Frage von DerKleineJohnny, 120

Wieso kann ein Amerikaner kein Ö aussprechen. Es kommt immer nur ein mehr oder weniger komisches O raus?

Hab letztens einen Amerikaner gesehen, der ganz oft versucht hat "Döner" auszusprechen... er hat es einfach nicht hingekriegt. Es kam immer ein komisch klingendes O raus. (Er hat sich auch am PC angehört wie man es richtig ausspricht...also nicht nur abgelesen) dennoch konnte er dieses Ö nicht imitieren.

Klar, 2-3 Mal hat er es zufällig richtig gesagt, das war aber nicht reproduzierbar. Ö ist doch jetzt kein Laut, bei dem man sich einen Knoten in die Zunge macht oder so.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Knutschpalme, 45

Ich habe mal gehört dass die Primärsprache Einfluss auf das Wachstum in unserem "Sprachapparat" hat. Keine Ahnung ob das stimmt. Vielleicht hängt es damit zusammen. Ich kenne Amerikaner die über 20 Jahre in Deutschland gelebt haben und trotzdem keine Umlaute hinbekommen. Bei vielen Deutschen kann man ähnliche Probleme beobachten, wenn sie z.B bestimmte asiatische Sprachen (mit Lauten die es in der deutschen Sprache nicht gibt) lernen.

Expertenantwort
von adabei, Community-Experte für Englisch, 66

Da im Englischen dieser Laut so nicht vorkommt, hat ein Engländer oder Amerikaner auch nicht gelernt ihn zu bilden und einzuüben. Nach längerem Üben und wenn man ihm genau erklärt, was er machen muss, würde er es mit der Zeit auch schaffen, zumindest bei etwas Sprachbegabung.
Kannst du denn die beiden Varianten des [th] und das englische [w] und [r] perfekt, bzw. wie lange hast du gebraucht, es zu perfektionieren?

Antwort
von GanMar, 78

Mit etwas Übung kann er das sehr gut, aber ein "ö-Laut" ist eben nicht Bestandteil der amerikanisch-englischen Sprache und daher ungewohnt. Wie lange hast Du gebraucht, das englische "th" einwandfrei aussprechen zu können?

Kommentar von DerKleineJohnny ,

nicht lange

Kommentar von SiViHa72 ,

Du bist halt ein echter Held, bitte korrigiere die Leute dauerhaft und besserwisserisch.

Kommentar von DerKleineJohnny ,

SiViHa72 offensichtlich hast du dich in diesem Forum nur angemeldet um andere patzig anzufahren, was? Dafür ist es nicht gedacht.

Kommentar von PatrickLassan ,

Wow. Seit heute dabei und schon in der Lage, User zu beurteilen, die seit Jahren angemeldet sind.

Kommentar von DerKleineJohnny ,

@PatrickLassan 1. bin schon lange in diesem Forum aktiv. 2. Lies doch einfach, was SiViHa72 geschrieben hat.

Kommentar von SiViHa72 ,

Nein, Klein Johnny, ich wundere mich nur über Leute, die überheblich über andere reden und dann den kleinen mimimi geben.


"ist doch jetzt kein Laut, bei dem man sich einen Knoten in die Zunge macht oder so."


Danke, PatrickLassan.

Kommentar von DerKleineJohnny ,

Ah, verstehe... also wenn du das überheblich findest, dann tust du mir einfach nur leid. Thema erledigt.

Kommentar von knallpilz ,

Es ist sicherlich nicht so gemeint, aber der Ansicht zu sein, etwas, was man sein Leben geübt hat, weil man dazu animiert wurde, sei einfach, nur weil man es selber kann, und sich zu wundern, dass andere, die zum ersten Mal damit konfrontiert sind, es nicht sofort können, ist etwas überheblich.

Wie wenn du versuchen sollst, irgendein extrem schweres Stück auf dem Klavier zu spielen und ein Konzertpianist daneben steht und sagt "So schwer ist Bach doch nun auch nicht. Kann ja wohl nicht so schwer sein mit jeder Hand was anderes zu spielen."

