Wieso ist Bayerns Wirtschaft besser, als die von Mecklenburg-Vorpommern?

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10 Antworten

Weil sich nach der Teilung viele Betriebe aus dem Osten und Berlin in Bayern niederließen und in unserer Sozialen Marktwirtschaft aufblühten... 

 Durch Bodenreform ab 1946 "Junkerkand in Bauernhand" (als Junker galten die verantwortungsvollen Gutsherren, als "Bauern" - angeblich nicht  als solche existierende - Vertriebene, von denen kaum einer etwas von Landwirtschaft verstand),

Wegen Enteignungen und Umsiedlung aus den Gebieten an der Grenze zum Westen 1952 (Aktion Rose) und 1972, die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft 1960 (LPG), Ulbrichts Arbeitsnormen ab 1953 sahen Millionen  keine Zukunft mehr und flohen in den Westen, dem gut gebildete und ausgebildete Menschen sehr willkommen waren, auch in Bayern

Siemens, Audi (Horch), BMW ex EMW (Eisenach). auch Jenaer Glas gingen  in den Westen, Agfa ex ORWO ... und viele mehr.

Bayern war nach dem Kriege bettelarm, hatte keine nennenswerte Industrie  und seine SPD - Regierung wurde von Wiederaufbauprogrammen überschüttet. Heute "dankt" die CSU diese Starthilfe mit "Mir san Mir"....

MV ist und bleibt ein wunderschönes Agrarland, in dem sich immer mehr Bayern und sogar Schweizer erholen, ohne von "Volkstümelei mit Gamsbart" belästigt zu werden..... 

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Nach der Wende wurden die Staatsbetriebe verkauft. Der Käufer konnte den Kaufpreis zu 100% von der Steuer abziehen, d.h. wer damals hohe Steuern zahlen musste, konnte sich stattdessen damals etwas aussuchen und das gehörte ihm dann. Das ist eigentlich so als würde der Staat die Betriebe verschenken, denn der Erlös aus dem Verkauf fehlte ja komplett wieder auf der Steuereinnahmeseite.

Die Staatsbetriebe waren zwar meist hoch verschuldet, jedoch gab es nie Zinsen auf diese Schulden. Nach der Wende jedoch wurden diese Schulden auch privatisiert, und auf einmal mussten Zinsen bezahlt werden. Daher gingen viele Betriebe ein.

Daran hat sich immer noch nichts geändert. Immer noch gehören viele ostdeutsche Betriebe reichen westdeutschen Personen, und immer noch machen die ostdeutschen Betriebe zwar Gewinn, der aber großteils an westdeutsche Banken ausgezahlt wird (als Zinsen für die Schulden).

Das gleiche gilt auch für ostdeutsche Immobilien, viele Häuser stehen leer, weil früher die Mieten sehr niedrig waren und jetzt sehr hoch. Die Zinsen (dazu zählt auch der Mietzins) sind also das eigentliche Problem.

In Westdeutschland kommen also die Gewinne an, die in Ostdeutschland gemacht werden.

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Kommentar von wfwbinder
08.06.2016, 16:10

An solchen Beträgen sieht man sofort, wer sich auskennt.

 Nach der Wende wurden die Staatsbetriebe verkauft. Der Käufer konnte den Kaufpreis zu 100% von der Steuer abziehen, d.h. wer damals hohe Steuern zahlen musste, konnte sich stattdessen damals etwas aussuchen und das gehörte ihm dann

1. Waren die Sonderabschreibungen nur 50 %. Ausserdem, wenn ich etwas von meinem zu versteuerndem Einkommen abziehen darf, heißt es nur, dass ich die Steuer darauf spare, dann ist der Vorteil in Geld höchsten 1/2 davon. Habe ich also 100.000,- gezahlt udn habe 50 % Sonderabschreibung, habe ich die Hälfte der Sonderabschreibung (höchstens) als Vorteil in Geld, hier also 25.000,-.

