Frage von guterrat1985, 337

Wieso hat Gott in der Sintflut auch Säuglinge, Kleinkinder usw. qualvoll durch ertrinken ermordet, obwohl diese in dem Sinne nicht entscheidungsfähig waren?

Bei mir waren Zeugen Jehovas, und die wollten mir doch tatsächlich weiß machen, das Gott und die Sintflut absolut gerecht waren und man diesen Tatbestand nicht anzweifeln kann, weil die Menschen auf Noah und seine Warnungen absolut nicht hören wollten. Also wenn ich mir vorstelle, dass ich 4 Jahr alt bin und auch qualvoll durch ertrinken von Gott ermordet werde, nur aus dem Grund weil meine Eltern nicht auf Noah hören wollte, da stelle ich mir doch die Frage, was habe ich denn schlecht gemacht? Was habe ich verbrochen das ich jetzt im eiskalten Wasser ermordet werde?

Und die Zeugen Jehovas waren so extrem fest davon überzeugt, dass die wirklich am Ende das Gespräch abgebrochen haben, weil einfach nichts mehr von ihnen kam, außer es ist von Gott gewollte gewesen und die Menschen bzw. Kinder, Kleinkinder, Säuglinge sind selber Schuld.

Meine Frau hat das Gespräch im Hintergrund gehört und ist in Tränen ausgebrochen nur durch die Vorstellung unser Neugeborenes würde so bestraft werden, weil ich als Vater oder sie als Mutter einen riesigen Fehler begangen hätten.

Antwort
von FataMorgana2010, 337

Mit Fundamentalisten zu diskutieren hat wenig Sinn. Was erwartest du davon? Natürlich gehen die nicht davon ab. 

Wenn du einen Pastor einer der großen Kirchen fragst, wird er dir sicherlich nicht sagen, dass Gott Säuglinge wegen der Sünden ihrer Eltern ersäuft, sondern wird daraufhin weisen, dass die Bibel eine Sammlung von Geschichten ist, die von Menschen geschrieben worden ist. Es geht aus Sicht z. B. der evangelischen Kirche nicht um historische Begebenheiten. Gerade bei der Sintflutgeschichte geht es vor allem um den Bund am Ende - also die Aussage, dass Gott trotz der Sünden der Menschen weiter grundsätzlich zu ihnen hält. 

Berichte über große Fluten (und die Rettung daraus) gibt es in fast allen Kulturen. Das ist eine Menschheitserfahrung. 

Kommentar von Nadelwald75 ,

HAllo FataMorgana,

... habe ich in meiner Antwort so ähnlich gesehen.

Antwort
von Nadelwald75, 298

Hallo guterrat1985,

derartige Diskussionen können nur entstehen, wenn man die Erzählungen der Bibel wortwörtlich als historische Darstellung versteht.

Was zwar historisch ist: Es gab unterschiedlich große Fluten, bei denen viele Menschen, auch Kinder umgekommen sind.

Davon ausgehend will der orientalische Schreiber der Geschichte keine historisch-protokollarische Darstellung geben, sondern mit sehr kräftigen, auch brutalen Bildern erzählen und damit eine Glaubensaussage machen. Was er sagen wollte, ist daran zu erkennen, wie das Ganze ausgeht:

Gott hat etwas gegen das Böse und schließt mit den Menschen einen Bund.

Und immer wieder kommt dann zu solchen Texten (vgl. auch die Tötung der Erstgeborenen in Ägypten) die Standardfrage: Wieso hat Gott ......?

Die Frage passt daher nicht und düfte höchstens lauten: Wieso hat der alttestamentliche Schriftsteller Gott in dieser Weise dargestellt? Das könnte man nur aus der Situation seiner Zeit heraus beantworten. Er benutzt die Sprache, die ankommt.

Ihn selbst können wir allerdings nicht mehr fragen. An diese Ebene kommt man ja nicht mehr heran.

Kommentar von brettpit ,

Als Jesus dann Bezug nahm auf die Einstellung der Menschen der Flut, und ihre gesellschafltlichen Ziele dann hat er laut deiner seltsamen Ansicht auf ein "orientalisches Märchenbuch" zurückgegriffen?? Der orientalische Schreiber war schließlich Mose das Gott ihm eingab. 

Kein Wunder werden die Kirchen und Reli-unterrichte immer uninteressanter und leerer - wenn solche Lehrmeinungen auftauchen

Ich lernte noch::

2 Timotheus...die ganze Schrift ist von Gott inspiriert, und   vortrefflich zum lehren ermahnen und abirrende zurechtzuweisen...

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo brettpit,

Mose, wenn man ihm denn die gesamte Thora zuschreiben will, ist (!) ein orientalischer Schriftsteller, nach christlicher Ansicht ein von Gott inspirierter Schreiber. Der Text ist kein Märchenbuch, sondern er ist mit dem Ziel einer Glaubensaussage geschrieben. Das Ziel ist nicht die historische Darstellung, auch wenn historische Dinge geschildert werden.

Ich zitiere dazu auszugsweise einen Text von Anton Vögtle, katholischer Theologe. Er gilt als international anerkannter Exeget, Wissenschaftler und Wegbereiter historisch-kritischer Bibelauslegung.

Dem westlichen Menschen ist Wahrheit in ihrer vordringlichsten Bedeutung geschichtliche Tatsächlichkeit, bis zur Vernachlässigung des Sinnes. Sein Ideal der Wirklichkeit ist gewissermaßen „ein Film der Ereignisse“….

Demgegenüber ist der Orientale auf den Sinn versessen, und das bis zur Vernachlässigung der geschichtlichen Tatsächlichkeit. Sein Ideal ist deshalb eine tiefsinnige Erzählung, die den Sinn eines Faktums möglichst anschaulich und kraftvoll zur Geltung bringt. ….

Nach gut alttestamentlicher Manier bringen sie …eine Glaubenswahrheit auch durch eine veranschaulichende Erzählung zum Ausdruck. Um eine Glaubenswahrheit zu veranschaulichen, verwenden sie altbiblische Motive und Erzählschemata.

Dein Zitat  2 Timotheus...die ganze Schrift ist von Gott inspiriert, und vortrefflich zum Lehren ermahnen und Abirrende zurechtzuweisen...

Ausgezeichnet! – Das drückt nämlich genau aus, dass es hier nicht um Geschichtsdarstellungen und historische Fakten geht, sondern um Lehre und Weisung.

Was den Begriff der Inspiration angeht: Wir bezeichnen im katholischen Gottesdienst jeden Text des AT und des NT nach der Lesung mit „Wort des lebendigen Gottes“. Aber mit Inspiration ist nicht ein diktierter Wortlaut gemeint, sondern der Aussagesinn eines Textes.

Vorschlag: Setze dich einmal mit dem Begriff kritisch-historische Bibelexegese auseinander.

Antwort
von kayo1548, 321

"was habe ich denn schlecht gemacht?"

Genauso könnte man auch fragen: was haben diese Leute schlecht gemacht und war das nicht auch abhängig von Erziehung oder Umfeld wie man sich entschieden hat?

Und haben die die sich richtig entschieden haben nicht einfach nur das Glück gehabt im richtigen Umfeld gewesen zu sein?

Solche "Geschichten" findet man in vielen Religionen; warum das so geschrieben wurde wie es geschrieben wurde kann man nur dann beurteilen wenn man Sprache und Kultur der damaligen Zeit kennt und sicher auch der Kontext in dem das aufgeschrieben wurde.

Neben einem literarischen Effekt kann es auch beispielhaft für verschiedene Dinge stehen, die in der heutigen Kultur mit der heutigen Sprache vielleicht nicht mehr so "hervorkommen", wie das früher war.

Antwort
von beglo1705, 226

Zeugen Jehovas haben nur ihre Religion und nur diese gilt. Hier wird mit allen Mitteln gearbeitet, um neue "Anhänger" zu finden, um diese von ihrer "Wahrheit" zu überzeugen. Sie arbeiten nicht mit Güte, Liebe, Verzeihen oder Wohlwollen sondern mit Druck und "Harmagedon" und wer daran nicht glaubt, ist verdammt und kommt nicht ins Paradies (auf deutsch: wer´s glaubt, wird selig).

Mein Rat: Lasst euch nicht (emotional) einwickeln. Entscheidet selbst, ob die Herrschaften Recht haben oder Recht wollen.

Kommentar von Bernhard64 ,

Aber der folgende Text ist nicht von den Zeugen

„Ich will die Weisheit der Weisen zugrunde richten,+ und die Intelligenz der Intellektuellen+ will ich beseitigen.“+ 20 Wo ist der Weise? Wo der Schriftgelehrte?+ Wo der Debattenredner+ dieses Systems der Dinge?*+ Hat Gott nicht die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?+ 21 Denn da in der Weisheit Gottes die Welt durch ihre Weisheit+ Gott nicht kennengelernt hat,+ hielt Gott es für gut, durch die Torheit dessen was gepredigt wird, die Glaubenden zu retten.

😄

Kommentar von beglo1705 ,

Dein Gedankengut in allen Ehren. Allerdings braucht man weder Philosoph zu sein noch irgendwelche Bibeltexte auswendig lernen, um selbstständig und logisch etwas zu entscheiden. Und diese Machart, die oben gegeben ist, ist auf Menschenfang aus.

Kein normaler Mensch besäße die Frechheit, einer jungen Familie die wahrscheinlich schon genug um die Ohren hat mit einem Neugeborenen solche Angst zu machen und Verunsicherung zu schüren.  

Antwort
von Viktor1, 172

Die meisten "Berichte" des AT sind Erzählungen und Legenden. Die Vorstellung von Gott waren noch stark von "heidnischer" Tradition bestimmt, dem Rachegott, dem man opfern mußte, der zornig alles vernichteten konnte wenn man nicht gehorchte.
Ansonsten ist es völliger Blödsinn, Legenden moralisch zu hinterfragen sich aufzuregen und darüber noch Tränen zu vergießen. Sie spiegeln die Gerechtigkeitsvorstellungen ihrer Zeit wieder.
Wer sich auf unsinnige Gespräche mit den Z.J. einläßt ist selbst schuld wenn er sich über nichts aufregt.
Außerdem kommen ständig viele Menschen um oder leiden durch Naturkatastrophen oder Krankheiten, ob "schuldig" oder unschuldig. Da brauchst du keine Legenden bemühen. Da kommt man dann zu dem Theodizee - Problem.
https://de.wikipedia.org/wiki/Theodizee
Doch dies wäre ein anderes Thema, welches hier auf der Plattform schon oft angesprochen wurde.

Kommentar von Zwergenstube123 ,

Meiner meinung nach ist es gut, dass du/sie deine/ihre eigene Meinung hast/haben allerdings würde ich die Bibel nicht als "Blödsinn" bezeichnen da jeder Glaube Respekt verdient hat! (Ist nicht böse gemeint)

Kommentar von Viktor1 ,

@Zwergenstube123
Es wäre gut, wenn du aus den Texten nur das lesen würdest, was da steht.(gut - Oberflächlichkeit und Ignoranz sind auch hier  stark präsent, doch das ist keine Entschuldigung) Zur Verständigung gehört zuerst Redlichkeit. Und diese verdient zuerst Respekt , dann der "Glaube" - wie auch immer.

Antwort
von realsausi2, 199

Zum Glück handelt es sich nur um eine Geschichte, die keinerlei Entsprechung in der Realtiät hat.

Dennoch ist es natürlich Ausdruck der menschenverachtenden Ideologie der ZJ, einen solchen Schlächter als ihren Gott anzubeten.

Den ZJ gilt das menschliche Leben nichts. Die sind absolut jenseitsfixiert und verlieren dabei das Wichtigste aus dem Auge.

Du solltest Deiner Frau klarmachen, dass die keine Träne wert sind. Eher schon deren Kinder, die unter den Umständen einer Gehirnwäsche zu ebensolchen Zombies herangezogen werden. In einer besseren Welt würde man denen das Sorgerecht entziehen.

Antwort
von Andrastor, 176

Daran sieht man dass die Bibel in keinster Weise durchdacht ist und Gott (den es zum Glück nicht gibt) ein massenmordender Psychopath ist.

Die Sintflut ist nicht der einzige Massenmord an Unschuldigen (Kindern) die Gott in der Bibel begeht, bei den Plagen über Ägypten tötet er alle erstgeborenen Kinder, iklusive derer, deren Eltern nicht einmal mitbekommen haben dass der Pharao (an welchen die Botschaft ja gerichtet war) den Juden den Auszug verboten hatte, die also nicht die kleinste Idee hatten was eigentlich los ist.

In einer anderen Stelle lässt Gott 42 Kinder von Bärinnen auffressen, weil sie einen Mann gehänselt hatten.

Das ist die biblische Vorstellung göttlicher Gerechtigkeit!

Wir können alle echt froh sein dass alles was in der Bibel steht, ein Märchen ist.

Kommentar von guterrat1985 ,

Diese Szene mit den erstgeborenen ist auch genau so extrem ungerecht. Das ist so grauenvoll die Methoden der Bibel/Gottes Methoden zu lesen und daran zu glauben.

Kommentar von Andrastor ,

Ganz meine Meinung.

Aber wie schön man sich sowas doch zurechtbiegen und -beugen kann. Was einem an der Bibel nicht gefällt wird ignoriert, weggelassen, wegdiskutiert oder einfach als ungütlig oder "Metapher" bezeichnet, damit die Glaubensgrundlage weiterhin rein und heilig und der Gott perfekt bleibt.

Kein Wunder dass seit Jahren Atheisten an Anzahl steigen.

Kommentar von kayo1548 ,

"oder einfach als ungütlig oder "Metapher" bezeichnet,"

das ist es aber oft auch;

bereits in der Antike gab es dazu Abhandlungen (z.b. das Bild Jesu verglichen mit anderen Geschichten und kulturhistorischen Symbolen der damaligen Zeit).

Wie gesagt: ähnliche Geschichten findest du zuhauf: sei es eben im christlichen Glauben oder auch in manchen buddhistischen Texten oder sogar bei den alten Griechen (z.b. die Geschichte der Medussa).

Um das zu verstehen muss man letztendlich die Situation der damaligen Zeit, wie auch die Kunst- und literarischen Epochen sowie das Leben und die Werke des Autors verstehen.

Kommentar von Andrastor ,

Ist die Bibel aber eine Metapher, ist der gesamte Glaube, inklusive aller biblischen Figuren eine Metapher.

Wird das alte Testament nicht wortwörtlich genommen, verliert das neue Testament seine Bedeutung. Es kann in der Bibel keine Metaphern geben, da ansonsten das ganze Glaubensgrüst in sich zusammenfällt.

Entweder muss alles wortwörtlich genommen werden oder es ist alles ein Märchen ohne jegliche reale Bewandtnis.

Kommentar von kayo1548 ,

"ist der gesamte Glaube, inklusive aller biblischen Figuren eine Metapher."

möglich; aber nicht zwangsläufig:

Diese Geschichten können auch dazu dienen gewisse Aspekte, Werte oder Geschehnisse zu vermitteln.

Aber sicher wird das ein oder andere auch aus einem literarischen Kontext entstanden sein.

Den genauen Ursprung und die genauen Beweggründe für jeden einzelnen Text sind natürlich kaum nachvollziehbar.

"Wird das alte Testament nicht wortwörtlich genommen"

wortwörtlich geht ohnehin nicht:  jeder Mensch interpretiert und bei jeder Übersetzung geht etwas verloren.

Also ein wirkliches "wortwörtlich" geht nicht und schon gar nicht bei solchen literarischen Dingen.

