Wieso ist es leichter auf sich fortbewegenden Rädern zu balancieren?

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4 Antworten

Das liegt an den Kreiselgesetzen, die einem drehenden Rad Stabilität verleiht. Ein schnell drehendes Rad will in der Drehlage bleiben, und ist nur schwer aus dieser "Ruhe" zu bringen. 

Diesen Effekt kannst du einfach selbst ausprobieren: Nimm z.B. ein Vorderrad eines Fahrrads an der Achse zwischen deine Hände und ein anderer dreht das Rad schnell. Dann versuche mal, wieviel Kraft du aufwenden musst, um die Lage dieses drehenden Rades zu verändern. 

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Wegen der zentrifugalkraft der Räder. Diese wird immer größer wobei die "umfallkraft" senkrecht dazu konstant bleibt. Die resultierende Kraft verschiebt sich also immer weiter in Richtung zentrifugalkraft. Dadurch stabilisiert sich das immer mehr.

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Kommentar von P14d189
29.09.2016, 09:16

Wobei die Zentrifugalkraft physikalisch gesehen nur eine scheinkraft beruhend auf der Massenträgheit ist..Sie hat gleichen Betrag jedoch ein anderes Vorzeichen als die Zentripetalkraft

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Mal etwas leichter verständlich begründet:

Auch auf einem fahrenden Fahrrad fällt man eigentlich ständig um. Aber instinktiv lenkt man dann ein wenig in diese Richtung, sodass man wieder nach außen gedrückt wird (ja ich weiß, dass die Zentrifugalkraft eigentlich nur eine Scheinkraft ist!).

Dadurch beginnt man, in die andere Richtung zu kippen, aber wieder lenkt man in diese Richtung und verhindert so ein Umfallen.

Im Grunde fährt man also immer Schlängellinien. Das kann man auch gut beobachten, wenn man mal ganz langsam fährt. Du wirst es nie schaffen, dabei schnurgerade zu fahren.

Je größer die Geschwindigkeiten sind, desto weniger bemerkt man die Schlenker, bis es schließlich so scheint, als würde man ganz gerade fahren.

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