Kommentar von GanMar ,

Was heißt "nicht lange"? Kannst Du das bitte mal mit dem Zeitraum vergleichen, welchen der Amerikaner hatte, welcher die Aussprache von "Döner" nocht nicht vollständig beherrschte?

In diesem Zusammenhang fällt mir noch eine Geschichte ein:

Die große Hildegard Knef wurde in der frühen Nachkriegszeit weltweit bekannt und hat auch in den USA einige Platten aufgenommen. Allerdings änderte sie die Schreibweise ihres Namens auf "Hildegard Neff" - damit englischsprachige Kunden diese Aufnahmen im Laden überhaupt verlangen konnten. Eine korrekte Aussprache des Namens "Knef" gelingt anglophonen Mitmenschen ohne Übung nämlich auch nicht. Bei http://www.vinyl45s.com/Knef-Hildegard--Germanys-Hildegard-Neff-aka-Knef-Eins-un... kannst Du eines dieser Plattencover ansehen.

Antwort
von macqueline, 25

Ich habe mal einen Engländer auf eine für ihn sehr wichtige Prüfung in Deutsch als Fremdsprache vorbereitet. Zu Beginn der Prüfung sollte er von sich selbst erzählen. Leider konnte er das Wort BRUDER nicht aussprechen, da war nichts zu machen. Mit dem Wort BRÜDER hatte er dagegen kein Problem, also hatte er zumindest für die Prüfung statt eines Bruders zwei BRÜDER.

Übrigens, fast alle Ausländer haben Schwierigkeiten mit den türkischen Namen endend auf ...oglu. Meistens wird das g einfach komplett weggelassen, während es irgendwie beim Sprechen leicht 'verschluckt' oder nur angehaucht werden soll. Tut mir leid, ich habe so viel versucht, es richtig auszusprechen, aber keine Hoffnung! Den Namen des türkischen Präsidenten werde ich wohl nie richtig aussprechen können.

Antwort
von Blindi56, 40

Die können den Laut schon, in "bird", "earn"... aber sobald die das geschrieben sehen, mit dem ö wird das eben ein o.

man könnte jetzt aber auch nicht Diner oder deaner schreiben, da würden die Laute ja wieder anders ausgesprochen ;-)

Kommentar von N3kr0One ,

bird, earn und Döner?
Sprich die Worte doch einmal aus...da sind schon gravierende Unterschiede...mal ganz abgesehen von der phonetischen Schreibweise:
bɜ:rd
ɜ:rn
ˈdø:nɐ

Kommentar von knallpilz ,

Naja, der Laut ist schon von allen, den die haben am ehesten dran, aber doch sehr anders. Wird aber meistens benutzt, um ein "ö" zu ersetzen. Klingt denn wie "Durrnah". Da das "r" dadrin aber so offensichtlich ist, sagen die meisten Amis einfach "Doner".

Antwort
von joheipo, 59

Da behaupte noch einer, daß die Amis eine kulturferne Bande seien!

Daß sich die amerikanische Zunge weigert, "Döner" auszusprechen, ist sehr positiv. (Von McDoof, KFC, WürgerKing & Co. sprechen wir jetzt mal nicht).

Im übrigen könntest Du ihm sagen, daß das Ö in Döner prononciert wird wie das "eu" in "manoeuvre". Das ist so ziemlich der dem "ö" ähnlichste Laut.

Kommentar von adabei ,

ma·noeu·vre, ma·neu·ver [məˈnu:vəʳ]

Das ist leider ein schlechtes Beispiel, da man das <eu> in diesem Verb  im Englischen nicht wie im Deutschen oder Französischen ausspricht.

Kommentar von joheipo ,

Hmm.