  Das gleiche gilt auch für ostdeutsche Immobilien, viele Häuser stehen leer, weil früher die Mieten sehr niedrig waren und jetzt sehr hoch. Die Zinsen (dazu zählt auch der Mietzins)

Wenn die Gebäude leer stehen, zahlt ja auch keiner Miete, also ist das leer stehende Gebäude ein Verlustgeschäft. Grundsteuer und Versicherung müssen ja trotzdem gezahlt werden. Deshalb gibt es ja auch viele Angebote an Kaufimmobilien.

   In Westdeutschland kommen also die Gewinne an, die in Ostdeutschland gemacht werden.

Zumindest die Gewerbesteuer auf die in den neuen Ländern gemachten Gewinne bleiben ja in den Gemeinden.

  Die Staatsbetriebe waren zwar meist hoch verschuldet, jedoch gab es nie Zinsen auf diese Schulden. Nach der Wende jedoch wurden diese Schulden auch privatisiert, und auf einmal mussten Zinsen bezahlt werden. Daher gingen viele Betriebe ein.

Ein Betrieb, der das eingesetzte Kapital nicht bedienen kann ist doch nicht rentabel. Es gibt doch genügend Betriebe in den neuen Ländern, die aus VEB entstanden sind und gut laufen. Angefangen bei Radeberger, über Rotkäppchen, Carl Zeiss usw.

Die Neueinrichter, wie es wohl heißt, also die Landwirte, die die LPGs übernommen haben, verdienen sich wegen der wirtschaftlichen Größe und den Subventionen aus Brüssel dumm und dämlich und haben große Vorteile gegenüber den Westbetrieben. Kaum einer von denen ist ein Landwirt aus dem Westen. Meist waren es die Mutigen unter den LPG-Leuten.

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Dann informiere dich mal über die DDR und die Zeit nach dem Mauerfall. Dann wirst du es schnell verstehen.

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weil in der Vergangenheit sehr viel investiert wurde und viele Firmen sich da niedergelassen haben die Lage ist ja auch optimal viel Platz für große Konzerne und mann darf die Förderungen nicht vergessen die Bayern in die Firmen reingesteckt hat

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Bayern hat vor einigen zig Jahren, den Schwung vom Agrar- zum Industrieland gemacht. Nicht nur die Autobauer BMW und Audi, sondern dann auch noch Hochtechnologie. Nicht zuletzt dank FJS.

Meklenburg Vorpommern hat nach der Wende erstmal weiter auf die Alttechnologie Schiffbau gesetzt, aber da auch nicht viel erreicht.

Da muss man sich auch nur mal mit den dortigen Verbänden auseinandersetzen. Was die machen ist fast schon ansiedlungs- und Ideenabwehr.

Als der Crowdday 2015 in Rostockstattfand, gab es nciht nur keine Unterstützung, nein, nicht einmal die leerstehenden Veranstaltungsräume der IHK wurden zur Verfügung gestellt.

So etwas läuft in Bayern, allerdings auch in weiteren Bundesländern, ganz anders.

Aber das leben ich ja einffacher, wenn man seinen Haushalt durch den Länderfinanzausgleich bestreitet.

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Kommentar von berkersheim
08.06.2016, 10:48

Nur als Ergänzung: Schon mal erlebt, dass eine als Favorit gesetzte Fußballmannschaft auf lässig macht und zweit Gegentore bekommt und dann nicht mehr die Kurve und verliert? Wirtschaft und Gesellschaft ist Psychologie. Wer sich 40 Jahre an eine zentrale Staatswirtschaft angepasst hat, in der so ziemlich alles vorgegeben wurde (unter der Hand sagte man: So ein Unsinn!), der tut sich schwer von jetzt auf gleich auf risikobereites Eigenentgagement umzuschalten. Ich habs in der Schuhbranche erlebt. Selbst die wenigen Guten sind am Desinteresse der Ostbürger gescheitert. Die wollten keine Ostware mehr - übrigens auch kein SALAMANDER, die ja großenteils die DDR mit "Sondermodellen Ost" beliefert haben. Dazu kam für die kleinen und mittleren Hersteller, dass die staatlichen Geschäfte wegbrachen, kein Handelsmittelstand (außer einigen West-Abentheuerern) da war und die Großfilialisten wie ALDI, DEICHMANN oder RENO usw. leichtes Spiel hatten. Nur die führten keine Ostware, weil viel zu teuer für deren Sortimente.

