).

Es spielt keine Rolle, was einem glaubwürdiger erscheint. Beides wirft neue Fragen auf (woher, warum, weshalb), und ob sich darauf jemals Antworten finden lassen ...

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Kommentar von Yudara
03.11.2015, 09:32

Anders als für Gott, gibt es sehrwohl Beweise für den Urknall. Man hat festgestellt, dass das Universum sich ausdehnt. Man hat auch die Geschwindigkeit gemessen wie schnell dies passiert. Dadurch konnte man recht genau das Alter des Universums ausrechnen. Nur der Zeitraum direkt nach dem Urknall (viel weniger als 1 sec, ich kenne die genaue Zahl nicht aus dem Kopf) wurde noch nicht erforscht.

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Kommentar von Mirarmor
13.04.2017, 18:39

Entschuldigung, ist nicht mehr ganz up to date. Man kann wissenschaftlichen den gesamten Urknall plausibel darlegen, bis hin zu einem kurzen Zeitraum vor seinem Anfang. Also weiß man etwas, unter welchen Voraussetzungen er passieren konnte.

Auch wenn ich nicht so gebildet bin, dass ich diese Voraussetzungen genau erklären könnte.

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Diese unlogische Frage stellt sich nur den Menschen, die nicht in der Lage sind, geistiges und materielles in Bezug auf die jeweiligen Eigenschaften zu verstehen.

Die Vorstellung, Gott wäre "irgendwie" genauso materiell und damit an Zeit (und den damit einhergehenden Verfall) gebunden wie ein Mensch ist bei genauerer Betrachtung einfach nur naiv. Höflich ausgedrückt... ;)

Und was wäre eigentlich, wenn unser Schöpfer seinerseits ebenfalls einen Schöpfer hätte? Würde das irgendeinen Einfluß auf seine Funktion uns gegenüber haben?

Gott steht nunmal naturgemäß weit außerhalb unserer beschränkten Intelligenz und Vorstellungskraft.

Und das beweisen Fragen wie die nach dem "Schöpfer des Schöpfers" nur allzugut...

Ich finde diese Frage interessanter:

Wieso darf denn der Schöpfer eigentlich keinen Schöpfer haben?

warehouse14

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Kommentar von earnest
03.11.2015, 12:32

Ich vermute, nur Menschen, die fest von der Existenz eines Schöpfergottes ausgehen, sind so intolerant, eine Frage nach der Erschaffung des Schöpfergottes als "unlogisch" abzutun.

Den Anfang Deines Beitrags finde ich umso erstaunlicher, weil du ja im Schlußteil diese Frage ausdrücklich für legitim erklärst.

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Kommentar von Mark1616
03.11.2015, 15:59

...unlogische Frage...

Die Vorstellung, Gott wäre "irgendwie" genauso materiell und damit an Zeit (und den damit einhergehenden Verfall) gebunden wie ein Mensch ist bei genauerer Betrachtung einfach nur naiv. Höflich ausgedrückt... ;)

Es ist viel eher naiv und / oder unlogisch zu denken, dass ein unglaublich mächtiges Wesen, welches in 7 Tagen das gesamte Universum erschaffen konnte, sich um einen einzigen und winzigen Planeten (der 1 Trilliarden (21 Nullen) Planeten alleine in unserer beobachtbaren Umgebung), um seine noch viel kleineren Bewohner und deren total unwichtigen "Sünden" kümmert. Wir Menschen kümmern uns ja schließlich auch nicht um die Tagesabläufe x-beliebiger Bakterien, überprüfen ob sie ihren Frauen treu sind oder kümmern uns darum, dass sie ihre Eltern "ehren".

Deine Behauptungen sind nett, allerdings frage ich mich jedes mal wenn ich so etwas höre, wo denn die ganzen übernatürlichen Dinge verblieben sind. Heute, wo fast jeder Mensch auf dieser Welt die Möglichkeit besitzt hochwertige Videoaufnahmen anzufertigen, haben wir immer noch keinerlei Beweise für Zauberei, Wunder oder irgendeine Gottheit. Nebenbei, die UFO und Aliensichtungen haben ebenfalls massiv abgenommen, wieso nur? ;> Wieso sollte es denn dann vor 2000 Jahre solche Dinge gegeben haben? Etwa weil ein Märchenbuch das behauptet?

Woher nimmst du also deine Sicherheit an einen Gott zu glauben? Etwa durch die Bibel, die voller Fehler und Widersprüche steckt? Durch den Koran, der bewiesenen wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht? Oder vielleicht durch eine der tausenden anderen, angeblich göttlichen Schriften, die sich überall auf der Welt herausgebildet haben? Wieso schafft es ein allmächtiger Gott eigentlich nicht überall auf der Welt als derselbe einzelne Gott mit derselben Ideologie zu erscheinen?

Und was wäre eigentlich, wenn unser Schöpfer seinerseits ebenfalls einen Schöpfer hätte? Würde das irgendeinen Einfluß auf seine Funktion uns gegenüber haben?

Nun ja, er wäre dadurch nicht allmächtig, wie es in den abrahamitischen Religionen behauptet wird. Er wäre dadurch sogar ein äußerst kleines Licht, weit von jeglicher Allmacht entfernt, denn schließlich gibt es für seinen Schöpfer wieder einen Schöpfer usw..

Fakt ist, die Frage nach dem "woher" wird vor allem von religiösen Fundamentalisten verwendet um die wissenschaftlichen Erklärungen zur Entstehung unseres Universums zu entkräften. Fakt ist aber auch, wenn nicht erklärt wird "woher" Gott kommt, dann muss seine Existenz genauso kritisch hinterfragt werden. Letzteres wird von diesen Menschen aber leider allzuoft ignoriert.

Kannst Dir 'ne Antwort auf diese Frage sparen. Ich weiß schon, daß ich nicht auf Deinem Niveau bin

Du solltest dich erst einmal hüten solche Dinge zu behaupten. earnest ist einer der tolerantesten, kompetentesten und intelligentesten Menschen auf dieser Plattform. Du dagegen zeigst durch jeden deiner Beiträge den Mangel dieser Eigenschaften. Deine Ignoranz dürfte seinesgleichen suchen.

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weil sonst das gedankengerüst nicht funktioniert ---- komplexer denken kann man bisher noch nicht der masse der menschheit zumuten um darauf eine religion zu bauen

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Keine Regel ohne Ausnahmen ^^

'Da kann man ja auch einfach sagen: "Der Urknall war einfach da."'

Klar kann man das sagen. Man kann sogar dran glauben.

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Das habe ich auch schon oft gedacht - Wenn es einen Gott gibt wie entstand er und beim Urknall wo ist der Ursprung der Materie die zum Knall führte

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Kommentar von Mirarmor
13.04.2017, 18:40

Ich denke nicht, dass Materie eine Voraussetzung für den Urknall war. Soviel ich darüber weiß, entstand die Materie mit dem Urknall.

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Sorry aber deine Frage ist irrsinig. Wenn du an einen "Schöpfer" glaubst, kannst nicht an einen Urknall glauben. Und umgekehrt ist es auch nicht logisch...also entscheide dich. Wenn du an einen "Urknall" glaubst, dann kannst du es erfragen ob "er" alleine ist. Aber wenn du an Gott glaubst, kannst es nicht in frage stellen....schönen guten morgen noch.

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Kommentar von earnest
03.11.2015, 06:15

Du bist ja heute Morgen flott unterwegs - eine sinnvolle Frage, die dir nicht schmeckt, "irrsinnig" zu nennen.

Rückfrage: Wie sinnig ist es, Glauben mit Logik zu verknüpfen, so wie du das hier tust?

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Kommentar von Yudara
03.11.2015, 06:17

Ich bin Atheistin. Ich glaube an keinen Gott. Jedoch mag ich solche "Gedankenexperimente" mit "Was wäre wenn...." und ich interessiere mich auch ein wenig für Religion ^^

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Kommentar von AdanaBalci
03.11.2015, 06:30

Eine Sinnvolle Frage? Das ist nur ein Gedankenspiellerei, sonst nichts. Und woher willst du wissen was mir schmeckt oder nicht? Oder spielst du an irgendwas an?...jeder kann glauben an was er/sie will. Es ist irrsinnig weil, wenn man an den "Urknall" glaubt, glaubt man das der Mensch vom Affen stammt. Wenn man an einen "Schöpfer" glaubt, glaubt man das der Mensch vom Staub geschaffen wurde...deshalb ist es "irrsinnig"....also ist für mich diese Post erledigt.  

