Frage von derlustgemann, 709

Wieso hat Religion so viel mit Krieg und Terror zu tun?

Hallo,

Jahrhundertelang hat das Christentum Starke Kriege geführt und ist erst seit ein paar 100 Jahren friedlich. Aber jetzt führt der Islam Krieg und Terror unter die Menschheit. Wieso kann Religion nicht ohne Terror und Krieg oder Gewalt leben? Wieso haben Kriege oder Terroranschläge nur religiöse Hindergründe? Was bringt das der Religion? Oder treten Menschen zu einer Religion über da sie mit Gewalt und Krieg hineingezogen werden? Ich würde mich über Antworten freuen

Antwort
von Jonnymur, 493

Jede Aggression braucht einen Wirt. Egal ob es nun Religion, Nation, System oder sonst was ist. Religion hat im Kern damit tatsächlich nichts zu tun. Es wird sich nur auf sie berufen, da sie viele Anhänger hat. Das war im Mittelalter auch nicht anders.

Antwort
von Dhalwim, 115

Ganz einfach: Missbrauch!

(Man kann ja auch nicht sagen, dass Wissenschaftler daran schuld sind für Hiroshima und Nagasaki's Atombombenabwürfe oder man kann nicht Alkohol die Schuld geben, PC-Spiele etc.)

Immerhin kann überall ein "missbrauch" betrieben werden. Erst der Mensch gibt dem Bedeutung. So gesehen, scheint es vielleicht gibt es ja auch viele wo eigentlich garnicht mitmachen wollten bei solchen Gräueltaten.

Bei Kriegen waren wahrscheinlich SEHR VIELE "MITLÄUFER"! Jede/r einzelne wäre wahrscheinlich dagegen gewesen (Wollt ihr den totalen Krieg von Josef Göbbel's Frage, hätte jede/r allein dagegen gestimmt. Aber Social Proof?!).

LG Dhalwim

Antwort
von Dahika, 50

Religionen, zumindest der Islam und das Christentum, nehmen für sich in Anspruch, im Besitz der Wahrheit zu sein. Und wer die Wahrheit kennt, hat recht. Und von der Position der Wahrheit und des Rechthabens ist es nicht weit, andere Menschen, die diese Wahrheit nicht anerkennen wollen, zu bekämpfen oder sogar auszurotten.

Antwort
von finja140, 198

Religion selber will eigentlich keine Gewalt. Sie wird leider nur sehr oft ausgenutzt um gewaltsames Handeln rechtzufertigen. Die weltlichen Herrscher stellten sich schon immer gerne unter dem Deckmantel der Religion

Kommentar von LolleFee ,

Problematisch an Deiner Gedankenführung ist die Annahme, eine Religion böte keine Grundlage für Gewalt.

Kommentar von palzbu ,

Gewalt kommt von Menschen, nicht von Religionen. Jede Religion hat Licht- und Schattenseiten. 

Kommentar von kalippo314 ,

Wird nicht vielleicht der (Seelen-)Frieden ausgenutzt, um Religion zu rechtfertigen?

Antwort
von drachenfreund, 256

Religion ist erstmals nicht mehr als organisierter Glaube. Leitet man daraus einen Absolutheitsanspruch ab, kommt es unweigerlich zu Konflikten.

Das Problem liegt aber nicht zwingend nur in der Religion behaftet sondern im Menschen der keine Kompromisse eingehen möchte, Territorien für sich beansprucht, andere Religionen als minderwertig ansieht, Menschen nicht als Seinesgleichen betrachtet und sich damit die Legitimation gibt Andere (Unmenschen) zu töten. Natürlich spielen Dogmen in den Religionen auch eine gewisse Rolle, aber nicht nur.

Wieso haben Kriege oder Terroranschläge nur religiöse Hindergründe?

Haben sie nicht . Anschläge können auch verübt werden um Diktatoren zu stürzen, Kriege können auch reine Verteidigungskriege sein (Volk X wird im Land unterdrückt, friedlich kann keine Freiheit errungen werden). Um hier nur mal 2 Beispiele zu bringen, die nicht religiös motiviert sind.

Oder treten Menschen zu einer Religion über da sie mit Gewalt und Krieg hineingezogen werden?

Ja, das gibt es. Sieht man ja an ISIS. Wobei hier wahrscheinlich Parallelen ablaufen. Erstens identifiziert man sich mit dieser Religion, zweitens aber fühlt man sich zum Extremismus hingezogen, da man seinen Glaubensbrüdern helfen will

Kommentar von Akainuu ,
 friedlich kann keine Freiheit errungen werden)

Umso weniger durch Kriege - seien es auch terroristische Handlungen, die dem scheinbar höheren Ziel der Freiheit dienen.

