Frage von SirPanamera, 435

Wieso kann man den IS nicht still stellen?

Wieso kann man nicht einfach mit verbündeter Kriegsmacht das komplette Land des IS besetzen und anstatt das alle Flüchtlinge nach Europa flüchten den Kern bekämpfen !? Es kann doch nicht sein das ein paar "..." mehr Kriegsmacht haben als Europa oder die USA ??

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Skinman, 435

Das könnte man sogar sehr viel besser als seinerzeit im Irak und in Afghanistan, wo die Anwohner die "Aufständischen" ja vielfach nach Kräften unterstützt haben.

Die IS-Idioten sind demgegenüber bei weitem nicht so beliebt in vielen  von ihnen unterjochten Gebieten.

Aber zum einen müsste man dazu Bodentruppen reinschicken und die würden unweigerlich wieder Verluste haben. Was nicht populär im Westen ist. (Könnte natürlich sein, dass Paris eine False-Flag-Operation war, um genau diesen Umschwung in der westlichen Bevölkerung auszulösen. Von dem gefälschten syrischen Pass, den sie da gefunden haben, redet keiner mehr, seit der sich als Fälschung herausgestellt hat, und auch den Umstand, dass Frankreich schon eine Woche VORHER abrupt seinen Flugzeugträger nach Syrien schickte, diskutiert man in den Medien nicht. https://t.co/byeCcFV0PS)

Zum zweiten könnten sich diese Bodentruppen auch nicht auf die uneingeschränkte Unterstützung der Bevölkerung verlassen. Denn das haben Leute im Nahen Osten schon viel zu oft erlebt: Die Amis verziehen sich irgendwann wieder und sie müssen dann vor Ort die Folgen ihrer Fraternisierung ausbaden. Man erinnere sich, wie beispielsweise die Schiiten im Irak-Krieg von Bush senior eiskalt abgekocht wurden. Erst zum Aufstand aufgestachelt mit allen möglichen Zusicherungen - dann zugeguckt, wie Saddam sie abschlachtet, und derweil abgezogen.

Und zum Dritten würde das bedeuten, dass diese Bodentruppen die Drecksarbeit für irgend eine der anderen Gruppierungen dort macht - ein Machtvakuum erzeugt, das nach ihrem Abzug jemand anderes besetzen wird. Da gibt es aber keine moderaten Gruppen. Also wen will man an die Macht intervenieren?

Bei den Russen ist die Antwort klar: Assad.

Kommentar von carglassXD ,

Gute Antwort :-)

Antwort
von Miramar1234, 349

Genau darüber fängt man an nachzudenken.Das Gebiet von Mali bis Libyien,von Pakistan bis Syrien ist so riesig,das es ein logistisches,finanzielles,armeeintensives wie auch sehr riskantes Unterfangen wäre,nicht nur den IS,sondern alle relevanten Terrorzellen auszuschalten.Möglicherweise würde die Solidarisierung des gesamten Islames dann so groß ausfallen,das eine Auffüllpraktik entstünde.Allerdings wäre es sinnvoll und auch möglich Spezialeinheiten direkt in die Stellungen und Lager der Terroristen zu schicken,besonders geschulte Einheiten vorausgesetzt,hohe Verluste einkalkulierend,die Terroristen mit den eigenen Waffen zu schlagen.Angst,nicht wissen woher die Angreifer kommen,und nicht wissen wie man sich wirksam verteidigen könnte.Hierzu müsste es aber aus nahezu allen westlichen Staaten,zu abgestimmten Operationen kommen.Wenn ein Feind nicht klar umrissen ist,keine eindeutigen Staaten betrifft,kann er nicht mit der herkömmlichen Kriegsmaschinerie bekämpft werden.Eine Tatsache die die USA nicht nur verkannt hat,sondern nicht wahrhaben will.Sonst würden Sie den Fehler heilen wollen.Aufnahme der Flüchtlinge und andersartige Einsätze.Liebe Grüße

Kommentar von SaiyajinWeib ,

Ebenfalls soll gesagt werden, das die IS eine Organisation ist, kein Staat und somit auch keinen festen Standpunkt hat. Diese "IS Kämpfer" könnten ÜBERALL sein. Selbst hier in Deutschland.

