Früher dachte man noch die Erde sei eine Scheibe. Aus dem All von einem Blickwinkel aus betrachtet wäre dies sogar relativ stimmig. Jedoch weiß man inzwischen, dass die Erde kugelförmig (nicht rund - dies wirkt aus weiter Entfernung lediglich so) ist. Aber warum ist die Erde z. B. nicht doch scheibenförmig, quadratisch oder besitzt eine andere Form. Das Gleiche gilt im übrigen für Sonne, Mond und andere Sterne. Wieso also immer die Kugelform?

Dies hat damit zu tun, dass die Kugelform eine energetisch günstige Form ist: die Erde ist ja aus mehr oder weniger "flüssigen" Materie entstanden. Und wie bei Wassertropfen ist es so, dass die Oberflächenspannung für die Kugelform minimal gehalten wird.
Erde, Sonne, Mond und Sterne sind verdammt groß. Viel Masse. Viel Masse mach Gravitation. Gravitation wirkt in alle Richtungen gleich stark. Kugel ist energietechnisch zweckmäßigste Form.
Schön und kurz erklärt :-). Danke.
Ein Mond, und es gibt auch kleine Monde (:Möndchen), hat aber wesentlich weniger Masse als beim Planet Jupiter oder der Sonne (und unsere Sonne ist relativ klein), trotzdem aber die Kugelform. Müsste dort nicht eher eine den Saturnringen vergleichbare Scheibe entstanden sein, da Masse nicht so bedeutend. Übrigens die Masse der Saturnringe insgesamt scheint wesentlich größer zu sein als die unseres Mondes. Lösung vielleicht darin zu sehen, dahs dort ein oder mehrere Monde mal nachträglich geplatzt sind, ebenso wie im Asteroidengürtel unseres Sonnensystems ja offensichtlich nachträglich ein mittlerer Planet "in die Luft geflogen ist" oder durch künstliche Atomkernexplosionen entsprechend zerkleinert wurde!? - Im Anfang also war die sich im Sonnensystem formende Materie wohl sehr heiß und flüssig, sonst keine Kugelform entstanden? Oder? Oder ist es der Ausgleich zwischen Zentripetalkraft und Zentrifugalkraft der Rotationen, der mit zur Kugelform beiträgt, ebenso wie die große Masse durch ihre bloße Massenanziehungskraft. Wer entwirrt das Knäuel?
@caspihauser: in Ihrem Kommentar sind wirklich viele Dinge zusammengeknäuelt: Die obigen Erklärungen gehen nicht auf den Kern der Sache: Alle im Weltall sichtbaren Objekte sind dann kugelförmig, wenn sie überwiegend flüssig sind. Da sie alle im Prinzip im schwerelosen Raum schweben(meist auf Umlaufbahnen) verhalten sie sich wie ein Wassertropfen: der bildet eine Kugel, weil das die geometrisch kleinstmögliche Form eines Körpers ist, daraus ergibt sich dann auch das von Kollegen erwähnte Energieminimum. Es ist aber einfach eine Lösung der Geometrie. Kugelförmig sind sie dann nicht mehr, wenn sie so klein sind, daß ihre eigene Schwerkraft nicht ausreicht, den Steinklumpen so stark zusammenzuziehen, daß er im Inneren flüssig wird, Beispiel: die üblichen Kometen und Meteorite, die sind irgendwie eckig - auf jeden Fall unregelmäßig geformt.

Habe am Wochenende im Fernsehen eine interessante Sendung zu dem Thema gesehen, da war man der Meinung, dass die Erde eher eine "Kartoffel" sei, also nicht so absolut kugelförmig. Die hänge mit den ganzen tektonischen Kräften im Erdinnern und der ständigen Verschiebung der Platten zusammen.
das bezieht sich auf die Landmasse, die natürlich etwas Starrer ist. Mit dem wasser zusammen wird es dann wieder rund.
Heeeschen am 23. Oktober 2007 14:22 Genau so ist es - nix Kugel :-) Beulig und hügelig ist Mutter Erde - was bei dem Alter ja durchaus verständlich ist :-)

Ist sie eigentlich gar nicht, wenn du dir das Wasser wegdenkst, ist es eine zerdepperte Kartoffel / Birne. Erst durch das flüssige Wasser gleicht sich die Erde zu einer Kugel (energetisch optimale Form) aus.
Die Erde ist keine Kugel und nicht mal ein richtiges Ellipsoid. Außerdem hat sie die Masseverteilung einer Birne
die Birnenform in Bildern der NASA ist eine Verzerrung der wahren Form, weil dabei die Höhenunterschiede maßlos übertrieben wurden, um die winzigen Abweichungen sichtbar zu machen. Mit bloßem Auge sind die Abweichungen von der Kugelform gar nicht zu erkennen, siehe die Bilder von der ISS, da wird die Erde ganz nah gezeigt, nämlich nur ca. aus 300 km Höhe, während die Erde ja einen Durchmesser von ca 12.000 km hat, und siehr dabei immer kugekförmig aus.

Halloween2 hat Recht. Die Natur kennt keinen rechten Winkel :D
Wieso kennt sie den nicht? Mal ma ne Düne oder nen Berg. Und? :-)
"Die Natur" kennt sowieso gar nichts. Es sind wir, die sich dabei was denken, und bezeichnen einen Winkel von 90 Grad als rechten Winkel. Der kommt überall aus Zufall mal vor z.B. bei Eisschollen oder im Gletscher.
JoeWied am 14. April 2008 12:23 Mal abgesehen davon, dass die Natur nix kennt, ist deine Aussage falsch. Noch nie was von kristallinen Formen (Salz etc.) gehört. Da gibt es Winkel. Und wenn du es nicht glaubst, dann geh mal an eine Mineralienbörse.

Hat wahrscheinlich was mit dem Kern und der Rotation zu tun, oder ?
Fliehkraft zu schwach, sorgt nur für geringe Abflachung.
Wenn die Rotation eine gewichtige Rolle spielen würde, müßte die Erde eine Scheibe sein.
Leyah am 23. Oktober 2007 14:15 Wieso das?
Die Erde dreht sich um ihre Achse, die Fliehkräfte wären also entlang des Äquators am größten und an den Polen am niedrigsten. Ergo viel Flucht am Rand (weit weg) wenig Flucht oben und unten. Je größer der Einfluß von Fliehkraft umso scheibiger das ganze.
Leyah am 23. Oktober 2007 14:22 Aha, wieder was gelernt ;o)
@Halloween2
Jup, ebenfalls wissenschaftlich korrekt erklärt.
Leyah am 23. Oktober 2007 14:44 Na, das will ich doch hoffen... ;o)))
Immer vorausgesetzt, das feste Materie sich so leicht verformen ließe. Durch den sagenhaften Druck im Innern (Kontraktion der Masse der Erde) herrscht tief innen nicht unbedingt bewegliche Flüssigkeit, sondern komprimierte, vergleichbar fast oder sogar ganz der festen Materie - aber wahnsinnig heiß. Oder ist es zu Gasdruck gekommen? (Wäre wieder eine neue Frage, dann Erde innen vielleicht hohl, und nur Rotation erhöht die Erdanziehungskraft?) Ich weiß es ooch nicht.
wenn die Erde hohl sein sollte, müßte irgendwas die äußere Schale stützen. Es ist wohl einfacher, sich vorzustellen, das das Innere gefüllt ist und deshalb die äußere Schale obendrauf schwimmt.