Stimmt das überhaupt? Wenn ja, woran liegt das? Ist es das Gefühl etwas auswendig gelernt zu haben und sich dadurch sicherer zu fühlen.
Für viele stotternde Menschen trifft das tatsächlich zu, da sie beim Vortragen eines Gedichtes nicht frei und situationsbezogen sprechen müssen. Ihnen fehlt nämlich nicht die Technik zum flüssigen Sprechen, das Stottern ist eigentlich immer an seelische Anspannung geknüpft. Ähnlich ist es, wenn stotternde Menschen einen Text vorlesen, eine Theaterrolle spielen oder ein Lied singen. Manche stottern auch "nur" privat, nicht aber im Beruf, weil sie dort eine vorgegebene Rolle erfüllen.

Ich kenne einen Stotterer, der nicht stottert, wenn er Englisch spricht.
Es gibt sehr viele unterschiedlich Gründe, warum und in welcher Situation ein Mensch stottert - ohne die Gründe zu kennen, lässt sich über die Ursache solcher Phänomene, wie von Dir beschrieben, nur spekulieren.

hat bestimmt was mit hirnregionen zu tun, singen soll ja auch helfen
Ja, die Frage ist wirklich, ob das überhaupt stimmt, es gibt große Unterschiede zwischen einzelnen Stotterern, für manche ist Lesen (oder Gedichte vortragen) die Hölle, teilweise, weil sie die vorgegebenen Worte nutzen müssen und nicht auf andere Begriffe ausweichen können. Anderen dagegen fällt lautes Vorlesen und Gedichteaufsagen leicht. Es gibt Erklärungen, zum Beispiel könnte der vorgegebene Rhythmus Stotterern helfen. Sicher ist wenig, wenn es um Erklärungen über Stottern geht.