Antwort
von Jasminzina1, 44

weil es den is so nicht gibt wie sie dargestellt wird.die usa usw. wollen dass es in europa krieg,armut gibt.siehst du nicht wie jetzt die meisten schlecht über muslime sprechen?das ist alles geplant damit sie krieg führen können und die leute kein schlechtes gewissen haben weil sie ja gegen die "bösen"kämpfen..es gibt ein gutes video in youtube :

wenn du zeit hast geh es anschauen.

Antwort
von qosimo, 193

Militärisch wäre das gar kein Problem, aber man fürchtet sich vor dem, was man dabei, will man es richtig machen, anstellen müsste.

Nur faktisch, nicht humanistisch oder moralisch betrachtet, müsste man dort einfallen, jeden Quadratmeter absuchen, jedes Haus, jede Straße, jede Moschee und jeden, aber wirklich jeden Unterstützer, und wen der nur einmal eine Fahne von denen geschwenkt hat, Männer, Frauen, Kinder, Greise entweder ohne viel Federlesens sogleich abmurksen oder aber zeitlebens wegsperren.

Beides ist humanistisch nicht akzeptabel, einfach so abmurksen nicht, in genau dem Moment wäre man keinen Deut besser als diese A...geigen und Guantanamo hat auch nicht gerade des besten Ruf, was das Wegsperren zeitlebens angeht, wäre auch nicht groß genug dafür.

Anders jedoch kommt man dem rein faktisch nicht bei, ganz einfach.

Weil man das weiß, fällt man da nicht ein. Vielleicht hofft man, dass es Mächte gibt, die das dann machen, ohne dass man sich selbst da auf diese Weise einbringen müsste. Deswegen die Bomardierungen, man hofft, die so zu schwächen, dass z.B. die Peschmerga eine Chance haben, in dem Wissen, dass die bislang keine Gefangenen gemacht haben. Bekommen die einen in die Griffel, machen die den platt.

Zudem kommen widerstreitende Interessen, die Russen wollen z.B. ihren Stützpunkt nicht verlieren und helfen dem Assad, den wäre der weg, könnten sie ihren Einfluss dort vergessen und damit auch ihren Stützpunkt. Deswegen bekämpfen genau die dabei auch die, die gegen diesen sind,auch wenn die hilfreich gegen den IS wären.

Zudem war es auch nicht gerade hilfreich, dass die Amis sich seit Jahrzehnten dort unten eingemischt haben, dumdreist umeinandergemetzelt haben, sodass es gerade genug gibt, welche die nicht leiden können - aus gutem Grund.

Auch Auswirkungen der Kolonialzeiten spielen dabei eine Rolle, selbst der Einfluß des NS-Regimes in Deutschland hat da einiges zu tun, und nicht nur dort, besieht man sich z.B., dass die ägyptische Muslimbruderschaft durch das NS-Regime unterstützt wurde, um die Gegend zu destabilisieren, dadurch erst richtig Oberwasser bekam, dem Umstand, dass einige deren Mitglieder in Deutschland selbst bei der Judenverfolgung aktiv waren wie auch der Umstand, dass man nach dem 2. Weltkrieg dort einfach mal so Staatsgebilde geschaffen hat, Grenzen gezogen und bestimmt hat, dabei Völker voneinander getrennt und andere zusammengesperrt hat, ohne jegliche Rücksicht auf kulturelle Erfordernisse, einfach mal so, Stift, Karte, Grenzen, fertig ist die Laube.

All diese Dinge rächen sich nun so richtig fürchterlich.

Besieht man sich den ganzen Humbug, den man dort über die Geschichte veranstaltet hat, scheint es nun auch nicht sonderlich hilfreich, erneut dort einzufallen und zu wüten, eigentlich.....


Kommentar von Trashtom ,

Militärisch wäre das gar kein Problem, aber man fürchtet sich vor dem, was man dabei, will man es richtig machen, anstellen müsste.Nur faktisch, nicht humanistisch oder moralisch betrachtet, müsste man dort einfallen, jeden Quadratmeter absuchen, jedes Haus, jede Straße, jede Moschee und jeden, aber wirklich jeden Unterstützer, und wen der nur einmal eine Fahne von denen geschwenkt hat, Männer, Frauen, Kinder, Greise entweder ohne viel Federlesens sogleich abmurksen oder aber zeitlebens wegsperren.

