Wieso machen Krankenhäuser einen so krank? Mir wurde empfohlen nicht dahin zu gehen sofern es mich nicht selbst betrifft.Als Begleitung sollte man nur rein und auch wieder raus.Warum?

10 Monate im Krankenhaus Zivi gemacht --> 2 Tage krank. Praktikum in der Grundschule gemacht und nach 4 Tagen --> 5 Tage krank. Das sagt doch schon alles...

Sicher stammt dieses Gerücht aus alten Zeiten, wo es kaum Hygienevorschriften gab.
Wenn du recht hättest, wären ja alle Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger im Krankenhaus mehr tot als lebendig.

Mythos und Aberglaube. Die Frage ist, wie suggestionsfähig man selber ist. Einige werden eben erst dann richtig krank, wenn sie von Kranken umgeben sind.
Im Krankenhaus schwirren so viele Viren, Bakterien durch die Luft, oder befinden sich an Türklinken, Bettgestellen, etc. Dort liegen Menschen mit ernsthaften Krankheiten, die z.B. durch Tröpfcheninfektion verbreitet werden und da in so einem Krankenhaus gehustet, geniest, gebrochen, geblutet wird, was das Zeug hält und die Patienten nicht gerade mit dem Hygienelappen alles abwischen was sie angehustet, angeniest, etc. haben und einige Ferkel nach dem "Geschäft" sich nicht die Hände waschen, aber Türklinken etc. anfassen, kannst Du Dir leicht vorstellen, daß Du Dir da leicht was einfängst. Ich kenne 'ne Menge Leute, die kranker raus- als reingekommen sind.

Wo findet man sonst so viele Bakzillen auf einem Haufen?

Und das schreibt Wikipedia dazu:
Infektiöser Hospitalismus (Nosokomiale Infektion)
Unter dem Begriff "Infektiöser Hospitalismus" fallen alle durch Klinikaufenthalt verursachten Infektionen. Die Ursachen einer "Nosokomialen Infektion" können vielfälltig sein, beispielsweise:
*Kontamination; Verunreinigung von Fläche, Pflegeutensilien, Hände, Flüssigkeiten mit Mikroorganismen.*
*Pathogen; Krankheitsübertragung durch Menschen oder Tiere*
*Antibiotikum-Resistenz; Ein besonderes Problem in Kliniken ist die zunehmende Resistenz krankheitserregender Bakterien gegenüber Antibiotika. Durch die ständige Gabe der Antibiotika können sich Bakterien entwickeln, die gegen nahezu sämtliche Antibiotika resistent sind, z.B. Staphylokokken, Streptokokken, Aspergillus und andere. Zudem kann es noch zu Kreuzresistenzen kommen, wenn Resistenzgene von einer Bakterienart auf eine andere übertragen werden. Das kann soweit reichen, daß selbst in unserer Zeit manche Infektionen nicht mehr zu beherrschen sind und bei schweren Fällen amputiert werden muss.*

Das rührt aus alten Zeiten, wo es noch nicht die heutigen Hygienevorschriften gab. Wenn da viele Kranke zusammen lagen (z.B. 15 Personen in einem Saal) und alle verschiedene Gebrechen und Krankheiten hatten, bestand auch für gesunde ein hohes Ansteckungspotential. Auf Grund der heutigen Vorschriften ist diese Gefahr jedoch minimiert, und geringer als z.B. in einer U-Bahn...

Ein Krankenhausaufenthalt kann sich negativ auf die Psyche auswirken, da man dort alleine in einer ungewohnten Umgebung ist, mit Fremden Patienten auf dem Zimmer und fremden Leuten, die einen pflegen. Für labile Gemüter sicherlich ungesund. Wer eine starke Psyche hat, den sollte das aber nicht stören.

Noch ein Gedanke: Im Krankenhaus wird man oft versorgt und in eine passive Rolle gedrängt. Dadurch verliert man aber allmählich Fähigkeiten des Alltags. Besonders, wenn jemand länger im Krankenhaus ist, kann sich daraus ein sog. Hospitalismus entwickeln.
Bei uns heisst es Spittal, das hört sich glei besser an, oder?
Kabark am 31. August 2007 08:18 Ich dachte, Spittal sei eine Stadt? ^^

Naja, wenn man etwas hypochondrisch ist und vielleicht hysterische Persönlichkeitsanteile hat - und das gilt für viele Leute - , dann sieht man im Krankenhaus so viele Krankheitssymptome, kriegt vielleicht auch noch durch ungeschickte Fragen zur eigenen Krankheitsgeschichte welche suggeriert, daß man sich am Ende kränker fühlt als zuvor, vielleicht auch dummer Weise meint, man gilt da nur etwas, wenn man richtig krank ist...Und vielleicht entdecken dann irgendwelche Profis noch irgendwas, was nicht ganz der Norm entspricht, und machen endlose Untersuchungen daraus, daß man am Ende kränker ist als zuvor. Das gilt natürlich nicht für gute Krankenhäuser.