gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ


Wieso ist es keine Pflicht einen Fahrradhelm zu tragen?

gefragt von unnamed am 07.07.2009 um 16:05 Uhr

Also es ist ja gefährlich, wenn man vom Rad fliegt und sich eine schwere Kopfverletzung zuzieht. Doch wieso ist dann "Fahrradhelm tragen" keine Pflicht? Bin ratlos...


Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Gesundheit (58281)
Fahrrad (2813)
Sicherheit (2339)
ähnliche Fragen
Frage beantworten


Pa5tete
beantwortet von Pa5tete am 7. Juli 2009 16:08
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Weil man nicht sämtliche Belangen gesetzlich Regeln möchte. Eine ausgewogene Ernährung ist auch extrem Wichtig. Ich finde es sollte Pflicht sein, dass jedes Kind einmal die Woche Spinat isst....

Kommentar von D8f691987c8425f8489e0cfeabd78592smallps00325 am 7. Juli 2009 16:10

Gute Antwort! DH


anonym
beantwortet von Olaf68 am 7. Juli 2009 22:27
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Eines würde mich mal interessieren, wieviel Leute, die Helmtragen oder sogar eine Helmpflicht fordern, fahren selber regelmäßig(!) im Alltag Fahrrad? Die Wahrscheinlichkeit, beim Radfahren eine Kopfverletzung zu erleiden ist eindeutig vorhanden und nicht wegzudiskutieren. Sie ist jedoch geringer als viele denken und geringer als bei vielen alltäglichen Tätigkeiten (Treppensteigen, Haushalt, Motorradfahren usw.). Wer das Risiko senken möchte, soll gerne einen Helm tragen, ich finde es jedoch schlimm, Radfahren im Straßenverkehr ohne Helm als unverantwortlich, lebensgefährlich usw. darzustellen.

Zur Frage: Eine Helmpflicht würde viele Leute (mich eingeschlossen) vom Radfahren abhalten.


BikeMagazin
beantwortet von BikeMagazin am 8. Juli 2009 09:22
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Natürlich sollte es in der Verantwortung eines jeden selbst liegen, einen Helm beim Fahrradfahren zu tragen. GANZ BESONDERS wenn man sportlich (also schnell) unterwegs ist. Das schließt aber zwei Dinge nicht aus: 1. Es wird immer uneinsichtige Leute geben, die einen Helm als Blödsinn bezeichnen. 2. Es wird sich nicht verhindern lassen, das man auch wenn man nicht schnell unterwegs ist, eine Kopfverletzung durch einen Unfall erleidet. Es braucht nur jemand ANDERES nicht aufzupassen oder man fällt einfach nur blöd um und schon ist das Gejammer groß. Das alles heißt aber nicht, dass man pauschal der großen Zahl von Fahrradfahrern eine Helmpflicht verordnen kann. Dazu sind erstens die Einsatzbereiche und Fahrradfahrer-Typen zu unterschiedlich und die gesetzliche Grundlage fehlt. Es bleibt also nur an den gesunden Menschenverstand zu appellieren und zu sagen: Leute zieht einen Helm auf, wenn ihr Gesund bleiben wollt! Und an diejenigen die immer noch der Meinung sind, ein Helm wäre unbequem, schlecht belüftet oder würde nicht schützen: BIKE beschäftigt sich schon seit 1989 in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland mit Helmtests und widerlegt diese Aussagen der Helmkritiker jährlich: http://www.bike-magazin.de/?p=1664

Kommentar von Screw am 8. Juli 2009 09:57

Ich kann dir da nur zustimmen =)