Abgesehen davon, dass du hier die "Endlösung der IS-Frage" (vielleicht so ähnlich schonmal gehört) erwähnst, frage ich mich, was du unter "dort" verstehst? Glaubst du die IS Ideologie ist an einen Ort gebunden? 

In welcher Welt ist es militärisch möglich ein ganzes Land abzusuchen? Abgesehen davon, dass IS Anhänger auf der ganzen Welt verstreut sind und nicht gerade Namensschilder tragen. 

Diplomatie? "Na klar, schicken sie mal 1 Million bewaffnete Männer in mein Land, die jeden Meter absuchen und jeden erschießen der nicht beweisen kann, kein IS-Anhänger zu sein." 

Kommentar von qosimo ,

Abgesehen davon, dass du hier die "Endlösung der IS-Frage" (vielleicht so ähnlich schonmal gehört) erwähnst,

Weiß ich, deswegen schrieb ich ja, rein faktisch, jedoch humanistisch nicht akzeptabel, oder solltest Du das überlesen haben?

Weißt Du, es gibt immer mehrere Arten, ein Problem zu betrachten, rein faktisch und moralisch. Rein faktisch würde eine solche Lösung funktionieren, moralisch jedoch sicherlich nicht.

was du unter "dort" verstehst?

Überall, wo sowas wütet.

Diplomatie? "Na klar, schicken sie mal 1 Million bewaffnete Männer in mein Land, die jeden Meter absuchen und jeden erschießen der nicht beweisen kann, kein IS-Anhänger zu sein."

So ungefährt - deswegen moralisch nicht akzeptabel. Zudem hätte das mit Diplomatie nichts zu tun, eher was mit Schlachthaus, man sollte sich sicherlich einem solchen Unterfangen enthalten, zumal man dann ähnlich agieren würde, wie diese A....geigen.

Antwort
von LittoOrigin, 309

Ich denke, das größte Problem liegt darin, dass man gegen einen Schatten kämpft. Der IS ist ja in jedem Land vertreten und einschüchtern lassen diese sich ja nicht so gut.

Richtig ausfindig machen kann man ja nur die Stützpunkte, aber trotzdem richtig bekämpfen hätte man die wohl nur mit Einreise-Kontrollen und Registrierung von Anfang an.

Kommentar von Gegengift ,

Den IS mit Einreisekontrollen bekämpfen - wie soll denn das gehen? Der IS  rekrutiert doch nur in kleinen Teilen Leute aus dem Ausland.

Antwort
von Panazee, 52

Das Problem ist, dass die keine einheitliche Uniform tragen. Im 2.Weltkrieg wusste man auf welche Uniform man schießen musste. Auf wen will man dort schießen? Auf jeden, der einen Bart hat und den Koran kennt?

Man kann Stellungen bombardieren. Man könnte diese Stellungen auch erobern. Viele IS Kämpfer gehen dann erst einmal nach Hause, sagen, dass sie nicht dabei waren und wenn die Besatzungstruppen wieder weg sind, kommen sie wieder raus und erobern die Stellungen zurück.

