Frage von PinjiDinjiKinji, 34

Wieso ist Radioaktivität so gefährlich für den Menschen?

Antwort
von Minozard, 11

Radioaktivität ist so gefährlich, da durch die Strahlung das Erbgut der Zellen beschädigt werden kann. Wenn sich die Zelle nun teilt ist der Bauplan (das Erbgut) der Zelle beschädigt also falsch und es kann sein das die Zelle durch diese Veränderungen bösartig wird, was wiederum bedeutet das sie anfängt sich unkontrolliert zu vermehren und andere gesunde Zellen umzubringen, zudem erfüllt eine solche Zelle nicht mehr ihrern eigentlichen Zweck. Eine bösartig wuchernde Leberzelle würde beispielsweise aufhören Gift aus dem Körper zu Filtern.

Solch ein Geschwür aus Bösartig wuchernden Zellen nennt man dann einen Tumor, den begriff kennt man ja eigentlich.

das ist jetzt allerdings nur die Gefährlichkeit bezogen auf Krebs, es gibt auch die Strahlenkrankheit die auftritt wenn man längere Zeit enormer Strahlung ausgestzt ist, die kann ich dir aber leider nicht genau erklären...

Ich hoffe ich konnte helfen ;)

Antwort
von phil291100, 22

Zu viel Radioaktive Strahlung führt zu Mutation von Zellen und das führt zu Krebs.

Antwort
von ocin1, 7

1. Grundsätzlich ist Radioaktivität etwas total Normales. Auf der Erde hat sich in den letzten Mio. Jahren die natürliche Radioaktivität soweit abgesenkt (Zerfall,...), dass auch höherer Lebensformen hier lebensfähig sind.

2. Es gilt für die Radioaktivität und die von ihr ausgehende ionisierende Strahlung, wie auch bei chemischen Giften, die Dosis macht das Gift.

Was bewirkt ionisierende Strahlung im Körper?

Die Wirkung von
ionisierender und UV-Strahlung:
Die Quanten der UV-Strahlung
sind energetisch viel schwächer als z.B. Röntgen- oder Gamma-
Quanten (Strahlung). Daher schaffen es UV-Quanten nicht Elektronen
aus dem Coulomb-Potential von Atomen heraus zu lösen,sondern nur die
weit schwächere Bindungsenergie von Molekülen zu überwinden. Das
führt dann bei der UV-Strahlung „nur" zur
Radikal-Bildung, während die ionisierende Strahlung im
Prinzip Ionen (geladene Atome) und chemische Radikale erzeugen
kann,da deren Quanten genug Energie haben um Elektronen aus dem
Coulomb-Potential von Atomen zu lösen.

Was geschieht nun in den
Zellen?
Die Funktion der Moleküle in den Zellen
(Strukturproteine, DNS,...) wird gestört. Menschliche Zellen können
sich selbst auf einen DNS-Schaden überprüfen und sich zerstören
(Wiki Apoptose). Sollte der sehr seltene Fall eintreten, dass
eine Zelle sich nicht mehr selbst überprüfen kann, gibt es noch das
Immunsystem, welches solche Zellen zerstört. Für den noch
selteneren Fall, dass auch das Immunsystem versagt und es zu
unkontrollierter Vervielfältigung (Krebs) kommt, kann im Frühstadion
von den Nachbarzellen Immun-Alarm gegeben werden, worauf der
betreffende wuchernde Zellhaufen zerstört wird. Erst wenn all diese
natürlich erworbenen (Darwinismus) Schutzmechanismen versagen,
kommtes zu einem Krebs-Geschwür. Man darf jedoch nicht vergessen,
dass um 98% aller DNS-Schäden nicht die Kopie-Mechanismen der Zelle
treffen, sondern beliebig andere Informationen. Daher ist es ganz
klar einzusehen, das 98% aller Zell-DNS-Schaeden sich im Altern
darstellen und nicht zu bösartigen Zellen. Weiter ist der
zellschädigende Einfluss von chemischen Giften (Benzol,
Arsensaure,... siehe Wiki de.wikipedia.org/wiki/Karzinogen)
viel umfangreicher, als die Wirkung der natürlich, ionisierenden
Strahlung.

Weiter kann man die
DNS-Schädigung auch eindämmen, wenn man radikal-fangende Stoffe wie
Vitamin-C, Lycopin,Omega-3,6-Fettsaeuren, Flavonoide, ... zu sich
nimmt (siehe Wiki Lycopin, Radikale (Chemie), Flavonoide,
Radioprotektor, Theorieder freien Radikale)
. Mit Hilfe dieser
Radikal-Fänger kann man also die Folgen von Radikalen, welche z.B.
durch Strahlung im Körper erst gebildet werden, eindämmen.

Im Falle der chemischen
DNS-Schädigung nimmt man chemische Radikale zu sich oder sie
entstehen aus dem Stoffwechsel (Bsp. Radikaler Sauerstoff). Diese
Radikale regen sich an beliebigen Molekülen ab,wobei diese Moleküle
verändert werden (Proteinen, Fetten, ...). Ist eines dieser Moleküle
ein DNS-Molekül, kommt es zu besagten DNS-Schäden, mit den
angesprochenen Folgen (im seltensten Fall zu Krebs, hauptsächlich
zur Alterung). Bringt man nun besondere Moleküle ein
(Radikal-Fänger), kann man die Radikale unschädlich machen, bevor
sie wichtige Moleküle wie die DNS beschädigen. Also Gemüse
(Tomaten, rote Paprika,...) essen und viel Hagebutten-Tee trinken.

Bei der “radioaktiven“
Strahlung
(fachlich besser ionisierenden-Strahlung) werden
die Radikale erst im Körper erzeugt. In seltenen Fällen trifft
einStrahlungs-Quant auch direkt z.B. das DNS-Molekül und erzeugt so
auch angesprochene DNS-Schäden.Eines ist jedoch klar, man wird durch
Strahlung NICHT selbst strahlend oder radioaktiv! Daher ist
man nach einer Röntgenuntersuchung auch nicht radioaktiv. (10'te
Klasse-Wissen!)

Starke Raucher und starke
Sonnenbader leiden daher verstärkt  unter dem Altern und haben
ein erhöhtes Krebsrisiko als die anderen.

Natürlich hat sich der
menschliche Körper an ionisierende Strahlung im Bereich bis
vielleicht max. 200 mSv pro Jahr gewöhnt, da es in der Natur so
auftritt [en.wikipedia.org/Background radiation
,ww.kerngedanken.de/2013/03/die-welt-nach-fukushima-teil-1-gefaehrliche-orte/]

Gegenmaßnahmen sind
die Einnahme von angesprochenen Radiaklfängern wie Vitamin C (E300),
Omega-3,6 – Fettsäuren, Radioprotektoren, dem Farbstoff Lycopin
(E160d) und den Flavonoiden (Wiki Flavonoide,
Lycopin,Radioprotektor
). Natürlich sollte man starken
Strahlenfeldern ausweichen.

Quellen:

ww.zum.de/Faecher/Materialien/beck/chemkurs/cs11-17.htm

ww.eike-klima-energie.eu/news-cache/gesundheitliche-wirkung-radioaktiver-strahlung-teil-1/

Kommentar von ocin1 ,

Etwas Hintergrundwissen zur ionisierenden Strahlung z.B. radioaktiver Quellen (neben Röntgen- und Beschleuniger-Quellen, die nicht radioaktiv sind)

Die biologische Wirkung von ionisierender Strahlung misst man mit der Einheit Sievert Sv.

Es gilt 1 Sv sind 1000 mSv oder 1000 000 µSv, also 20 mSv = 0,02 Sv
oder 20 000µSv alles Gamma-Strahlungs-Dosen, keine Beta-Strahlung
(die aus Strahlenschutzgründen unproblematisch ist) OK :-)

Durchschnitts-Werte : (Sv=Sievert) BRD,
Österreich,Dänemark, Belgien um 2,5 m Sv pro Jahr; Finnland um 8
mSv pro Jahr;Frankreich, Griechenland, Spanien, Schweiz um 5 mSv pro
Jahr;Schweden um 6 mSv pro Jahr. Eine Ganzkörper-Röntgen-CT
belastet den Menschen mit etwa 20 mSv. Röntgen-Durchleuchtung
beim Setzen eines Herzkatheter um 300 mSv pro Untersuchung.
Klassische Röntgenaufnahme um 0,1 mSv pro Aufnahme. Die
adjuvanteStrahlentherapie beim Brustkrebs sorgt schlussendlich
für eine Teilkörper-Dosis um 10-60 Sievert pro
Brust-Region
.Das Essen einer Banane entspricht 0,1 µSv. 8
Stunden Flug in ca. 12 km Höhe ergeben 0,04 bis 0,1 mSv, also
etwa eine klassische Röntgenaufnahme