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Kommentar von Kiro1988
03.11.2015, 06:35

es gibt kreationisten , die glauben daran dass gott den urknall ausgelöst hat...

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Der einzige Schoepfer (Gott) erzeugt nicht und wurde nicht erzeugt. Er besteht aus Sich selbst.

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Um Missverständnisse zu vermeiden, vielleicht hast du lediglich etwas falsch interpretiert. 

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weil "Schöpfer" so definiert ist

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Wieso muss laut einigen Religionen alles einen Schöpfer haben, aber der Schöpfer selbst nicht?

Selbst wenn ich kein Mormone wäre (ich wurde im Alter von 30 Jahren Mormone, aber mein Glaube änderte sich dadurch nicht wesentlich), würde ich daran glauben, dass es eine Folge von immer weiteren Generationen auch in der Ewigkeit gibt. Von daher sehe ich es als keineswegs feststehend, dass der Schöpfer dieses Universums der erste Schöpfer insgesamt war, sondern dass es in früheren, himmlischen Generationen ebenfalls Wesen gab, welche Schöpfungen ähnlich dieser erschaffen haben und dass es auch in kommenden himmlischen Generationen Wesen gibt, die ebenfalls wieder Schöpfungen ähnlich dieser erschaffen werden.

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Folgendes schreibe ich als Reaktion auf die Antwort von AdanaBalci:

Was den Urknall angeht, sehe ich keineswegs einen Widerspruch zur Existenz eines Schöpfers - im Gegenteil. Nach den Gesetzen der Physik hat eigentlich alles eine Ursache. Was für eine Ursache hat denn der Urknall? Mit dem Urknall begann erst das, was wir als Raum und Zeit kennen, also kann es im Rahmen der uns bekannten Raumzeit für den Urknall keine Ursache geben. Ich betone hier absichtlich "im Rahmen der uns bekannten Raumzeit", denn ein Schöpfer der nicht an die uns bekannte Raumzeit als seine Existenzgrundlage gebunden ist, also ein transzendentes Wesen, kann durchaus der Urheber unseres Universums sein. Auf sinnbildliche Art wird dies recht interessant in der Folge "Reise in ein Paralleluniversum" in der Serie SciFi Science oder Science vs. Fiction mit Michiu Kaku dargestellt, nur dass wir dann die Schöpfer eines neuen Universums wären.

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Kommentar von Mirarmor
13.04.2017, 18:41

Hallo. Aber wenn alles eine Ursache haben muss, dann löst deine Idee von den geschaffenen Schöpfern den Widerspruch nicht auf. Irgendwo müsste die Kette ja begonnen haben.

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Weil der Schöpfer im Falle eines Schöpfer-Schöpfers nicht allmächtig, sondern vom Schöpfer-Schöpfer abhängig wäre. Das ist eben Glaube. Glaube kann man nicht immer logisch begründen.

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Kommentar von warehouse14
03.11.2015, 12:24

In unserem von ihm erschaffenen Universum wäre der Schöpfer allmächtig. Völlig unabhängig davon, was in seiner Dimension so los ist.

Der Gedanke bzw. die Hoffnung, unser Schöpfer hätte nichts mehr zu melden, wenn es da noch eine höhere Instanz gäbe, ist wohl der Hauptgrund für solche Fragen an sich.

Aber mal ehrlich: würde es wirklich was an dem rechtlichen "Dilemma" ändern, daß wir eine vom Schöpfer abhängige Schöpfung sind, wenn sich die Position des Schöpfers in der Hierarchie noch weiter von uns entfernt? ;)

warehouse14

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Ja, bestimmt, man kann alles sagen, das einem einfällt; man kann auch jeden Tag etwas anderes sagen.

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