Frage von JuraBWL, 94

Wieso kaufen so viele Leute kein Fairtrade?

Antwort
von Tasha, 21

Ich denke mal, es liegt auch an unserer Konsumgesellschaft. 

Das meiste kaufen wir aus emotionalen Gründen, auch wenn uns dieser gar nicht oder nur verschwommen bewusst sind. Gerade im Lebensmittelbereich: Warum bevorzugt man bestimmte Hersteller bei Dingen wie Tomatensauce oder passierten Tomaten, die sich kaum im Geschmack unterscheiden? Schmeckt man Unterschiede bei der Margarine? Vermutlich eher nicht.

Aber bei der einen Margarine hat man dieses Bild von der Familie beim Sommerpicknick im Kopf, das einen vielleicht unbewusst zum Kauf verleitet. Außerdem gefällt einem die Verpackung besser. Bei der Tomatensauce hat man vielleicht bei einer ein Bild von fröhlichen Spaghetti essenden Menschen im Kopf, die eine Party feiern oder in großer Runde zusammen sitzen - so stellt man sich das auch vor. Oder die Packung erscheint einem "hochwertiger".

Wenn Fairtrade nun als einziges Argument einen Aspekt hat, den man sonst nie oder sehr selten für die Kaufentscheidung heranzieht, wird das nicht gerade zum Kauf verleiten. Es liegt also an der mangelnden Werbung, die auch nur Aspekte anspricht, auf die die meisten Konsumenten nicht oder nur bei bestimmten Produkten achten. Dies führt dann zu weniger oder fehlender emotionaler Bindung an ein Produkt.

Dazu kommt noch der Preis. Nicht nur ärmere Leute schauen aufs Geld. Obwohl wir ja angeblich in Deutschland mit am wenigsten für Lebensmittel ausgeben, ist es doch für viele noch zu viel - nicht, weil sie sonst die Miete nicht mehr zahlen könnten, sondern weil sie sich mehr leisten können, wenn sie beim Lebensmittelkauf knapsen. Und wenn bspw. die Schokolade, die in den Kuchen kommen soll, 50 Cents statt 3 Euro kostet, dann entscheidet man sich für die Billigvariante und kauf vom Rest dem Kind ein Eis.

(Kuh-)Milch kostet z.B. im Schnitt 50 Cents pro Liter, Kokosmilch dagegen 3 €. Natürlich könnten sich viele die Kokosmilch leisten, würden damit vielleicht eine bessere Haltung der Kühe (bzw. langfristig Abschaffung der Kuhhaltung) bewirken, aber sie würden auch seltener Milch trinken oder verwenden. Zur Zeit greifen sie ohne großes Nachdenken zur Milch und trinken oder verwenden diese wie (Leitungs-) Wasser. Bei 3 € pro Packung müssten bewusster überlegen, ob und wann sie Milch brauchen und kaufen wollen, also kauft man sie gar nicht oder nur ausnahmsweise.Jeder könnte sich auch Schokolade für 3 € für 100 g leisten, nur die meisten essen oder verwenden Schokolade so oft, dass sich der Aufpreis zur normalen 1-€- oder Billigvariante von 50 Cents pro Tafel bemerkbar machen würde.Und das sind jetzt nur 2 Produkte (ob Kokosmilch auch Fairtrade ist, weiß ich allerdings nicht).

Wenn dieser Aufpreis sich nun auf allen denkbaren Produkten bemerkbar machen würde, könnten sich einige wirklich nichts mehr leisten und andere müssten sich an anderer Stelle stark einschränken.Und das möchten wir eben nicht, und wenn wir Kinder haben stellt sich noch die Frage "dürfen" wir das, dürfen wir einfach für die Kinder entscheiden, dass es weniger Taschengeld, seltenere Ausflüge, weniger Geschenke usw. gibt, weil die Familie "Fairtrade" kauft? Könnten die Kinder verstehen, warum sie deshalb weniger als andere Kinder haben? Vermutlich gerade in jungen Jahren nicht. In der Pubertät würde es sicherlich auch mal schwierig werden. Daraus könnte sogar ein Hass auf Fairtradeprodukte entstehen.

Wenn man sich jetzt die ärmeren Leute ansieht, nicht nur Hartz-IV-Bezieher, sondern auch Rentner im betreuten Wohnen etc, die teilweise schon bei Billigpreisen am Essen knappsen müssen - ohne Übertreibung! - dann versteht man, warum die Frage für viele Konsumenten schlicht ein Luxusproblem ist, das sich ihnen gar nicht stellt!

Antwort
von Funfroc, 10

Viele Leute können es sich schlichtweg nicht leisten. Der Preis spielt in unserer Gesellschaft eine große Rolle. Dass der Preis so eine große Rolle spielt, ist aber das eigentliche Problem. Das zu beheben, ginge nur mit Einkommensumverteilung.

Der Mensch ist einfach nicht geeignet für ein faires System. Das existiert nämlich in der Theorie und nennt sich Kommunismus. Das Grundprinzip ist, jeder nimmt nur soviel er benötigt und gibt soviel, wie er kann bzw. nötig ist.

Sobald aber auch nur eine einzige Person ein Brötchen mehr nimmt, als er eigentlich bräuchte, denkt der nächste, das mach ich auch. Somit scheitert das ideale System am Egoismus und dem Herdentrieb des Menschen.

Kommentar von LeoEckl ,

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Leo :)

Antwort
von herakles3000, 10

Warum sol man solche Produkte kaufen wen man weiß das diese nicht fair sind weil höchstens 40-50% Der Einnahmen  dahin kommen und diese Produkte sind auch nicht besser als andere Selbst Kinder Arbeit kann da Möglich sein also ein falsche aussage das das fair ist oder fair hergestellt wird Wen man schon geld ausgibt für überteuerte sachen solte man sicher sein können das Weniegstens keine Kinderarbeit da Herscht.einfahes beispile die Baumwolltaschen von Fair Sind genauso überbelastet mit chemie wie die ohne den aufdruck womit keine Faire bedingungen bei der herstellung für die Dortiegen Arbeitnehmer herschen

Kommentar von LeoEckl ,

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Antwort
von eetrop11, 37

Ja, das ist echt schade, aber die anderen Produkte sind meist billiger. Die meisten Menschen sind nun mal leider so egoistisch und denken nur an sich und wollen eben sparen und kaufen eben das billigere Produkt. Viele sind beim Einkauf ja auch gestresst und gucken eben nicht, ob es FairTrade ist, oder nicht.

Kommentar von LeoEckl ,

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von Franzmann0815, 35

yep der preis macht die leistung dahinter nicht wirklich besser. ich bin auch dafür das leute nicht ausgebeutet werden sollten. aber es ist deffinitiv zu teuer meistens

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Antwort
von authumbla, 10

Hier ein Auszug aus einem der zahlreichen fairetrade-kritischen Artikel, die im Netz zu finden sind:

http://www.weltundhandel.de/hintergrund/details/article/kritik-am-fairen-handel....

"...Gleichzeitig kritisiert er in seinem Film den Fairen Handel und zweifelt dessen Nutzen an. „Problematisch daran ist, dass die Handelsriesen bei den fair gehandelten Produkten besonders große Gewinnmargen einstreichen. Der Verbraucher zahlt einen höheren Preis. Aber von dem Geld, das Bedürftige unterstützen soll, bleibt der größte Teil beim Händler. Und das ist legal, weil Fairtrade den Händlern keinen Verhaltenskodex vorschreibt.“ (Zitat aus Interview)."

Es gibt nicht "das Gute" und man müsse es bloß tun und die Welt ist in Ordnung.

Jeder Erwachsene entscheidet selbstverantwortlich zu jeder Zeit selbst, inwieweit und wodurch er seinen Beitrag zu "Verbesserung der Welt" leisten möchte.

Manche wenig, manche viel, je nach eigener Überzeugung.

Dabei ist nicht immer derjenige ein Rübenschwein, bei dem das manchmal auf den ersten Blick so aussieht. Stichwort: "Die Kapitalisten sind schuld!!"

So ein Denken ist mir zu einseitig und zu wenig differenziert.

Wollte man wirklich ethisch einwandfrei handeln, also einer "Veranwortungsethik" statt einer Wertethik entsprechend, dann müsste man viel viel mehr tun, als nur fairetrade und Bio kaufen:

Bei allen Handlungen ( Was man kauft, wohin man fährt, wie man dort hin kommt, ...) müssten diese strengen Maßstäbe angelegt werden:

Kaufe ich beispielsweise eine Waschmaschine, dann muss ich mich fragen:

Ist es eine deutsche Firma, die Arbeitsplätze hier schafft oder eine chinesische, die billiger ist, aber Arbeitsplätze in China schafft?

Ist ein chinesischer Arbeitsplatz schlechter als ein deutscher?

Erfüllt die Firma alle wesentlichen Umweltauflagen?

Werden Teile im Ausland gefertigt und wie sind die Verträge mit den dortigen Firmen und wie wird innerhalb der Firmen mit den Arbeitern umgegangen ( Stichwort Gesundheit, Arbeitssicherheit...)

Setzt sich sich zusätzlich noch durch Verwendung entsprechender Produkte für die Ökologie ein?

Hat sie eine geplante Obszoleszenz in ihre Maschine eingebaut und geht deshalb schon nach 2 Jahren kaputt oder lässt sich sich auch noch nach Jahren reparieren?

Wie ist das mit den Mitarbeitern?Sind gleich viele Männer wie Frauen eingestellt?

Werden Behinderte eingestellt? Flüchtlinge? 

Sind genügend Frauen in der Vorstandsetage?

Wie ist die Arbeitszeitregelung und der Lohn?

Das ist nur ein kleiner Auszug aus den Überlegungen, die man bei jeder seiner Handlungen anstrengen müsste.

Und ehrlich: Wer macht das?

Antwort
von Bobby66, 33

Weil leider mit dem Begriff "Fairtrade" ebenso wie "Bio" jede Menge Schindluder getrieben wird. Und den Verdienst haben immer die großen Konzerne. Wie schon andere geschrieben haben - in der heutigen Zeit "guckt" man eben auf den Preis und nimmt das günstigere Produkt.

Kommentar von LeoEckl ,

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von mike230, 17

Meistens ist es der Preis, viele sehen es nicht ein mehr Geld für ein Produkt auszugeben welches Sie günstiger erhalten könnten. 

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von Spuky7, 34

Doppelt so teuer sind Fairtrade Produkte, viele müssen mit dem Cent rechnen.

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Antwort
von LordPhantom, 16

Teurer, unbekannt

Antwort
von AnonymousChris, 16

Weil es Ihnen vielleicht zu zu teuer ist.

Wenn es dich wirklich interessiert gehe in den Supermark, beobachte jemanden, der sich anstelle eines Produktes, lieber das billigere nimmt. (z.B. Kaffee) Frage die Person dann, warum sie diesen nimmt.

Wenn weder werden die Leute dann sauer, oder sie behaupten was von Geschmack...

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