charlotte am 09.11.2006 um 9:46 Uhr
Trennungsjahr, Gericht, Rechtsanwaltspflicht, etc...wieso wird das erst am Ende einer Ehe gefordert? Wäre es nicht klüger, andersrum?
In die Gefühlswelt der Menschen sollte sich der Staat besser nicht einmischen - bei der Heirat. Wie sollte er denn prüfen, ob es die beiden mit der Ehe ernst meinen? Soll es da eine Probezeit geben? Nein, der Staat mischt sich schon viel zu oft in private Angelegenheiten ein, das nun nicht auch noch. Bei der Scheidung ist das noch was anderes, weil man dem Paar durch das Trennungsjahr die Möglichkeit geben will, evtl. doch noch einmal zueinander zu finden oder eben, die Scheidungsabsichten zu manifestieren. Allerdings sollen diese Regelungen bald auch stark vereinfacht werden, solange keine Kinder "im Spiel" sind.

Es ist nicht schwierig, wenn beide einen Ehevertrag schliessen. Somit ist die Trennung später leichter und ohne Rosenkrieg.

Wenn der Staat sich bei der Scheidung stärker einmischt, dann hat das auch damit zu tun, dass er vermeiden will, dass einer der beiden Geschiedenen anschliessend den Sozialkassen zur Last fällt.
Aus diesem Grunde ist ein Ehevertrag bei der Scheidung für den Richter auch nur dann bedeutsam und zu beachten, wenn er schon mindestens ein Jahr alt ist.
In Dänemark läuft das übrigens etwas anders: Wenn keine Kinder da sind, dann können die Partner relativ problemlos ihre Scheidung beim Standesamt beantragen - genauso einfach, wie sie die Ehe geschlossen haben.
Also: keine Anwälte, kein Gericht,...
gebe meinem Vorredner 100% recht.Nur bei Kindern die vernachlässigt werden finde ich es mehr als angebracht sich einzumischen.
Ja, bei vernachlässigten Kindrn sehe ich das auch so.