Ich habe diese Betonung -die tatsächlich dem ö ähnlich klang- von NATO-Kameraden auf dem Truppenübungsplatz gehört. Das waren allerdings fast nur Schotten, deren Englisch ohnehin ganz anders klang als das, was uns in der Schule beigebracht wurde. - War zuweilen sehr schwer zu verstehen.

Kommentar von adabei ,

Manchmal hört man aber auch einfach, was man hören will, da man das Schriftbild vor dem geistigen Auge hat. Ich habe allerdings das Wort noch nie von einem Schotten gesprochen gehört. ;-)

Kommentar von Knutschpalme ,

Was ist daran jetzt "positiv" oder "kultiviert"?

Antwort
von latricolore, 16

Wieso kannst du keinen arabischen Kehllaut aussprechen, hörst im Thailändischen keine Unterschiede in der Tonhöhe bei dem schlichten Wort ma, sodass es drei verschiedene Bedeutungen bekommt?

Weil unsere Sprachwerkzeuge bereits im Alter von ca.  5 Jahren auf die muttersprachlichen Laute festgelegt sind. Ja - tatsächlich "fest" - so habe ich es zumindest gelernt. Es braucht also jede Menge Übung, vor allem auch dann, wenn man die Dinge bislang noch nie gehört hat, also auch das Ohr nicht entsprechend geschult ist..

Antwort
von knallpilz, 15

Das hat denselben Grund, warum Deutsche kein richtiges Französisch aussprechen können. Balkong, Basseng, Bongbong, Portmonee, Krossong...

Sind halt ungeübte Laute.

Versuch du mal auf Anhieb n Schotten nachzumachen oder nen Iren. Und das müsste aus deutscher Sicht sogar deutlich einfacher sein. Oder krieg mal sowas 

 auf Anhieb richtig hin.

Antwort
von Praktikant2015, 36

Bei Französisch hatte ich anfangs auch Probleme.Ist halt eine Traningsfrage.

So einen Ton hinzubekommen, den man sein ganzes Leben noch nie gemacht hat, ist nicht einfach.Zungenposition,Mundwinkel,Luftdruck etc.....

Antwort
von meinerede, 23

Genauso beim "Ü". Aber viele Deutsche haben im Gegenzug das Problem mit dem "th" = t-age; kriegen nur "se" hin, grins:)) Ganz zu schweigen von unserem harten Akzent!

Im Französischen  wird das "h" nicht ausgesprochen. Und finden wir´s nicht süß, wenn sie deutsch mit ihrem Akzent reden? charmant! :)))

Antwort
von SiViHa72, 52

Ö kommt in anglistischen Sprachen nicht vor, daher fällt die Aussprache schwer. Ist umgekehrt wie Deutsche und th, da hört man auch alles mögliche. Und, muss man sich darüber mokieren?


Kommentar von DerKleineJohnny ,

Und, muss man sich darüber mokieren?

Diese komische Nachfrage war jetzt so richtig typisch deutsch.

Ich stelle eine ganz normale Frage und von dir wird sie direkt als ein Mokieren gedeutet. ^^

Kommentar von knallpilz ,

Du hast nicht nur eine Frage gestellt, sondern auch noch gemeint, es könne ja wohl nicht so schwer seinen, einen für unserer Sprache sehr spezifischen Laut auszusprechen, auch wenn derjenige es noch nie gemacht oder vllt sogar gehört hat.
Das klingt, vorausgesetzt du kannst ein bisschen differenzieren und hast ein bisschen nachgedacht, bevor du zu dieser Einsicht kamst, als würdest du dich darüber mokieren.

Expertenantwort
von earnest, Community-Experte für Englisch, 18

Ich kann deine pauschale Aussage nicht bestätigen.

Ich kenne U.S.-Amerikaner, die das tadellos hinbekommen. 

Gruß, earnest

Antwort
von kubamax, 27

Es gibt viele Leute, die sich nicht bemühen. Die Amerikaner sind von Kindheit an nicht gewöhnt, eine Fremdsprache zu beherrschen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten