Frage von MacCarlsen, 60

Wieso ist Wasser eigentlich so flexibel?

Es ist fast so, als könnte ich hindurchgleiten. Das frage ich mich schon sehr lange. Liebe Grüße

Antwort
von Grautvornix16, 12

Hi,- die Physik kennt vier grundlegende Arten wie Materie gegenseitig aufeinander einwirkt: Die starke Wechselwirkung, die schwache Wechselwirkung, die elektromagnetische Wechselwirkung und die Gravitation.

Neben anderen physikalischen Effekten wie z. B. der "inneren Reibung" u. a., die für das unterschiedliche Verhalten (Viskosität) verschiedener Flüssigkeiten verantwortlich sind sind es in der Hauptsache die Kräfte der Starken Wechselwirkung, die aufgrund der jeweiligen Ladungszustände der beteiligten Atome entsprechend mehr oder weniger ausgeprägte Bindungskräfte erzeugt.

Das wäre - soweit ich weiß - auch der Grund warum du durch Wasser durchgreifen kannst, durch einen Tisch beispielsweise aber nicht. Es sind nicht die Teilchen selbst (von wegen Materie = "fest") wie oft fälschlicherweise intuitiv angenommen wird.

Gruß

Antwort
von SGUHardy, 2

Vereinfacht gesprochen (im Detail kann man da noch sehr viel mehr sagen, aber das soll hier ja keine Vorlesung werden). Es gibt drei sogenannte Aggregatzustände. gasförmig, flüssig, fest. Viele Stoffe, auch Wasser, können in allen drei Zuständen vorkommen (Wasser = Wasserdampf, flüssiges Wasser und Eis) Der Unterschied besteht in der Wechselwirkung zwischen den einzelnen (Wasser-)molekülen. Als Gas bewegen sie sich so schnell, dass sie außer durch den Zusammenstoß der umherschwirrenden Einzelmoleküle quasi nicht miteinander wechselwirken. (Präziser: die freie Weglänge, die ein Molekül von einem Zusammenstoß bis zum nächsten zurücklegt, ist sehr viel größer, als die Größe des Moleküls; der nächste "Nachbar" ist vergleichsweise weit weg). Gase kann man deswegen auch zusammendrücken/kompromieren. Sie setzen einer Formändernug nahezu keinen Wiederstand entgegen. Als Flüssigkeit rücken die Moleküle sehr viel näher zusammen. (ihre freie Weglänge, von einem Stoß zum nächsten, ist etwa so groß wie das Molekül selber), die Moleküle können noch - wie Gase - aneinander vorbei und daher auch Deine Hand dazwischen durch(!) aber viel Platz ist da nicht mehr. Flüssigkeiten sind also nur sehr sehr wenig zusammendrückbar = inkompressibel, haben aber immer noch einen geringen Formänderungswiederstand = sie fließen noch (um Deine Hand herum). In Feststoffen bilden die Moleküle feste Gitter. In denen kann jedes Molekül immer noch etwas hin- und herschwingen, aber seinen Platz nicht mehr einfach mit seinem Nachbarn tauschen. Und zwischen die einzelnen Teilchen dieses festen Gitters kommt dann eben (siehe bei Wasser das Eis) auch Deine Hand nicht mehr dazwischen. Feststoffe haben einen sehr großen Formänderungswiederstand. Noch Fragen dazu? Und daher Da sit also einen Stoff, der einer Formänderung so gut wie keinen, einer Volumenänderung hingegen einen recht großen Widerstand entgegensetzt (der Stoff ist nahezu inkompressibel). Nach einer mikroskopischen Definition ist eine Flüssigkeit ein Stoff, dessen Teilchen sich ständig nichtperiodisch bewegen sowie keinerlei Fernordnung, jedoch einer Nahordnung unterliegen und deren mittlere freie Weglänge in der Größenordnung des Teilchendurchmessers liegt.

Antwort
von RoXoR987, 41

Weil es kein Feststoff ist ?! Jede Flüßigkeit kann durchglitten werden, einige sind viskoser, da fällt es dann schwerer

Antwort
von ManuTheMaiar, 38

Da hast du aber eine gute Auffassungsgabe, das muss sicher an der Luft liegen die du ja so gerne atmest

Antwort
von Meisterpepepo, 24

Fan von Lysergsäurediethylamid?

Weißt du wie flexibel du aussiehst, wenn 'ne Tonne Wasser in t<1s auf dich runterkommt?

Kommentar von Meisterpepepo ,

aber ich versteh' dich 

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