Kommentar von espressionant am 8. Juli 2009 18:34

Erst mal ein Lob, ich finde es toll, dass Ihr Eure Berichterstattung als "Helmpropaganda" bezeichnet. Super, wenn man so ehrlich ist!
Dass ihr bis heute nicht besser seid, ziegt die Behauptung "obwohl viele der damaligen Styropor-Halbkugeln eher zweifelhafte Schutzwirkung für den Schädel gehabt haben dürften" und "Doch mittlerweile hat sich das geändert. Design, Belüftung und Schutz waren noch nie so gut". Galt 1986 doch ein besserer Standard für Helme als er heute gilt. Auch wird doch deutlich, dass eine geschlossene dicke Halbkugel, besser scützt als ein durchlöchertes dünnes Stück aus dem gleichen Material.
Da du aber behauptest, Helme würden schützen und ihr hättet das nachgewiesen, wäre ich sehr an den Untersuchungen interessiert. Ich gehe mal davon aus, dass ihr mehr als die abgeschnittener Kopf fällt aus 1.5m herunter gemacht habt. Habt Ihr wenigstens mal eine kompletten Dummy mit ca 30km/h Kopf voran aufschlagen lassen? Habt ihr mal den typischen Radfahrerunfall "angefahren auf der Radwegkreuzung" nachgestellt also Auto ca 30km/h trifft Radfahrer frontal mit ca 25km/h. Wenn ihr so etwas gemacht habt wäre ich sehr daran interessiert. Vielleicht traust Du Dich ja Deine "Beweise" mal auf de.rec.fahrrad zu diskutieren. Dort gibt es nämlich sehr kritische und genaue Beobachter. Eine Sache noch, ich habe früher Helm getragen und mich dann als guter Ingenieur und Wissenschaftler mal gründlich informiert. Daher trage ich heute keinen Helm, weil die Vernunft dagegen spricht! Das bei Euch Werbeeinnahmen dagegen stehen gibt dir nicht das Recht mich als uneinsichtig zu bezeichnen!

Kommentar von Ostkurve am 13. Juli 2009 15:45

Lieber expressionant, Du schreibst hier allerhand Unsinn!

Auch ich bin "Guter Ingenieur und Wissenschaftler" (behaupte ich jedenfalls) und gebe Dir mal eine Rechenaufgabe:

Bremse 30 kmh ab durch

a) 5 mm Kopfhaut und -muskeln, b) 5 mm Kopfhaut und -muskeln plus15 mm Hartschaum plus 2 mm Hartschale.

Welche Beschleunigungswerte kommen raus?

Kommentar von Olaf68 am 13. Juli 2009 17:24

Vom Gefühl her kommt bei beiden ein große Holzkiste raus; es geht mir aber um die Wahrscheinlichkeit, daß dieser Fall eintritt. Und die ist fürs Radfahren im Verkehrs recht gering und ist übrigens weiter sinkend. Bei anderen Tätigkeiten passieren Unfälle wesentlich häufiger. Ich habe mein winterliches Verletzungsrisiko übrigens anders gesenkt: Spikesreifen und eine richtig helle LED-Lampe. Und kürzlich kam ein Bericht im MDR über selbstleuchtende Speichen"reflektoren" - höchst interessant. P.S: Ich bin übrigens auch schonmal bei 25-30 km/h abgestiegen - ewig her; ich saß auf dem Hintern dann gings weiter.

Kommentar von espressionant am 13. Juli 2009 21:13

Lieber Ostkurve,
wie wäre es, wenn Du Deine Anschuldigungen mal mit etwas mehr Substanz und nachweisen versiehst. Ich zeig Dir mal wie das geht.
Du behauptest ein guter Ingenieur zu sein. Für dieses Posting überprüfe ich jetzt Deine Aussage:
Prämisse Du bist Marketing-Ingenieur, da bekommst Du einige Pluspunkte:
+ Prägnante Powerpoint taugliche Aussage
+ wenig überprüfbare Fakten
+ scharf und aggressiv gegen die Konkurrenz
+ Einsatz eristischer Dialektik
Um jedoch eine gute Bewertung zu bekommen hättest Du Deine rhetorische Frage überprüfen müssen. Leider lässt sie sich leicht aushebeln:
http://myhome.iolfree.ie/~hardshell/physik.html
Tja, als guter Ingenieur nutze ich Quellen und stelle fest, dein falscher Fahrradhelm (solche haben deutlich weniger als 2mm Hartschale, eher 0.2mm und solche zählen hier) hätte also ca 1km/h Unterschied gebracht. Vermutlich wäre beides tödlich gewesen. Wahrscheinlicher ist, der unbehelmte Radfahrer hätte ein wenig mehr auf sein Können geachtet und wäre anders abgestiegen! (Stichwort Risikokompensation)


