Also es ist ja gefährlich, wenn man vom Rad fliegt und sich eine schwere Kopfverletzung zuzieht. Doch wieso ist dann "Fahrradhelm tragen" keine Pflicht? Bin ratlos...
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Weil man nicht sämtliche Belangen gesetzlich Regeln möchte. Eine ausgewogene Ernährung ist auch extrem Wichtig. Ich finde es sollte Pflicht sein, dass jedes Kind einmal die Woche Spinat isst....
Eines würde mich mal interessieren, wieviel Leute, die Helmtragen oder sogar eine Helmpflicht fordern, fahren selber regelmäßig(!) im Alltag Fahrrad? Die Wahrscheinlichkeit, beim Radfahren eine Kopfverletzung zu erleiden ist eindeutig vorhanden und nicht wegzudiskutieren. Sie ist jedoch geringer als viele denken und geringer als bei vielen alltäglichen Tätigkeiten (Treppensteigen, Haushalt, Motorradfahren usw.). Wer das Risiko senken möchte, soll gerne einen Helm tragen, ich finde es jedoch schlimm, Radfahren im Straßenverkehr ohne Helm als unverantwortlich, lebensgefährlich usw. darzustellen.
Zur Frage: Eine Helmpflicht würde viele Leute (mich eingeschlossen) vom Radfahren abhalten.

Natürlich sollte es in der Verantwortung eines jeden selbst liegen, einen Helm beim Fahrradfahren zu tragen. GANZ BESONDERS wenn man sportlich (also schnell) unterwegs ist. Das schließt aber zwei Dinge nicht aus: 1. Es wird immer uneinsichtige Leute geben, die einen Helm als Blödsinn bezeichnen. 2. Es wird sich nicht verhindern lassen, das man auch wenn man nicht schnell unterwegs ist, eine Kopfverletzung durch einen Unfall erleidet. Es braucht nur jemand ANDERES nicht aufzupassen oder man fällt einfach nur blöd um und schon ist das Gejammer groß. Das alles heißt aber nicht, dass man pauschal der großen Zahl von Fahrradfahrern eine Helmpflicht verordnen kann. Dazu sind erstens die Einsatzbereiche und Fahrradfahrer-Typen zu unterschiedlich und die gesetzliche Grundlage fehlt. Es bleibt also nur an den gesunden Menschenverstand zu appellieren und zu sagen: Leute zieht einen Helm auf, wenn ihr Gesund bleiben wollt! Und an diejenigen die immer noch der Meinung sind, ein Helm wäre unbequem, schlecht belüftet oder würde nicht schützen: BIKE beschäftigt sich schon seit 1989 in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland mit Helmtests und widerlegt diese Aussagen der Helmkritiker jährlich: http://www.bike-magazin.de/?p=1664
Ich kann dir da nur zustimmen =)
Erst mal ein Lob, ich finde es toll, dass Ihr Eure Berichterstattung als "Helmpropaganda" bezeichnet. Super, wenn man so ehrlich ist!
Dass ihr bis heute nicht besser seid, ziegt die Behauptung "obwohl viele der damaligen Styropor-Halbkugeln eher zweifelhafte Schutzwirkung für den Schädel gehabt haben dürften" und "Doch mittlerweile hat sich das geändert. Design, Belüftung und Schutz waren noch nie so gut". Galt 1986 doch ein besserer Standard für Helme als er heute gilt. Auch wird doch deutlich, dass eine geschlossene dicke Halbkugel, besser scützt als ein durchlöchertes dünnes Stück aus dem gleichen Material.
Da du aber behauptest, Helme würden schützen und ihr hättet das nachgewiesen, wäre ich sehr an den Untersuchungen interessiert. Ich gehe mal davon aus, dass ihr mehr als die abgeschnittener Kopf fällt aus 1.5m herunter gemacht habt. Habt Ihr wenigstens mal eine kompletten Dummy mit ca 30km/h Kopf voran aufschlagen lassen? Habt ihr mal den typischen Radfahrerunfall "angefahren auf der Radwegkreuzung" nachgestellt also Auto ca 30km/h trifft Radfahrer frontal mit ca 25km/h. Wenn ihr so etwas gemacht habt wäre ich sehr daran interessiert. Vielleicht traust Du Dich ja Deine "Beweise" mal auf de.rec.fahrrad zu diskutieren. Dort gibt es nämlich sehr kritische und genaue Beobachter.
Eine Sache noch, ich habe früher Helm getragen und mich dann als guter Ingenieur und Wissenschaftler mal gründlich informiert. Daher trage ich heute keinen Helm, weil die Vernunft dagegen spricht! Das bei Euch Werbeeinnahmen dagegen stehen gibt dir nicht das Recht mich als uneinsichtig zu bezeichnen!
Lieber expressionant, Du schreibst hier allerhand Unsinn!
Auch ich bin "Guter Ingenieur und Wissenschaftler" (behaupte ich jedenfalls) und gebe Dir mal eine Rechenaufgabe:
Bremse 30 kmh ab durch
a) 5 mm Kopfhaut und -muskeln, b) 5 mm Kopfhaut und -muskeln plus15 mm Hartschaum plus 2 mm Hartschale.
Welche Beschleunigungswerte kommen raus?
Vom Gefühl her kommt bei beiden ein große Holzkiste raus; es geht mir aber um die Wahrscheinlichkeit, daß dieser Fall eintritt. Und die ist fürs Radfahren im Verkehrs recht gering und ist übrigens weiter sinkend. Bei anderen Tätigkeiten passieren Unfälle wesentlich häufiger. Ich habe mein winterliches Verletzungsrisiko übrigens anders gesenkt: Spikesreifen und eine richtig helle LED-Lampe. Und kürzlich kam ein Bericht im MDR über selbstleuchtende Speichen"reflektoren" - höchst interessant. P.S: Ich bin übrigens auch schonmal bei 25-30 km/h abgestiegen - ewig her; ich saß auf dem Hintern dann gings weiter.
Lieber Ostkurve,
wie wäre es, wenn Du Deine Anschuldigungen mal mit etwas mehr Substanz und nachweisen versiehst. Ich zeig Dir mal wie das geht.
Du behauptest ein guter Ingenieur zu sein. Für dieses Posting überprüfe ich jetzt Deine Aussage:
Prämisse Du bist Marketing-Ingenieur, da bekommst Du einige Pluspunkte:
+ Prägnante Powerpoint taugliche Aussage
+ wenig überprüfbare Fakten
+ scharf und aggressiv gegen die Konkurrenz
+ Einsatz eristischer Dialektik
Um jedoch eine gute Bewertung zu bekommen hättest Du Deine rhetorische Frage überprüfen müssen. Leider lässt sie sich leicht aushebeln:
http://myhome.iolfree.ie/~hardshell/physik.html
Tja, als guter Ingenieur nutze ich Quellen und stelle fest, dein falscher Fahrradhelm (solche haben deutlich weniger als 2mm Hartschale, eher 0.2mm und solche zählen hier) hätte also ca 1km/h Unterschied gebracht. Vermutlich wäre beides tödlich gewesen. Wahrscheinlicher ist, der unbehelmte Radfahrer hätte ein wenig mehr auf sein Können geachtet und wäre anders abgestiegen! (Stichwort Risikokompensation)

Die Geschwindigkeit und der Verkehr sind entscheidend, ob ich einen Helm trage. Ich fahre jeden Tag Rad, im Alltag, bis hin zu großen Touren durch Europa. Wenn ich mit einem 40kg Fahrrad toure, mit einer Reisegschwindigkeit von 16km/h setze ich keinen Helm auf. Ein Rennradfahrer hingegen ereicht Geschwindigkeiten von 60 bis 70km/h, ein Helm ist hier eher angebracht. Jedoch ist es fraglich, warum dann nicht auch gleich Ellenbogenschützer, Knieschützer, Kinnschützer, usw...
das wundert mich auch schon mehrere jahre
sowas muss man als normaler mensch nicht verstehen

Es muss doch nicht alles durch Gesetze geregelt werden, man könnte ja auch mal das Gehirn einschalten.

Es gibt Menschen, bei denen der Kopf härter ist als jeder Helm.
SCNR
ps00325 am 7. Juli 2009 16:10 Zum Bsp. bei dir
ist Dein Kopf weicher als ein Fahrradhelm?

Weil jeder für sich selbst aufpassen muss! Ich finde das so richtig
Wieso darf man dann nicht ohne Helm fahren, wenn man Motorrad fährt?