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Kommentar von lupoklick
05.07.2016, 16:10

Gehässiger geht es wohl NICHT ???

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die bayerische Regierung (ins besondere Franz-Josef Strauß) haben es bisher sehr gut verstanden, Firmen zur Betriebsverlagerung nach Bayern zu überzeugen.

Mittlerweile bekommt es unser Heimatminister auch hin, das die Firmen auch das schnelle Internet zur Verfügung haben, hier war sehr hoher Nachholbedarf ....

Grundsätzlich (mit nicht unbedingt rumreichen Ausnahmen) sind die bayerischen Gemeinden sehr aufgeschlossen gegenüber Neuansiedlungen.

in "meiner" Gemeinde wurden vor 2 Jahren 2 Gewerbegebiete ausgewiesen, eines hat ein Betrieb gleich komplett gekauft und bebaut momentan. im anderen Gewerbegebiet baut momentan das größte Unternehmen ..... und der bisher größte Unternehmer im Gewerbegebiet baut in einer anderen Gemeinde eine Laser-Halle, da an seinem Standort keinerlei Möglichkeit zur Erweiterung besteht.

gegenüber der Straße ist ein Gewerbegebiet einer Stadt (mia san a Markt ...). wir haben mittlerweile 3x erweitert .... das Gewerbegebiet der Stadt ist noch nicht voll ..... (obwohl direkt an einer Autobahnausfahrt gelegen ....).

und, bytheway:

der Freistaat Bayern hat im Bundesgebiet die meisten Feiertage .... ergo wird bei uns am wenigsten gearbeitet ....

aber trotzdem ist unser BIP am zweithöchsten .......

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Bayern stand lange Zeit als strukturschwaches und ländliches Gebiet da, weswegen es 40 Jahre lang aus dem Länderfinanzausgleich unterstützt wurde.

So gesehen ist Bayern ein gutes Beispiel für die Vorteile einer föderalen Solidargemeinschaft, von der die jetzige bayrische Landesregierung leider nichts mehr wissen will.

Allerdings besitzt Bayern auch eine verkehrsgünstige Lage und wurde nach der Wende nicht "ausverkauft", worunter Mecklenburg-Vorpommern noch einmal zusätzlich bis heute zu leiden hat.
Außerdem trafen die bayrischen Landesregierungen schon vor Jahrzehnten strategische Entscheidungen, die zur Entstehung von Ballungsräumen mit sehr guter Verkehrsanbindung führten. Das ist nun mal ein langwieriger Prozess, bei dem Bayern einen gewissen zeitlichen Vorsprung genießt.

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Kommentar von wurzlsepp668
08.06.2016, 16:28

wollte schon fast den Daumen rauf geben ...

bis ich den Quatsch mit "von der die jetzige bayrische Landesregierung leider nichts mehr wissen will" gelesen habe .....

die bayrische Regierung ist NICHT gegen den Länderfinanzausgleich. Sie ist für eine NEUordnung des LFA ....

da es nicht sein kann, dass in den Geberländern die Kindergartenplätze von den Eltern bezahlt werden und in Berlin sind diese kostenlos usw.

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Wie kommst Du darauf? Ich meine, woher kommen Deine Informationen dafür?

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Kommentar von Luisaalive
08.06.2016, 11:47

Diese Frage war Hausaufgabe in Erdkunde

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Weils mia halt oafach drauf ham :)

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Kommentar von BalisongOwner
08.06.2016, 08:40

nur ca 50% von euch, die auch die csu wählen

die anderen wären schon gerne auf dem niveau der roten bundesländer

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Weil Bayern ungefähr 40 Jahre Vorsprung bei der Ansiedlung von Unternehmen hat.

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Kommentar von wfwbinder
08.06.2016, 09:02

Na ja, in 25 Jahren seit der Wende könnte man schon mehr schaffen, als nichts.

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