Antwort
von Ontario, 184

Dazu ist es zu spät. Die IS hat sich zu einer Terrororganisation entwickelt, die weit verzweigt agiert. Man hat viel zu lange gewartet, um dagegen anzugehen.Bombardements helfen überhautpt nichts. Vernichtet man einen Stützpunkt, z. B. in Syrien, so verlegen die ihre Aktivität in den Irak, oder nach Mali, den Sudan, Nigeria. Wirkliche Schläge gegen diese Banden sind nur mit Bodentruppen zu erreichen. Dafür braucht man aber ein UN Mandat. Man kann nicht ohne dieses Mandat Krieg gegen die IS führen. Man würde die Souveränität eines Staates verletzen. Bis solche Mandate beschlossen werden, vergeht in aller Regel wiederum viel Zeit in der das Morden weitergeht. In Nigeria wurden Tausende Menschen ermordert. In manchen Dörfern die gesamte männliche Bevölkerung. In Nigeria ist zwar eine andere Terrorgruppe zugange, die sich übersetzt " ohne Bildung" nennt. Im Grunde Islamisten sind, wie die IS Kämpfer.
In Syrien gibt es eine weiteres Problem. Zwischen Assad und Putin bestehen sehr enge Beziehungen. Assad hat inzwischen mehr als 250 000 Menschen auf dem Gewissen. Putin bekämpft diejenigen, die gegen Assad sind. Zwar behauptet Putin die Terroristen zu bekämpfen, meint damit aber die Gegner von Assad. Die Amerikaner bekämpfen die IS. Das muss man unterscheiden. Solange das Land Syrien nicht befriedet wird, werden die Flüchtlingsströme nicht nachlassen. Wer bleibt schon in einem Land in dem man um sein Leben fürchten muss ?

Kommentar von Miramar1234 ,

Na ja einige Aussagen sind schon tendenziös und unterstreichen die gemachten Volksverdummungen.Nicht umsonst kommt man so allmählich....auf Linie Putins.Rebellen und Terroristen,angestiftet und aufgehetzt durch den Westen,insbesondere USA haben gegen die reguläre Polizei und Armee,und damit Assad gekämpft.Nur Assad hat es vermocht mit konkurrierenden bis verfeindeten Glaubensrichtungen umzugehen.Die Maßstäbe die angelegt werden sind lebensfremd.Man vergleiche Libyen=> Gaddafi.Beste Grüße

Falsche Beweise wie Giftgaseinsatz ,kennen wir schon von Saddam Hussein.(Atomprogramm etc)

Kommentar von sarahj ,

Du hast das korrekt erkannt. Das Machtvakuum, welches durch die Stürze der Führer entstand ist ja ursächlich für das Chaos mitverantwortlich. Es gilt eben: eine schlechte Ordnung ist immer noch besser als gar keine. Es sieht so aus, als könne nur eine diktatorische Staatsform dort im Moment eine Besserung bringen.
(nicht das mich jemand falsch versteht: ich find das keineswegs gut - aber besser als was gerade passiert, und eine andere Lösung  wie z.B. eine Demokratie in unserem SInn sehe ich nicht als realistisch).

Insofern ist es nicht hilfreich, zu fordern, Assad müsse weg, oder darf nur vorrübergehend weiter machen (i.e. wenn alles ruhig ist, muss er weg). Aus Sicht Assads ist das keine wirkliche Option. Man versetze sich in seine Lage: ich darf gegen den IS kämpfen, aber danach komme ich ins Gefängnis oder werde abgemurkst. Wer wäre da hochmotiviert?

Ich bin auch generell kein Freund Putins, aber hier hat er Recht. Der Westen muß in den saueren Apfel beissen und Assad unterstützen.

Kommentar von Agentpony ,

Dafür braucht man aber ein UN Mandat. Man kann nicht ohne dieses Mandat Krieg gegen die IS führen.

Könnte man schon, wenn die jeweiligen Staaten um diese Hilfe ersuchen. Nur bräuchte man im Falle des Kern-Isis wohl zwei miteinander deckungsgleiche Gesuche von Syrien und dem Irak.

Da man es als Polizeiaktion ausgeben kann, dürfte es auch so einige Hemmnisse weniger geben - der Zustand, bei einem nicht-Vertragsalliierten im Lande militärisch einzugreifen, dürfte in vielen Ländern nicht gesetzlich geregelt sein.

Antwort
von Akainuu, 46

"Wieso kann man nicht einfach mit verbündeter Kriegsmacht das komplette Land des IS besetzen und anstatt das alle Flüchtlinge nach Europa flüchten den Kern bekämpfen !? Es kann doch nicht sein das ein paar "..." mehr Kriegsmacht haben als Europa oder die USA ??"

Länder besetzen, Auge um Auge...Gott, Menschen sind so einfach gestrickt.

Genau solchen Denkmustern haben wir die momentane Lage zu verdanken.