Weil das Risiko auf dem Motorrad wesentlich höher ist, als auf dem Rad (ich fahre beides). Und dort würde ich sowieso immer mit Helm fahren; da es bei Geschwindigkeiten >60 km/h auch noch angenehmer ist (Insekten, Fahrtwind).
http://vrpmuse2006.makrolog.de/idrsptest2009/ShowDocument?key=DRSPENTSCHEIDUNGENIMUSE08060000001_0007658&Doctype=e&url=x&urlquery=&anzeigeformat=Volltext
für den Fahrradhelm treffen die meisten der beschriebenen Prämissen nicht zu. Zudem gibt es bessere Mittel die Kopfverletzungen zu vermeiden (zB Verbot von Radwegen, Tempo 30 in der Stadt etc). Weiterhin sind Kopfverletzungen bei Radfahrern eher selten. Schliesslich ist erwiesen, das das Helmtragen für viele Radfahrer eine Abschreckung darstellt. Dadurch erleidet aber die Gesellschaft einen Nahteil.
Artikel 2 des Grundgesetzes ist das Hindernis. Dies steht gegen eine Pflicht sich einen lächerliche Styroporschüssel auf den Kopf zu setzen, obwohl Radfahren gar nicht gefährlich ist.
Die Angstmachpropaganda ("vom Rad fliegen und sich eine schwere Kopfverletzung zuziehen") ist einfach verlogen. Man fällt einfach nicht vom Rad und wenn dann nur selten auf den Kopf.
Radfahren ist überhaupt nicht gefährlich. Wenn Radfahren gefährlich gemacht wird, dann durch Autofahrer die nicht aufpassen und durch Knallköppe, die eine Rechtsabbiegerspur links neben eine Geradeausspur legen. Also sollte man doch lieber diese Probleme beseitigen...
Ich wüsste da eine ganze Reihe von Beispielen, die das Gegenteil beweisen. Aber bei Dir wirds kaum was nützen...
Beispiele wofür?
Ach übrigens Beispiele können, wenn überhaupt, nur absolute Aussagen widerlegen. Meine Daten sind aber sauber recherchiert und basieren nicht auf Glauben, Angst oder falscher Risikoeinschätzung, sondern auf Physik und Mathematik und Verständnis von Technik. Wenn Du mich also überzeugen willst, dann geht das leicht, wenn Du gute, korrekte und nachprüfbare Argumente hast!
Ich fahre REGELMÄßIG Fahrrad und trage NICHT IMMER einen HELM. Ich trage ihn NUR wenn ich Downhill fahr, dazu kommen Schienbein Protektoren, so wie Handschuhe, Brust, Rücken Elbogen und Arm schoner. Genauso ausgestattet wie wenn man Motorcross fahren würde. Dementsprechen ist es aber auch ein Sehr gefährlicher Sport.
Hier ein Video zum Downhill, für diejenigen, die nicht wissen was das ist. (Beigefügt)
Ich bin selbst für eine Helmpflicht, auch wenn ich mich selbst nicht daran halte, finde ich es immernoch sehr sinnvoll. Beim Autofahren muss man sich auch anschnallen. Ich wäre schon oft ohne meinen Guten Bremsen und schnellen Reflexen fast angefahren, weil viele Auto, LKW, Bus und Motorrad -fahrer einfach nicht aufpassen uns rasen.
MFG Screw
Bei solchen Aktionen würde ich auch Vollschutz tragen - man hängt ja am Leben. Und Deine Unterscheidung Sport <-> Alltag teile ich, daß Du trotzdem eine Helmpflicht im Alltag forderst, finde ich dann aber unlogisch (zumal Du dann selber ohne fährst). Eine der Hauptunfallursachem (zu schnell/unaufmerksam fahren) zu bekämpfen, wäre wesentlich sinnvoller.
In dem Video geht es ja nur bergab! Wird bergan auch ein Helm getragen? Oder fahren die mit dem Lift da hoch?
Im übrigen finde ich Deine Argumentation für die Helmpflicht sehr interessant. KfZ-Führer passen nicht auf und Rasen und der Radfahrer soll es ausbaden! Das ist der entscheidene Unterschied zum Gurt. Der Gurt schützt denjenigen der die Gefahr verursacht und verhindert für einen kleinen Pries, das die Gesellschaft für den Scahden des Gefährders aufkommen muss. (Deswegen greift Art2GG hier nicht) Der Helm (soll) denjenigen schützen der gefährdet wird, zu einem durchaus hohen Preis für das potentielle Opfer! Deswegen gibt es die verlogene Helmdebate in Holland auch nicht, dort müssen Autofahrer nämlich aufpassen und die Holländer tragen nur selten einen Radhelm.
Seit gestern ist das PDF im Link kostenpflichtig; ein Satz fiel mir SEHR negativ auf (aus dem Gedächtnis): ".. es gibt "immer noch" Leute, die ohne Helm im Gelände oder auf der Straße biken...." - genau solche Aussagen meinte ich mit ".., Radfahren im Straßenverkehr ohne Helm als unverantwortlich, lebensgefährlich usw. darzustellen...". Obwohl; betrifft mich ja nicht; ich fahre Rad, "bike" nicht :)
ups - sollte einen tiefer :)
Volle Zustimmung, ich habe ja das Bikemagazin nach realistische Fakten gefragt und bezweifle, dass da eine Antwort kommt! Es wäre ja auch schöner, wenn man die Ausgabe von 100 Euro für 1 Euro Plastikschaum (und viel mehr sollte ein Helm in der Produktion nicht kosten) mit gründlich recherchierten Fakten rechtfertigen müsste. Und da man das nicht kann ist etwas Diffamierung eben ganz praktisch...
weil es sich nicht kontrollieren liesse.
die polizei hat ja nicht einmal genug personal die bösen räuber einzufangen.
Eindeutig: ein Helm schützt gegen schwere Kopfverletzungen. Und schwere Kopfverletzungen treten bei Fahrradstürzen erschreckend leicht auf. Ein guter Freund wäre vor wenigen Wochen gestorben. Der Helm war geknackt (probier das mal aus), der Kopf noch heile.
Trotzdem bin ich gegen Helmpflicht - für Erwachsene:
Ein Erwachsener kann/soll/muss für sein Leben selbst entscheiden. Und ob er sich einem Risiko aussetzt oder nicht, ist seine Sache. Es wird ja auch nicht das Rauchen an sich verboten (nur da, wo es andere gefährdet) und auch nicht das Extremsporttreiben - und auch nicht das Nichtsporttreiben, was ja noch mehr schadet.
Das ist übrigens auch die offizielle Position des ADFC, des Allgemeinen Deutschen FahrradClubs, den ich jedem nur empfehlen kann.
Bei Kindern/Jugendlichen sieht das ganz anders aus. Da hat der Gesetzgeber eine besondere Schutzpflicht. Und da kann er - und ich finde muss er auch - das Helmtragen vorschreiben.
Über die Grenze zwischen uneinsichtigen Jugendlichen und mündigen Erwachsenen diskutieren wir lieber nicht...
Gruß
Ostkurve
also ich habe das mal ausprobiert. Mein Helm (wenig benutzt und in sehr gutem Zustand ohne Vorschädigung) knackt bei leichtem nicht schmerzhaften Schlag auf das Knie. Den äußeren Ring konnte ich alleine mit Druck knacken (hätte ich nicht gedacht. Die von mir ausgeübten Kräfte hätten vermutlich nicht mal weh getan. Es ist eines Ingenieurs übrigens nicht würdig aus Einzelfällen und VIELEN Vorurteilen eine allgemein gültige Aussage zu treffen. Das überlassen Wissenschaftler und auch Ingenieure den Werbefuzzies, insofern finde ich Dein zweites plakatives Beispiel einen Widerspruch zu Deiner Behauptung über Dich.
So jetzt werde ich Dir mal ein Beispiel geben, wie sich Deine vorgeschlagene Helmpflicht auswirken kann:
Klein Erna ist 7 und vergisst auf dem Spielplatz in ihrer Verkehrsberuhigten Zone ihren Helm und fährt nach Hause. Ein eiliger Autofahrer übersieht sie und fährt sie mit 30km/h (statt den vorgeschriebenen Schrittgeschwindigkeit) zum Krüppel. So etwas kann passieren. Dank Deiner Helmpflicht wird die Versicherung die Zahlungen an die Eltern und die Kleine nur mit starken Verzögerungen und langwierigen Gerichtsverhandlungen herausrücken. Beinahe hätten sie nichts zahlen müssen weil Ingenieur Ostkurve so überzeugt war, dass ein Helm hier schwere Verletzungen verhindert hätte. Der Richter hatte aber mit dem armen Kind noch ein Einsehen.
In Folge fahren noch weniger Kinder mit dem Fahrrad. Der nächste Verletzte ist klein Fritz, der zwar einen Helm auf hatte, diesen aber nur unzureichend befestigt hat. Die Versicherung des betrunkenen Verursachers lehnt Zahlungen ganz ab, das Gericht verlangt von Klein Fritzes Eltern 50% Mithaftung wegen verletzung der Aufsichtspflicht. Kleine Kinder dürfen demnach selbst in gesicherten Gebieten nicht mehr unbeaufsichtigt Fahrradfahren.
In einer anderen Meldung wird von eine weiteren Anstieg von Fettsüchtigen Schulkindern berichtet...
Expressionant, diese Versuche mit Raddummys sind ja alle schon gemacht worden - mit eindeutigen Ergebnissen: der Helm schützt.
Natürlich schützt der Helm - auch - gegen uneinsichtige Fahrzeugführer. Und natürlich sollte man da vordringlich eingreifen. Aber Hand aufs Herz, wer von uns hat noch nie einen Rad-/Motorradfahrer übersehen - und wer von uns ist noch nie schneller gefahren als erlaubt/angemessen? Die meisten von uns Radfahrern sind ja auch Autofahrer, und da vergessen wir schnell die andere Seite, wenn wir gewechselt haben.
Früher dachte ich auch "sollen die Autofahrer doch besser aufpassen!"
Aber was nützt mir die Grabsteinaufschrift "der Autofahrer war schuld"?
Gibts da irgendwelche Infos drüber im Netz?
Quelle bitte für die Versuche. Bikemagazin war dazu bisher ja nicht in der Lage. Bitte stelle sie auch auf de.rec.fahrrad vor oder schlag mir ein anderes Forum vor, hier ist ja eigentlich nicht der Platz dafür!
Zu den anderen Punkten die Du bringst. Natürlich nützt eine Schuldzuweisung nichts, aber wenn die Autofahrer zu schnell fahren, muss man niedrigere Tempolimits einführen (also zB Tempo 30 in der Stadt) und wenn Radfahrer leicht übersehen werden, dann ist es am sinnvollsten, die Radfahrer endlich dorthin zu führen, wo sie am leichtesten entdeckt werden und nicht hinter parkenden Autos auf dem Radweg zu verstecken! Das wäre viel wirksamer als jeder falsche Helm. Im Gegenteil, Helme gefährden darüber, in dem sie dem Autofahrer das nichtbeachten leichter machen und den Radfahrer in falscher Sicherheit wiegen. In der berühmten Thompson/ Rivara Studie wurde ja schon gezeigt, dass Radfahrer durch das tragen eines Helmes ein größeres Verletzungsrisiko anzeigen (ein Kausalzusammenhang ist aus den Zahlen nicht zu entnehmen) Leider hatten die Autoren "vergessen" die Zahlen zu normieren und daher wird ein früher Nachweis noch heute als Argument für Helme gebracht.
Ich empfehle als Einstiegslektüre mal:
http://www.cyclehelmets.org/
Ach expressionant, bei einigen Details hast Du sicher Recht (erhöhte Gefahrneigung mit Helm, noch unachtsamere Autofahrer, schlecht geplante Radwege etc.) Das ändert aber nix an Grundaussage: mit Helm ist sicherer!
Die SUVA-Studie, die Du angeführt hattest, zeigt ja deutlichst: 47 % Abnahme der Kopfverletzungen!
Und das Hannelore-Kohl-Papier, das Du aufgeführt hattest, zeigt ja deutlichst: die Autos sind schuld! "Aufpassen" nützt nur sehr begrenzt.
Also fordern wir:
bessere Radweg- bzw. überhaupt Verkehrsgestaltung,
strengere Tempolimits,
Helmpflicht für Minderjährige,
freie Auswahl für Erwachsene.
