Frage von kreisfoermig, 36

Wieso missachten viele Radfahrer das Rechtsgebot?

Beim Radfahren gibt es vieles, das mir richtig auf den Keks geht.

Vor allem aber begreife ich nicht, wieso viele Leute entweder nicht zuverlässig oder einfach störend fahren. Manche flechten/schlängeln sich über den ganzen Weg. Dann gibt es die nervtötenden Menschen, die auf der linken Spur fahren oder sogar sich irgendwo in der Mitte platzen, sodass sie beide Spuren besetzen. Das alles führt dazu, dass man solche Radfahrer nicht einfach so harmonisch überholen kann, ohne ständig laut klingeln zu müssen, und sogar dann kann man nicht mit einem rechtzeitigen Wechsel rechnen. (Und dieses Verhalt wird nicht unbedingt neue / jüngere Fahrradfahrer aufgewiesen. Oft sind es ältere Menschen, die sich nicht rechts halten.)

Meine Frage: Ist es nicht selbstverständlich, dass wenn man nicht dabei ist, jemanden zu überholen, dass man automatisch auf der rechten Spur bleibt und dazu auch glatt rechts—nicht irgendwo in der Mitte? Ich kann es z. T. nachvollziehen, wenn die Straße komplett leer ist, aber beträchtlich viele Fahrradfahrer schauen sich einfach nicht um! Wieso diese Rücksichtslosigkeit?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Copyyy, 34

Also auf der rechten Spur nahezu in der Mitte zu fahren ist normal und logisch. Das liegt aber daran, dass viele Autofahrer sehr knapp die Radfahrer überholen, wenn diese ganz rechts fahren. Um das zu verhindern, fahren sie halt weiter links, denn können die Autos sie nur überholen, wenn kein Gegenverkehr kommt und sie somit auch genug Abstand halten können.
Bei den Schlangenlinien könnte ich nur raten und würde sagen: Reifen aufwärmen, um besseren Halt in Kurven zu haben (besonders bei Rennrädern). Ob das in der Praxis wirklich so ist, weiß ich nicht.

Antwort
von Blindi56, 36

Die verhalten sich einerseits genau so wie die Autofahrer und andererseits wie die Fußgänger, die sich ja auch nie strikt rechts halten.

Viele Radfahrer behindern durch ihre Fahrweise nicht nur andere Radfahrer auf Radwegen, sondern auch Autofahrer (durch Rumgeeiere auf der Straße oder Einordnen auf der linken Seite der Linksabbiegerspur, TROTZ extra Radstreifen, bzw. Fahren mittig im Kreisverkehr) UND noch die Fussgänger. Die wiederum behindern Radfahrer durch Rumstehen auf Radwegen etc.

Verkehr ist eben ein Miteinander verschieden starker Teilnehmer. Da müsste eigentlich jeder auf jeden Rücksicht nehmen. Aber die meisten denken nur an sich.

Antwort
von treppensteiger, 8

Hier noch paar sinnvolle Beispiele:

Wenn die Straße sehr schlecht ist, aber mittig Straßenbahnplatten, fahre ich mit dem Rad (ebenso wie die Autos) auf der rechtesten Straßenbahnplatte. Und fahr bloß bei LKWs mal kurz ins grobe.

Wenn parkende Autos am Rand stehen, fahre ich mit dem Abstand einer geöffneten Tür (wie die meisten Autos auch) daran vorbei. Kann mir keiner erzählen, dass er die Reflexe hat, einer 5m voraus aufgehenden Autotür auszuweichen.

Auf mittelbreiten Straßen, wo Autofahrer denken, sie könnten Auto/Auto/Rad auf der Straße fahren, fahre ich bei Gegenverkehr und wenn ich merke, dass jemand gerade jetzt überholen will, Richtung Mitte, um nicht mit 30cm überholt zu werden.

Hab jetzt glücklicherweise seit einigen Jahren keine Unfälle mehr und werde auch kaum noch angehupt oder geschrien. Allerdings hat bei uns in der Stadt der Radverkehr zugenommen, was die Autofahrer trainiert hat im cool bleiben.

Es ist aber immer noch zu bemerken, das Autofahrer mit Kennzeichen vom Land, dann im (ungewohnten?) Stadtverkehr oft die gefährlichen Situationen, die sie bei Radfahrern produzieren, gar nicht erst mitkriegen.

Antwort
von 5432112345, 18

Ach, das erinnert mich an die radfahrer, die mit maximalgeschwindigkeit auf den bürgersteigen fahren. Straße ist zu unbequem oder zu unsicher, da kann der fussgänger lieber ausweichen, zur seite gehen oder an engen stellen warten.

Solche leute möchte ich am liebsten vom rad schubsen, dass sie richtig schön auf die f****e fliegen. Entweder schieben oder runter vom bürgersteig.

Kommentar von kreisfoermig ,

Manchmal muss man auf den Bürgersteig, aber dann soll(te) man langsam und bremsbereit fahren und nach Bedarf absteigen. Hauptsache, man gewährleistet den Fußgängern das Sicherheitsgefühl, dass man sie nicht gleich umfährt. So isses auch, wenn ein PKW (häufiger LKW) auf einen Fußgängerbereich fahren muss. Zugegeben sind manche Leute einfach rücksichtslose Schweine: ihnen sollte das Ordnungsamt / die Polizei schon ein Bußgeld verpassen, wenn sie erwischt werden können…

Antwort
von Herb3472, 36

Die notorischen Linksfahrer hast Du ja nicht nur auf den Radwegen,, sondern auch auf den deutschen Autobahnen. Warum sollten sich Radfahrer anders verhalten als die Autofahrer?

Kommentar von XHeadshotX ,

Sollte einem eigentlich der Überlebenstinstinkt sagen warum, aber ok, manche sind halt lebensmüde...

Antwort
von Elumania, 25

Ich bin ein zügiger Radfahrer und fahre immer dort wo Platz ist, mal rechts vorbei mal links 

Antwort
von Thiamigo, 23

ich liebe diese Frage immer mit den Fahrradfahrern, ich möchte gleich betonen, ich bin kein Fahrradfahrer, also der Fahrradfahrer schimpft über den Fußgänger und über den Autofahrer, der Fußgänger schimpft über… Den Autofahrer und über den Fahrradfahrer, der Autofahrer schimpft über den Fußgänger beziehungsweise Fahrradfahrer also wie gehabt der Mensch ist dafür geschaffen Über den anderen zu beschimpfen aber seine eigenen Fehler sieht er nicht das finde ich immer ja recht witzig

Kommentar von kreisfoermig ,

ich äußere die Kritik als Radfahrer.

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