Wieso ist das Deutsche Reich aus dem Völkerbund ausgetreten?

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2 Antworten

Weil sich die Nazis nicht an die Regeln halten wollten.

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Die Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland 1933 vergrößerte das französische Misstrauen, und auch Großbritannien stand dem Deutschen Reich nunmehr skeptischer als zuvor gegenüber. Als britische und
französische Pläne Deutschland die sofortige militärische
Gleichberechtigung vorenthielten und Übergangsfristen von mehreren Jahren vorsahen, nutzte das NS-Regime
dies als willkommenen Anlass, die Genfer Abrüstungskonferenz und den ohnehin verhassten Völkerbund zu verlassen. Reichspropagandaminister Joseph Goebbels
verkündete diese Absicht am 14. Oktober 1933, fünf Tage später teilte die Reichsregierung dem Völkerbund den deutschen Austritt formell mit. Adolf Hitler, dessen Außenpolitik
auf militärische Expansion ausgerichtet war, hatte nie vorgehabt, internationale Rüstungsbeschränkungen oder gar eine Kontrolle durch den Völkerbund zu akzeptieren. Stattdessen forcierte er die bereits in der Weimarer Republik begonnene heimliche Wiederaufrüstung.


Der Austritt aus dem Völkerbund vergrößerte die internationaleIsolierung des NS-Regimes, die von Hitler aber in den nächsten Jahren durch Beschwichtigungen und geschickte Propaganda abgebaut wurde. Innenpolitisch trug der Schritt zur Konsolidierung des Regimes bei. In einem mit Reichstagswahlen verbundenen Plebiszit überden Austritt stimmten am 12. November 1933 nach offiziellen Angaben über 95 Prozent der Deutschen mit "Ja".

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