Krieg wird immer nur noch mehr Krieg verursachen. Darüber braucht man nicht zu diskutieren, unsere Menschheitsgeschichte zeigt uns, dass auf kriegerische Handlungen immer Gegenhandlungen gefolgt sind, ein Teufelskreis aus Tod und Verderben. 

Wer seine Untaten durch scheinbar gute Motive zu rechtfertigen versucht, der wird nichts weiter als den Tod finden. Freiheitsgewinn durch Krieg wird andere ihrer Freiheit berauben, damit ist nichts gewonnen. Es gibt immer andere Wege. 

Antwort
von Sauperle, 177

Eigentlich ist es ganz einfach und dennoch muss man darüber erst mal nachdenken. Gläubige sind nun mal in ihrer Umgebung gut aufgehoben, weil der Glaube um die Gläubige herum vertraut erscheint. Andere Ansichten sind da eher nicht nachzuvollziehen und erscheinen bisweilen Gefährlich. Das ganze heizt sich dann innerhalb dieser Glaubensgemeinschaften an, weil niemand darin vorkommt, der das ganze bremsen könnte. Ist etwa wie bei einem Kernreaktor der zum Super-GAU übergeht, wenn die Bremsstäbe nicht mehr eingefahren werden können, um die freigeworden Neutronen zu fangen.

Antwort
von Joyo02, 47

Manche Menschen können es einfach nicht akzeptieren, wenn andere Menschen eine eigene bzw. andere Meinung haben und wollen das dann mit Gewalt lösen, weil sie angeblich das Recht dazu hätten.

Antwort
von Brunnenwasser, 96

Religion macht es einer unmenschlichen Sache eine gute Sache. Und die
Drahtzieher haben immer Ihren Nutzen in Macht, Geld oder beides. So war
es bei den Christen, so ist es heute bei dem IS und anderen
Terrorbrüdern. Und natürlich beruft sich auch immer der amtierende
amerikanische Präsident auf "den da oben", wenn mal wieder Ziele überall
auf dem Planeten mit Drohnen beschossen oder Armeen besetzt wird. Ich
bin mir nur noch nicht sicher, wer eigentlich den größten Heiligenschein von allen besitzt.

Antwort
von lukaas93, 72

Weil Liebe wie Religion blind machen. Viele Religionen nehmen gewaltbereiten oder dafür anfälligen Personen, das selbstständige Denken ab. Sie werden in der Hinsicht geblendet, dass sie die Verantwortung für ihr Handeln in "Gottes Hand" legen. Die Triebe im Menschen, die nach Machtausübung streben und dem sich selbst über Andere zu erheben, sind daran schuld. Die Führer von Terrororganisationen wissen sich diese Leute zu "untewerfen" und zu Nutze zu machen. Dazu kommt, dass bei Gegenangriffen von z.B.: Drohnen etc. meistens auch Unschuldige zu Schaden kommen und deren Angehörige dann wiederum nach Rache streben. Dieser Teufelskreislauf wird erst unterbrochen, wenn eine der Parteien nicht mehr kampffähig ist.

Antwort
von Eduardo7Santini, 329

Das ist eine gute aber auch sehr komplizierte Frage. Ein großes Ziel der meisten Religionen ist das friedliche Zusammenleben der Menschen: Sie sollen sich mit Respekt und Liebe begegnen. Daher kann es einen Krieg zwischen den Religionen eigentlich gar nicht geben.

Doch die Anhänger der Religionen sind ja Menschen. Und Menschen sind nicht perfekt. Manche von ihnen sind so sehr von ihrem eigenen Glauben überzeugt, dass sie eine andere Religion nicht akzeptieren können. Daher streiten sie mit Anhängern anderer Glaubensgemeinschaften um die Wahrheit. Davon können beide Seiten viel lernen, wenn sie sich gegenseitig zuhören. Auch viele Religionsgelehrte tauschen sich über ihre Ansichten und gemeinsame Geschichte aus. Dabei entstehen oft gute Freundschaften. Diese gibt es auch unter vielen anderen Menschen mit unterschiedlichem Glauben.

Antwort
von Suboptimierer, 164

Danke! Wieder einer mehr, der die Ironie erkennt.

In den Religionen wird stets Frieden, Freundlichkeit, Freundschaft, Liebe, Nachbarschaftlichkeit, Toleranz, Gutmütigkeit und was es nicht sonst noch für gute Werte gibt gepredigt und doch treten immer wieder Interpretationen auf, die das Ganze auf Gewalt, Hass, Intoleranz und Fremdenfeindlicheit münzen.