Man stelle sich ein Land vor, das in andere Länder eindringt, Demokratie in Form von Bomben mitbringt und das Land bis zum letzten Bisschen ausbeutet. Danach heißt es "Habt Spaß mit eurer Demokratie" und ab ins nächste Land. Das Resultat dessen sind unzählige tote Zivilisten, die sterben mussten, um "Demokratie" zu bringen, die sich nie durchgesetzt hat.

Meine Frage: Was bringt dieses Land nun für Menschen hervor? Menschen, die ihre Liebsten aufgrund der Unersättlichkeit anderer Länder verloren haben und voller Hass sind.

Vor den "Demokratisierungskriegen" war die Anzahl terroristischer Gruppierungen vergleichsweise minimal - schau dir jetzt mal ihre Anzahl an Anhängern an.

Die IS wird in erster Linie nicht von ihrer Interpretation des Islams geprägt, sondern von ihrem Hass. 

Ihre Stärke haben sie vor allem den Kriegen der vergangenen Jahrzehnte zu verdanken, die von westlichen Ländern im Namen des Friedens geführt wurden. Das ist eine sehr traurige Tatsache, der Boomerang kommt zurück und es sind immer Unschuldige, die dafür ihr Leben lassen.

Was ich damit sagen möchte: Es muss endlich mal ein Umdenken stattfinden.

Gewalt kann nicht mit Gewalt bekämpft werden und das ist kein philosophisches Geschwafel, sondern eine wichtige Tatsache.

Man spielt diesen Leuten nur in die Hände, wenn man weiterhin mit seinem Verständnis von Krieg irgendwelche Probleme beseitigen möchte.

Das Besetzen irgendwelcher Länder, irgendwelche Luftangriffe und Anschläge haben genau den gegenteiligen Effekt.

Ein Beispiel: In den Nachrichten hören wir zunehmend von Zivilisten, die durch die Luftangriffe ums Leben kommen. Nur ein kleiner Bruchteil trifft auch Terroristen. Nun frage dich mal, was diese Leute für ein Leben haben werden, die durch Drohnenangriffe ihre unschuldigen Anschläge verloren haben und du wirst unter Garantie Leute finden, die sich in der Zukunft solchen Gruppierungen wie der IS anschließen.

Und dann kommen diese Leute mir ihrem "Es müssen Opfer gebracht werden" Geschwafel. Widerlich, wie würden sie sich denn fühlen, wenn der Tod des eigenen neugeborenen Kindes als "notwendiges Opfer" bezeichnet wird?

Ich habe auch keine ultimative Lösung, ich bin auch nicht allwissend, aber die momentane Vorgehensweise ist FALSCH und ein Teufelskreis.

Die IS ist das Produkt der Vergangenheit, wer aus der Vergangenheit nicht lernt, der muss sie wiederholen.

Antwort
von Trashtom, 106

Man kann eine Ideologie wie den IS nicht töten. 

Deutschland wurde bis auf die Grundmauern in Schutt und Asche gelegt und von allen Seiten überfallen. Sind deshalb die NAZIs  "getötet" worden? Nein.

Man besiegt den IS in dem man den Menschen dort unten hilft. Nicht indem man ihre Häuser und Familien zerbombt und somit neue IS Freiwillige züchtet, die den Westen abgrundtief hassen.

Kommentar von Agentpony ,

Sind deshalb die NAZIs  "getötet" worden? Nein.

Nein, aber derartig marginalisiert worden, daß die Ideologie in der Folge keine tiefere Rolle mehr spielen konnten ("Neo"-Nazis und andere Rechtsextreme verfolgen eine andere Ideologie, als die Großväter)

Kommentar von Trashtom ,

Neo"-Nazis und andere Rechtsextreme verfolgen eine andere Ideologie, als die Großväter

Und diese von Grund auf andere Neo-Nazi Ideologie, macht sie jetzt weniger gefährlich als die Nazi Ideologie? 

