Wieso meinen Gymnasiallehrer, dass sie unterbezahlt sind?

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8 Antworten

Ein Gymnasial-Lehrer, der eine volle Stelle hat & verbeamtet ist, verdient sicherlich nicht schlecht. Das ist Jammern auf sehr hohen Niveau...

Mit steigender Berufserfahrung wird auch das Vor- & Nachbereiten des Unterrichts eigentlich immer überschaubarer. Das gilt aber für alle Lehrer.

Was sich, meiner Meinung, in den letzten Jahren, zumindest hier in Bawü geändert hat bzw. verschlechtert hat: mit G8 & dem Wegfallen der Grundschulempfehlung ist das Niveau der Schüler am Gymnasium gesunken.

Viele Eltern schicken ihre Kinder aufs Gymi, obwohl diese da ehrlicherweise nichts verloren haben. Trotzdem bleibt eine gewisse, manchmal unrealistische, Erwartungshaltung von allen Seiten.

Mit dieser Situation musst Du als gestandener Lehrer am Gymnasium erst mal klar kommen. Ich habe selbst 2 Gymnasial-Lehrer im Bekanntenkreis, die das als ihr aktuelles größtes Dilemma sehen: Leistungsfähigkeit / Selbsteinschätzung der Schüler & Eltern versus Anforderung am Gymnasium.

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Die Besoldung ist nicht schlecht, die Stellen sind unkündbar.

ABER ein engagierter Lehrer hat sehr viel Stress. Ist halt ein Unterschied, ob du in einem Büro sitzt oder 6 Stunden vollkonzentriert mit einer Gruppe arbeitest, die Null Bock  hat. Und nachmittags planst du dann Unterricht in der Hoffnung, die Schüler zu motivieren.

Dafür dürfte das Schmerzensgeld höher sein!

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Kommentar von Quarzsand
23.01.2016, 22:31

Danke für die Antwort! Ich denke auch, der Aufwand für den job ist nicht zu unterschätzen, aber wenn man sich mal die besoldungsgehälter in a13 anguckt sind die, meiner Meinung nach, sehr attraktiv und so einen sicheren Job gibt es sonst nur bei der Bundeswehr als Offizier, wobei mich da die Konditionen nicht so ansprechen. Denken Sie, dass man mit dem Lehrergehalt gut leben kann oder macht es z.b mehr Sinn BWL etc zu studieren?

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Was sich heutzutage Lehrer antun müssen, mit den sozial inkompetenten Kindern, sind sie sicherlich unbezahlt. 1 Kind kann man sich ja schon nicht antun, aber dann noch 30 Kinder in einer Klasse zu haben, die mit Beleidigungen und Respektlosigkeit dir entgegen kommen? Neeein danke!

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Lehrer haben einen gut bezahlten Job mit vergleichsweise vielen Freiheiten. Allerdings habe ich das Gefühl, dass viele Lehrer den Beruf eher machen, weil sie sonst keine Idee hatten & mit pubertären Schülern eig nicht klarkommen.

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Gymnasiallehrer sind absolut nicht unterbezahlt. Die Mähr, dass sie nach dem täglichen Unterricht noch stundenlang Vorbereitungen für den nächsten Tag treffen müssen, hört man immer wieder. Verbeamtete Lehrer haben ein sehr gutes Gehalt, einen sicheren Arbeitsplatz und relativ viel Freizeit. Die Klassen sind im Gegensatz zu früher viel kleiner. Das Korrigieren der Schulaufgaben kann sich der Lehrer zeitlich einteilen, sodass auch da kein Stress entsteht. Wer sich für das Lehramt entscheidet der weiss doch, dass er mit Jugendlichen zu arbeiten hat. Wer sich da gestresst fühlt, der hat den falschen Beruf gewählt. Man weiss schon während des Studiums und bei Probeunterricht, was einen erwartet. Ich kenne einige Lehrer sehr gut und kaum einer beschwert sich über seinen Job. Vielleicht ist die Situation für Lehrerinnen an Schulen etwas stressiger, in denen es eine grosse Anzahl  von Migrantenschülern gibt, die eine Frau als Lehrerin eben nicht akzeptieren. Das ist aber meist an den Grundschulen der Fall, eher weniger an Gymnasien. Wenn ein Gymnasiallehrer verbeamtet wird, seine Staatsexamen abgelegt hat, dann nennt er sich Studienrat. Die Besoldung ist sehr gut und mit der Zeit kommt dann die Beförderung zum Oberstudienrat und in der Folge kann es einen weiteren Aufstieg geben je nachdem, welche Planstellen durch Pensionierung frei werden. Später winkt eine schöne Pension für die der Lehrer finanziell nichts investieren musste.

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Kommentar von Quarzsand
24.01.2016, 09:42

Vielen Dank für diese ausführliche Antwort! Ich denke nämlich auch, dass die Konditionen garnicht mal so schlecht sind, wie alle immer sagen. Da ich selber aus einem finanziell marginalen Haushalt komme, ist mir dieser Aspekt eben nicht unwichtig. Wie sie schon gesagt haben, ist die Sicherheit in diesem Beruf auch ein großes Plus. Und da ich leistungsbezohen nicht der totale Überflieger bin, sondern einfach nur zum oberen drittel gehören, denke ich, dass der Beruf mir finanziell eine größere Sicherheit gibt als z.B ein BWL/WIING-Studium, da es dort ja primär die Überflieger sind, die viel verdienen später und ein sicherer Job ist mit einem solchem Studium ja auch nicht mehr garantiert.

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Kommentar von Quarzsand
24.01.2016, 09:43

Entschuldigen Sie die Rechtschreibfehler, das sind die Nachteile einer Autokorrektur...

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Die Bezahlung ist zwar nicht schlecht, aber Lehrer machen auch viel durch. Schlimme Schüler sind sehr belastend. Außerdem arbeiten Lehrer viel mehr als nur die Zeit, die sie in den Klassen verbringen.

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weil lehrer im allgemeinen der meinung sind ,sie sind was ganz besonderes .....und das wollen sie auch ganz besonders entlohnt haben.

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Kommentar von Quarzsand
23.01.2016, 22:18

Die Antwort hilft mir nicht wirklich weiter, zumal ich die Aussage nicht pauschal bestätigen kann.

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Wenn man die Stundenanzahl pro Jahr rechnet sind die weit überbezahlt, zumindest hier in Ö.

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Kommentar von Zumverzweifeln
23.01.2016, 22:28

Welche Stundenzahl denn? Mit Vorbereitung, Korrekturen und Konferenzen arbeiten die sehr viel. 

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