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Wieso kommen gesundheitsgefährdende Gummistiefel für Kinder in den Handel?

gefragt von tradaixtradaix am 26.09.2007 um 12:56 Uhr

Ich habe einen Testbericht (10/2007) gelesen, in dem Gummistiefel für Kinder nur die Bestnote mangelhaft (2x) und ungenügend (13x) bekamen. Sie enthalten Stoffe, die gesundheitsgefährdend und teilweise verboten sind. Versagen wieder die Kontrollen der Auftraggeber und Hersteller? Haben sie aus den Rückrufaktionen von Kinderspielzeug nichts gelernt? Was machen die Aufsichtsbehörden?

Quelle http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgs.cgi?suchtext=gummistiefel&doc=65527


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anonym
beantwortet von pizzamaxx am 26. September 2007 21:50
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  1. die Hersteller sitzen, wie so oft (Mattel) in Fernost und sind angehalten, so billig wie möglich zu produzieren. Kontrollen vor Ort eher Fehlanzeige. Verbotene Stoffe sind dort meist (noch) nicht verboten.
  2. Auftraggeber (Handel, Marken) sind, wie alle, dem Markt unterworfen, in diesem Fall der grade grasierenden "Geiz-ist-g...-Welle", mit der der Kunde (letztlich) den Handel und die Hersteller zwingt, immer billiger zu produzieren und zu verkaufen. Ergebnis sind Produkte, die so billig produziert sind, dass sie nur minderwertig sein können, weil hochwertige Ausgangsstoffe halt ihren Preis haben (Gammelfleisch, Einlegeöl in Fischdosen, div. Wurst... und halt auch Gummistiefel). Schau mal, wie teuer ein Pfund Schnitzel vom Biometzger ist und was dein Pfund bei extra abgepackt kostet.
  3. nach den Aufsichtsbehörden zu rufen, halte ich erst im zweiten Schritt für richtig. Wir als Verbraucher müssen Hersteller und Handel in die Pflicht nehmen und ggf. mit gezieltem Boykott gewisse Produkte vom Markt fegen. Dabei helfen Tetst wie die von Ökotest (die ja für Hersteller auch mittlerweile Fluch oder Segen sein können). Aufsichtsbehörden, wollten sie der verheerenden Flut von Produkten Herr werden und alles testen, bevor es in den Handel kommt, wären so gnadenlos überfordert, dass ein so massiver Personalbestand nötig wäre, den ja auch von den Verbrauchern die Masse nicht bereit wäre zu tragen. Mein Fazit: die Machtmittel, die ich als Verbrauchr in der Hand habe, voll ausschöpfen und nutzen, Behörden ggf. aufmerksam machen, mit gutem Beispiel voran gehen, selbst wenn ich der erste oder einzige im Umkreis bin (wie wurde über BIO-Produkte und deren Käufer gelacht, mitlerweile ziert sich jeder Discounter mit einer eigenen BIO-Sparte). So lange Geiz und nicht Geist g... ist, brauch ich mich über die Folgen dessen nicht zu wundern.

anonym
beantwortet von Taris am 25. März 2008 20:14
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pizzamaxx hat eine perfekte antwort gegeben. im endeffekt ist unsere eigenverantwortung gefordert. noch nie hatten wir die möglichkeit, uns so gut zu informieren wie heute!


anonym
beantwortet von Romikars am 26. März 2009 16:50
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Dazu sollte man allerdings vieleicht noch sagen, daß der "Austritt" dieser Schadstoffe relativ gering ist und wahrscheinlich vernachlässigt werden kann (zumindest bei den allermeisten Stiefeln). Wesentlich schlimmer ist z.B. die Giftverseuchung von Textilien, Bettwäsche, Teppichen u.s.w.


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