Mostwima am 23.02.2008 um 14:26 Uhr
Ich würde ja verstehen, wenn man bei dem Anblick von jemandem der "viel" Blut verliert - vielleicht aus Angst - umfällt, aber wieso wird es vielen Menschen schlecht oder schwindlig wenn sie auch nur einen einzigen Tropfen Blut sehen?

Interessantes Phänomen ;-) Genauere (wissenschaftliche) Erklärungen würden mich auch interessieren.
Mit Blut assoziieren viele Menschen wohl eine Gefahr. Vielleicht ruft das Gehirn auch bestimmte Bilder (Szenen aus Horrorfilmen? Vampire? ;-)) ab und man reagiert über.
Habe dies zum Thema "Blutphobie" gefunden: www.tk-logo.de/aktuelles/thema-der-woche-02/tewo-44kw-02-blut.html

da blut ja die lebensflüssigkeit unseres körpers ist und ohne man es nicht sein kann, ist es immer ein angst erzeugendes gefühl wenn es austritt. denn kommt blut aus dem körper ist immer eine verletzung oder krankheit im spiel. spuckst du blut ist es sehr schlimm. und so sehe ich es als persönliches warnsystem, dass wenn man sein blut sieht auch eine angst ums leben im untergrung mitspielt. sieht man blut bei andern geschöpfen, so ist es vielleicht eine angst der ohnmacht, die sich oft in form von ekliger angst aüßert
Minax am 23. Februar 2008 14:51 Schön formuliert mit dem "persönlichen Warnsystem". DH! :)

bei mir ist es die Angst, etwas falsch zu machen, oder nicht helfen zu können. Werde dann ganz zittrig und bekomme weiche Knie. Allerdings nur bei größeren Verletzungen, glücklicherweise.
Mostwima am 23. Februar 2008 14:42 DH

Weil es in vielen Ekel hervorruft..., Angst, Vorwand, weil man nicht helfen kann / will ... Das sind meine Erfahrungen.
das ist bei mir auch so gewesen jetzt bin ich erst helfer :-) musste mich schon dazu zwingen aber es klappt
ich hab früher sehr gern blut gespendet, aber nach einem vorfall im krankenhaus mit mir kann ich keines mehr sehen..
Zitat daraus:
"Biologen sehen in dieser Reaktion auf Blut eine uralte und unbewusste Verhaltensweise, um auf Gefahr zu reagieren. Denke einmal an die Zeit, als der Mensch sozusagen gerade von den Bäumen herabgestiegen war. Damals, vor fast zwei Millionen Jahren, lebte der Homo erectus, der "aufrecht gehende Mensch". Er hatte keine großartige Chance gegen wilde Raubtiere.
Wenn er Blut sah, war das für ihn ein Alarmzeichen, es bedeutete Gefahr, meinen die Biologen. Wo Blut fließt, eigenes oder fremdes, da sollte man sich schnell aus dem Staub machen. Eine starke Angstreaktion auf Blut ermöglichte dann die rasche Flucht. Aber Flucht ist nicht immer die richtige Reaktion. So gab es Raubtiere, die im Rudel jagten und gerade auf die Flucht des möglichen Opfers warteten. [...]"
DH!