Durch den Drehimpuls dreht sich die Erde - es ist also eine gigantische kinetische Energie vorhanden, die man nicht, oder noch nicht nutzen kann. Gibt es Forschungen oder Projekte, die sich mit der Gewinnung von Energie aus dieser Eigenrotation beschäftigt - oder ist diese Energiequelle überhaupt nicht nutzbar?

In der Tat wird die Eigenrotation der Erde direkt und indirekt auf vielfältige Weise genutzt. Die globale Zirkulation der Atmosphäre entsteht durch die Eigenrotation der Erde im Zusammenwirken mit breitenabhängigen Temperaturunterschieden. Die folge sind die Winde, die als große Front- und Wirbelsysteme auftreten und folge der Corioliskraft sind - eine direkte Wirkung der Erdrotation (gilt auch für die Passatwinde, die durch den Wärmeüberschuss am Äquator entstehen und durch die Erdrotation abgelenkt werden).
Gezeitenkraftwerke basieren nicht auf der Eigenrotation der Erde, sondern auf Gezeiten - und die werden durch die Gravitationskräfte der Sonne und des Mondes hervorgerufen, allerdings mit Beteiligung der Erdrotation. Ohne Sonne und Mondwirkungen aber gäbe es diese Erscheinung nicht.

Gibt es massig.
1 Km Fadem am Raumschiff dran. Erzeugt massig Energie wie ein Dynamo mit 1000 Wicklungen.

Ich denke nicht, dass man sie sich zu eigen machen kann.
Mal davon abgesehen, wäre es viel einfacher, einfach riesige Solarzellen in den Weltraum zu schießen.
Das Problem hier, wie auch bei deinem Beispiel ist nicht die Umsetzung, sondern das Ergebnis:
Wem gehört der Weltraum, wem gehört die Energie.
Vor solchen Problemen stehen wir.
Wassermensch am 6. November 2009 13:30 Und wie soll die von den "riesigen Solarzellen im Weltall" eingefangene Energie zum Verbraucher auf der Erde gelangen?
ja und wie willst du das nutzen? schließlich befindet sich ja hier alles "auf" der erde. oder willst du ein dynamolike gerüst um die erde bauen?

Das Magnetfeld der Erde ist als Energiequelle wohl zu schwach.
Ist es nicht so, dass wir es bereits nutzen? Z.B. die Windmühlen? Winde sind ja eine Folge dieser Rotation.
berndkaiser am 6. November 2009 14:01 Ist nicht korrekt, die Winde entstehen durch Luftdruckdifferenzen Hochs und Tiefs, bedingt durch Temperaturunterschiede – Energiedifferenzen in der Atmosphäre.
Windmühlen sind nur ein Beispiel, viel deutlicher wird das an Gezeitenkraftwerken, die funktionieren nämlich nur, weil die Erde schnell genug rotiert.
Das Erdmagnetfeld ist m. E. tatsächlich zu schwach.
Da würde ich doch lieber auf die Fusionsenergie setzen :-)
<Sarkasmus> Genau, lasst uns unseren Energiebadarf durch zentrale Großkraftwerke in den Händen einer skrupellosen monopolartig organisierten Energiemafia decken! </Sarkasmus>
Die 4 großen Stromanbieter in D haben 2008 mehr verdient als alle andern Dax-Unternehmen zusammen!
ist aber nicht verfügbar, und löst auch dann unsere Energiesorgen nicht.
Angenommen, wir würden die Rotationsenergie der Erde nutzen, dass heißt zum Beispiel in elektrische Energie umwandeln, um unsere Computer betreiben zu können.
Dann würde die Rotationsenergie immer weniger werden, die Erde sich also immer langsamer drehen und irgendwann wäre auf einer Seite der Erde immer Tag und auf der anderen immer Nacht.
Nein danke! Lieber nicht.