Antwort
von Herb3472, 118

1. weiß man nicht, wer aller zur IS gehört bzw. mit ihr sympathisiert und wer nicht;

2. kann man nicht die gesamte Bevölkerung einer Region ausrotten, weil da vielleicht IS-Kämpfer darunter sind;

3. stammen einige der brutalsten IS-Terroristen aus Europa, und solange sie nicht auffällig werden, kann man ihnen nichts anhaben;

Antwort
von Joker3005, 145

weil niemand weiß, wieviele es von denen gibt und wo sie sind. Die meisten können erst als ISIS -Mitglied identifiziert werden, wenn es zu spät ist. Und wenn man sich die Köpfe vornimmt, werden neue Köpfe kommen.

Es wird also niemals ein Ende nehmen, denn wir kennen sie nicht...

Antwort
von 2ndHand, 33

Die USA könnte militärisch gesehen den IS in wenigen Wochen wegpusten, das ist aber nicht deren Ziel. Die US Regierung benutzt sogar den IS, um das Assad-Regime zu bezwingen. Schon lange ist er der US Regierung ein Dorn im Auge, weil er Erdölgeschäfte mit Russland macht, das passt den amerikanischen Bonzen nicht. Warum auch Bodentruppen schicken wenn der IS die Drecksarbeit machen kann? In meinen Augen ist der kalte Krieg noch nicht zu ende. Auch in den Medien wird massive "Russlandhetze" betrieben. Die Russen sind aber ganz normale Menschen wie andere Europäer.

Antwort
von Suboptimierer, 105

Die Frage ist, ob man gegen eine Nation oder eine Mentalität kämpft.

Mentalitäten können sich streuen und nicht gebündelt mit einem Schlag bekämpft werden.

Antwort
von Omnivore08, 57

1. wie willst du sicher stellen, dass IS-Kämpfer nicht unter den Flüchtlingen sind?

2. Wie willst du sicherstellen, dass die sich nicht einfach umdrehen und woanders hingehen?

3. Wie rechtfertigst du einen weiteren Krieg?

4. Wer hat denn nun  recht? Darf NUR der Westen IS angreifen oder darf IS nicht auch den Westen angreifen? Du musst das mal aus der Sicht der Betroffenen sehen.

5. Syrien und Irak haben zusammen 55mio Einwohner. Ich hoffe auch du teilst ein Bettchen mit diesem Flüchtling und teilst dein Einkommen mit ihm für Brot und Wasser

6. Wer soll das bezahlen?

PS: Das ist hier KEINE Rechtfertigung, sondern nur eine Definitionsfrage von "Gut" und "Böse". Der Westen hält sich für was besseres und darf Krieg führen? Aber wehe der IS tötet mal 129 Menschen. Weißt du wieviele Islamisten starben durch USA und Frankreich?

Wie gesagt...keine Rechtfertigung für irgendeine kriegerische Handlung. Krieg ist IMMER Sch.... Egal von welcher Seite es ausgeht. Und was Krieg für Folgen hat, dass hat man an den Amis ja im Irak gesehen. Kriegsgründe erfinden, das Land in Schutt und Asche legen und dann abhauen als wenn nix wäre. In welchem Land bildete sich nochmal der IS? *Kopfkratz* Wann überfiel die USA nochmal den Irak? *DoppelKopfkratz*

Es kann nicht sein, dass ein paar Weltpolzeispieler glauben über Recht und Unrecht von Ziegenhirten entscheiden zu dürfen.

Was legitimiert bitte den Westen Krieg zu führen, welches Recht die Islamisten nicht haben?

Denk mal drüber nach! ...

Antwort
von 0815Interessent, 107

In deiner Frage steckt auch schon das Kernproblem deiner Idee: Welches Land des IS? Wo sollen die Truppen denn angreifen? Der IS hat nun mal kein festes Territorium, dafür kämpfen die in Syrien etc. ja. Da gibt es nun mal nichts konkretes, weswegen der Kampf gegen sie ja so schwer ist.

Antwort
von Krokus24, 32

Es sind schon einige gute Antworten dabei. Aber meiner Meinung nach fehlt hier der wesentliche Aspekt.

Europa und USA können keine Lösung für das Problem bringen, weil insbesondere die USA das Problem sind.