"verliert das neue Testament seine Bedeutung"

sagt wer?

Vielleicht gewinnt es genau dadurch auch an Bedeutung? (ist natürlich letztendlich alles eine subjektive Sache)

"Entweder muss alles wortwörtlich genommen werden oder es ist alles ein Märchen ohne jegliche reale Bewandtnis."

nun - jedes Märchen, jede Geschichte hat einen wahren Kern und kann uns etwas über Ansichten des Autors und Umstände der Zeit sagen.

Kommentar von Andrastor ,

sagt wer?

Nur die Logik selber.

wortwörtlich geht ohnehin nicht

Bei einem Werk das an mehreren Stellen von sich selber behauptet das Wort Gottes, zu sein, einem Wesen welches als allmächtig, allwissend und allgegenwärtig beschrieben wird, sollte Wortwörtlichkeit Vorraussetzung sein.

Wenn sich so ein Wesen, welches im Übrigen das gesamte Universum geschaffen haben soll, nur damit wir einen schönen Nachthimmel haben, schon dazu herablässt mit uns unwürdigen Würmern zu kommunzieren und uns unsere wichtigsten Fragen zu beantworten, sollte man davon ausgehen können, dass es in Tatsachen und nicht in Metaphern kommuniziert, besonders in Metaphern die auf anderen Metaphern aufbauen.

jedes Märchen, jede Geschichte hat einen wahren Kern

äähhmm.... nein. Nein hat es nicht. Grimm Märchen, wie Anderson Märchen, Legenden und Volkssagen sind alle frei erfunden und wenn man sich mit ihrer Geschichte auseinandersetzt erkennt man, dass sie vor allem ursprünglich ausschließlich der Belustigung dienten. Lehrreiche Märchen und Geschichten traten verhältnismäßig erst sehr spät in Erscheinung.

kann uns etwas über Ansichten des Autors und Umstände der Zeit sagen.

Das stimmt allerdings. Betrachtet man die Bibel von diesem Standpunkt aus wird die Absicht schnell klar. Kontrolle und Macht.

Kommentar von kayo1548 ,

"Nur die Logik selber"

kannst du das dann logisch belegen?

"Bei einem Werk das an mehreren Stellen von sich selber behauptet das Wort Gottes, zu sein, einem Wesen welches als allmächtig, allwissend und allgegenwärtig beschrieben wird, sollte Wortwörtlichkeit Vorraussetzung sein."

Selbst wenn wir mal die Annahme haben, das das alles so stimmt, so ist unsere Sprache nicht objektiv und allumfassend:

EIn beliebtes Beispiel hier ist, dass das deutsche "Angst" und das englische "scare" einen völlig anderen Inhalt haben.

D.h. bei der Sprache bringen wir eigene Erfahrungen und Erlebenisse in eine interpersonale Form; das dabei viel verloren geht und ein Wort beispielsweise nicht ausreicht um das subjektive Erlebenis umfassend zu beschreiben ist klar.

Auch verändert sich die Sprache mit der Zeit; Wörter verändern ihre Bedeutung, die Ausdrucksweise ändert sich usw.

Also selbst wenn es einen allmächtigen allumfassenden Gott gäbe und dessen Wort allumfassend ist: unsere Sprache ist das in keiner Weise.

"sollte man davon ausgehen können, dass es in Tatsachen und nicht in Metaphern kommuniziert, besonders in Metaphern die auf anderen Metaphern aufbauen."

Stimmt schon, wobei selbst wenn es ein Gott geben sollte würde dieser nicht das sein was wir uns landläufig darunter vorstellen (ein Mensch mit "Superkräften") sondern (so zumindest meine Meinung) etwas viel abstrakteres.

Aber nehmen wir mal an, er hätte damals in "Tatsachen" kommuniziert: Durch das aufschreiben und weitergeben haben wir trotzdem wieder diese oben genannte Form.

" Grimm Märchen, wie Anderson Märchen, Legenden und Volkssagen sind alle frei erfunden und wenn man sich mit ihrer Geschichte auseinandersetzt erkennt man, dass sie vor allem ursprünglich ausschließlich der Belustigung dienten"

Frei erfunden ist so eine Sache: letztendlich können wir kaum etwas wirklich "frei" erfinden: wir kombinieren einfach Dinge neu.

Wenn man sich damit beschäftigt wird man durchaus Relationen, sie es zu gesellschaftlichen oder politischen Problemen finden.

Auch eigene Erfahrugen des Autors fließen ein oder religiöse oder volkstümliche Vorstellungen, die wiederum ihre eigene Geschichte haben (z.b. das Hexenbild oder auch Monsterbilder die z.T. auch in Relation mit Problemen oder Krankheiten damaliger Zeit standen)

" Kontrolle und Macht."

zumindest im Mittelalter war das klar und nachweislich der Fall; und vereinzelt natürlich auch heute noch.

Kommentar von Andrastor ,

kannst du das dann logisch belegen?

Türlich, anhand des Sündenfalles.

Wenn wir annehmen dass der Sündenfall (Eva teilt die Frucht des Wissens mit Adam und begeht damit die Sünde) eine Metapher ist, verliert Jesus seine Daseinsberechtigung.

Jesus wurde (laut Bibel) auf die Erde geschickt um den Menschen die Sünde zu nehmen, sprich um eine Möglichkeit zu bieten die Sünde von Gott vergeben zu lassen.

Ist der Sündenfall jedoch eine Metapher, ist die Sünde eine Metapher und nicht existent, damit macht es keinen Sinn für Gott Mensch zu werden, denn warum sollte Jesus für eine Metapher leben und sterben?

Ist der Sündenfall jedoch keine Metapher, ist die gesamte biblische Schöpfungsgeschichte ebenfalls keine Metapher, sondern real.

Sprich wer das alte Testament mitsamt der Schöpfungsgeschichte als Metapher ansieht, entmachtet damit die Aussagen des neuen Testaments und degradiert die gesamte Bibel zur Metapher.

Also selbst wenn es einen allmächtigen allumfassenden Gott gäbe und dessen Wort allumfassend ist: unsere Sprache ist das in keiner Weise.

Du sagst es. Und das ist einer der Gründe warum die Bibel und Gott eine Lüge sind. Ein allwissendes, allmächtiges Wesen hätte bessere Methoden als alte, staubige Bücher und mündliche Überlieferungen in einer Sprache die dazu entwickelt wurde um anderen mitzuteilen wo es das beste Essen gibt, in einem unbedeutenden Land für eine im Vergleich praktisch verschwindend geringe Anzahl an Menschen, zu hinterlassen.

letztendlich können wir kaum etwas wirklich "frei" erfinden:

Diese Aussage sehe ich als direkte Beleidigung an die menschliche Kreativität.

Sieh dir an was es heute alles gibt und vergleiche das mit dem Mittelalter und sag mir dann ob du diese Meinung weiterhin vertrittst.

zumindest im Mittelalter war das klar und nachweislich der Fall; und vereinzelt natürlich auch heute noch.

Sogar in der Zeit in welcher die Biblischen Geschichten spielen war das (laut der Bibel) der Fall.

Soweit ich weiß ist zum Beispiel nicht erwähnt dass Jesus jemals gearbeitet hätte, Nach seiner Berufung zum Propheten hat Moses ebenfalls nicht mehr gearbeitet.

Die Bibel selber sagt damit schon aus, dass wer das Wort Gottes verkündet keine Arbeit nötig hat und sich von der Gemeinde durchfüttern lassen soll.

Wie offensichtlich sollen denn Macht und Kontrolle noch dargestellt sein?

Antwort
von mychrissie, 80

Wenn man feststellen will, in welche unterirdischen Gefilde der Dummheit Menschen eintauchen können, braucht man nur Diskussionen über Evolution und Kreationismus zu lesen. Ich glaube nicht, dass die Menschen, die die Bibel geschrieben haben, bezweckt haben, ihre Leser in solche Abgründe der Ignoranz zu stürzen. Passiert aber offensichtlich trotzdem.

Bevor Ihr die Bibel wörtlich nehmt, solltest ihr erst mal zu einem Arzt gehen und überprüfen lassen, ob ihr wirklich aus Lehm bzw. aus Rippe besteht. Könnte ja sein. :-))))))

Antwort
von Ryuuk, 151

Es war gut und gerecht weil Gott es so entschieden hat. Gott ist perfekt und alles was er tut ist zwangsläufig gut und richtig. Egal ob den Genozid verübt oder Leute foltert weil sie nicht leichtgläubig genug waren. Alles was Gott tut ist automatisch gut weil Gott perfekt ist und nichts falsches machen kann.

Und ja, diese Logik ist so genauso hirnverbrannt wie sie klingt.

Antwort
von tuedelbuex, 221

Nicht so zu Herzen nehmen....diese "Zeugen" sind eine Sekte, die jedem einreden wollen, ihr Weg wäre der einzig "wahre". M.M. hat es weder eine Sintflut noch eine Arche gegeben und einen "Gott", der Menschen für schuldig hält und bestraft, nur weil sie auf diesem Planeten weilen gibt es m.E. genausowenig.

Antwort
von Odenwald69, 31

Mein Vater war auch beidem Verein, erstens nutzen die eine ganz andere Biebel und verstehen geschickt menschen zu manipulieren und einzulullen und machen ganze familien kaputt wie es auch bei uns der fall war. Lies auch mal auf seiten wie Wikipedia.

Beschäftige dich mal richtig mit dem Thema um zu einer entscheidung zu kommen .

Antwort
von Gegengift, 211

das Gott und die Sintflut absolut gerecht waren

Natürlich - warum denn nicht? Wenn das Leben und die Welt ein System darstellt, in dem alles durch eine göttliche Struktur oder Logik so ist, wie es ist, dann entspricht alles dem für uns erfassbaren Maximum an Gerechtigkeit.

Wobei ich mit solchen Begriffen vorsichtig wäre. Es gibt wahrscheinlich so viele Definitionen von Gerechtigkeit, wie es Menschen auf dem Planeten gibt.

Antwort
von Wilfri, 59

Die Bibel sagt, dass Gott absolut gerecht ist. Wenn dennoch Ungerechtigkeit vorhanden ist, dann von seinem Gegner, dem Satan. Es ist so leicht von Satan Gott für die eigenen Schandtaten schuldig zu erklären. Da schließen sich gerne noch viele an, die Gott zum Mörder machen möchten. Ich empfehle die Realität von Gott zu erkunden. Er weiß alle Fakten genau. Betrüger und Lügner sind als Genossen schlechte Bundesgenossen und als Lügner professionell. Da bekommt ihr die garantiert deftigste Lüge aufgetischt und werdet diese dann auch noch glauben, weil sie eine angenehme Lüge ist und so logisch aussieht.

Ich wünsche einen angenehmen Aufenthalt bei der 2. Auferstehung. Da wird alles gerade gerückt und jede Lüge offenbart. Ist aber nicht sehr angenehmen im feurigen Phuhl.. Besser die Wahrheit auswählen!

Antwort
von Karl37, 167

Es ist doch zunächst zu hinterfragen ob diese Geschichte so stimmt oder ob diese Geschichte als eine Art Gleichnis dem Menschen etwas sagen möchte. Zumindest gibt es außerhalb der AT keinerlei Belege für die Sintflut.

Weiterhin ist es doch sehr naiv zu meinen, Gott habe eine Schutzfunktion und habe eine Verantwortung über das Unbill des Lebens.

Antwort
von MsSophy, 61

Die Geschichte über Noah und die Sinflut ist, wie die meisten Teile der Bibel, ein Symbol. Sie spiegelt das Gottesbild wieder, das der Verfasser vor Augen hatte.

Im alten Testament wird das Bild eines rächenden, aber auch gerechten Gottes gezeichnet, was auch in der angesprochenen Geschichte zur Geltung kommt. Da es zu der Zeit, in der diese verfasst wurde, normal war, dass für Straftaten einzelner Personen die Familie mit zur Rechenschaft gezogen wird, ist es nur verständlich, dass ein Gott ebenso dagestellt wird. Er straft die Sünden derer, die sich von ihm abgewendet haben, mehr soll die Sinflut in diesem Sinne nicht vermitteln. Viel wichtiger ist jedoch die darauf folgende Erzählung des Bündnis zwischen Gott und Menschen, das wiederum ein versöhnliche Bild Gottes zeichnet. 

Also noch einmal zusammen gefasst: Die Sinflut ist als Symbol, keinesfalls als Begebenheit zu betrachten und die Strafe, die auch die Kinder ereilt, hängt mit der damaligen Gesellschaft zusammen. Die Bibel ist, wie jeder andere religiöse Text auch, von Menschen verfasst und daher im entsprechenden historischen bzw ethischen Kontext zu betrachten. 

Antwort
von mychrissie, 63

Gott hat niemanden ermordet, denn er ist eine Fiktion in Gehirnen von Menschen, denen denken zu anstrengend ist und die deshalb glauben. Es ist das Wasser, das die Kinder "ermordet" hat und Wasser ist weder schuldig noch unschuldig, sondern nur flüssig und besser für Fische als für Menschen geeignet.

Und was Zeugen Jehovas an Unsinn absondern, ist keine Sekunde des Zuhörens wert.


Antwort
von SplitterFX, 160

Interessante Frage. Denn es ist wird nirgendwo erzählt bei den großen Religionen was mit den Kindern passiert ist.
Im Christentum bin ich mir nicht sicher.
Im Islam weiß ich das dort Kinder immer unschuldig sind  und wenn sie sterben ohne irgendwelche Umwege in den Garten Eden kommen. Ich bin mir im Alten Testament nicht sicher ;D
Aber zu weinen wegen einer Jahrtausendealten Geschichte ist doch etwas überzogen ;D

Kommentar von Patchouli ,

Die Mutter hat ein Neugeborenes, das sind noch die Hormone, da reagiert man manchmal etwas überzogen.

Antwort
von JaniXfX, 90

Der Fehler war, überhaupt mit den Zeugen Jehovas zu quatschen. Es ist eine Sekte... was erwartest Du?!

Antwort
von Philipp59, 38

Hallo guterrat1985,

das ist eine schwierige aber auch durchaus berechtigte Frage. Dazu möchte ich zunächst einmal etwas ganz Grundsätzliches anmerken: Wenn unser Empfinden von Recht und Unrecht von dem abweicht, was Gott als gerecht ansieht, sollte man in Betracht ziehen, dass wir uns nicht auf der gleichen Ebene wie Gott befinden. Das geht z.B. aus dem folgenden Text aus der Bibel hervor: "„Denn eure Gedanken sind nicht meine Gedanken, noch sind meine Wege eure Wege“ ist der Ausspruch Jehovas.  „Denn wie die Himmel höher sind als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken"" (Jesaja 55:8,9).

Heißt das nun, dass wir Gottes Handeln in der Sintflut überhaupt nicht begreifen können? Nicht unbedingt. Wie Gott grundsätzlich zu Menschen eingestellt ist, die durch ein Gericht von ihm ums Leben kommen, zeigen seine eigenen Worte: "‚ „So wahr ich lebe“, ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova, „ich habe kein Gefallen am Tod des Bösen, sondern daran, dass ein Böser von seinem Weg umkehrt und tatsächlich am Leben bleibt. Kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen, denn warum solltet ihr sterben, o Haus Israel?" (Hesekiel 33:11).

Auch die Menschen, die in den Tagen Noahs lebten und durch die Sintflut umkamen, erhielten, wie Gottes Volk Israel in den Tagen Hesekiels, eine göttliche Warnung. Noah baute nämlich nicht nur die Arche, sondern er warnte seine Zeitgenossen immer und immer wieder vor dem, was kommen würde. Er wird in der Bibel daher auch als "Prediger der Gerechtigkeit" bezeichnet (2. Petrus 2:5).

Leider reagierte niemand auf sein jahrzehntelanges Predigen. Stattdessen befanden sich die Menschen auf einem sittlichen Tiefstand, was durch die Wort zum Ausdruck kam, "dass die Schlechtigkeit des Menschen ausnehmend groß war auf der Erde und dass jede Neigung der Gedanken seines Herzens allezeit nur schlecht war" (1. Mose 5:5). Gott hatte sich sicher sehr gewünscht, dass die Menschen auf die Warnung Noahs hörten, sich änderten und am Leben geblieben wären. So gegen sie vorgehen zu müssen, hat ihm zweifellos große Schmerzen bereitet.

Warum aber hat Gott die bösen Menschen von damals samt ihrer Kinder vernichtet? Hat denn Gott kein Erbarmen mit Kindern? Das kann auf keinen Fall sein! Das kann man beispielsweise daraus erkennen, wie Jesus Christus, der das genaue Ebenbild seines himmlischen Vaters war, zu Kindern eingestellt war und mit ihnen umging. Im Markus-Evangelium steht darüber: " Nun begann man, kleine Kinder zu ihm zu bringen, damit er diese anrühre; die Jünger aber verwiesen es ihnen.  Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: „Lasst die kleinen Kinder zu mir kommen; versucht nicht, sie daran zu hindern, denn das Königreich Gottes gehört solchen, die wie sie sind.  Wahrlich, ich sage euch: Wer immer das Königreich Gottes nicht aufnimmt wie ein kleines Kind, wird bestimmt nicht in dasselbe eingehen.“  Und er schloss die Kinder in seine Arme und begann sie zu segnen, indem er ihnen die Hände auflegte( Markus 10:13-16).

Da Jesus Christus einmal sagte "Wer mich gesehen hat, hat auch den Vater gesehen", wissen wir, dass Gott gegenüber Kindern genauso empfindet wie sein Sohn (Johannes 14:9). Wie passt das dann aber zu seinem Handeln in der Sintflut?

Nun, wie wäre es denn gewesen, wenn Gott nur die Eltern vernichtet, jedoch alle Kinder am Leben gelassen hätte? Wie hätte es wohl die Kinder berührt, plötzlich ohne ihre Eltern dazustehen? Wer hätte sich ihrer annehmen sollen? Das ist jedoch noch nicht der zentrale Punkt. Man sollte auch berücksichtigen, dass die Kinder von damals die Erbanlagen ihrer Eltern in sich trugen. Wäre daher zu erwarten gewesen, dass sie sich grundlegend anders entwickelt hätten als sie? Außerdem: Kinder ahmen schon sehr früh ihre Eltern nach. Was beobachteten denn die Kinder vor der Sintflut im Reden und Handeln ihrer Eltern? War es von Rechtschaffenheit geprägt? Ganz sicher nicht! Kann man dann nicht davon ausgehen, dass sie bereits eine gewisse Prägung durch ihre Eltern erfahren hatten?

Fortsetzung...

Kommentar von Philipp59 ,

Fortsetzung...

Auch wenn wir nicht alle Aspekte kennen, die Gott dazu veranlasst haben, nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder in der Sintflut umkommen zu lassen, sollte man nicht vergessen, dass Gott niemals ungerecht handelt. Über ihn heißt es in der Bibel: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4). Überlege bitte auch folgendes: Könnte es wirklich sein, dass wir Menschen, obwohl unvollkommen, tatsächlich gerechter sind als der Gott, der uns "in seinem Bilde" erschaffen hat (1. Mose 1:27)? Würden wir in bestimmten Situationen etwa moralischer handeln als er? Wäre das nicht sehr anmaßend?

Wie bereits eingangs erwähnt, kann es sein, dass hier und da unser Rechtsempfinden nicht mit dem übereinstimmt, wie Gott in der Vergangenheit gehandelt hat. Ist das aber wirklich ein Grund, die Gerechtigkeit Gottes grundsätzlich infrage zu stellen? Gibt es im biblischen Bericht nicht vieles, das uns davon überzeugt, dass Gott tatsächlich "Liebe ist" (1.Johannes 4:8)?

Kann es daran denn noch einen Zweifel geben, wenn wir daran denken, wieviel Liebe Gott dadurch zum Ausdruck gebracht hat, dass er dazu bereit war, uns das Wertvollste zu geben, was er je besessen hat, seinen Sohn? Darüber schrieb der Apostel Johannes folgendes: "Dadurch wurde die Liebe Gottes in unserem Fall offenbar gemacht, dass Gott seinen einziggezeugten Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn Leben erlangen könnten.  Die Liebe besteht in dieser Hinsicht nicht darin, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn als ein Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat" (1.Johannes 4:9,10). Bleibt daher noch wirklich Raum dafür, Gott anzuklagen?

LG Philipp

Antwort
von Einmischer, 31

Wo sind all die Zeugen Jehovas wenn man sie braucht?  Sonst findet man sie bei biblischen Themen überall.  Hier habe ich keine einzige Antwort gefunden.  Wo bleibt ihr?

