Wieso ist die Bundeswehr so unbeliebt?

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12 Antworten

Weil einige Leute die Funktion des Militärs auf ihre Rolle im Zweiten Weltkrieg reduzieren. So kommt es, dass Militarismus, rücksichtslose Kriegsführung, sinnloses Massensterben und sogar Totalitarismus damit assoziiert werden, obwohl davon heute nichts mehr zu spüren ist.

Die Bundeswehr hilft bei Umweltkatastrophen, hilft in humanitären Operationen weltweit und, ja, ist auch in Kriegsgebieten involviert. Dort führt sie jedoch nicht einfach Krieg, sondern beteiligte und beteiligt sich etwa an der Ausbildung und der Praxis der dortigen Sicherheits- und Streitkräfte und somit an Sicherheit und Stabilität von Bevölkerung und Staat. Auch der Kampf gegen Piraterie etc. gehört zu ihren Aufgaben.

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Mir fiel auf, dass sich Donald Trump bei seiner Dankesrede nach seiner Wahl ganz dezidiert bei den Veteranen und den Soldaten bedankt hat.

Ich kann mich nicht erinnern, dass sich ein deutscher Präsident oder Kanzler bei den deutschen Veteranen bedankt hätte. Lasse mich aber gerne belehren.

Wenn schon staatlicherseits so wenig Anerkennung zu hören ist, wie soll das bei den Menschen ankommen?

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Auch in anderen Kulturkreisen, ist man dem Militär manchmal feindselig gegenüber. Aber wie du mit bekommen hast, ist man dem Militär eher positiv gesinnt.

In Deutschland hat das verschiedene Gründe.

1. Schlechte Erfarung
Ein zu starker Militarismus und Nationalismus hat Dtl in zwei Weltkriegen zu einer zentralen Konfliktpartei gemacht. Beim ersten war es ein versagen aller, der zweite war im Grunde eine Fortsetzung des ersten (nur unmenschlicher). Zwei verlorene Weltkriege kommt leider nicht gut an.

2.Falsche Darstellung
Häufig wird in den Medien davon berichtet, dass die Bundeswehr marodes und überteuertest Material hat, welches nicht funktioniert. Es ist auch einfacher über negatives zu berichten, seh ich ein. Problem ist dabei, dass die Beschaffungs und Geldfrage nicht die Bundeswehr übernimmt, sondern das Parlament. Die Volksvertreter wollen manchmal unmögliches und die Bundeswehr wird dafür kritisiert, dass unmögliche fast möglich zu machen.

3.Unoffenheit
Viele Menschen in Amerika und GB wissen, was ihr Militär genau macht. Nicht jeden Schritt, aber die groben Züge sind bekannt. Dies wird hier leider nicht so gemacht. Es fehlt derzeit an geschultem Pressepersonal, welches Konferenzen abhält, Fragen beantwortet oder die Strategie und Ziele erläutert. Vielleicht sollten auch die Orte, in denen Kasernen stehen, besser eingebunden werden. In Munster ist es perfekt gewesen, die Leute haben meist direkt oder indirekt für die Bundeswehr gearbeitet und man hat sich gegenseitig respektiert (meine Erfahrung). In Munster waren Soldaten nichts abnormales.

4.Vorurteile
Das ist meine ganz persönliche Ansicht. Vorurteile gegenüber der Armee. Manche haben schlechte Erfahrungen gemacht oder haben die Armee nie von innen gesehen und verurteilen jene, die dienen.
Ich habe das in Dresden sehr stark erlebt. Ich ging in Uniform durch die Stadt und war auch in Uniform im Restaurant, sehr viele junge Leute haben mich schief angeguckt. Ältere Menschen waren da schon freundlicher. Ob in Ost, West oder Süddtl-die ältere Generation ist meist sehr freundlich gegenüber Soldaten. Viele sprechen mit uns und fragen uns wie es geht, wenn wir mal zum Spaß marschieren gehen. Manchmal nur ganz banale Dinge, aber es fühlt sich gut an. Und das fehtl vlt der Jugend und den Gleichaltrigen. Viele vergessen, dass Soldaten auch nur Menschen sind und deshalb verurteilen sie einen.

Ich denke meine Punkte sind ein guter, grober Überblick, nicht perfekt aber vielleicht helfen sie dir zu verstehen.

Horrido!

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Es fallen eben immer die auf, die am lautesten schreien, also Kritiker und meistens Pazifisten.
Die Befürworter halten sich einfach öfters zurück.
Nicht unsere Grenzen werden bei Auslandseinsätzen verteidigt, sondern unsere politische Stellung in der Welt und wenn das nur die Handelswege für Bananen sind, die von Piraten abgeschnitten werden.
Wenn man alles durchgehen lässt, von wegen "ist ja alles nicht so schlimm, was kümmern uns die verdammten Bananen", so werden sich bald einige wundern, weswegen denn schon wieder die Steuern wachsen.
Die Bundeswehr im Bündnis der NATO trägt unter anderem also auch dazu bei, unseren Wohlstand zu wahren!

Wenn ein Terrornetzwerk im nahem Osten wächst und Anschläge verübt werden, kann man nicht einfach Däumchen drehen.
Dass dieses auch eine Gefahr für uns darstellt, sollte bewusst sein, wie kürzliche Ereignisse zeigen.

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weil die Leute einfach dämlich sind.. also die, die gegen die Bundeswehr sind.

aber grad die sind die ersten, die schreien , wenn sie zb Hochwasser haben und Hilfe brauchen.. ich habe viele Soldaten in meinem Bekanntenkreis, und ich bin stolz auf sie

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Ich nehme diese Ablehnung nicht wahr.

Allerdings schauen einige kritischer auf die Streitkräfte, als in anderen Ländern. Das mag so sein, dass man in Deutschland mit dem Militarismus auch schlechtere Erfahrung gemacht hat, als in anderen Ländern. Es waren Militärs, die einen entscheidenden Anteil an Deutschlands Rolle beim Ausbruch des 1 WK hatten, es waren Militärs, die die Weimarer Republik abgelehnt und immer wieder destabilisiert haben, und es waren Militärs, die letztendlich mit Hitler und Begeisterung in den 2. WK gezogen sind.

Allerdings hat die Bundeswehr niemals Anlass für diese kritische Betrachtung gegeben.

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Tja, warum ist das wohl so.....denk mal nach.

Deutschland in Verbindung mit Militär weckt keine positive Gefühle. Militär hat immer etwas mit Krieg zu tun und auch wenn der zweite Weltkrieg schon lange vorbei ist, tragen wir Deutschen immer noch das Erbe des dritten Reiches.

 Wir alle, die Nachkriegsgeneration und deren Kinder ud Enkel - das sind wir -  sind deshalb alle so erzogen worden, dass Militär und Krieg abzulehen sind; deshalb stand man in  Deutschland auch der Bundeswehr von Anfang sehr kritisch gegenüber - und wer das nicht tat, war schon mal direkt verdächig, politisch weit rechts zu stehen.

Da haben andere Länder natürlich weniger Problem, die haben eben auch eine andere Geschichte hinter sich.

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Das hat wahrscheinlich weniger mit den Soldaten zu tun als vielmehr mit dem was der Bund so tut.

Zu Genschers Zeiten wurden die Deutschen eben so erzogen, dass Auswärtsspiele der Bundis gar nicht in die Tüte kommen und nun ist es normal. Da hat sich ein gewisses Misstrauen entwickelt - vor allem da es ja schon Kriege gab, die auf Vorwänden beruhen wie im Irak - ob man sich da nicht zum Idioten fremder Interessen macht. Oder die Erfolglosigkeit von Kriegseinsätzen wie in Afghanistan - ob und welche Auslandseinsätze überhaupt Sinn machen.

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Kommentar von HappyGamer2207
21.11.2016, 10:50

die Normalität haben wir Herrn Schröder zu verdanken.

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Das hat sicherlich vielfältige Gründe. 

Da sind einerseits mal hirnfreie Verteidigungsminister, die für sehr große Steuermittelverschwendung sorgten und sorgen. - Ja. da kann der gemeine Soldat Nix für sondern da ist ausschließlich der hirnabstinente Wähler schuld. 

Dann ist bis heute nicht nachvollziehbar, warum unsere Grenzen am Hindukusch verteidigt werden müssen. - Nein. Komme mir kein Mensch mit Bündnis. Das kann nicht als ausschließliche Erklärung akzeptiert werden. Die Bevölkerung hat laut Grundgesetz durchaus ein Recht auf umfassende Information. 

Schließlich steht das Militär in unserem Staat auf der Seite der Regierung, Und diese ist sehr weit weg von der Mehrheit des Volkes. In anderen Staaten entscheidet sich die oberste Führung des Militärs im Bedarfsfall gerne mal für das Volk. In D werden gerne kritische Stimmen innerhalb des Militärs an Politik fertig gemacht von derselben UND militärischer Führung außerhalb von Politik. 

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Einen Grund wütend auf die Bundeswehr zu sein. Gibt es eigentlich nicht warum auch würden einige sagen sie befolgen nur befehle, es gibt ja auch normale Offiziere die sich weigern mit der Nato gegen Russland vorzugehen.

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Kommentar von Schnoofy
21.11.2016, 11:01

es gibt ja auch normale Offiziere die sich weigern mit der Nato gegen Russland vorzugehen.

Ich kann mich nicht erinnern, dass dieses Problem jemals aktuell war.

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wie schon die meisten sagen ist es der Ruf der Deutschen durch dem wk1 und wk2,da die deutschen Militär ist krieg ist Nazi in Verbindung bringen.

Es gibt aber noch eine andere Version die sich vor allem unter Soldaten von Deutschland und anderen Nationen oft zu Hören ist,ab und an auch bei den Bürgern.

Bundeswehr sind Flaschen und können nicht mal einen tag Deutschland vierteiligen. und es stimmt auch schon,im vergleich zu unseren Geschichte wo Militärisch Deutschland oder Deutsche staaten immer weit vorne waren. z.b Preußen,Hessen,Hannover,Sachsen,Lippe,waren Welt weit als Söldner Beliebt und wurden auch im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg eingesetzt,z.b die Hessen auf der Englischen seide,oder Preußen was Welt weit das stärkste Militär war,darum sagte man ja....

Preußen ist kein Staat mit einer Armee vielmehr eine Armee die einen Staat besitzt.

das enterte sich auch nicht beim krieg gegen Napoleon oder im Deutschen krieg oder deutschfranzösischen krieg,die deutschen zeigten immer das sie starke und Mutige Soldaten waren, bis in den wk1 und 2 rein  war der deutsche als Soldat gefürchtet zitat aus einer ZDF Doku Verdun,eines Französischen Soldaten,Der Deutsche ist fürchterlicher zäher Soldat.

nun ja ab 1945 war das nicht mer der fall,nur die NVA gilt noch als letzte richtige deutsche armee viele ex Soldaten aus der Wehrmacht oder die von der NVA zur Bundeswehr gewechselt sind in der wende sagten alle,kein vergleich zur Wehrmacht oder NVA alles nur Flaschen und Grundschulausbildung was sie da machen. da es der Bundwehr an Härte fehlt im vergleich zu aktuellen Truppen wie US Mariens,oder der Russischen GRU ist die Ausbildung ein Witz was auch viele Amerikaner sagen die Kameraden treffen mal machen,

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Der 2. Weltkrieg, die Wehrpflicht und die starke Friedensbewegung haben eben Spuren hinterlassen. Mit Beginn der Auslandseinsätze kam dann noch die Frage der Berechtigung auf.

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