Klingt etwas merkwürdig nach "Die Amis sind schuld an allem, was passiert" - Aber lasst euch mal kurz auf folgende Fragen ein: 

Wer profitiert von diesem IS-Terror? Wieso kommen die brutalsten Kämpfer ausgerechnet aus Europa (Frankreich, Deutschland, England)? So brutal waren bisher nicht mal die afghanischen Taliban. Wieso kommen sie immer noch über die türkische Grenze nach Syrien und Irak rein? Wie gewillt ist die Tükei diese Grenze zu schließen? Wieso schießen die Türken (NATO-Staat und US-Verbündeter) immer noch syrische Flugzeuge über syrischem Gebiet ab, wenn die gerade dabei sind Terroristen zu bekämpfen.

Woher bekommen die Terroristen die Waffen? Und das Geld? Angeblich finanzieren sie sich ja vom Öl-Verkauf. Öl wird nicht im Kofferraum geschmuggelt, sondern in Öl-Tankern, die man nicht verstecken kann. Wer kauft dieses Öl ab?

Die USA führen ja diese sogenannte "Koalition gegen den Terror" im Irak an. Welche Erfolge hatten sie bis jetzt? Wieso hat Russland in so kurzer Zeit viel mehr Erfolge in der Terrorbekämpfung? Wir sehen Videos von russischen Flugzeugen, wie sie Stellungen der Terroristen beschießen. Wo sind diese Videos von den US-Flugzeugen?
Wieso behaupten Iraker und Iraner, dass sie gesehen haben, wie US-Flugzeuge und US-Helikopter mehrmals den IS mit Waffen versorgen? Lügen sie, weil sie sie einfach nicht mögen?

Wieso hat man die Terroristen erst unter dem Namen "IS" als Terroristen erklärt, aber als sie die gleichen Verbrechen (und sogar schlimmere) als "Rebellen gegen Assad" begangen haben, hatten USA und Europa kein Problem mit ihnen?

Ich bleibe dabei: Die europäische Bevölkerung muss gegen jede militärische Intervenierung sein! Denn das Problem ist, dass durch diese  Intervenierung der IS nur gestärkt wird. Das sieht man an dieser angeblichen "Koalition gegen den Terror" - die aber in Wahrheit nichts tun, als den Terror zu erhalten und zu steuern.

Kommentar von BTS10 ,

Ich bleibe dabei: Die europäische Bevölkerung muss gegen jede militärische Intervenierung sein! Denn das Problem ist, dass durch diese  Intervenierung der IS nur gestärkt wird. Das sieht man an dieser angeblichen "Koalition gegen den Terror" - die aber in Wahrheit nichts tun, als den Terror zu erhalten und zu steuern.

Ich halte deinen Ansatz für falsch, die europäische Bevölkerung muss nicht gegen militärische Intervention sein, sondern man muss der europäischen Bevölkerung beibringen, daß man im Fall von Terroristen nicht mit "normalen militärischen Mitteln" agieren kann. Wenn man diese "Kämpfer" besiegen will, dann muß man den Teufel mit Belzebub austreiben, das heißt mit gleicher Brutalität zurückschlagen.

Ich habe irgendwo einmal gelesen, daß der KGB im Libanon die veschiedenen Anführer der verschiedenen Milizen aufgefordert hat russische Bürger, Verzeihung damals sowejtische Bürger in Ruhe zu lassen.

Als das nicht geschah, fand der Anführer der Miliz der sich nicht an die Anweisung hielt, das Auge eines nahen Familienmitgliedes im Wasserglas neben seinem Bett.

Draufhin wurden die Sowjets im Libanon in Ruhe gelassen.

Man muß den IS-Kämpfern nur einen Grund geben um mit Ihrem Blödsinn aufzuhören.

Kastriert einfach alle gefangengenommene IS-Angehörige. Nach Möglichkeit öffentlich. Ich glaube wenn dieses Vorgehen auch bei den Rückkehrern angewandt wird, dann ist bald Ruhe.

Kommentar von Krokus24 ,

Das ist ziemlich bestialisch, was du beschreibst. Man sollte bei allem gegenseitigen Hass nicht vergessen, dass die IS-Kämpfer ebenfalls Opfer dieses Krieges sind. Sie wurden dahingeschickt in der Illusion dem einen, einzigen islamischen Staat zu Ehre und Ruhm zu verhelfen. Man kann den Dummen nicht von der Schuld freisprechen, weil er dumm ist. Aber die Mittel für den Terror kommen nicht durch Dummheit allein. Sie wurden in den Tod geschickt. Wer ihnen diese kranke Ideologie eingeimpft hat (Saudi-Arabien, ebenfalls ein US-Verbündeter), sollte zur Rechenschaft gezogen werden.