Wie kann Liebe als Hass interpretiert werden, Frieden als Krieg, Toleranz als Intoleranz? 

Die Beliebigkeit der Schlüsse, die man ziehen kann, wird dadurch sehr deutlich. Es gibt keine weiter entfernten Gegenpole.

Kommentar von LolleFee ,

"In den Religionen wird stets Frieden, Freundlichkeit, Freundschaft, Liebe, Nachbarschaftlichkeit, Toleranz, Gutmütigkeit und was es nicht sonst noch für gute Werte gibt gepredigt" - aber nur für die, die gleicher Meinung sind. Schon den anderen in der Hölle zu sehen, weil er nicht dasselbe glaubt wie man selbst, empfinde ich als nicht friedlich und intolerant.

Kommentar von Suboptimierer ,

Man kann auch friedlich und tolerant sein, selbst wenn man den anderen in der Hölle sieht. Es ist ja nicht so, dass aus Sicht eines Gläubigen der Gläubige bestimmt, wer in der Hölle landet.

Kommentar von earnest ,

Was ist daran "friedlich" oder "tolerant"?

Kommentar von Suboptimierer ,

Es ist eine Verschiebung der Verantwortung. Ich könnte denjenigen, den ich am meisten liebe und respektiere in der Hölle sehen. Es spielt aus Sicht mancher Gläubigen keine Rolle, wie der Mensch urteilt, wenn es um die Hölle geht.

Es spielt nur eine Rolle, wie Gott urteilt. Wenn ich mit jemandem gut auskomme oder ihn toleriere, heißt das lange nicht, dass Gott denjenigen toleriert.

Es ist ein Unterschied, ob man jemanden schon in der Hölle sieht oder ob man sich ihn in die Hölle wünscht.

Kommentar von LolleFee ,

"Es ist ein Unterschied, ob man jemanden schon in der Hölle sieht oder ob man sich ihn in die Hölle wünscht."

Ja, das eine wäre Mitläufertum, das andere eine potentielle Täterschaft - wenn man denn einen anderen in die Hölle schicken könnte.

Der Glaube iat eine persönliche Überzeugung und eine persönliche Lebensweise,  die ich selbst zu verantworten habe, selbst wenn ich mich für einen Kollektivglauben, eine Religion, entscheide. Ich kann auch gut meine persönliche Lebensvorstellungen haben, ohne dass dabei über andere geurteilt wird.

Kommentar von Suboptimierer ,

Menschen urteilen vollautomatisch. 

Also ich kann nicht nicht urteilen. 

Ob man persönliche Vorstellungen haben kann ohne jemanden zu verurteilen sei mal dahin gestellt. Aber was ist daran verkehrt? Ich könnte meinem besten Freund sagen, dass ich ihn in die Hölle sehe. Er würde sogar erkennen, dass ich es gut mit ihm meine, selbst wenn er nicht gläubig wäre.

Das eigene Urteilen zu verteufeln bringt auch nichts.

Kommentar von LolleFee ,

Es ist das Eine, darüber zu urteilen, dass die Lebensweise des anderen nicht die meine ist und wäre. Das ist ein Urteil, das Konsequenzen für mich hat. Es ist das Andere, einen Glauben zu haben, in dem über den anderen geurteilt wird - nur weil er nicht das denkt, was ich selbst denke.

Ehrlich, wenn mein bester Freund mir mehr als einmal sagte, was das Beste zu glauben für mich ist, er sähe mich sonst in der Hölle,  dann legte ich keinerlei Wert mehr auf diese Freundschaft. 

Kommentar von LolleFee ,

Den Glauben daran oder gar die Überzeugung, dass ein anderer in der Hölle landen wird - das liegt schon in der persönlichen Verantwortung. Ich gebe mich nicht für eine Religion her, die unmenschliche Denkstrukturen in ihrem Konzept hat. Ich bezeichne ein Verhalten, wie Du es beschreibst, als Mitläufertum.

Kommentar von Suboptimierer ,

Für das Landen in der Hölle gibt es in den Religionen Kriterien, die nicht die Gläubigen aufgestellt haben.

Dass ist so, wie dass ich jemanden im Knast sehen könnte, weil er zum Beispiel Fahrerflucht begangen hat. Das heißt aber nicht, dass man nicht der beste Freund von demjenigen sein kann.

Ich sehe das als alles andere als Mitläufertum oder je nachdem wie du das meinst sind wir alle irgendwo Mitläufer.

Kommentar von LolleFee ,

Du vergleichst eine persönliche Lebensentscheidung, eine persönliche Lebensvorstellung mit einer Straftat? Aber natürlich - das ist ja auch logisch! Wenn die Tatsache, dass ich nicht dasselbe glaube wie ein anderer, dazu führt, dass ich inder Hölle lande, dann muss das ja schon einen Straftatbestand erfüllen,  denn sonst käme ich ja nicht in die Hölle!  [Ironie-off]

Kommentar von Suboptimierer ,

Also falls du mir irgendetwas beweisen oder zeigen wolltest: Mit dem, was ich verstanden habe konntest du mich nicht überzeugen.

Kommentar von LolleFee ,

Je verquerer die Sichtweisen, desto überzeugter davon. 

Kommentar von Suboptimierer ,

Appelle an mein Gewissen oder Kritik an meine Softskills leiten übrigens auch kein Umdenken ein.

Aber schön, dass du ich dir den Raum lassen konnte, dich mal auszutoben.

Kommentar von LolleFee ,

"Appelle an mein Gewissen oder Kritik an meine Softskills leiten übrigens auch kein Umdenken ein."

Weder Appelle an Dein Gewissen noch Kritik an Deinen Softskills. Von mir stammte ursprünglich sogar ein Hochpfeil, und mein Kommentar sollte nur Ergänzung sein. Und dann erst drifteten die Sichtweisen auseinander, als Du schriebst, man könne auch friedlich und tolerant sein, wenn man den anderen in der Hölle sähe,  nur weil er den Glauben nicht teilt. Das habe ich kommentiert - wer das als "Austoben" bezeichnet und wer auf einer öffentlichen Plattform davon spricht, dem anderen Raum zur Äußerung zu geben, ist wohl schon sehr von sich eingenommen.

Kommentar von Hiedstone ,

Man muss das doch mal so sehen: 

Gott ist ja sozusagen der Vater, er oder die Religion stellt die Regeln auf, nicht die Gläubigen. Übertragen wir dies nun auf deine Familie. Dein Vater stellt die Regeln auf: Wer den FC Bayern München nicht mag, der bekommt täglich 3 Gürtelschläge, dein Bruder denkt sich "chillig, kann ich mich voll mit abfinden" du denkst dir so "Hä? Fußball? Gar nicht mein Ding" du bekommst also Schläge, während dein Bruder seelenruhig daneben sitzt und kein schlechtes Gewissen hat, weil du dich ja jederzeit dazu entscheiden kannst, den Verein doch zu mögen. 

Du empfindest dies nicht als unterlassene Hilfeleistung, nur, weil er die Regeln ja nicht gemacht hat? Oh nein mein Lieber, so einfach ist das nicht, wenn du jemanden seelenruhig in der Hölle sieht, obwohl er nichts falsches tut, außer nicht deiner Meinung zu sein, dann bist du zu 100% verantwortlich.

Kommentar von Suboptimierer ,

Selbst wenn ich mal auf dein Beispiel eingehe (was ich nicht muss), so sehe ich es tatsächlich so, dass der Bruder, dem es gut geht, weder in der Pflicht steht, mir zu helfen, noch dass er verantwortlich für mich ist.

Ihm die Verantwortlichkeit zu übertragen lenkt nur vom eigentlichen Täter ab. Es ist Irrsinn, das auf den Bruder zu schieben. Genauso könnte man die Eltern meines Vaters für die Erziehung meines Vaters verantwortlich machen oder den Gürtelhersteller.

Solidarität kann etwas Gutes sein, sollte aber in meinen Augen kein Zwang sein. 

Ich könnte es verstehen, wenn mein Bruder mir nicht helfen würde, aus Angst, selber Schläge ab zu bekommen.

Nicht jeder ist ein Held.
Oh doch, mein Lieber, so einfach ist das.
Mein Bruder ist, wenn überhaupt, nur zu einem sehr geringen Bruchteil schuldig, verantwortlich gar nicht.

Antwort
von chrisbyrd, 148

Viele sogenannte Religionskriege und Streitigkeiten haben mit menschlichen Schwächen zu tun: Machtstreben, Politik, wirtschaftliche Vorteile, Eitelkeiten, Hass usw.

Ein gutes Beispiel dafür sind die Kreuzzüge. Obwohl der Papst völlig antichristlich und antibiblisch behauptete, dass alle, die an den Kreuzzügen teilnehmen, völlige Sündenvergebung erhalten und gerade deshalb viele Menschen begeistert grausame Taten während der Kreuzzüge vollbrachten, gibt es heute immer noch Menschen, die denken, dass Christen etwas mit dem Kreuzzügen zu tun hatten. Dabei waren das keine Christen- zumindest keine Christen, die sich auch nur annähernd auf die Bibel stützen konnten.

