Frage von KingOff, 96

Wieso können Raucher mit rauchen nicht aufhören, kann man wirklich so süchtig nach einer Zigarette sein?

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Antwort
von KnusperPudding, 20

Es sind zwei fragen: Warum und Ob, daher zuerst mal das zweite:

kann man wirklich so süchtig nach einer Zigarette sein?

Ja, kann man. Denn es sind zwei Abhängigkeiten. Eine geistige und eine physische. 

Und damit gleich zu deiner zweiten Frage:

Wieso können Raucher mit rauchen nicht aufhören

Wie zuerst bereits genannt: Es gibt zwei arten von Abhängigkeit. Diese beiden Arten führen in der Summe zu einem enormen Teufelskreis.

Der Physische Part bezieht sich auf die Entzugserscheinungen, die man merkt, wenn man bereits länger keine Geraucht hat. - Das führt automatisch zu Stress:

 Das Nikotin was setzt im Hirn das Dopamin frei, wodurch man wieder Glücksgefühle hat. Raucht man länger, wird die natürliche Ausschüttung der Glückshormone extrem reduziert was den Stress verursacht. - Raucht man also länger keine, gibt es keine natürliche Ausschüttung von Glückshormonen und die künstlichen durch die Zigarette verweigert man sich.

Der andere Part ist psychischer Natur. - Und zwar geht es hierbei um die Konditionierung. Das Prinzip nachdem der Mensch lernt.  - So beginnt der Raucher sich mit einer Zigarette stets zu entlohnen: "Hab ich zeit zu überbrücken? - Ich rauch eine, dann geht's mir gut, und die zeit ist gleich um". Genauso wie der absolute Klassiker: "Ich bin gestresst, um runter zu kommen erstmal eine rauchen".  - Genauso gilt das auch führ Gewohnheiten: Immer nach dem essen eine leckere Kippe.

So, angenommen, so ein Raucher sieht ein: Rauchen ist schlecht, ich sollte damit aufhören, dann passiert folgendes:

Er verzichtet auf die Zigarette und merkt bereits nach ein paar Stunden: "mir fehlt irgendwas". Der Nikotinspiegel sinkt, man wird unzufrieden. 

Langsam setzt der Stress ein, und wie man sich selbst konditioniert hat: Bei Stress hilft immer: ein leckeres Kippchen. - Man verzichtet weiter, der Stress nimmt stetig zu.

Gefühlt wird es schlimmer und schlimmer. Die Laune sinkt minütlich zugleich Steigt der Stress. - Im Hirn wird die sehnsüchtige Zigarette zum leckersten Dessert, was man sich nur vorstellen kann. - Man verzichtet weiter.

Nun stellt sich eher die Frage: Wie lang tut man sich so eine Tortur an? - So lange bis die körperlichen Entzugserscheinungen aufhören? - Das kann Tage dauern, ich würde sagen: Von 7-14 Tagen. 

Allein schon an dieser Hürde scheitern die allermeisten.

Und darüber hinaus bleibt natürlich noch die psychische Abhängigkeit, denn man hat sich bei allem immer mit einer Zigarette entlohnt. 

Somit verzichtet man auf die Belohnung nach dem Essen, au die Hilfe beim Stress, usw.

Es ist extrem schwer, aber dennoch schaffbar. - Und auch wenn man es geschafft hat, bleibt noch eine Teil-Abhängigkeit.

Antwort
von Herb3472, 18

Nach meiner Beobachtung und meiner eigenen Erfahrung fällt es den Rauchern unterschiedlich leicht bzw. unterschiedlich schwer, mit dem Rauchen aufzuhören. Manche schaffen es von einem Tag auf den anderen, indem sie einfach beschließen, nicht mehr zu rauchen. Andere kämpfen Monate oder Jahre gegen ihr Bedürfnis nach einer Zigarette an, probieren diese und jene Hilfsmittel und Methoden aus, bis sie dann entweder den Kampf aufgegeben oder es doch irgendwie geschafft haben, mit dem Rauchen aufzuhören.

Die Frage nach dem "warum" und "wieso" lässt sich wohl nur beantworten mit: "Darum!" Es ist so, wie es ist."

Antwort
von DasMaik0220, 18

 Der Körper ist nach 3 Tagen Entzug nicht mehr abhängig. Wenn man wirklich aufhören will, zum Beispiel im Zuge einer Schwangerschaft, kann es wirklich sein, dass man nach 3 Tagen keinerlei Bedürfnis mehr hat

Antwort
von alex004, 30

Manche sind echt süchtig und manche sind Gewohnheitstiere manche dafür haben nicht den Willen auf Veränderung. 

Man weiß nicht was man in machen Momenten anstellen soll, ich geb dafür ein Beispiel: 

Die Partnerin hat gezickt komm ich rauch eine, 

Harter Tag gewesen komm ich rauch eine, usw.

Man muss es sich wieder angewöhnen im Endeffekt normal zu sein, wenn die freundin Stress das man einfach Spazieren geht, oder ins Fitnessstudio. 

Es ist einfach das nicht wissen was man machen soll in den momenten. 

Antwort
von Appelmus, 33

Weils Routine geworden ist. Hat man Stress, wirkt die Zigarette (zumindest denkt man es) beruhigend. Ist man auf dem Weg in die Stadt, dann raucht man aus Gewohnheit. In der Gruppe gehörts meist dazu, um sich integrieren und eingliedern zu können. Die Zigarette wird zum Ritual und als ehemalige Raucherin kann ich auch sagen: Nein, man raucht nicht, weil die Kippe schmeckt. Das "Argument" schiebt man vor.


Antwort
von frischling15, 26

Dass Rauchen eine Sucht ist , ist wissenschaftlich erwiesen ! Dass eine Sucht schwer zu bekämpfen ist ebenfalls .

Von einer Sucht befallen zu werden geschieht unauffällig , aber unaufhaltsam ! Sich davon wieder zu befreien , ist sehr oft nur mit großer Willenskraft , und ärztlicher  sowie  psychologischer Hilfe zu bewältigen !

Antwort
von schwarzwaldkarl, 23

Es gibt auch Leute, die fast rund um die Uhr am PC oder an ihrem Smartphone sitzen, ist auch eine Sucht, genauso das Zocken, Alkohol usw. 

Vielleicht hast Du auch irgendeine Sucht und kommst davon nicht los, das sollte Jeder für sich selbst ausmachen... 

Antwort
von Unicorn0902, 35

Ja
In der Zigarette ist Nikotin, von dem wird das Gehirn abhängig.

Antwort
von archibaldesel, 38

Man kann. Aber man kann es sich auch wieder abgewöhnen.

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