In Nord-Spanien, Süd-Finland, Mittel-Frankreich, im Süden des
Schwarzwaldes und in West-Österreich liegt die Belastung durch die
natürliche Hintergrunstrahlung/Radioaktivität über 10 mSv pro Jahr
[ww.world-nuclear.org/uploadedImages/org/info/NaturalbackgroundradiationEurope.gif].In
Guarapari-Brasilien um 20 mSv pro Jahr, am Strand 83 mSv pro Jahr mit
Spitzen bis zu 173 mSv pro Jahr. Hotspots mit Spitzenwerte um 260 mSv
pro Jahr wurden im iranischen Ramsar gemessen
ww.probeinternational.org/Ramsar.pdf.

Rechnung für einen Ski-Urlaub in den westlichen Alpen
Österreichs :
Wie man der oberen Quelle entnehmen kann, beträgt
dort die Hintergrund-Strahlung mehr als 10m Sv pro Jahr. Das bedeutet
nun, wenn man da etwa 2 Wochen Urlaub macht, erhält man eine Dosis
von 0,38 mSv (10 mSv * 14 Tage/365 Tage = 0,38 mSv). Das entspricht
etwa der Dosis von 2 Thorax-Röntgenaufnahmen im klassischen Sinne.
Arbeitet man nun auf den Pisten eine Saison (etwa 3 Monate), so
erhält man dort eine Dosis von 2,50 m Sv, was etwa 12,5
Thorax-Röntgenaufnahmen entspricht. Also eine Woche Ski-Urlaub
entspricht der Ganzkörper-Strahlendosis einer Thorax-Lungen-Aufnahme
(0,2 mSv).

Rechnung für Fukushima : (siehe auch jciv.iidj.net/map/)
In der kontaminierten Zone um das KKW Fukushima-Daiichi liegt die
meiste Belastung unter 1000 nSv pro Stunde. 1000 nSv/h = 1 µSv/h
=24µSv/Tag (1 x 24) = 8760 µSv pro Jahr (24 Stunden x 365 Tage)
=8,76 mSv pro Jahr. 1µSv pro Jahr ist wie in Finnland. Selbst bei 4
µSv pro Stunde sind es nur 36 mSv pro Jahr, also etwa das doppelt
wie in der brasilianischen Stadt Guaraparie (am Strand sind da 9,5
µSv proStunde). Vereinzelt (Hotspots) steigt jedoch die Belastung in
derZone um das KKW-Fukushima Daiichi bis auf 30 µSv/h (30 µ x 8760
=262800 µ), was nach beschriebener Umrechnung 262,8 mSv pro
Jahrsind, wie in Ramsar.

Quellen: en.wikipedia.org/wiki/Banana equivalent dose
,de.wikipedia.org/wiki/Guarapari ,
en.wikipedia.org/wiki/Backgroundradiation ,
ww.world-nuclear.org/info/inf30.html
,de.wikipedia.org/wiki/Strahlenbelastung,de.nucleopedia.org/wiki/Strahlenrisiko,
ww.100-Gute-Antworten.de,de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Fukushima#Opfer_und_Verletzte,de.wikipedia.org/wiki/Brustkrebs#Bestrahlung,ww.probeinternational.org/Ramsar.pdf
,ww.bfs.de/de/ion/imis/odl_messnetz.html

[ww.kerngedanken.de/2013/03/die-welt-nach-fukushima-teil-1-gefaehrliche-orte/]Würde
man dasselbeDosimeter in der Stadt Guarapariin Brasilien aufstellen,
würde er etwa 20µSv/hanzeigen. Guarapari hat etwas über 100’000
Einwohner. Das sindetwa so viele wie aus der Region von Fukushima
evakuiert wurden. DieStadt erhielt diese hohe radioaktive Strahlung
aber nicht durch einenkatastrophalen Unfall, sondern durch natürliche
Quellen.“

Antwort
von Zockerkoenig, 23

weil die strahlen praktisch wie kleine kugeln sind

die durchschlagen dich und zerstören udn verändern dabei gewebe

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten