Frage von clarissamendley, 159

Wieso kann ich meinen Vornamen nicht ändern, einen Buchstaben dranhängen?

Hallo, in der Überschrift ist meine Frage noch sehr allgemein formuliert, ich glaube aber ein spezieller Fall zu sein, den ich jetzt genauer schildern möchte: Ich stamme ursprünglich aus einem anderen Land und wurde vor sechs Jahren eingebürgert. Damals haben meine Eltern meinen Vornamen angegeben. Dieser klingt auf deutsch jedoch eher nach einem männlichen Vornamen als nach einem weiblichen, ich würde gerne ein a an den Vornamen dranhängen. Ich bin jetzt 18 Jahre alt und muss zugeben, dass es mich in diesen sechs Jahren sehr gestört hat Post zu bekommen die an einen Herr Soundso und nicht an eine Frau Soundso gerichtet war. Auch meine Krankenkasse war der jahrelangen Überzeugung ich sei ein Junge. Von meinen Freunden und Lehrern werde ich immer so genannt, wie ich es nun auch in meinem Ausweis stehen haben möchte, also mit einem a am Ende meines Vornamens. Nun war ich beim Rathaus, dort gab man mir eine Nummer, ich glaube es war eine Nummer für eine Standesamtbeamtin. Gerade eben rief ich dort an und schliderte mein Anliegen, jedoch nicht so detailliert. Die einzige Auskunft, die ich dort erhielt war, dass wenn meine Eltern mich ohne a eingetragen haben, dass auch so bleiben müsste und sie daran nichts ändern könne. Im Internet jedoch lese ich, dass die einzigen Voraussetzungen für eine Namensänderung sind, deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnhaft zu sein und ein ernsthaftes Problem mit seinem Namen zu haben, oder ihn beispielsweise eindeutschen zu lassen. Genau diese Voraussetzungen erfülle ich meiner Meinung nach, verstehe jedoch nicht ganz warum die Frau vom Standesamt mich direkt abwürgte und sagte eine Namensänderung sei nicht möglich, dabei sagte sie etwas davon dass sie per öffentlichem Recht nichts gegen die Entscheidung meiner Eltern per privatem Recht tun könne. Kann mir jemand das genauer erklären und sagen welche Möglichkeiten mir bleiben bzw. mir helfen? Danke im voraus, es ist mir wirklich sehr wichtig dies zu klären. LG

Antwort
von LiselotteHerz, 104

Wenn man einen Vornamen hat, wo nicht eindeutig das Geschlecht daraus hervorgeht und man deshalb Nachteile hat, kann man diesen Vornamen beim zuständigen Standesamt ändern lassen, auch wenn die Dame das Gegenteil behauptet hat.

Kostet allerdings eine Kleinigkeit.

lg Lilo

Wie heißt Du denn, würde mich mal interessieren?

Antwort
von Willibergi, 38

Gehe doch einfach mal zum Standesamt in deinem Wohnort und frag nach.

Die Menschen dort werden die sicher gern weiterhelfen.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen; wenn du noch Fragen hast, kommentiere einfach.

LG Willibergi

PS: Wie heißt du denn? ;)

Kommentar von BlumgamTv ,

Das könnte man auch versuchen. Williberger, eine Antwort sind sie mir noch Schuldig;)

Kommentar von Willibergi ,

Welche denn? :)

LG Willibergi

Antwort
von aetnastuermer, 11

Es gibt in fremden Sprachen tatsächlich Vornamen, die in Deutschland bezüglich der geschlechtlichen Zugehörigkeit  zu Missverständnissen führen; Beispiel: Andrea, Gabriele oder Simone sind in Italien männlich, hier ausschließlich weiblich. Der russische Vorname Ljubow klingt in unseren Ohren richtig männlich, ist aber tatsächlich ein Name für Mädchen. Wenn es bei dir ähnlich ist und das Missverständnis durch ein angehängtes "a" zu beseitigen ist, wäre das m. E. ein wichtiger Grund für eine Vornamensänderung, zumal du in der Vergangenheit schon mehrfach negative Erfahrungen wegen deines Vornamens gemacht hast. Beantrage die Namensänderung und lasse dich wegen der Auskunft der mutmaßlichen Standesbeamtin nicht davon abschrecken, notfalls kannst du gegen eine negative Entscheidung Widerspruch einlegen und spätestens die übergeordnete Stelle verhilft dir zu deinem Recht!

Antwort
von Teddy42, 82

Versuch es mal hier:https://www.service-bw.de/leistung/-/sbw/Namensaenderung+nach+dem+Namensaenderun...

Antwort
von beangato, 59

Das

ein ernsthaftes Problem mit seinem Namen zu haben,

gilt meines Wissens nur für den Familiennamen. Wenn Du da einen anstößigen Namen hast, geht das zu ändern.

Du wirst wohl mit Deinem Vornamen leben müssen.

Antwort
von xNerdGirlx, 89

http://www.vorname.com/namensaenderung.html da kannst du mal nachlesen :) 

Antwort
von BlumgamTv, 70

Beamte = Faul. Versuche einen anderen Ansprechpartner beim Amt zu finden. Oder direkt vor Ort informieren.

Kommentar von hauseltr ,

Beamte = Faul.

BlumgamTv = Doof!

Kommentar von PatrickLassan ,

Antwort = Klischee.

Kommentar von BlumgamTv ,

Klischee welches sich immer wieder bestätigt. Natürlich kann man nicht pauschalisieren. Deswegen soll sie es auch bei einem anderen Ansprechpartner versuchen.

Kommentar von hauseltr ,

Du beleidigst pauschal eine Berufsgruppe und weißt nicht mal, ob es überhaupt eine Beamtin war, die diese Auskunft gegeben hat. Es kann auch eine Angestellte gewesen sein!

Kommentar von BlumgamTv ,

okay Entschuldige. Ich habe bisher (fast) nur negative Erfahrungen gemacht. Ob es meine damaligen Lehrer waren, meine Ansprechpartner in der Ausbildung, und und und.

Kommentar von Willibergi ,

Lehrer sind faul?

Ich glaube, Schülern sollte mal ein anderes Bild von der Arbeit als Lehrer vermittelt werden.

LG Willibergi

Kommentar von BlumgamTv ,

Ich kann nur aus meinen Erfahrungen Sprechen. Meine Fachlehrerin hatte in jedem Jahr exakt die gleichen Klausuren. Vermittelte Lehrstoff der über 30 Jahre alt ist. Mein anderer Lehrer der nur uns als Klasse hatte, hat es nicht einmal geschafft in den Ferien die Klausuren zu korrigieren. 5-10 mal am Tag Kaffee holen, kann man auch in der Pause erledigen. Zudem fehlten mir Gefühlt die Hälfte des Lehrstoffes da unsere Lehrer leider die Hälfte meiner Lehrzeit "krank" bzw. im Urlaub waren. Verstehe ich sowieso nicht. Wieso fahren Lehrer nicht in den Ferien in den Urlaub ? Jetzt komm mir bitte nicht damit, daß es zu teuer sei. Sie haben sich den Job selber ausgesucht. Im Gegenteil gibt es wieder Lehrer die sich den Ar*ch auf reißen. Die alles dafür tun das es deren Jahrgang schafft. Die trotz einer vielzahl zu unterichtenden Klassen die Arbeiten innerhalb von 6 Wochen korrigiert bekommen. Verwandte von mir sind im Lehramt tätig. Etwas von dem Arbeitsalltag, habe ich kennengelernt und zu schätzen gelernt. Trotzdem gebe ich dir Recht Willibergi. Im Allgemeinen wird die Arbeit im Lehramt unterschätzt. Es wird Respektlos mit Lehrern umgegangen. Das liegt allerdings an der falschen Erziehung der Erziehungsberechtigten . Meines Erachtens sind die Lehrer dafür nicht zuständig. Entschuldige die Grammatik- bzw. Rechtschreibfehler. Danke.

Antwort
von gentleman2000, 38

Ich denke, eine Änderung wird möglich sein. Du solltest aber folgende Punkte quasi deutlich "übertreiben":

1) Schildere nicht nur, dass man immer wieder denkt, du bist männlich, sondern dass sich Leute ständig darüber lustig machen. Du "leidest" sozusagen darunter.

2) Sag dann - auch wenn es nicht stimmt - dass all deine Freunde dich seit Ewigkeiten sowieso mit der Version auf -a ansprechen. Unter deinen Freunden ist es also schon seit Ewigkeiten so, dass du quasi "wirklich" die "Xyz...-a" bist.

Frag einen Rechtsanwalt o.ä. auch, ob es nicht eine Rolle spielt, dass du noch minderjährig warst, als du eingebürgert wurdest und du selbst in dem Fall, dass du dich jetzt erst einbürgern würdest, vielleicht andere Entscheidungen treffen könntest, als es deine Eltern getan haben. Ich meine damit, ob es nicht legal und normal ist, als Volljährige bestimmte Entscheidungen der Eltern zu revidieren.

Antwort
von hauseltr, 43

Gerade eben rief ich dort an und schilderte mein Anliegen, jedoch nicht so detailliert.

Vielleicht deswegen die Auskunft.

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