Kommentar von Krokus24 ,

Ich möchte zu den Fragen oben eine weitere hinzufügen, die erst heute aufkommt: Wieso beschießt die Türkei neuerdings aus russische Kampfjets, wenn diese gerade dabei sind Terroristen zu bekämpfen?

Antwort
von johnny1v, 219

Weil man das Problem nicht bekämpfen möchte

Kommentar von SirPanamera ,

dann scheint es kein Problem zu sein, sondern von nutzen?

Kommentar von Sempalon ,

korrekt!  Wie schon damals bei Alkaida - zuerst macht man die "freiheitskämpfer" groß - unterstützt sie mit geld und waffen - damals noch gegen die sowjets - und kaum gibt es keine sowjets mehr benennt man die "freiheitskämpfer(parallele zum maidan?^^) einfach zu terroristen um und schon hat man wieder gründe seinen einflussbereich per waffengewalt auszuweiten! ;-)  Das gleiche Spiel spielen sie noch heute - es gibt halt für die USA immernoch die guten Terroristen (in den Medien als Freiheitskämpfer gefeiert) und die bösen Terroristen - doch in Wahrheit gibt es keine guten Terrors. WAKE UP!

Kommentar von RoyalWarrior ,

und kaum gibt es keine sowjets mehr benennt man die "freiheitskämpfer(parallele zum maidan?^^) einfach zu terroristen um und schon hat man wieder gründe seinen einflussbereich per waffengewalt auszuweiten!

Die sowjetischen Soldaten hinterließen ein bis auf die Grundmauern zerstörtes Land, Ruinen, Wohnungslose, Invaliden und alles was eben zu einem Krieg dazu gehört. Und die USA, die einen Haufen Geld investiert hatten, um die Afghanen beim Kampf gegen die Sowjetunion zu unterstützen, zogen sich schleunigst auf der Affäre, anstatt auch nur einen einzigen Dollar in den Wiederaufbau der Infrastruktur zu stecken. Die Mudjahedin hatten ihre Waffen natürlich noch, haben sich radikalisiert und fanden in der völlig desillusionierten Bevölkerung willige Unterstützer. Dasselbe in Syrien. Aus Abspaltungen der Widerstandskämpfer gegen Assad entstand zunächst der ISIS, der später zum IS wurde. Dass das in irgendeiner Form geplant gewesen sein soll, halte ich für Schwachsinn. :)

Kommentar von sarahj ,

mit Deiner Beschreibung der falschen Strategie und den fatalen Auswirkungen hast Du vollkommen recht.
Ich vermute dahinter aber keine Absicht, sondern schlicht naive Dummheit. Auch in den USA sitzen Politiker, die eine genauso populistische, kurzfristige nicht-Strategie verfolgen, wie unsere Herren, die im naiven Glauben an eine demokratische Ordnung nach westlichem Muster da unten fordern, Assad müsse weg.

Was allerdings so manche Militärs, Geheimdienste und die Rüstungslobby angeht, stimme ich Dir bei: die haben im Grunde wenig gegen die Situation und profitieren davon. Aber insbesondere die Geheimdienste sind ja aktuell kaum von der Politik kontrollierbar und schon gar nicht von ihr gesteuert.

Antwort
von RoyalWarrior, 145

Oh, das hat man in Afghanistan probiert - hat nicht funktioniert.

Man hat es im Irak probiert - hat nicht funktioniert.

Dann wäre da noch der Vietnam-Krieg. Ist alles doch nicht so einfach. :)

Kommentar von RoyalWarrior ,

Ach ja, davon abgesehen geht es weniger um die Frage, ob es möglich wäre diesen Konflikt militärisch zu beenden - was zweifelsohne zu bewerkstelligen wäre -, sondern viel mehr darum, zu welchem Preis ...

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