Frage von Lichtwelle01, 156

Wieso interessieren sich so wenige junge Menschen für Politik?

Da sind die Menschen den politischen Verantwortungsträgern hilflos ausgeliefert und dienen ihnen als Spielball. Macht braucht Kontrolle.

Antwort
von rotesand, 28

Hallo!

Das ist ein Vorurteil, dass sich junge Leute nicht für Politik interessieren würden ---------> es gibt sehr wohl Jugendliche, die politische Interessen haben bzw. sich auch in Jugendorganisationen von Parteien (Junge Union, Julis, Jusos...) engagieren.. nur wird darüber eben wenig berichtet. Es verkauft sich einfach besser, Klischees von faulen, oberflächlichen & desinteressierten, total passiven & alkoholliebenden Jugendlichen zu bringen, weil die meisten Menschen eher sowas lesen wie 'nen Artikel über den z.B. 20-jährigen Kreisvorsitzenden der Jungen Union oder ähnliches!

Allerdings bin ich (m, 25, CDU-Mitglied) auch der Ansicht, dass es maßgeblich von der Erziehung bzw. der Prägung im Elternhaus/in der Schule abhängt, wie man sich seine Präferenzen setzt :)

Antwort
von Linguino, 34

Nun, meiner Meinung nach ist dafür Folgendes verantwortlich:

1. Junge Menschen sind oftmals faul, d.h. sie machen sich auch über existenzielle Fragen wie den Aufbau der Gesellschaft, Sinn des Lebens, Moral, etc. keine Gedanken, weil sie diese wichtigen Fragen als langweilig betrachten, da sie sich häufig einer richtigen Antwort nicht sicher sein können.

2. Junge Menschen befinden sich in einem Selbstfindungsprozess; sie sind aber oftmals faul, können diesen also nur passiv statt finden lassen. Trotzdem brauchen sie etwas woran sie festhalten können. Da sie nicht die Anstrengungen auf sich nehmen gegen den Strom zu schwimmen, haben sie erkannt in welche Richtung sich der Mainstream (der Mainstream ist ein Phänomen, das es schon seit Anfang unserer Geschichte gab und immer, bis zum Ende der Welt, geben wird, da eine vorherrschende Meinung solange immer existent sein wird) ausrichtet und vertreten ihn oder gehen allenfalls ihm in seiner Richtung voraus.

3. Alles was diese sichere, populäre Meinung also bedroht, versuchen sie zu verteidigen, da sie sich sonst ausschließen oder sich mit einem anderen Modell auseinandersetzen müssten. Dieser Drang dies zu verteidigen lässt sie glauben zu erkennen, was Gerechtigkeit ist.

4. Jene fühlen sich oft ungerecht behandelt und entwickeln so schnell ein System, nachdem sie stereotypisch die Probleme, die sie umgeben zu lösen zu wissen glauben.

5. Die scheinbare Fähigkeit immer das Richtige zu wissen, lässt sie glauben sich nicht ausgiebig mit Politik auseinandersetzen zu müssen; sie wissen ja sowieso immer die Antwort.

6. Sie empfinden es langweilig sich dann noch mit Nachrichten oder Ideologien zu beschäftigen, da es für sie überflüssig ist und ihnen Zeit raubt, die sie nutzen könnten, um noch mehr "in" zu werden.

7. Dadurch werden Junge Menschen immer subjektiver und verabscheuen es objektiv zu denken.

8. Ergo: Sich nicht objektiv mit etwas zu beschäftigen, heißt, dass man es subjektiv, also fast gar nicht tut, da man sich, ohne es zu prüfen, der Antwort sicher ist.

9. Ergo: Nur Wenige junge Menschen interessieren sich für Politik.

Antwort
von voayager, 29

Ganz einfach, sie wissen wohl, dass sie keinen Einfluß auf diese Gesellschaftsordnung nehmen können. Sie haben z.T. auch von ihren Eltern/Großeltrern erfahren, dass diese in den 70 und oder 80-er Jahren sich politisch einen Abstrampelten, ohne was so erreicht zu haben. Ständige politische politische Erfolglosigkeit, eines der Markenzeichen einer bloßen repräsentativen Demokratie läßt nun mal resignieren. Kommt hinzu, dass die Art Sozialkund in der Schule Schüler einschlafen läßt. Wen interessiert es denn schon, wie das Parlament funktioniert und wie der Bundespräsident gewählt wird usw. Schließlich hat das so zeimlich garnix mit unswerem täglichen Leben zu tun.

