Wieso ist das Universum zeitlos?
Nur wegen der perfekten Symetrie? Oder hat es noch andere Gründe?
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Wer sagt, daß das Universum zeitlos wäre? Und wer behauptet, es wäre perfekt symmetrisch?
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Wieso ist das Universum zeitlos?
Du behauptest einfach irgendeinen Quatsch und wir sollen den für dich begründen?
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es ist weder perfekt symmetrisch, noch zeitlos
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Hier wäre wohl erstmal zu klären, was genau Symmetrie ist. Allein hier kann man schon in verschiedenen Arten unterscheiden, z.B. Translationssymmetrie oder Rotationssymmetrie.
Wenn ich einen Ball in Hamburg in die Luft werfe, wird er dort nach den selben physikalischen Gesetzen wieder herunterkommen wie in München. Da also die physikalischen Gesetze hier ortsunabhängig sind, spricht man von translationssymmetrisch. Eine Kugel kann ich drehen wie ich will, es sieht immer aus wie eine Kugel. Sie ist also rotationssymmetrisch in allen drei Achsen. Ein Würfel hingegen ist auch symmetrisch - auch auf allen drei Achsen, allerdings nur, wenn ich ihn um die jeweilige Achse im Winkel von 90° drehe. Sonst herrscht hier keine Symmetrie.
Daneben existiert noch die Supersymmetrie. Diese sagt aus, dass Elementarteilchen eigenlich aus dem selben Grundbaustein bestehen. Möglicherweise aus Strings. Dabei gibt es nur eine Art von Strings. Der einzige Unterschied besteht in der Schwingung, den die Strings ausführen. Jenachdem wie heftig die Schwingung ist (und demzufolge welche Energie/Masse erzeugt wird), ergibt sich daraus das ein oder andere Teilchen (Elektron, Photon, Up-Quark, Down-Quark, etc...). Das ist die Supersymmetrie-Stringtheorie.
Das als klitzekleiner Exkurs in die Symmetrie. Er sollte zeigen, dass Symmetrie nicht gleich Symmetrie ist und trotzdem unterschiedliche Eigenschaften vorherrschen können.
Aber ob nun die Zeit symmetrisch ist? Wäre sie das, dann wären wohl die Dinge noch genauso wie sie vorher waren. Wäre die Zeit perfekt symmetrisch, könnten wir keine Unterschiede im Verlauf der Zeit feststellen, vorher würde dem Nachher gleichen. Die Entropie sagt theoretisch auch nichts anderes. Die Entropie stebt immer gegen ein Maxium. So wie die Unordnung in einem System mit dem Fortschreiten der Zeit immer weiter zunimmt - müsste die Unordnung nicht auch so in die Vergangenheit zunehmen?
Unglücklicher Weise ist dir deine Tasse heruntergefallen. Nun liegt sie in tausend Scherben auf der Erde. Der Inhalt sucht sich seinem Weg auf dem Boden. Deiner Erinnerung nach war die Tasse vorher in deiner Hand. Es war ein geordneter Zustand. Der Kaffee darin war ebenfalls auf engem Raum geordnet und nicht zufällt auf dem Boden verteilt. Aber nach dem Entropiegesetz und deiner vermuteten Zeitsymmetrie war die Tasse niemals heile. Wie soll sie auch, wenn die Entropie immer zunimmt. Aber deine Erinnerung lehrt dich, dass sie in deiner Hand war. Das hieraus einzig logische Erklärung wäre, dass all deine Erinnerungen nur "einprogrammiert" sind aus einer zufälligen Konfiguration aller Elementarteilchen, die das Universum, Dich und dein Gehirn bildet. Ein Vorher gab es nie. Es gibt nur ein zufälliges jetzt, wo die Entropie dem Zufallsgesetz nach etwas niedriger ausfiel - nun aber stetig wieder ansteigt. Aber auch dann wären alle Erinnerungen nur programmiert. Welchen Sinn macht dann eine wissenschaftliche Betrachtung? Gar keine.
Also ist die Zeit und der Raum unsymmetrisch? Nein. Eine glattpolierte Stahlkugel sieht sehr symmetrisch aus. Man kann sie drehen wie man will, man sieht keinen Unterschied. Vergrößert man aber die Struktur, stößt man irgendwann auf die einzelnen Atome. Ein hektisches Durcheinander. Dreht man hier auch nur ein klein wenig die Kugel, ändern die Atome in gigantischem Ausmaße ihre Position im Raum. Man kann eindeutig eine Bewegung erkennen und nichts ist auch mehr wie vor dem drehen. Hier gilt die Symmetrie also nicht mehr.
Wer sagt im übrigen, dass außeririsches Leben in einer weit entfernten Galaxie ebenfalls zu dem Entschluss kommt, das Universum sei 13,7 Milliarden Jahre alt? Die Allgemeine Relativitätstheorie lehrt uns doch, dass Raum und Zeit von Gravitation und der Geschwindigkeit abhängen. Für andere Galaxien mit anderen Geschwindigkeiten kann also schon eine ganz andere Zeit vergangen sein. Wir haben also hier und da eine ganz andere Zeit. Nur im Mittel - im Durchschnitt - haben wir eine ganz gewisse Zeit, die auf großen Skalen symmetrisch erscheint. Es ist tatsächlich so, dass das Universum im Ganzen sehr symmetrisch ist - aber mit klitzekleinen Variationen. Aber auf unserer Größenordnung, der Größe eines Menschen, sind diese Variationen nicht mehr klitzeklein, sondern absolut riesig. So verschwimmt die Symmetrie zu einer gewissen Unordnung - oder zumindest zu einem Vorher und Nachher. Betrachtet man ein 36-Eck aus großer Entfernung, kommt leicht der Verdacht auf es sei absolut symmetrisch weil man die Ecken nicht mehr erkennt. Aber bei genauem hinsehen erkennt man, dass die Symmetrie nur noch vorhanden ist, wenn man das 36-Eck um 10 Grad dreht. Bei jeder anderen Drehung erkennt man den Unterschied zwischen vorher und nachher. Und die Symmetrie geht verloren.
Kommentar von BlackDraculaBlackDracula 19.06.2012was soll denn der blödsinn mit der entropie? entropie wird ja gerade in differenzen zwischen zeitpunkten gemessen, weshalb ein zeitpunkt vorher existiert haben muss. welches gesetz postuliert denn da jetzt die nichtexistenz vorheriger zeitpunkte???
Kommentar von HellstormHellstorm 19.06.2012Das Entropiegesetz, bzw. der zweite Hauptsatz der Thermodynamik, wurden aus den Newtonschen Gravitationsgesetzen abgeleitet. Das sind Gesetze, die absolut zeitsymmetrisch ablaufen. Für diese Gesetze sind Vergangenheit und Zukunft absolut gleichberechtigt. Somit ist hohe Entropie als Ableitung ebenfalls in der Vergangenheit möglich.
Und ab hier möchte ich zitieren: "Da Newtons Gesetze keine intrinisische zeitliche Orientierung aufweisen, lassen sich alle Argumente, mit denen wir beweisen woll(t)en, dass Systeme sich in Richtung Zukunft von niedriger zu höherer Entropie entwickeln, ebenso gut auf die Vergangenheit anwenden. [...] Es gibt nicht nur eine überwältigende Wahrscheinlichkeit für eine höhere Entropie eines physikalischen Systems in dem, was wir die Zukunft nennen, sondern eine ebenso hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie in dem, was wir Vergangenheit nennen, ebenfalls höher ist." ("The Fabric of the Cosmos", deutsche Fassung, S. 192ff, Brian Greene, 2004)
Und warum historische Aufzeichnungen keine vertrauenswürdige Auskunft über die Vergangenheit geben: C.F. von Weizsäcker: "Der zweite Hauptsatz und der Unterschied von Vergangenheit und Zukunft" in "Die Einheit der Natur" (1971, S. 172 - 182), ursprünglich aus "Annalen der Physik"
Kommentar von HellstormHellstorm 19.06.2012Und im übrigen: Wo erwähnte ich, dass die Entropie in der Vergangenheit tatsächlich höher ist? Ich erwähnte nur einen Kritikpunkt, der gewisse Überlegungen im Rahmen des zweiten Hauptsatzes zulässt. Letztendlich wies ich auch mit meiner letzten Frage darauf hin, dass dem nicht so ist.
Zum anderen wird Entropie nicht in Differenzen zwischen Zeitpunkten gemessen, sondern die Zeit ist ein Maß für die Zunahme der Entropie in einem System. Umgekehrt könnte ich hier Schlußfolgern, dass es keine Zeit gibt, sondern nur eine subjektive Wahrnehmung, (oder ein Hirngespinst ist!), wenn die Entropie in der Vergangenheit höher gewesen wäre. Wie also will man dann Entropie über Zeit messen, wenn sich Zeit nur aus der Entropie ableitet?
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Es gibt ein Naturgesetz, nämlich den 2. Hauptsatz der Thermodynamik (auch Entropievermehrungsgesetz genannt), das ist nicht zeitlos. Also ist das Universum nicht zeitlos.
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Immer diese unbewiesenen Aussagen.
Kommentar von HellstormHellstorm 19.06.2012Immer diese unkonstruktiven Antworten.
Kommentar von philosophusphilosophus 19.06.2012Immer wird immer zu häufig verwendet.
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da bist du hier falsch das weiß keiner so richtig... mich selber würde auch z.B interessieren wo das Universum aufhört es kann ja nicht unendlich sein oder doch?
Kommentar von ZyogenZyogen 19.06.2012Unendlich ist das Universum sicherlich nicht. Das bedeutet aber nicht, daß es nicht unbegrenzt wäre.
Kommentar von Peaches11Peaches11 19.06.2012hää? Wo liegt denn der Unterschied?
Kommentar von ZyogenZyogen 20.06.2012Eine Kugeloberfläche beispielsweise, als gekrümmte Fläche betrachtet, ist nicht unendlich groß - aber sie ist unbegrenzt. Eine Ameise kann monatelang darauf herumkrabbeln, ohne sich irgendwo den Kopf zu stoßen. Es gibt Theorien, die aussagen, auch der uns umgebende Raum könnte in einer vergleichbaren Art gekrümmt sein.
Kommentar von fejkafejka 19.06.2012weil es sich immer weiter ausdehnt?
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Momentan gibt es in der theoretischen Physik 2 verschiedene Betrachtungsweisen. Die althergebrachte, nämlich das Zeit als Dimension existiert und die neuere, nämlich das Zeit nur eine Rechenhilfe für uns ist, mit der wir Bewegungen Mathematisch darstellen. Die Vorstellung, das Zeit eine räumliche Dimension wäre, erscheint inzwischen wenig plausibel, weil das ermöglichen würde, das sich Materie in allen Richtungen durch die Zeit bewegen würde. Es gibt keine Beobachtungen, die darauf schliessen lassen. Was wir so allgemein als Zeit bezeichnen, ist einfach nur der Vergleich von Bewegungen, wobei wir eine bestimmte Bewegung als Zeiteinheit festlegen um dann damit rechnen zu können. So ist die Bewegung der Erde um die Sonne für uns die Zeiteinheit 1 Jahr. Die Definition einer Sekunde ist: Seit 1967 ist die Sekunde als 9.192.631.770-facher Teil der Periode einer Schwingung eines Caesium-Atoms festgelegt, welche daher auch Atomsekunde genannt wird. Und die traditionelle Sekunde wird als 86.400ster Teil (24×60×60) eines Tages beschrieben.[ Im Grunde sind das alles Bewegungen, die wir als Zeit bezeichnen.
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ist es doch gar nicht. es hat einen anfang (urknall) und aufgrund der entropie auch ein ende.
Vielleicht meint er ja 'unendlich'.
nein ich meine zeitlos
bei perfekter symetrie dacht ich gibts keine entwicklung
Das Universum scheint aber nach heutiger Erkenntnis keineswegs perfekt symmetrisch zu sein.
warum sollte es perfekt symmetrisch sein? und warum sollte das keine entwicklung haben?