Frage von Dankyy, 84

Wieso leiden Menschen an einer bipolaren Störung (Depression)?

Ich kenne dieses "Gefühl" oder diesen Umstand bzw diese Krankheit nicht. Es interessiert mich jedoch sehr. Warum leiden Menschen darunter? Kann man etwas dagegen tun bevor es passiert?

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Krankheit & Psychologie, 36

Hallo Dankyy,

ich möchte da zunächst etwas richtigstellen: eine bipolare Störung ist nicht mit einer Depression gleichzusetzen. Gleichwohl ist die Depression Teil der bipolaren Störung, hat aber noch einen weiteren Anteil, nämlich den der hypomanen oder manischen Phasen.

Genauere Informationen findest Du unter dem folgenden Link, der meines Erachtens - auch wenn nicht von Betroffenen - Dir Deine Frage hilfreich beantworten wird, da dort u. a. auch ein Kinospot zu diesem Thema vorhanden ist und somit dann doch Betroffene zu Wort kommen.

http://www.psychenet.de/psychische-gesundheit/informationen/bipolare-stoerungen....

Die Ursachen sind leider noch nicht eindeutig erforscht. Daher ist es auch schwierig, eine Vorsorge gegen diese Erkrankung zu treffen. Was aber sicherlich hilfreich ist, ist eine möglichst gesunde, ausgewogene Lebensweise mit Entspannungsphasen gegen Stress, denn das kann eine der Ursachen sein.

Falls Du noch Fragen hast, schreibe mir gerne einen Kommentar.

LG

Kommentar von Dankyy ,

Ich danke dir für deine schnelle Antwort :)

Ich bin schockiert über die Zahlen betroffener. So viele Menschen die darunter leiden. Mich interessiert vorallem die Geschichte hinter dem Menschen und der Krankheit und was noch viel wichtiger ist, wie man sie behandeln kann. Leider bin ich nicht vom Fach, auch wenn ich jedem einzelnen gerne helfen würde. Ich denke es gibt sehr viele Gründe die dazu führen können. Die Psyche des Menschen ist Genial und labil zugleich.

Kommentar von Buddhishi ,

Ich denke, dann habe ich hier noch etwas für Dich:

Emotions Anonymous | Selbsthilfegruppen für emotionale und seelische Gesundheit

LG

Antwort
von Rosenblad, 7

Eine bipolare Störung ist in aller Regel eine affektive Erkrankung die meist mit einer monopolaren Depression „startet“ und sich nach mehreren Jahren monopolaren Verlaufs (Latenzverläufe von bis zu zwei Jahrzehnten sind nicht ungewöhnlich) in einen bipolaren (kombinierten) Verlauf manisch-depressiver Ausformung übertreten. Die Ursachen liegen in hereditären (erblichen) Dispositionen – v.a. „Temperament“ wird im klinischen Spektrum ein hoher Einflusswert zugeschrieben. (siehe: Assion/Vollmoeller/Angst „Handbuch bipolare Störungen“, S. 29-34 f.)

Antwort
von FelinasDemons, 22

Ich denke bis auf Buddhishi verwechselt hier jeder Depressionen mit bipolarer Störung. Was definitiv NICHT das selbe ist. Betroffene kannst du auf diversen Selbsthilfeforen. Jedoch rate ich davon ab als Nicht Betroffener sich zu intensiv mit psyschichen Erkrankungen auseinanderzusetzen. So was kann einen selbst ziemlich runterziehen. Man sollte seine Grenze kennen.

Antwort
von PuusteKuucheen, 35

Durch Traumata, mobbing oder unzufriedene Lebenssituation. Einfach wenn derjenige sehr unglücklich ist und immer weniger auswege sieht, negativ denkt - eingleisig, keinen sinn mehr sieht in dem was er tut, keinen spaß mehr hat an den dingen die er früher mochte oder gar keinen spaß mehr an irgendetwas. Das reicht hin bis zum Gedanken an den Selbstmord. Ja man kann selbst dagegen angehen wenn man merkt man zeigt immer mehr dieser Symptome auf oder Therapeutische Hilfe suchen. Bei dem einen ist es eine Lebenskrise durch weiß ich was beim anderen vielleicht was aus der Kindheit wie mobbing oder Traumatische Erlebnisse. Google doch ein bisschen. Ich bin auch kein Psychologe nur betroffener.

Kommentar von FelinasDemons ,

Du meinst damit doch Depressionen keine bipolare Störung,oder?

Antwort
von einusername, 24

Natürlich kennst du dieses Gefühl oder bist du etwa noch nie traurig gewesen?

Ich denke 80% ist genetisch. Wenn dann noch ein paar Dinge in deinem Leben schief laufen hält das Gefühl eben länger an.

Kommentar von Dankyy ,

Natürlich war ich schon mal traurig oder emotional down. Deswegen hat man jedoch nicht gleich eine solche Erkrankung. Jedem geht es mal schlecht. Viel wichtiger erscheint mir die Frage was für Lösungsansätze es gibt und was man machen kann, um diese Krankheit möglichst gut zu behandeln. Ich bin nur ein junger Mann der Empathie empfindet. Deshalb diese Fragen.

Kommentar von Dankyy ,

Ich denke jedoch nicht, dass 80% genetisch bedingt ist. Damit würdest du sagen, man kommt mit dieser Krankheit auf die Welt.

Kommentar von einusername ,

Die Zahl ist natürlich nur eine persönliche Schätzung. 

"Genetische Veranlagung

Eine erbliche Vorbelastung trägt nach dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu der Entstehung einer Depression wesentlich bei. Denn Depressionen treten familiär gehäuft auf. Sind Verwandte ersten Grades betroffen, liegt die Gefahr, selbst eine Depression zu entwickeln, bei etwa 15%. Bei eineiigen Zwillingen steigert sich das Risiko, dass beide an einer Depression erkranken auf mindestens 50%. Dies belegt, dass ein genetischer Faktor vorhanden sein muss. Genetische Faktoren können darüber hinaus die Empfindlichkeit (Vulnerabilität) gegenüber psychosozialen Belastungen erhöhen."

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