Kommentar von atzef ,

Boah, ist das realitätswidrig...:_)

Jugendliche überlegen sich also rational: "Ich interessiere mich nicht für Politik, weil ich ja ohnehin keinen Einfluss auf die gesellschaftsordnung nehmen kann." Zeig mir mal einen, der so denkt, nur einen einzige...

Die Freidens- und Ökologiebewegung hat also gar nichts erreicht...? Oder die Demokratiebewegug in der DDr...? In welcher Einsiedelei hast du denn die letzten Jahrzehnte nutzlos verlebt?

"Ständige politische politische Erfolglosigkeit, eines der Markenzeichen einer bloßen repräsentativen Demokratie..."

Die repräsentative Demokratie als Wurzel allen Übels...:-) Welches Schweind...äh...welche Bonzokratie hättest du denn gerne als Alternative, die sich praktisch als überlegen bewiesen hätte...?

Du solltest ansonsten bei konsequenter Ignoranz gegenüber Grundwissen nicht automatisch von dir auf andere schlussfolgern...:-)

Kommentar von voayager ,

Boah, ist dein Kommentar realitätswidrig!

So-so die Friedensbewegung hat also was erreicht, ja siiicher, die geführten Kriege sind ja auch reine Friedensmissionen und das Dosenpfand gibt es ja auch noch. Treibhauseffekt, Ozonloch usw. siiicher nur herbeigeredet.

Keine Bonzokratie Herr Spießer, der du nur in solchen Kategorien denkst, also gedankenbefreit. Schon mal was von Räteherrschaft gehört? Wohl kaum.

Antwort
von littlelilli, 38

Aus meinem Umfeld kann ich nur berichten, dass sich eigentlich recht viele Jugendliche für Politik interessieren; vielleicht ist das nur bei mir so, vielleicht bekommt man das als `Außenstehender` aber auch einfach nicht so sehr mit. Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass v.a. in den Nachrichten ja quasi nur von neutralen und negativen Dingen berichtet wird, sodass schnell die Einstellung `boah nee das geb ich mir nicht, das zieht mich nur wieder voll runter` entsteht, oder dass man sich nach der Schule *hustG8hust* einfach nur noch ins Bett legen und nichts mehr sehen oder lernen will.

Antwort
von 1988Ritter, 46

Bei Kindern und Jugendlichen spielt es eine sehr große Rolle welche Vorbilder sie haben.

In der Regel sollten dies die Eltern sein.

Nur wenn genau diese Eltern keinen Sinn in den Gesprächen mit ihren Nachkommen sehen, und diese lieber von PC. Spielkonsole und Fernsehn erziehen lassen wollen, dann kommt da auch nichts politisch bildendes bei raus.

Die Menschheit ist da vielleicht zu schnell in das Zeitalter des Computers geschlittert.

Kommentar von atzef ,

Wer die Qual der Wahl zwischen PC, Spielkonsole und TV in der Regel am ganz eigenen Fernseher hat - warum soll der sich besoders aktivistisch und alarmistisch um Politik kümmern?

Damit der Staat ihm die Führerscheine kostenlos finanziert...?

Antwort
von MrDackel, 6

Liegt vlt. daran dass man als Minderjähriger polit. nichts zu sagen hat. Wenn man nicht mal wählen darf fühlt man sich aus der Politik ausgeschlossen und nimmt folglich auch nicht am polit. Leben teil.

Antwort
von atzef, 27

Wir haben gerade für Kinder und Jugendliche die besten und entspanntesten Lebesverhältnisse, die es jemals in der deutsche Geschichte gab.

Faktisch gibt es daher kaum großen Bedarf, sich besonders intensiv um Politik zu kümmern.

Antwort
von EgoistEgo, 7

Das kommt schon noch. Mit steigendem Alter werden sie sich schon mit dem Thema auseinandersetzen (müssen). Ich habe mich auch erst mit 18 Jahren für Politik interessiert. Vorher waren andere Dinge und Themen relevanter.

Antwort
von SPEZALIST, 49

Hi, ich würde nicht sagen, dass man das generell sagen kann, dass sich viele junge Leute nicht für Politik interessieren.

Ich denke, dass sich zurzeit sogar ziemlich viele für Politik interessieren;)7

(ist zurzeit ja auch extrem spannend)

Ich glaube auf Gymnasien, Realschulen sind die, die sich am meisten für Politik interessieren.

Auf Hauptschulen interessieren sich wahrscheinlich nicht viele dafür.

LG

Antwort
von ZackNobody, 51

langweilig, i.ein fachbezogenes gerede was die meisten gar nicht verstehen, von "alten säcken" die langsamer reden als sonst was, oder so drupp sind das ihnen keiner folgen kann 

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