Wieso ist es schädlich, bei einer Angsterkrankung sich ständig mit dem Thema zu beschäftigen?

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1 Antwort

Die Beschäftigung mit der Angst, ist ein zweischneidiges Schwert.

- wenn man sich nur Gedanken über die Angst macht, wird man sich in den Gedanken verrennen... daraus folgt i.d.R. das sich dadurch die Angst in dein Unterbusstsein manifestiert -- sie dann wieder rauszubekommen, Angst frei zu werden, ist ein sehr langer Weg... viel schlimmer ist dann allerdings das angst dann schlimmer und schlimmer wird, irgendwann auch deine Lebensqualität stark einschränkt.

- Die andere positive Art der Angstbeschäftigung ist, die Konfrontation -- nahezu die einzigste effektive Möglichkeit gegen Ängste anzukommen.

Leider gehst du nicht genauer drauf ein, hät mich schon interessiert, was für ein Artikel dir solche Angst gemacht hat.

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Kommentar von Sonnengeflecht
14.05.2016, 16:08

Also, mir ist das echt ein bisschen peinlich... aber na gut. Es war ein Artikel über Tinnitus. Ich dachte noch beim Lesen, das ist ja auch nicht schön, wenn man das hat. Dann machte ich das Licht aus und merkte, dass mir das Wort nicht aus dem Kopf geht (Tinnitus). Ich war etwas verwundert, mehr nicht. Am nächsten Morgen mach ich die Augen auf und das Wort war wieder da. Da begann die Panik. Ich habe in den darauffolgenden Wochen in wirklicher Panik gelebt, da ich auf einmal die Angewohnheit hatte, nicht nur an diesen Tinnitus zu denken, sondern mir plötzlich irgendwelche unsinnigen Wörter gemerkt habe (z. B. Reklame auf Bussen etc.) Ich hab dann eine Riesenangst bekommen, dass ich vielleicht verrückt werden oder so was ähnliches. Meine Therapeutin hat mir später erklärt, dass mein Kopf das genau richtig gemacht hat, sich auf was anderes zu konzentrieren anstatt auf den Tinnitus; damals wusste ich das aber noch nicht und ich kann es auch heute kaum glauben.

Auf jeden Fall war der ganze Spuk nach ein paar Wochen vorbei. Musste nicht mehr an den Tinnitus denken und auch nicht mehr an irgendwelchen Unsinn. Seitdem aber denke ich immer über diese ganze Sache nach. Jeder Arzt/Therapeut, bei dem ich bisher war, sagte was anderes. Einig waren sie sich alle, dass das nix Schlimmes war/ist. Aber die Diagnosen reichten von "vielleicht Zwangsgedanken", was mir eine Heidenangst machte, seitdem überlege ich ständig, ob es das sein kann. Der andere sagte, "ach, das ist eine kleine Angststörung", meine Therapeutin meinte zum Abschluss "Sie haben nix, sie müssen sich Ziele im Leben setzen".Eine weitere sprach von Trauma.

Und ich steh jetzt da und grübel und grübel, was es sein kann und kann nicht loslassen...


Mit Konfrontation in der üblichen Weise funktioniert das ja nicht

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