SirPedta
beantwortet von SirPedta am 8. Juli 2009 21:10
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Die Geschwindigkeit und der Verkehr sind entscheidend, ob ich einen Helm trage. Ich fahre jeden Tag Rad, im Alltag, bis hin zu großen Touren durch Europa. Wenn ich mit einem 40kg Fahrrad toure, mit einer Reisegschwindigkeit von 16km/h setze ich keinen Helm auf. Ein Rennradfahrer hingegen ereicht Geschwindigkeiten von 60 bis 70km/h, ein Helm ist hier eher angebracht. Jedoch ist es fraglich, warum dann nicht auch gleich Ellenbogenschützer, Knieschützer, Kinnschützer, usw...


anonym
beantwortet von dani31 am 7. Juli 2009 16:07
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

das wundert mich auch schon mehrere jahre

sowas muss man als normaler mensch nicht verstehen


Schinderhannes
beantwortet von Schinderhannes am 7. Juli 2009 16:07
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Es muss doch nicht alles durch Gesetze geregelt werden, man könnte ja auch mal das Gehirn einschalten.


Franticek
beantwortet von Franticek am 7. Juli 2009 16:08
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Es gibt Menschen, bei denen der Kopf härter ist als jeder Helm.
SCNR

Kommentar von D8f691987c8425f8489e0cfeabd78592smallps00325 am 7. Juli 2009 16:10

Zum Bsp. bei dir

Kommentar von espressionant am 27. Juli 2009 22:13

ist Dein Kopf weicher als ein Fahrradhelm?


ps00325
beantwortet von ps00325 am 7. Juli 2009 16:09
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Weil jeder für sich selbst aufpassen muss! Ich finde das so richtig

Kommentar von unnamed am 7. Juli 2009 16:10

Wieso darf man dann nicht ohne Helm fahren, wenn man Motorrad fährt?

Kommentar von Olaf68 am 8. Juli 2009 09:07

Weil das Risiko auf dem Motorrad wesentlich höher ist, als auf dem Rad (ich fahre beides). Und dort würde ich sowieso immer mit Helm fahren; da es bei Geschwindigkeiten >60 km/h auch noch angenehmer ist (Insekten, Fahrtwind).

Kommentar von espressionant am 8. Juli 2009 18:49

http://vrpmuse2006.makrolog.de/idrsptest2009/ShowDocument?key=DRSPENTSCHEIDUNGENIMUSE08060000001_0007658&Doctype=e&url=x&urlquery=&anzeigeformat=Volltext
für den Fahrradhelm treffen die meisten der beschriebenen Prämissen nicht zu. Zudem gibt es bessere Mittel die Kopfverletzungen zu vermeiden (zB Verbot von Radwegen, Tempo 30 in der Stadt etc). Weiterhin sind Kopfverletzungen bei Radfahrern eher selten. Schliesslich ist erwiesen, das das Helmtragen für viele Radfahrer eine Abschreckung darstellt. Dadurch erleidet aber die Gesellschaft einen Nahteil.


anonym
beantwortet von espressionant am 7. Juli 2009 21:38
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Artikel 2 des Grundgesetzes ist das Hindernis. Dies steht gegen eine Pflicht sich einen lächerliche Styroporschüssel auf den Kopf zu setzen, obwohl Radfahren gar nicht gefährlich ist.
Die Angstmachpropaganda ("vom Rad fliegen und sich eine schwere Kopfverletzung zuziehen") ist einfach verlogen. Man fällt einfach nicht vom Rad und wenn dann nur selten auf den Kopf.
Radfahren ist überhaupt nicht gefährlich. Wenn Radfahren gefährlich gemacht wird, dann durch Autofahrer die nicht aufpassen und durch Knallköppe, die eine Rechtsabbiegerspur links neben eine Geradeausspur legen. Also sollte man doch lieber diese Probleme beseitigen...

Kommentar von Simple_avatar5smallBaernie am 7. Juli 2009 22:13

Ich wüsste da eine ganze Reihe von Beispielen, die das Gegenteil beweisen. Aber bei Dir wirds kaum was nützen...

Kommentar von espressionant am 7. Juli 2009 22:40

Beispiele wofür?

Kommentar von espressionant am 7. Juli 2009 22:48

Ach übrigens Beispiele können, wenn überhaupt, nur absolute Aussagen widerlegen. Meine Daten sind aber sauber recherchiert und basieren nicht auf Glauben, Angst oder falscher Risikoeinschätzung, sondern auf Physik und Mathematik und Verständnis von Technik. Wenn Du mich also überzeugen willst, dann geht das leicht, wenn Du gute, korrekte und nachprüfbare Argumente hast!


anonym
beantwortet von Screw am 8. Juli 2009 07:36
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ich fahre REGELMÄßIG Fahrrad und trage NICHT IMMER einen HELM. Ich trage ihn NUR wenn ich Downhill fahr, dazu kommen Schienbein Protektoren, so wie Handschuhe, Brust, Rücken Elbogen und Arm schoner. Genauso ausgestattet wie wenn man Motorcross fahren würde. Dementsprechen ist es aber auch ein Sehr gefährlicher Sport.

Hier ein Video zum Downhill, für diejenigen, die nicht wissen was das ist. (Beigefügt)

Ich bin selbst für eine Helmpflicht, auch wenn ich mich selbst nicht daran halte, finde ich es immernoch sehr sinnvoll. Beim Autofahren muss man sich auch anschnallen. Ich wäre schon oft ohne meinen Guten Bremsen und schnellen Reflexen fast angefahren, weil viele Auto, LKW, Bus und Motorrad -fahrer einfach nicht aufpassen uns rasen.

MFG Screw

VIDEO


Kommentar von Olaf68 am 8. Juli 2009 09:04

Bei solchen Aktionen würde ich auch Vollschutz tragen - man hängt ja am Leben. Und Deine Unterscheidung Sport <-> Alltag teile ich, daß Du trotzdem eine Helmpflicht im Alltag forderst, finde ich dann aber unlogisch (zumal Du dann selber ohne fährst). Eine der Hauptunfallursachem (zu schnell/unaufmerksam fahren) zu bekämpfen, wäre wesentlich sinnvoller.

Kommentar von espressionant am 8. Juli 2009 17:34

In dem Video geht es ja nur bergab! Wird bergan auch ein Helm getragen? Oder fahren die mit dem Lift da hoch?
Im übrigen finde ich Deine Argumentation für die Helmpflicht sehr interessant. KfZ-Führer passen nicht auf und Rasen und der Radfahrer soll es ausbaden! Das ist der entscheidene Unterschied zum Gurt. Der Gurt schützt denjenigen der die Gefahr verursacht und verhindert für einen kleinen Pries, das die Gesellschaft für den Scahden des Gefährders aufkommen muss. (Deswegen greift Art2GG hier nicht) Der Helm (soll) denjenigen schützen der gefährdet wird, zu einem durchaus hohen Preis für das potentielle Opfer! Deswegen gibt es die verlogene Helmdebate in Holland auch nicht, dort müssen Autofahrer nämlich aufpassen und die Holländer tragen nur selten einen Radhelm.

Kommentar von Olaf68 am 9. Juli 2009 21:51

Seit gestern ist das PDF im Link kostenpflichtig; ein Satz fiel mir SEHR negativ auf (aus dem Gedächtnis): ".. es gibt "immer noch" Leute, die ohne Helm im Gelände oder auf der Straße biken...." - genau solche Aussagen meinte ich mit ".., Radfahren im Straßenverkehr ohne Helm als unverantwortlich, lebensgefährlich usw. darzustellen...". Obwohl; betrifft mich ja nicht; ich fahre Rad, "bike" nicht :)

Kommentar von Olaf68 am 9. Juli 2009 21:55

ups - sollte einen tiefer :)

Kommentar von espressionant am 11. Juli 2009 12:05

Volle Zustimmung, ich habe ja das Bikemagazin nach realistische Fakten gefragt und bezweifle, dass da eine Antwort kommt! Es wäre ja auch schöner, wenn man die Ausgabe von 100 Euro für 1 Euro Plastikschaum (und viel mehr sollte ein Helm in der Produktion nicht kosten) mit gründlich recherchierten Fakten rechtfertigen müsste. Und da man das nicht kann ist etwas Diffamierung eben ganz praktisch...


anonym
beantwortet von ursularey am 8. Juli 2009 10:01
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

weil es sich nicht kontrollieren liesse.

die polizei hat ja nicht einmal genug personal die bösen räuber einzufangen.


anonym
beantwortet von Ostkurve am 13. Juli 2009 15:39
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Eindeutig: ein Helm schützt gegen schwere Kopfverletzungen. Und schwere Kopfverletzungen treten bei Fahrradstürzen erschreckend leicht auf. Ein guter Freund wäre vor wenigen Wochen gestorben. Der Helm war geknackt (probier das mal aus), der Kopf noch heile.

Trotzdem bin ich gegen Helmpflicht - für Erwachsene:

Ein Erwachsener kann/soll/muss für sein Leben selbst entscheiden. Und ob er sich einem Risiko aussetzt oder nicht, ist seine Sache. Es wird ja auch nicht das Rauchen an sich verboten (nur da, wo es andere gefährdet) und auch nicht das Extremsporttreiben - und auch nicht das Nichtsporttreiben, was ja noch mehr schadet.

Das ist übrigens auch die offizielle Position des ADFC, des Allgemeinen Deutschen FahrradClubs, den ich jedem nur empfehlen kann.

Bei Kindern/Jugendlichen sieht das ganz anders aus. Da hat der Gesetzgeber eine besondere Schutzpflicht. Und da kann er - und ich finde muss er auch - das Helmtragen vorschreiben.

Über die Grenze zwischen uneinsichtigen Jugendlichen und mündigen Erwachsenen diskutieren wir lieber nicht...

Gruß

Ostkurve

Kommentar von espressionant am 13. Juli 2009 22:34

also ich habe das mal ausprobiert. Mein Helm (wenig benutzt und in sehr gutem Zustand ohne Vorschädigung) knackt bei leichtem nicht schmerzhaften Schlag auf das Knie. Den äußeren Ring konnte ich alleine mit Druck knacken (hätte ich nicht gedacht. Die von mir ausgeübten Kräfte hätten vermutlich nicht mal weh getan. Es ist eines Ingenieurs übrigens nicht würdig aus Einzelfällen und VIELEN Vorurteilen eine allgemein gültige Aussage zu treffen. Das überlassen Wissenschaftler und auch Ingenieure den Werbefuzzies, insofern finde ich Dein zweites plakatives Beispiel einen Widerspruch zu Deiner Behauptung über Dich.

Kommentar von espressionant am 13. Juli 2009 22:45

So jetzt werde ich Dir mal ein Beispiel geben, wie sich Deine vorgeschlagene Helmpflicht auswirken kann:
Klein Erna ist 7 und vergisst auf dem Spielplatz in ihrer Verkehrsberuhigten Zone ihren Helm und fährt nach Hause. Ein eiliger Autofahrer übersieht sie und fährt sie mit 30km/h (statt den vorgeschriebenen Schrittgeschwindigkeit) zum Krüppel. So etwas kann passieren. Dank Deiner Helmpflicht wird die Versicherung die Zahlungen an die Eltern und die Kleine nur mit starken Verzögerungen und langwierigen Gerichtsverhandlungen herausrücken. Beinahe hätten sie nichts zahlen müssen weil Ingenieur Ostkurve so überzeugt war, dass ein Helm hier schwere Verletzungen verhindert hätte. Der Richter hatte aber mit dem armen Kind noch ein Einsehen.
In Folge fahren noch weniger Kinder mit dem Fahrrad. Der nächste Verletzte ist klein Fritz, der zwar einen Helm auf hatte, diesen aber nur unzureichend befestigt hat. Die Versicherung des betrunkenen Verursachers lehnt Zahlungen ganz ab, das Gericht verlangt von Klein Fritzes Eltern 50% Mithaftung wegen verletzung der Aufsichtspflicht. Kleine Kinder dürfen demnach selbst in gesicherten Gebieten nicht mehr unbeaufsichtigt Fahrradfahren.
In einer anderen Meldung wird von eine weiteren Anstieg von Fettsüchtigen Schulkindern berichtet...


anonym
beantwortet von Ostkurve am 13. Juli 2009 15:52
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Expressionant, diese Versuche mit Raddummys sind ja alle schon gemacht worden - mit eindeutigen Ergebnissen: der Helm schützt.

