Frage von flash392, 75

Wieso hat Werner von Fritsch nicht gegen Hitler geputscht1!?

Er hätte als Chef der Herresleitung praktisch fast legal gegen ihn putschen können, da er der oberste Chef des Herres war... erst nach seiner Entlassung hatten die Widerständler wie Staufenberg etc nicht so einen Spielraum wie Fritsch , da Hitler 1938 nach der Entlassung Blomberg auch mit Fritsch die zentralen militärischen Führern losgeworden ist..

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte & Politik, 14

1. Fritsch konnte nicht wissen, welche unsäglichen Verbrechen während des Krieges verübt werden sollten.

2. Was heißt denn "fast legal gegen ihn putschen"? Hitler war der innerhalb und außerhalb Deutschlands als Staatsoberhaupt anerkannt. Vor 1938 wäre ein Putsch kaum als "legal" angesehen worden.

3. So einfach ist es nicht, einen Putsch geheim vorzubereiten und dann auch erfolgreich durchzuführen.

4. Gewiss, Fritsch hatte eine hohe Stellung. Aber: die Wehrmacht war nicht auf ihn, sondern auf den Führer Adolf Hitler vereidigt! Der "Chef", das war nicht Fritsch, sondern Hitler!

MfG

Arnold

Kommentar von flash392 ,

Aber im Gegensatz zu H..tler hatte er mehr Einfluss auf das Herr, er schaffte es sogar es vom Einfluss des NS Regimes fernzuhalten...

und wer war wohl 1923 der Chef der Reichswehr Ebert und Stresemann oder von Seeckt..... drei mal darfste raten...

von Fritsch ist im Prinzip ein zweiter Seeckt gewesen, der eigentlich schon seit Seeckts Entlassung ersehnt worden war , aber er kam leider erst als H..tler an die Macht kam

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Aber im Gegensatz zu H..tler hatte er mehr Einfluss auf das Herr

Nein. Daher konnte Hitler auch ohne größere Widerstände 1938 seine Vorstellungen der militärischen Organisation der gesamten Wehrmacht umsetzen und mit Blomberg und Fritsch zwei Kritiker seiner Politik kaltstellen.


Kommentar von flash392 ,

Werner von Fritsch war doch ein zweiter Seeckt anders kann man ihn nicht bezeichnen  und Seeckt hat auch sich mal gegenüber der Weimarer Regierungen verweigert

Kommentar von earnest ,

Fritsch war in keinster Weise ein zweiter Seeckt. Und selbst wenn er es gewesen wäre: Deine Analogie hinkt.

Antwort
von Mastrodonato, 35

Es wird bei Fritsch wie bei den allermeisten aller anderen Offiziere gewesen sein - ein preussischer Offizier putsch nicht, ist loyal. Und genau, wie es aber schon earnest schon geschrieben hat - bei einem Putsch braucht man Unterstützung. Hitler sass damals sehr fest im Sattel, viel fester als im Juli 1944. Wobei Dein Hinweis schon richtig ist, Fritsch hatte sicher mehr Macht als Stauffenberg.

Und auch im Juli 1944 ist der Putsch letztlich gescheitert. Aber auch der scheiterte an der Loyalität gewisser Offiziere, wie etwa Otto Ernst Remer, den Hitler telefonsich erreicht hatte.


Kommentar von flash392 ,

Er hätte aber als Vorwand nehmen können, dass Hitler krieg wolle so fest saß er nun weder auch nicht , erst nachdem Chamberlain H..tlers Posiotion entgültig gesichert hatte mit dem Münchner Frieden.

Vor dem Sturz von Fritsch und Blomberg hatte er nichtmal anährend Macht über Herr , vllt über das ganze Militär etwas, aber von Frtisch hielt das Herr jedenfalls im Gegensatz von Blomberg auf strikter Distanz zu H..tler

Kommentar von Mastrodonato ,

Formell mag er mächtiger gewesen sein, aber von seinem Rückhalt unter den anderen Genrälen keineswegs. Zwar gab es Skeptiker, aber die kamen erst 1938 bei der Krise von München auf. Gehandelt haben sie dann aber nicht, da Hitler immer wieder erfolgreich war.Erst nach der Kriegswende wurde die Widerstandsbewegung stark genug, um den Versuch zu wagen. 1938 aber war der Rückhalt bei den Generälen sehr stark, hat er doch die Armee aufgewertet. Ausserdem waren sie alle auf ihn vereidigt.

Hier wird das auch noch diskutiert:

http://geschichte-forum.forums.ag/t821-wieso-hat-werner-von-fritsch-nicht-gegen-...

Kommentar von flash392 ,

Die Skeptiker fingen unter anderen mit dem Widerstand an erst weil das Verhalten gegen von Fritsch und Blomberg sie angewidert hat

Kommentar von Mastrodonato ,

Hast Du dazu eine Quelle?

Kommentar von flash392 ,

Das Herr hätte wohl eher auf ihren Herrführer von Frtisch gehört als auf H..tler... H..tler konnte nichtmal den Krieg beginnen ohne von Fritsch rauszuwerfen

Expertenantwort
von latricolore, Community-Experte für Italien, Italienisch, Deutsch, Sprache & Schule, 41

Ich bin ziemlich sicher, dass ich solch eine Frage bereits vor ein paar Tagen beantwortet habe, und zwar mit genau diesem Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Fritsch

Da steht's drin.

Antwort
von earnest, 24

Die entscheidende Frage ist doch: Warum hätte er das tun sollen?

Seine Bedenken gegen Hitlers Kriegspläne waren eher taktischer Natur - siehe Hoßbach-Protokoll.

Und, nachgeordnet: War Fritsch je so "vernetzt", daß ein eventueller Putsch Auusicht auf Erfolg gehabt hätte?

Gruß, earnest


Kommentar von earnest ,

-upps: Aussicht

Kommentar von flash392 ,

er hat aber Kontrolle über das Herr.... also ist er ziemlich vernetzt wenn er der Chef vom Herr ist (er war praktisch der zweite von Seeckt und wenn der nicht vernetzt war weiß ich auch nicht; Ansehen genoß er auch)

Kommentar von earnest ,

Noch einmal die zentrale Frage: Warum hätte ein im Prinzip loyaler Militär putschen sollen?

Von Seeckt war ein homo politicus durch und durch. Fritsch war das nicht. Er hatte sich zudem in der Röhm-Affäre auf Hitlers Seite geschlagen. Fritsch wurde 1938 verabschiedet, dank einer Intrige des Himmler-Göring-"Netzwerks" - zu einem Zeitpunkt, als Millionen von Deutschen den "Führer" verehrten, der wie es schien unaufhaltsam von Erfolg zu Erfolg eilte.

Wo wäre hier die Basis für einen Putsch gewesen? Wären hier einige wenige Generäle nicht ziemlich allein gewesen?

Kommentar von flash392 ,

Die Generäle müssen von den Oberbefehlshabern jeden Befehl ausführen egal wie behindert der für die klingt.... und wer war Oberbefehlshaber des Herres : Werner von Fritsch

Kommentar von earnest ,

Und auf wen hatten die Generäle ihren Eid geschworen? Richtig: auf den "Führer".

Deine Argumentation fällt in sich zusammen wie ein Kartenhaus.

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