Sorry, ach wenn Du hier als der große Helmapostel auftritst, Dein Gluaben an den Helm macht keinen Unterschied. Der Sicherheitseffekt von Fahrradhelmen ist nicht nachgewiesen. Es sind jedoch schon einige Kinder durch Helme gestorben. Die nachteiligen Wirkungen der Angstkampagnen gegen das Fahrradfahren werden ihre Wirkung auch nicht verfehlen. Wer mehr Herzinfarkte und Fettleibigkeit in der Bevölkerung möchte, dem kann man nur empfehlen Helme zu propagieren. Dass Du die SUVA-Zahlen falsch verstehst, sie fälschlich als Studie bezeichnest und die Ko-Faktoren, die Dir vorher noch so wichtig waren, unterschlägst zeigen mal wieder deutlich Helmapostel sind einfach nicht in der Lage eine saubere faire Betrachtung zu liefern. Dass Du Dich jetzt auch noch auf Kosten der Kinder profilieren willst passt da gut ins Bild. Die Kleinen bewegen sich eh schon zu viel und haben in deutschen Städten und Dörfern ja schon viel zu viele Freiräume und Platz für ihre Aktivitäten. Da musst Du sie gleich mal einschränken. Wenn die Autofahrer dann wieder nicht aufpassen, müssen sie auch nicht so viel zahlen, die Armen!
Entschuldigung, das finde ich widerwärtig, da komme ich nicht mit Dir überein.
Also expressionant, was hier widerwärtig ist, soll mal der geneigte Leser bestimmen.
Die SUVA-Zahlen sind eindeutig und nur bei bösem Willen falsch verstehbar: 47 % Abnahme der Kopfverletzungen.
Und Deine hochwissenschaftlichen Tests sprechen Bände. Mach doch mal einen richtigen Test: mit 20 km/h gegen eine Bordsteinkante. Du ohne Helm, ich mit Helm. Was kommt da wohl raus?
Wie gesagt, dass eine tatsächlich erhöhte Sicherheit manche Leute zu noch riskanterem Verhalten animiert, hab ich ja auch nie bestritten, oder? Soll man jetzt deswegen ABS, ESP, Sicherheitsgurte, Fahrgastzellen, Airbags, Zweikreisbremsanlagen usw abschaffen? Kannste ja machen. Fahr halt ne alte Ente. Musst aber aufpassen, dass nicht ein Radler quer durchfährt...
Deine zahlreichen Unterstellungen helfen hier auch nicht weiter.
Um Deine Sichtweise noch weiter zu spannen: Motorradfahrer sollten dann auch keine Helmpflicht haben, und Sicherheitsgurte sollten auch nicht mit Anlegepflicht ausgestattet sein.
Trotzdem ist - objektiv - deren Nutzen unbestritten. Oder?
Gruß
Ostkurve
Liebe Rostkurve, ich hab schon verstanden, Du glaubst an den Helm. Mit Gläubigen und Esoterikern ist schlecht zu diskutieren. Trotzdem hoffe ich, dass Du genug Verstand hast, Dein blödsinniges Experiment sein zu lassen. Ich würde mich niemals Kopf voran aus 1,57m Höhe Fallen lassen. Selbst wenn ein dicker Kissenberg da unten ist! Das unterscheidet uns. Du schützt Deinen Kopf mit einem Sieb aus Styropor und ich nutze lieber meinen Verstand und mach sinnvolle Dinge. Deinen bösen Willen bei den SUVA-Zahlen belege ich Dir demnächst. Ist super einfach für einen Ingenieur! Aber schön das Du Deine Motive so offen zugibst! Verdienst Du an Helmen?
Liebe Rostkurve, ich hab schon verstanden, Du glaubst an den Helm. Mit Gläubigen und Esoterikern ist schlecht zu diskutieren. Trotzdem hoffe ich, dass Du genug Verstand hast, Dein blödsinniges Experiment sein zu lassen. Ich würde mich niemals Kopf voran aus 1,57m Höhe Fallen lassen. Selbst wenn ein dicker Kissenberg da unten ist! Das unterscheidet uns. Du schützt Deinen Kopf mit einem Sieb aus Styropor und ich nutze lieber meinen Verstand und mach sinnvolle Dinge. Deinen bösen Willen bei den SUVA-Zahlen belege ich Dir demnächst. Ist super einfach für einen Ingenieur! Aber schön das Du Deine Motive so offen zugibst! Verdienst Du an Helmen?
Gute Antwort! DH