Natürlich schützt der Helm - auch - gegen uneinsichtige Fahrzeugführer. Und natürlich sollte man da vordringlich eingreifen. Aber Hand aufs Herz, wer von uns hat noch nie einen Rad-/Motorradfahrer übersehen - und wer von uns ist noch nie schneller gefahren als erlaubt/angemessen? Die meisten von uns Radfahrern sind ja auch Autofahrer, und da vergessen wir schnell die andere Seite, wenn wir gewechselt haben.

Früher dachte ich auch "sollen die Autofahrer doch besser aufpassen!"

Aber was nützt mir die Grabsteinaufschrift "der Autofahrer war schuld"?

Kommentar von Olaf68 am 13. Juli 2009 17:26

Gibts da irgendwelche Infos drüber im Netz?

Kommentar von espressionant am 13. Juli 2009 21:43

Quelle bitte für die Versuche. Bikemagazin war dazu bisher ja nicht in der Lage. Bitte stelle sie auch auf de.rec.fahrrad vor oder schlag mir ein anderes Forum vor, hier ist ja eigentlich nicht der Platz dafür!
Zu den anderen Punkten die Du bringst. Natürlich nützt eine Schuldzuweisung nichts, aber wenn die Autofahrer zu schnell fahren, muss man niedrigere Tempolimits einführen (also zB Tempo 30 in der Stadt) und wenn Radfahrer leicht übersehen werden, dann ist es am sinnvollsten, die Radfahrer endlich dorthin zu führen, wo sie am leichtesten entdeckt werden und nicht hinter parkenden Autos auf dem Radweg zu verstecken! Das wäre viel wirksamer als jeder falsche Helm. Im Gegenteil, Helme gefährden darüber, in dem sie dem Autofahrer das nichtbeachten leichter machen und den Radfahrer in falscher Sicherheit wiegen. In der berühmten Thompson/ Rivara Studie wurde ja schon gezeigt, dass Radfahrer durch das tragen eines Helmes ein größeres Verletzungsrisiko anzeigen (ein Kausalzusammenhang ist aus den Zahlen nicht zu entnehmen) Leider hatten die Autoren "vergessen" die Zahlen zu normieren und daher wird ein früher Nachweis noch heute als Argument für Helme gebracht.
Ich empfehle als Einstiegslektüre mal:
http://www.cyclehelmets.org/


anonym
beantwortet von Ostkurve am 25. Juli 2009 12:51
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ach expressionant, bei einigen Details hast Du sicher Recht (erhöhte Gefahrneigung mit Helm, noch unachtsamere Autofahrer, schlecht geplante Radwege etc.) Das ändert aber nix an Grundaussage: mit Helm ist sicherer!

Die SUVA-Studie, die Du angeführt hattest, zeigt ja deutlichst: 47 % Abnahme der Kopfverletzungen!

Und das Hannelore-Kohl-Papier, das Du aufgeführt hattest, zeigt ja deutlichst: die Autos sind schuld! "Aufpassen" nützt nur sehr begrenzt.

Also fordern wir:

  • bessere Radweg- bzw. überhaupt Verkehrsgestaltung,

  • strengere Tempolimits,

  • Helmpflicht für Minderjährige,

  • freie Auswahl für Erwachsene.