Im Ländern, in denen die Scharia eingeführt wurde, werden häufig Nichtmuslime verfolgt. Muslime verfolgen und töten sich aber auch gegenseitig, weil sie sich nicht einig sind, wer der Nachfolger von Mohammed ist (Sunniten gegen Shiiten usw.) und aus anderen Gründen.

Gerade deshalb ist es so wichtig, dass wir in Deutschland darauf bestehen, dass die in unserer Verfassung garantierte Religions- und Meinungsfreiheit nicht eingeschränkt wird! Es gibt leider viele Länder (muslimische Staaten, Nordkorea usw.), in denen es diese wichtigen Grundrechte nicht gibt.

Man hat Kinder aus Israel und den Palästinensergebieten beobachtet, die als Freunde miteinander gespielt haben. Würde man sie von ihrem Umfeld, den religiösen, politischen und wirtschaftlichen Interessen und den Vorurteilen fernhalten, würden sie wahrscheinlich weiterhin Freunde bleiben.

Deshalb würde ich mir wünschen, dass jeder in Freiheit seine Religon leben kann und dass über Glaubensfragen mit Respekt und Demut gesprochen und diskutiert wird.

Beim Islam bin ich mir nicht sicher, ob diese Freiheit respektiert werden würde. Es müsste einen Islam "light" geben, der Andersgläubige akzeptiert. Wie gesagt ist es heute leider der Fall, dass Nichtmuslime in vielen islamischen Staaten verfolgt werden. Konvertiten werden häufig eingesperrt oder getötet.

Im Christentum gab es in der Vergangenheit auch Beispiele, in denen Menschen dazu gezwungen wurden, den christlichen Glauben anzunehmen. Das widerspricht aber der Bibel, was deutlich gesagt werden muss. Die Bibel lehrt Freiheit und dass alle Menschen sich frei für oder gegen Gott entscheiden sollen. Außerdem sollen sich Christen so verhalten:

"Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit." Galater 5,22-23

"Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist´s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Römer 12,17.18.21

"So zieht nun an als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut; ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Über dies alles aber [zieht] die Liebe [an], die das Band der Vollkommenheit ist." Kolosser 3,12-14

Leider verhalten sich einige/ viele (oder wie auch immer) Christen nicht so, wie die Bibel es von ihnen fordert. Da wären wir dann aber wieder bei den persönlichen Fehlern, die Menschen begehen und ihren eigenen Schwächen...

Kommentar von MaxBaron ,

So ein Schwachsinn ließ den Koran Allah befiehlt uns im Koran die Leute der schrift (Juden und Christen ect) zu beschützen

 (" Und streitet nicht mit dem Volker der Schrift. Es sei denn auf die beste Art und Weise. Ausgenommen davon sind jene, die ungerecht sind. Und sprecht: "Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde; und unser Gott und euer Gott ist Einer; und Ihm sind wir ergeben") 

und sie zum Islam einzuladen, weil wir möchten das sie unsere Geschwister im Glauben werden.

Kommentar von Hiedstone ,

Und was ist mit: 

Sure 2,191
Pa: Und tötet sie (d.h. die heidnischen Gegner), wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben!
Sure 2,193
Pa: Und kämpft gegen sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird!
Sure 2,216
Pa: Euch ist vorgeschrieben, (gegen die Ungläubigen) zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist.

?

Antwort
von kalippo314, 51

Das kommt erstens davon, wenn Absolutheitsanspruch an seine Grenzen stößt und zweitens, dass mMn. die meisten Glaubensinhalte Grundlage für Gewalt und Angst bieten.

Antwort
von Andrastor, 125

Das liegt daran das Religion entzweit. Jede Religion behauptet von sich die einzig wahre zu sein und bezeichnet die anderen als Lügner und als "der falsche Weg". Andernfalls würden sie ihre Daseinsberechtigung verlieren und über kurz oder lang verschwinden, weil sich ihre Anhänger anderen Religionen anschließen würden.

Da aber jeder behauptet Recht zu haben, kommt es zu Konflikten bei etwas strenggläubigeren Anhängern der Religionen. Es kann schließlich nur einer Recht haben und niemand will bis zum Jenseits warten um es den anderen unter die Nase reiben zu können selbst im Recht gewesen zu sein.

Daher ist die Gewaltbereitschaft generell sehr hoch und nur kleine Auslöser genügen um die Anhänger einer Religion gegen die einer anderen aufzuhetzen. Auch im Namen des Christentums werden (sogar heute noch) immer wieder Verbrechen verübt.

Religion predigt Frieden, aber nur solange niemand ihre Sichtweisen und Methoden in Frage stellt.

Antwort
von Irmin1688, 180

"Wieso haben Kriege oder Terroranschläge nur religiöse Hindergründe?"

Ich glaub du klammerst da den ersten und zweiten Weltkrieg ein bisschen aus. Religion ist einfach ein gutes Mittel, um Menschen zu mobilisieren. Darum wird es so oft genutzt.

Antwort
von JTKirk2000, 100

Weil es ein offenbar echt guter Vorwand ist, Kriege, Terror und dergleichen im Namen eines Gottes zu führen, unabhängig davon, ob es irgendwie mit dem vereinbar ist, was im Sinne der Lehre der entsprechenden Religion wäre, wenn man von der entsprechenden Heiligen Schrift ausgeht. So zum Beispiel sind alle Kriege, welche im Namen des Gottes der Christen geführt wurden, ebenso wie Ketzerverfolgungen und so weiter ein Affront gegen das, was Christus als christliche Lehre, soweit es in der Bibel erhalten geblieben ist, vertreten hat.

Antwort
von zippo1970, 58

Religion hat überhaupt nichts mit Krieg und Terror zu tun. Aber Religion hat mit Menschen zu tun. Der Mensch ist das Problem, nicht die Religion.

Religionen abzuschaffen, würde nichts auf der Welt besser machen. Es würde weiter Krieg und Terror geben. Nur die "Rechtfertigung", wäre dann eine andere.

Aber die Menschheit abzuschaffen, wäre ja auch keine Lösung. ;-)

LG

Antwort
von nowka20, 38

die menschen leben im zeitalter des kampfes noch ca. 2000 jahre

Antwort
von 1988Ritter, 104

Überraschung:

Das Christentum hat nicht einen einzigen Krieg geführt !!!

Was tatsächlich gegeben ist, bzw. war:

  • katholische Päpste hatten zu Kreuzzügen aufgerufen. Diese Kreuzzüge dienten nicht der Eroberung, sie dienten der Verteidigung vor der aggressiven Expansion des Islams.
  • Nach der Abspaltung der Protestanten von den Katholiken gab es Auseinandersetzungen in Europa, die die Kriterien eines Bürgerkrieges erfüllten. Dies war allerdings ein innerkirchlicher Disput zwischen Katholiken und Protestanten.

Hauptinitiator der Unerfreulichkeiten war dabei der Katholizismus, aber in keinem Fall das Christentum.

Wenn man eine Religion für Krieg und Terror verantwortlich zeichnen möchte, dann ist dies nur bei dem Islam gegeben, da dieser seit über 1.400 Jahren, also seit Gründung, immer Dauerkonflikt steht.

Der Islam ist dabei auch die einzige Religion, die den Krieg innerhalb der Religionslehre, sprich im Koran und den Hadithen (Überlieferungen), geregelt hat.

Der Sinn der kriegerischen Expansion findet sich wohl in der Erkenntnis, dass die Religon des Islam nicht freiwillig angenommen wird, und die "Missionierung" offensichtlich nur durch Zwang erfolgen kann. Bestes Beispiel ist die in Europa bestehende muslimische Enklave Bosnien-Herzegowina. Die Menschen sind bei dem osmanischen Vormarsch auf Wien zum Islam konvertiert, weil die "Schutzabgaben" für nicht Muslime unerträglich waren. Man spricht dabei auch von der Zwangsislamisierung. 

Kommentar von earnest ,

Es ist eine sehr eigenwillige Interpretation, zu behaupten, die Kreuzzüge hätten zur "Verteidigung" gedient. 

(Ich drücke das jetzt mal sehr milde aus.)

Die als "Bürgerkriege" bezeichneten Kriege hatten selbstverständlich auch einen religiösen Hintergrund. 

Dies trifft zum Beispiel auch noch auf Vorgänge im Irland des 20. Jahrhunderts zu.

Kommentar von 1988Ritter ,

Ja nu.....keine muslimischen Angriffe oder Okkupationen....keine Kreuzzüge.

Papst Urban (Erfinder der Kreuzzüge) rief den ersten Kreuzzug aus, als Muslime Konstantinopel erobern wollten.

Das der Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten ein Krieg wegen Glaubensansichten gewesen ist, steht außer Frage. Ich meine ich habe es auch so ausgedrückt.

Die Bezeichnung "Bürgerkrieg" ist von mir auch mit Bedacht gewählt, da es keinen Krieg zwischen Staaten gegeben hat, sondern einen ideologisch begründeten Krieg. Es ging ja letztendlich "nur" darum, wessen Glaubensansätze richtig seien, katholische oder evangelische.

