Wieso ist das Rentenniveau nur durch längeres Arbeiten zu halten?

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12 Antworten

Bereits bei Einfürung unseres Rentensystems war bekannt das es so nicht bis in alle Ewigkeit funktionieren kann. Es kamen dann noch einige Versäumnisse und Fehler hinzu, die diesen Prozess beschleunigten.

In den 60er und 70er Jahren als durch fortschreitende Automatisierung der Abbau an Arbeitsplätzen begann, haben die damaligen Bundesregierungen versäumt eine sogenannte "Maschinensteuer" zu Gunsten der Rentenkasse einzuführen. Obwohl dies von den Gewerkschaften und der Opposition gefordert wurde.

Durch die Reform des Fremdrentengesetzes Anfang der 90er Jahre (Rentenreformgesetz 1992) wurde die Rentenkasse förmlich geplündert.

Letztlich wurde dadurch der Zeitpunkt zu dem das Rentensystem nicht mehr tragbar ist deutlich nach vorne verlagert.

Nun versucht man 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Der Arbeiter muß länger in die Rentenkasse einzahlen und dadurch verkürzt sich gleichzeitig die spätere Bezugsdauer. Andere Möglichkeiten sind nun kaum mehr durchsetzbar.

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Kommentar von Pr1nzAlbert
14.06.2016, 15:34


Bereits bei Einfürung unseres Rentensystems war bekannt das es so nicht bis in alle Ewigkeit funktionieren kann


Genau das ist der Knackpunkt. Politiker sind mehrheitlich egoistische Charakterschweine und denken nur an kurzfristige Erfolge um sich zu profilieren. Was nach deren Amtszeit geschieht geht den allermeisten am Allerwertesten vorbei.

Damals hatte Adenauer (der in seiner Amtszeit auch eine real mögliche von den Sowjets angebotene Wiedervereinigung zu einem neutralen Deutschland sabotiert hatte) dieses System der umlagefinanzierten Rente eingeführt, obwohl er wußte daß es kein unbegrenztes Wachstum und nicht ewig Vollbeschäftigung geben kann und dieses Kartenhaus eines Tages nach seinem Tode zusammenbricht. Er hatte dadurch die Wählerstimmen der Rentner und wir haben jetzt den Scherbenhaufen.

Mit der bis dahin praktizierten Bismarck`schen kapitalgedeckten Rente, also wo jeder für sich einzahlte und daraus seine Rente erhielt, wäre uns dieses Dilemma erspart geblieben.


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Man sollte sich in der Tat überlegen, ob dies der einzige Weg ist.

Vordergründig stimmt das zwar. Die Menschen werden älter und der Anteil jüngerer Leute nimmt bei uns ab. Also kann man das ausgleichen, indem man die Lebensarbeitszeit verlängert und gleichzeitig die Zeit für die Rentenbezüge verringert.

Dagegen spricht aber die Rationalisierung in unserer Arbeitswelt. Um zum Beispiel ein Auto herzustellen, brauchen wir heute wesentlich weniger Personal als früher. Wenn also für weniger Arbeit nun die älteren Arbeitnehmer länger zur Verfügung stehen, kann es passieren, dass ein Teil der Menschen eben arbeitslos werden. Es macht wenig Sinn. ältere länger arbeiten zu lassen und gleichzeitig den Jüngeren Hartz IV zu bezahlen.

Eine logische Folge wäre zum Beispiel, eine "Wertschöpfungsabgabe" (man sprach auch mal von einer "Maschnínensteuer") einzuführen. Denn ein Betrieb, der Arbeitsplätze durch Maschinen wegrationalisiert, vergößert seinen Profit, aber er schadet dem Arbeitsmarkt. Also könnte er einen Teil seines Profits als Steuer zahlen.

http://www.bz-berlin.de/berlin/umland/afd-chef-gauland-entschuldigt-sich-fuer-polizisten-beleidigung

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Kommentar von Bjowser
14.06.2016, 01:25

Falscher Link oder?

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Kommentar von Angel941
14.06.2016, 12:35

Eine logische Folge wäre zum Beispiel, eine "Wertschöpfungsabgabe" (man sprach auch mal von einer "Maschnínensteuer") einzuführen. Denn ein Betrieb, der Arbeitsplätze durch Maschinen wegrationalisiert, vergößert
seinen Profit, aber er schadet dem Arbeitsmarkt. Also könnte er einen Teil seines Profits als Steuer zahlen.

Dies in Verbindung mit einem bedinugslosen Grundeinkommen wäre m.E. eine gute Lösung.

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die Frage ist schon eine Festlegung, eine ausgemachte Sache, so als wenn dieohnehin geringe Rente auch noch nach Unten weiter abgesenkt werden soll, statt hinzugehen und nach Einnahmequellen, sprich andere Art der Besteuerung Ausschau zu halten.

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Die Frage stimmt so nicht. In der Schweiz z.B. muß jeder in die Rentenkasse einzahlen, und auch jede Art von Einnahmen zählt da, also z.B. auch Einnahmen durch Kapital. Das wäre durchaus eine Lösung, um das Rentenniveau zu halten, denn insgesammt ist ja genügend Geld da, das Bruttosozialprodukt steigt eher als es sinkt, die Hauptarbeit machen eh die Maschinen und diese Art von Einnahmen fehlt bei uns aber nicht in der Schweiz.

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Kommentar von turnmami
14.06.2016, 06:31

wenn alle einzahlen wie in der Schweiz, dann bekommen auch alle daraus Leistungen. Somit ist genauso viel oder wenig vorhanden wie vorher auch!

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Die Versicherung kann nur soviel an Renten auszahlen, wie an Beiträgen reinkommt. Wenn immer wenige  Arbeitnehmer einzahlen, aber immer mehr Rentner da sind (weil sie länger leben) gerät das System aus dem Gleichgewicht. 

Also muss man länger arbeiten, damit mehr Geld reinkommt und die Rentner nicht so lange Rente beziehen. Alternative wären dauerhaft hohe Zuschüsse aus Steuergeldern oder eine Umwandlung dergestalt, dass alle in die Rrntenversicherung einzahlen, auch Beamte und Selbstständige, die dadurch aber auch wieder Rentenansprüche erwerben. 

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Durch längeres Arbeiten bremst man den Zuwachs an neuen Rentenempfängern. Man hat eigentlich nur die Chance, entweder das Rentenniveau zu kürzen oder das Renteneintrittsalter zu erhöhen. Beides läuft auf eine Reduzierung der Auszahlungen hinaus.

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Welches Niveau denn?
Mit der Erfindung der Agenda 2010, durch SPD und Grüne, wurden a) Rentenanwartschaften auf aktuell 45% vom netto gesenkt (demnächst nur noch 43%) und b) der Niedriglohnsektor geschaffen. Niedrige Löhne bedeuten immer auch niedrigere Einnahmen für die Rentenversicherung und niedrige Löhne bedeuten auch niedrige Rentenanwartschaften und schießlich geringe Renten.
Eine sich abwärtsdrehende Spirale.

Dankesschreiben sind zu richten an die SPD, die Grünen und Kanzlerin Merkel (CDU) nicht vergessen.

Allen Ernstes will die Politik den Leuten vorgaukeln, wer länger arbeitet erzielt eine höhere Rente.
Kanzlerin Merkel (CDU) posaunte heraus "ein Rentnerehepaar mit 1800€ Rente sei sehr gut versorgt".
Frei übersetzt ein Single wird mit 900€ Rente gerade mal so viel erhalten wie die GruSi (Hartz IV im Alter) ausmacht.
Wozu also sollten die Leute länger arbeiten?

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Die Leute werden immer älter und beziehen daher viel länger Rente als in früheren Zeiten. Außerdem steigt die Zahl der Rentner stetig an, Durch die vielen schlecht bezahlten Jobs kommt weniger Geld in die Rentenkasse.

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Weil unsereins dafür sorgen muß das unsere Politiker satt werden und nicht am Hungertuche nagen müssen. Da hat uns doch der soziale Müntefering drauf hin gewiesen. Wir alle müssen nun den Gürtel enger schnallen die Butter und Wurst hat dünner aufs Brot legen.

Stimmt genau wir ja nur die hohen Herren nicht. Die haben sich mal wieder eine Erhöhung ihrer Bezüge gegönnt. 8880 Euro ca plus 2000 und Paar kaputte für ihre Altersversorgung.

Was soll denn da für uns übrig bleiben? Na was wohl. Wir arbeiten einfach Paar Jahre länger ist doch ganz einfach. Macht mir doch nichts aus man macht es doch für solch einem sozialen Staat gerne. Ich hab jetzt 42 Jahre Dachdecken und Zimmerei hinter mir und bin voll im A    sch.

Da wird einem doch schlecht. Für alles und jeden auf dieser Welt hat der Staat Geld nur die eigenen Leute da sche    t der drauf. Unsere Soldaten in irgend einem Stück der Welt (warum auch immer) haben eine Ausrüstung die kann man in die Tonne treten. Intressiert keinen muß nur Kohle genug da sein für ihre Diäten viele Kinder haben nicht mal 2 Euro am Tag für Essen in der Schule egal muß nur genug Kohle für ihre Diäten da sein.

Schulbildung ? Wo für das denn? Die sollen arbeiten gehen und Steuern ran schaffen und notfalls halt bis 67 und wenn das nicht reicht dann bis 70 egal muß nur genug kohle da sein für ihre politischen Fehlentscheidungen.(Flughafen Berlin) bestes Beispiel.

Bei der Verschwendungssucht unserer sozialen Politiker kann für den normal arbeitenden Menschen nichts übrig bleiben außer immer länger und mehr zu arbeiten.

Hat ja auch Sinn und Zweck denn wer länger arbeitet ist im alter so kaputt das er seine Rente gar nicht mehr richtig genießen kann. Da geht man mit 67 in Rente und ist kaum zur Ruhe gekommen da stirbt man.Das ist das was die von uns wollen weil da der Staat Geld spart arbeite bis 67 und dann kratze gefälligst mit spätestens 69 ab.

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Kommentar von Ursusmaritimus
14.06.2016, 06:23

Langer Text jedoch leider nur Stammtischniveau

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Kommentar von turnmami
14.06.2016, 06:35

die Rentenversicherung hat sicherlich die Probleme nicht, weil die Politiker bezahlt werden wollen. Das ist alles nur Gesülze, das die Probleme der RV einfach nicht erkennt. Jeder möchte möglichst früh mit möglichst wenig Einzahlungen möglichst viel Rente beziehen.

Und die Rechnung geht einfach nicht auf. Es sind viele ältere Menschen in unserem Land, deren Rente von immer weniger jungen Leuten finanziert werden müssen.

Das hat mit Politikergehältern rein gar nichts zu tun

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Ist es das?

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Jedes Jahr, das ein Arbeitnehmer länger arbeitet, entlastet die Rentenkasse auf zweierlei Weise:

Beispiel: wer mit 64 ein brutto Jahreseinkommen von ... Sagen wir 40000€ hat, zahlt davon 3740€ in die Rentenkasse ein.

Mit 65, bzw Eintritt in die Rente bekommt er wahrscheinlich geschätzte 1200€ monatlich, also Ca 14.400€ im Jahr.

Das ergibt eine Differenz von 18.140€ im Jahr.

Wenn ein Arbeitnehmer nun z.b. 3 Jahre länger arbeiten muss, ergibt das eine ersoarniss von >54,000€!

Das auf z.b. 100.000 "Betroffene" hochgerechnet ergibt eine Entlastung der Rentenkasse i.h.v. 5,4 Milliarden Euro PRO JAHR!

Noch fragen?

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Kommentar von 240529091606035
14.06.2016, 02:47

War mir zu hoch wenn ich ehrlich bin

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