Kommentar von espressionant am 27. Juli 2009 22:27

Sorry, ach wenn Du hier als der große Helmapostel auftritst, Dein Gluaben an den Helm macht keinen Unterschied. Der Sicherheitseffekt von Fahrradhelmen ist nicht nachgewiesen. Es sind jedoch schon einige Kinder durch Helme gestorben. Die nachteiligen Wirkungen der Angstkampagnen gegen das Fahrradfahren werden ihre Wirkung auch nicht verfehlen. Wer mehr Herzinfarkte und Fettleibigkeit in der Bevölkerung möchte, dem kann man nur empfehlen Helme zu propagieren. Dass Du die SUVA-Zahlen falsch verstehst, sie fälschlich als Studie bezeichnest und die Ko-Faktoren, die Dir vorher noch so wichtig waren, unterschlägst zeigen mal wieder deutlich Helmapostel sind einfach nicht in der Lage eine saubere faire Betrachtung zu liefern. Dass Du Dich jetzt auch noch auf Kosten der Kinder profilieren willst passt da gut ins Bild. Die Kleinen bewegen sich eh schon zu viel und haben in deutschen Städten und Dörfern ja schon viel zu viele Freiräume und Platz für ihre Aktivitäten. Da musst Du sie gleich mal einschränken. Wenn die Autofahrer dann wieder nicht aufpassen, müssen sie auch nicht so viel zahlen, die Armen!
Entschuldigung, das finde ich widerwärtig, da komme ich nicht mit Dir überein.


anonym
beantwortet von Ostkurve am 7. August 2009 13:51
0x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Also expressionant, was hier widerwärtig ist, soll mal der geneigte Leser bestimmen.

Die SUVA-Zahlen sind eindeutig und nur bei bösem Willen falsch verstehbar: 47 % Abnahme der Kopfverletzungen.

Und Deine hochwissenschaftlichen Tests sprechen Bände. Mach doch mal einen richtigen Test: mit 20 km/h gegen eine Bordsteinkante. Du ohne Helm, ich mit Helm. Was kommt da wohl raus?

Wie gesagt, dass eine tatsächlich erhöhte Sicherheit manche Leute zu noch riskanterem Verhalten animiert, hab ich ja auch nie bestritten, oder? Soll man jetzt deswegen ABS, ESP, Sicherheitsgurte, Fahrgastzellen, Airbags, Zweikreisbremsanlagen usw abschaffen? Kannste ja machen. Fahr halt ne alte Ente. Musst aber aufpassen, dass nicht ein Radler quer durchfährt...

Deine zahlreichen Unterstellungen helfen hier auch nicht weiter.

Um Deine Sichtweise noch weiter zu spannen: Motorradfahrer sollten dann auch keine Helmpflicht haben, und Sicherheitsgurte sollten auch nicht mit Anlegepflicht ausgestattet sein.

Trotzdem ist - objektiv - deren Nutzen unbestritten. Oder?

Gruß

Ostkurve

Kommentar von espressionant am 13. August 2009 21:33

Liebe Rostkurve, ich hab schon verstanden, Du glaubst an den Helm. Mit Gläubigen und Esoterikern ist schlecht zu diskutieren. Trotzdem hoffe ich, dass Du genug Verstand hast, Dein blödsinniges Experiment sein zu lassen. Ich würde mich niemals Kopf voran aus 1,57m Höhe Fallen lassen. Selbst wenn ein dicker Kissenberg da unten ist! Das unterscheidet uns. Du schützt Deinen Kopf mit einem Sieb aus Styropor und ich nutze lieber meinen Verstand und mach sinnvolle Dinge. Deinen bösen Willen bei den SUVA-Zahlen belege ich Dir demnächst. Ist super einfach für einen Ingenieur! Aber schön das Du Deine Motive so offen zugibst! Verdienst Du an Helmen?

Kommentar von espressionant am 13. August 2009 21:33

Liebe Rostkurve, ich hab schon verstanden, Du glaubst an den Helm. Mit Gläubigen und Esoterikern ist schlecht zu diskutieren. Trotzdem hoffe ich, dass Du genug Verstand hast, Dein blödsinniges Experiment sein zu lassen. Ich würde mich niemals Kopf voran aus 1,57m Höhe Fallen lassen. Selbst wenn ein dicker Kissenberg da unten ist! Das unterscheidet uns. Du schützt Deinen Kopf mit einem Sieb aus Styropor und ich nutze lieber meinen Verstand und mach sinnvolle Dinge. Deinen bösen Willen bei den SUVA-Zahlen belege ich Dir demnächst. Ist super einfach für einen Ingenieur! Aber schön das Du Deine Motive so offen zugibst! Verdienst Du an Helmen?


Frage beantworten

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Verwandte Fragen

Verwandte Fragen


Mehr verwandte Fragen

Verwandte Fragen



Verwandte Tipps

    So erkennt man ein gutes City Bike

Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.