Kommentar von earnest ,

Vielleicht solltest du dich auch mal mit den Kreuzzügen befassen, die nach dem 1. Kreuzzug stattfanden ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzzug

Vielleicht könntest du dann deine einseitige "Schuldzuweisung" - alles nur Verteidigung gegen den aggressiven Islam - ad acta legen?


Kommentar von 1988Ritter ,

Lieber earnest.....hast Du den Artikel bei wikipedia selbst einmal gelesen ?

Kommentar von earnest ,

Aber sicher. Kennst du das bei mir anders?

Kommentar von eleteroj ,

"wessen Glaubensansätze richtig seien" militärisch ging es dann vor allem um das Überleben der Reformation, und ob, wie etwa in den Hussitenkriegen oder dem Katharer-Genozid, die katholische Seite (Kaiser, Fürsten) eine abweichende Religionspraxis und Gemeindeorganisation einfach niederschlagen konnte.

Kommentar von randomhuman ,

Na da hat sich ja jemand ein stichhaltiges Feindbild geschaffen. Congratulations ;)

Antwort
von SiViHa72, 119

Im Endeffekt sind es die Menschen, die ihr Gotteswort so aggressiv auslegen,d ass sie meinen, alle anderen "bekehren" zu müssen. Oder eben eine politische Überzeugung, ein "lokales Denken"


Kennst Du noch "und willst du nicht mein Bruder sein / so schlag ich dir den Schädel ein"?


Besinnung auf wahre Werte wäre mal sinnvoll.. aber der Mensch ist wohl,w as er ist- sich selbst ein Wolf.




Antwort
von skyfly2004, 82

Das ist eine gute aber auch sehr komplizierte Frage. Ein großes Ziel der meisten Religionen ist das friedliche Zusammenleben der Menschen: Sie sollen sich mit Respekt und Liebe begegnen. Daher kann es einen Krieg zwischen den Religionen eigentlich gar nicht geben.

Doch die Anhänger der Religionen sind ja Menschen. Und Menschen sind nicht perfekt. Manche von ihnen sind so sehr von ihrem eigenen Glauben überzeugt, dass sie eine andere Religion nicht akzeptieren können. 

Daher streiten sie mit Anhängern anderer Glaubensgemeinschaften um die Wahrheit. Davon können beide Seiten viel lernen, wenn sie sich gegenseitig zuhören.

Auch viele Religionsgelehrte tauschen sich über ihre Ansichten und gemeinsame Geschichte aus. Dabei entstehen oft gute Freundschaften. Diese gibt es auch unter vielen anderen Menschen mit unterschiedlichem Glauben.

Es ist aber so, dass nicht die Religion (bzw. die Anhänger) sondern die Politik die Religionen benutzt. Der IS zb. verfolgt KEINE Regel des Islams.

1. Es ist verboten zu töten, egal wen

2. Es ist verboten, Frauen oder Mädchen zu vergewaltigen

3. Ist es verboten, dass man jemanden besticht

Ich könnte dir noch 100000 Sachen aufzählen

Also merk dir das: Der IS ist kein Islamischer Staat, sondern eine von der Politik gebildeten Terrorgruppe, die sich für Muslime ausgeben ( es aber nicht sind)

Ich hoffe ich konnte dir helfen

dein lieber skyler

:3

Kommentar von earnest ,

Merk DIR das bitte:

Die IS-"Gotteskrieger" betrachten sich als Muslime, haben die Scharia in ihrem Herrschaftsbereich errichtet, streben die Ausdehnung der Scharia auf andere Gebiete der Welt an - und berufen sich auf gewalttätige Passagen im Koran (die reichlich vorhanden sind).

Kommentar von skyfly2004 ,

nein, diese aussage stimmt nicht -.-

sag mir bitte eine stelle im koran die brutal ist

Kommentar von LolleFee ,

Ist das ein Witz, skyfly2004?

Kommentar von skyfly2004 ,

nein, das ist in der Tat kein Witz. Wenn du meinst, dass im Koran gewalttätige Dinge stehen, dann sag sie mir mal auf und auch die Seite des Korans/Sure und auch welche Zeile. Demnach werde ich nachgucken. Schade, dass viele Denken, dass IS Muslime sind. Es geht nur um Öl Und Politik. Die Religion wird dabei nur ausgenutzt

Kommentar von earnest ,

Du kennst offenbar "deinen" Koran nicht. Müssen da wirklich erst die "Ungläubigen" kommen?

Hier nur EINE Stelle, stellvertretend für Dutzende von anderen Textstellen, in denen Gewalt (meist gegenüber "Ungläubigen") befürwortet wird: Sure 9, Vers 5.

Es kann gern "nachgeliefert" werden.

Und selbstverständlich betrachten sich die meisten IS-"Gotteskrieger" als Muslime.

Kommentar von ShoXeD420 ,


Koran Sure 2 Vers 191
"Und erschlagt sie, wo immer ihr auf sie (Andersgläubigen) stoßt,
und vertreibt sie, von woher sie euch vertrieben;
denn Unterdrückung ist schlimmer als Totschlag. ( ... )
Und bekämpft sie, bis die Unterdrückung aufgehört hat,
und der Glauben an Gott da ist. Und so sie ablassen,
so sei keine Feindschaft, außer wider die Ungerechten."

Koran Sure 8 Vers 55
"Gewiß, die schlimmsten Tiere bei Allah sind die,
die ungläubig sind und (auch) weiterhin nicht glauben"

Kann dir gerne noch mehr raussuchen, ist wie Sand am Meer

Antwort
von Micromanson, 111

Jede Religion erhebt einen Wahrheitsanspruch, also sie wollen durchsetzen dass nur sie allein den richtigen Gott haben.

Somit werden alle anderen Religionen falsch (und unter Umständen zu Feinden).

Würde man Religionen entmystifizieren und den Wahrheitsanspruch weglassen - würden wir alle in Frieden leben.
Stattdessen werde ich mit irgendwelchen "Religiösen Gefühlen" belästigt. In einem laizistischen Staat wohlgemerkt.

Antwort
von 00TosunTosun, 8

religion ist nur eine ausrede. menschen wollen nur geld es geht nur ums geld weil geld die welt regiert. nicht die religionen sondern die menschen führen krieg menschen sind einfach ignorant. früher haben alle menschen von judentum, christentum oder islam in der friede gelebt..

Antwort
von BellaKnows, 55

Meiner Meinung nach hat das ganze überhaupt nichts mit Religion zu tun. 

Die ganzen Terroristen verstecken sich nur hinter ihrer Religion, um irgendwie eine Rechtfertigung für ihr Handeln zu haben. "Warum tötet ihr unschuldige Menschen?" "Steht in dem Vers XY" 

Wenn es überhaupt keine Religion auf der Welt gäbe, dann würden die Menschen eine andere Entschuldigung für Terror und Gewalt finden.

Antwort
von SocietyKillsMe, 134

Weil die meisten menschen dumm sind. das ist der grund.

Kommentar von sgn18blk ,

Um es auf den Punkt zu bringen, gebe ich Dir recht.

Antwort
von Nightythehawk, 127

Weil die Menschheit die Religion für ihre eigenen Zwecke missbraucht und die Anführer ihre Anhänger für eigene Bedürfnisse in den Tod schicken.... .

Solange es in der Religion Menschen gibt die anderen höhergestellt sind, wird die Religion immer ein Machtwerkzeug bleiben...

Antwort
von earnest, 58

Hi. 

Weil Religion mit Alleinvertretungsanspruch und Alleinseligmachenversprechen ein gutes Mittel ist, Angriffskriege ideologisch zu unterfüttern.

"Gott mit uns" stand auf den Koppelschlössern von Soldaten. "Gott will es" war der Schlachtruf der Kreuzzügler. Mit "Allah ist groß" wurden Menschen in Paris abgeschlachtet.

Gruß, earnest

Antwort
von wollyuno, 64

da hinter jeder religion menschen stehn die sich auf gott berufen und dadurch macht ausüben wollen.komisch nur gott hat noch nie etwas dazu gesagt,er hätte reichlich zu tun wenn es ihn gibt

Antwort
von Stefan00016, 108

Tja, das ist eine sehr schwierige Frage. Die Menschen, die aus fanatischen Gründen, Terror begehen, können sich nicht kontrollieren, sie werden von ihrer Religion "geführt" und "geleitet". Sich in die Lage solcher Terroristen zu versetzen, ist ziemlich schwierig, man weiß nicht genau, was sie denken oder vorhaben. Doch die Gründe der vergangenen Terroranschläge basieren nicht nur auf Religion. Die islamistischen Terroranhänger wollen in Europa Angst verbreiten. Sie wollen klarmachen, das SIE die Macht hätten. Sie wollen den Flüchtlingen zeigen, dass sie sogar in Europa nicht sicher sind. Man weiß nicht genau, was in den Köpfen dieser Terroristen wütet. Auf jeden Fall ist Dummheit ein großer Bestandteil davon!

Antwort
von Timango16, 9

Religion macht logischerweise bescheuert.... Meine ich....jetz versucht sicher wieder irgendjemand dagegen zu halten XD

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