Frage von Jojo1473, 65

Wieso legt der Großteil der deutschen Bürger sein Geld auf Sparbüchern und nicht an Aktien an?

Antwort
von Kurpfalz67, 24

Weil sich viele Menschen damit nicht beschäftigen und daher das vermeintlich sichere Sparbuch wählen.

Anlegen in Aktien hat mit Zockerei überhaupt nichts zu tun!!

Diese beknackten Argumente, dass Aktien ein 100% Verlustrisiko haben, kann ich nicht mehr hören.

Was ist denn mit Anleihen. Die Leute, die glauben, dass diese Papiere sicher sind, sollten sich einmal damit beschäftigen.

Das Geld auf dem Sparbuch? Sicher? Das ich nicht lache. Wann war das doch gleich mit Zypern?

2012!! Es wurden einfach Zwangsabgaben für Spareinlagen von über 100.000€ beschlossen. Erst im letzten Moment würde davon abgesehen, dass man auch Sparer mit weniger Geld ins Boot holt!!!

So, also warst du mal eben über Nacht 47,5% deiner Kohle los, wenn du schön brav bei der Bank dein Geld angespart hattest.

Das gesparte Geld auf der Bank ist auch nur eine Schuldverschreibung, mit der Bank als Schuldner!!

Nein Danke!

Wenn ich mir Aktien von BASF, Bayer, Shell, Union Pacific, Unilever oder eines sonst weltweit agierenden Großkonzerns kaufe, dann halte ich anteile an diesem Unternehmen.

Diese Anteile gehören mir, werden nur von der Bank aufbewahrt und sind somit auch bei der Bankenpleite nicht angreifbar. Sie sind Sondervermögen und gehen nicht in die Insolvenzmasse ein.

Wenn man dann noch bedenkt, was diese Konzerne alles schon überlebt haben, Weltkriege, Währungsreformen, Wirtschaftskriesen......

Sie existieren noch immer und sind stets sehr profitabel aus diesen Kriesen hervorgegangen. Auch wenn die Aktie in diesen Phasen mal an Wert verliert, sie gewinnt letztlich deutlich.

Das gleiche gilt für Fonds, die Qualitätsaktien halten.

Also, ich bin seit über 20 Jahren an der Börse aktiv und bin damit gut gefahren.

Auch mit wenig Geld kann man sich in kleinen Schritten etwas ansparen.......genau wie mit dem Sparbuch, nur lukrativer!

Antwort
von Debaer, 24

Moin,

um als normaler Bürger ohne ausreichend Ahnung von Aktien zu sprechen, es ist die Angst vor dem negativen Ruf sein Geld schnell verlieren zu können. 

Die meisten Menschen haben nicht genug Vorwissen und oder Interesse um sich in dieses komplexe Thema einzuarbeiten und haben dementsprechend die Befürchtung Ihr Geld zu verlieren wenn sie diesen Schritt wagen in Aktien zu investieren. Die Presse schreibt ja einiges darüber wie gefährlich das sei. Ob das immer stimme sei dahin gestellt, aber der negative Eindruck ist immer da und verschreckt.

Ein Sparbuch wirkt handfest und vergleichsweise sicher, auch wenn kaum was dabei herauskommt.

Gruß

Kommentar von Jojo1473 ,

Danke für die Antwort. Aber wieso werden die Aktien als eine Möglichkeit Geld zu verlieren daargestellt und nicht als eine Chance ein weiteres finanzielles Standbein aufzubauen?

Kommentar von Debaer ,

Es ist zwiegespalten. Man, und damit meine ich jetzt die Menschen die ich kenne, als Allgemeinheit mal gesehen, wissen schon das man mit Aktien auch immensen Erfolg haben kann. Aber die Gefahr sein zumeist sehr sauer verdientes Geld zu verlieren ist um ein vielfaches höher, gerade da das Hintergrundwissen meist fehlt. Ja, man könnte sagen, man betrachtet Aktien wohl eher als gute Möglichkeit sein Geld schnell loszuwerden.

Antwort
von Andreas Starke, 19

Weil sie sich nicht auskennen und sich vor Kursverlusten fürchten. Die Börseneinführung der Telekom-Aktie hat in den Köpfen der Menschen einen Riesenschaden angerichtet. Mit einem Riesenwerbebrimborium wurde den Leuten eingeredet, dass man Anteile an einem vormaligen Staatsunternehmen mit solidem Geschäftskonzept erwerben könne und so an einem stetigen kräftigem Geldfluss (den Dividenden) partizipieren könne.

Die Realität war dann aber mittelfristig gesehen eine andere. Die Geschäfte liefen nicht so, wie erwartet, und die Spitzemanager, besonders Ron Sommer, erwiesen sich nicht als so clever wie erhofft. Die Geschichte kann man hier nachlesen:

http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/a-149279.html

Börsengang bei einem Kurs von ca. 30 Euro, dann immer weiter rauf bis über 100 Euro und einige Zeit später bei 10 Euro. Damit ist für "das Volk" klar: Aktien sind etwas hoch Gefährliches, nur etwas für Zocker. Aktien kann man nur mit Geld kaufen, das man echt übrig hat, d.h. das man nicht mehr braucht, und davon haben nur wenige Leute viel. Das ist natürlich hochgradiger Unsinn. Wenn man nur einige, relativ einfache, Regeln beachtet, kann man sehr wohl stetige Zinsen von 3 bis 5 Prozent erzielen, allerdings mit der Möglichkeit, dass der Wert der Aktien (nicht der Zinsen) schwankt, vielleicht sogar auf Dauer sinkt.