Antwort
von quentlo, 36

Weil es keinen Gott gibt. Ganz einfach. Pro Atheism

Antwort
von JTKirk2000, 146

Wenn man an Gott glaubt, dann sollte man fair genug sein, im Glauben konsequent zu sein. Das soll heißen, dass, wenn man an Gott glaubt, auch berücksichtigt, dass man dann auch an das ewige Leben glauben sollte. 

Wie Du richtig angemerkt hast, ist jeder nur für seine eigenen Entscheidungen haftbar. Ein Mensch, der über das hinaus eine Entscheidung fällt, was er nicht versteht, also wo er nicht zwischen richtig und falsch unterscheiden kann - und das muss nicht nur auf Kleinkinder zutreffen, sondern gilt selbst bei Erwachsenen dann noch, wenn sie aufgrund eines geistigen Zustandes nicht fähig sind, richtig von falsch unterscheiden zu können - ist entsprechend unschuldig. Wenn Unschuldige leiden oder gar sterben, ist ihnen im ewigen Dasein dafür eine entsprechende Verheißung in der Bibel in Aussicht gestellt.

Es ist sehr traurig, dass die Zeugen Jehovas dies wohl nicht erwähnt hatten, denn diese Verheißungen werden in der Bergpredigt als Seligpreisungen bezeichnet und sind Teil dessen, was Christus der Bibel nach gelehrt hat.

Die Sintflut gehört zu einem Teil der Geschichte, die allenfalls von Gott inspiriert worden ist, denn die ersten Bücher beziehen sich in etwa auf die Zeit, als Mose das Volk Israel aus Ägypten befreit und ins gelobte Land geführt hatte. Die Sintflut jedoch gehört in die Zeit lange bevor Mose überhaupt gelebt hatte. 

Abgesehen davon fiel es Gott ganz sicher nicht leicht, die Sintflut herbeizuführen, so es denn tatsächlich geschehen ist. Einerseits mussten dafür so ziemlich alle Menschen, abgesehen von denen die aufgrund ihres Alters oder geistigen Zustandes unschuldig waren, denn anderenfalls hätte Gott der Bibel nach sicherlich nicht erst zur Zeit Noahs die Sintflut herbeigeführt. Andererseits ist der Regenbogen der Bibel nach das Zeichen dafür, dass Gott sich des Versprechens erinnert, nie wieder eine Sintflut herbeizuführen, was er wohl nicht tun würde, wenn es ihm leicht gefallen hätte, eine Sintflut zu bewirken. 

Unter all dem, was ich hier geschrieben habe setze ich die Konsequenz voraus, dass entweder Gott existiert (und ich glaube, dass dem so ist), ebenso auch dass die Bibel von Gott inspirierte Botschaften enthält, die aber von Menschen geschrieben wurden und dass demnach auch das ewige Leben real ist und das was Gott der Bibel nach getan hat und tun wird. Dem entsprechend werde ich nur auf Kommentare reagieren, die ebenso konsequent sind, bei denen also nicht nur einzelne Punkte aufgegriffen und sogar angegriffen werden, während andere munter ignoriert werden, damit man einzelne Punkte angreifen kann.

Auch heute gibt es Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche, Erdbeben, Flutwellen, Stürme und Unfälle, die durch menschliches oder technisches Versagen eintreten konnten, ja sogar Unrecht, welches entsprechendes Leid und Tod bewirken, aber das lässt mich keine Sekunde lang daran zweifeln, dass ein Leben, welches deshalb unschuldig leidet oder beendet wird, entsprechend größere Verheißungen im ewigen Dasein erwartet. 

Da angeblich nur Noahs Familie und die geretteten Tiere die Sintflut überstanden haben sollen, erscheint die Vernichtung des Lebens auf der Erde durch die Sintflut besonders verheerend, doch einerseits stellt sich die Frage, inwieweit diese Verheerung wirklich so umfangreich war, wie sie gewesen sein soll - ausgehend davon, dass die Geschichte von der Sintflut wahr ist - und andererseits stellt sich noch eine ganz andere Frage, wie viele Leben durch Kriege beendet und wie viel weiteres Leid durch menschliche Entscheidungen und Taten bewirkt wurde, ohne dass dahingehend von Menschen eine entsprechende Verheißung auf Belohnung gegeben wurde. Ich meine, wenn es zur Zeit Noahs der Bibel nach mehrere Tausend Menschen auf der Welt gab, muss das schon viel gewesen sein, in Anbetracht der wenigen Generationen zwischen der Zeit Adams und Noahs, doch wie viele Millionen Menschen starben allein in den letzten Jahrhunderten?

Die Verheißungen der Bergpredigt sind für alle da, ebenso auch die Verheißungen für all jene, die nach Frieden und für ihre eigenen Fehler nach Vergebung suchen. In Christus sind diese Verheißungen durch einen Menschen gegeben worden, in den Autoren der Evangelien und den Übersetzern derselben sind sie weiter gegeben worden, doch ansonsten gibt es meines Wissens nach nichts, was von Menschen gemacht wurde, was dem gleich kommt, in Bezug darauf, was eine wirkliche Aussicht auf ein ewiges Dasein und einen Sinn im irdischen Leid ergeben könnte.

Kommentar von Bernhard64 ,

Damals waren die Nephilim auf der Erde und zeigten Kinder, die Gott nicht in der Erblinie haben wollte. Die Erde war verderbt und voller Gewalt. Sie haben auch nicht auf Noahs Warnungen gehört. