Frage von CauseImBored, 74

Wieso ist das Schulsystem so sinnlos aufgebaut?

Unnötiger Stress. Nach der 8 Klasse wiederholt man fast nur noch Themen und Statistiken zeigen, dass man nach 30 Tagen ca. 90% des gelernten vergisst. Der einzige Grund einen Schulabschluss zu machen ist der,dass man einen Schulabschluss braucht. Die Grundschule ist noch sinnvoll, und vielleicht die ersten 2-3 Jahre auf der weiterführenden, aber alles danach ist schwachsinnig. Wieso ist das so ? Sind diejenigen, die sich das überlegt haben selber Schulabbrecher oder was ?

Antwort
von FelixFoxx, 39

Also ich habe in der 9.-13. Klasse nur neue Dinge gelernt...und habe ein recht gutes Allgemeinwissen.

Kommentar von CauseImBored ,

Und weißt du noch wie Zellen aufgebaut sind ? Oder was in DNA enthalten ist ? Oder welche Metren es gibt ? (Falls das der korrekte Plural ist) Und was bringt dir dieses Wissen im Alltag ? 90% kann man nur zum angeben nutzen. 

Kommentar von FelixFoxx ,

Ja, das meiste weis ich noch, Text- und Gedichtanalysen waren allerdings nicht meine Stärke, dafür lernte man im Deutschunterricht, auch zwischen den Zeilen zu lesen, was besonders in unserer heutigen Medienwelt wichtig ist. Und angeben brauche ich mit diesem Wissen auch nicht. Zellaufbau ist z.B. für studierte Biologen auch im Beruf wichtig. Bei meinem Beruf sind es z.B. die Kenntnisse aus Mathematik und Englisch.

Kommentar von CauseImBored ,

Es geht sich nicht darum, dass du dieses Wissen zum angeben brauchst. Es geht sich darum, dass dieses zu nichts anderem mehr als angeben gebraucht werden kann. Zumindest für dich. Für einen Biologen wird es z.B. unwichtig sein in welchen Jahren die französische Revolution statt gefunden hat. Und für einen Geschichtswissenschaftler wird es unwichtig sein wie die allgemeine Relativitätstheorie funktioniert. Woher sie kommt sollte er wohl wissen. 

Kommentar von Sachsenbruch ,

Der Biologe, der mit der Bedeutung zum Beispiel der Französischen Revolution nicht viel anfangen kann, ist nicht so das Problem. Problematisch ist der Schmalspurexperte, der davon überhaupt noch nie gehört hat. Ich würde ihm auch auf seinem Fachbebiet nicht viel zutrauen. Denn wenn er so wichtige Dinge noch nie gehört hat, muss man diese Art Scheuklappen wohl auch auf seinem Fachgebiet vermuten.

Antwort
von Suboptimierer, 42

Wie sollte es denn deiner Meinung nach sein?

Kommentar von CauseImBored ,

Man sollte meiner Meinung nach in der Grundschule das Grundwissen vermitteln. Dann 1 Jahr lang den Schülern zeigen welche Themen, welche Fächer bereit halten und welche Berufe man damit aus üben kann. Und danach Kurse bilden. So wie beim Abi. So kann jeder für sich selbst entscheiden, was er machen will. Diese setzt man dann noch 3 Jahre fort und fertig. Das habe ich mir jetzt in 1er Minute überlegt. Die Politiker sitzen schon seit mehreren Jahrzehnten daran.

Kommentar von Suboptimierer ,

Ich frage nur, weil es immer einfach ist, zu sagen, dass einem etwas nicht passt und ich hätte dieses "nicht passen" nicht kritisieren können.

Einen Gegenentwurf kann man kritisieren.

Zum Beispiel würde das bedeuten, dass die Kinder 7 Jahre zur Schule gehen, also im Schnitt mit 13 Jahren entlassen werden. Sie würden früh anfangen, zu arbeiten. Man müsste überlegen, ob man die Kinderarbeitsschutzgesetze ebenfalls überarbeiten muss.

Dann ist die Frage, ob ein 13jähriger die geistige Reife (nicht das Wissen!) hat, zu studieren oder eine Ausbildung anzufangen. 13jährige brauchen bislang auch wenig Verantwortung übernehmen. 

Das müsste alles angepasst werden. Ich sage nicht, dass das unmöglich ist, aber es ist zu beachten.

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Naja, der Bildungsapparat ist inzwischen so gewaltig, da bleibt so etwas eh nicht mehr als Träumerei.

Man könnte sich dem aber versuchen, stückweise zu nähern. Zum Beispiel hat man versucht, das Abitur mit 12 Jahren die Schüler erwerben zu lassen, mit dem Resultat, dass sie überfordert waren.

Es ist die Frage, wie früh man es den Schülern zutrauen kann, sich zu orientieren. Ich wusste mit 16 nicht einmal, was ich mal ernsthaft werden wollte.

Antwort
von lesterb42, 19

Einfache Lösungen haben sind meistens mit unerwünschten Nebenwirkungen verbunden.

In der Schule geht es nicht nur darum, bestimmtes Wissen zu erwerben sondern auch darum die Fähigkeit zu erlernen sich Wissen selbst zu erarbeiten.


Antwort
von Sachsenbruch, 34

Es geht bei Schulbildung darum, einen möglichst weit gespannten, ständig neu zu bestimmenden Rahmen des menschlichen Wissens zu erwerben. Ohne diesen bin ich gar nicht in der Lage zu ermessen, welche Möglichkeiten mir das Leben bietet.

Ab welchem Alter möchtest du denn gerne Fachidioten erzeugt sehen?

Kommentar von CauseImBored ,

16 oder 17.

Antwort
von Royce, 42

Wäre eine berechtigte Frage ans Kultusministerium, die du gerne mal dort anbringen kannst

Antwort
von 99ok99, 20

Von wo sollen wir das denn wissen

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