Antwort
von christl10, 16

Die Deutschen beschäftigen sich 10 x mehr mit der Autosuche statt mit einem Finanzprodukt. Das liegt daran, daß ein Teil der Deutschen Finanzanalphabeten sind. Sie verstehen die einfachten Produkte nicht und können auch nicht das Risiko einschätzen. Woher auch? In der Schule hat man das denen nicht beigebracht und der Bankberater spricht chinesisch.

Man versteht ihn nicht. Wenn sie das Wort Verlust hören, wollen sie von dem Finanzprodukt nichts mehr wissen, obwohl es auch sehr gute chancen bietet. 

Auch kommt dazu, daß sie mal negative Erfahrungen gemacht haben. Dann ist das Thema Aktien tabu. Es wird einfach nie wieder gekauft. 

Antwort
von HabundGut, 9

Weil der Kauf von Aktien immer ein gewisses Risiko birgt. Man sollte grundsätzlich nur Geld in Aktien investieren, auf das man im Notfall auch verzichten kann. Also Geld, was man in den nächsten Jahren nicht benötigt, falls die Aktienkurse fallen sollten. 

Es geht nämlich bei Aktien, wie auch im richtigen Leben, nicht immer nur aufwärts, sondern auch mal schnurstracks nach unten. Dann geraten viele Aktienbesitzer in Panik und verkaufen ihre Aktien mit Verlust. Ohne Geduld geht es also nicht.

Antwort
von Elfi96, 30

Aktien haben den Nachteil,  dass sie tief fallen können. Die Rendite auf Sparbüchern ist immens geschrumpft, aber bevor ich das Geld bei einem Aktienhandel verbrenne,  gebe ich es lieber heute aus. LG

Kommentar von kevin1905 ,

Und bevor ich, wenn ich 40 werde, noch für meinen Lebensunterhalt arbeiten muss, investiere ich lieber in Aktien und ETFs und lebe ein gutes Leben.

Kommentar von Elfi96 ,

Ich bevorzuge das Betongold.

Kommentar von Jojo1473 ,

Wie geht das ?

Bis 40 ausgesorgt?

Kommentar von Elfi96 ,

Nee, ab 50. 

Antwort
von herakles3000, 15

1 Weil nicht jeder ein Paar tausen € zur verfügung hat um überhaupt aktien kaufen Könnne zb  mus amn dazu mindestesn 10.0000€ haben.

2 Aktein sind nie sicher und man kann  alles verliereen den die Aktien unterliegt zuvilen einflüssen  Von der landespolitik der Technick der neusten Entwicklungen des landes zb auch ob es einer Verdorte ernte gab usw Also Ist Aktien eine a-rt von Glücksspiel.

3 Das ged auf dem Sparbuch bringt zwar nichts oder kaum was an zinsen aber es ist sicher und man verliert es nicht.Aber Selbst wen man in Fonds Investiert kann man trotzdem da auch alles verlieren..

Kommentar von christl10 ,
  1. Man braucht für Aktieninvestment mind. 2.000 - 3.000,--€ damit sich ein Kauf lohnt, wegen den Fixkosten. Die sind aber mittlerweile überschaubar, wenn man Onlinebanking betreibt (ING Diba) 
  2. Man kann im Ausnahmefall alles verlieren, aber nicht wenn man in Standartwerte (DAX) und Bluechips investiert, dann liegt die Gefahr bei 40 - 50%, wenn man nicht die Reisleine zieht. Es gibt aber auch Ausnahmen: Deutsche Telekom mit einem Verlust um bis zu 90%. Daher sollte man nicht alles auf eine Karte setzen und Fonds kaufen. 
  3. Es gibt 8.000 verschiedene Fonds. Wer auf verschieden Fonds setzt kann nicht alles verlieren. Du übertreibst mit Deiner Angst. Auch Fonds erholen sich immer wieder. Man braucht nur Zeit. 
Antwort
von kevin1905, 14

Die Ursprünge dafür musst du in der Psychologie suchen. Sicherheitsstreben ist eine der Antriebsfedern menschlichen Handelns.

Wobei die Frage was wirklich Sicherheit ist oft verklärt wird.

Antwort
von martinzuhause, 46

weil sie das geld nicht verlieren möchten

Kommentar von Jojo1473 ,

Aber die rendite bei anlegen von Aktien liegt bei 8%. Gleichzeitig ist der Zinssatz sehr niedrig. Bleibt die antwort trotzdem, dass sie das Risiko nicht eingehen wollen? und wenn ja durch was wurde man so geprägt?

Kommentar von martinzuhause ,

die rendite ist "bis zu ....%". das ist was anderes. das verlustrisiko bei aktien ist da bis zu 100%

Kommentar von Jojo1473 ,

Klar verstehe ich aber wieso sind die meisten deutschen denn nicht so risikofreudig? Hat das irgendwelche gründe?

Kommentar von Elfi96 ,

Gegenargument: wenn du mir dein Vermögen anvertraust, verspreche ich dir, dass du nichts mehr davon wiedersiehst. Deal? Oder bist du nicht so risikofreudig? 

Kommentar von Jojo1473 ,

Aber das ist ja nicht umbedingt der Fall an der Börse :D oder ? wenn ja warum?

Kommentar von ollesgemuese ,

Die Rendite liegt nicht bei 8%. Sie ist variabel hoch und wird auch gerne mal gleich 0.

Kommentar von martinzuhause ,

wenn sie nur 0 wird wäre das nicht so schlimm. allerdings kann das eingesetzte kapital plötzlich auch nichts mehr wert sein.

sowas passiert bei aktien öfter mal

Kommentar von ollesgemuese ,

Richtig, das kann als Schlimmstes noch dazu kommen.

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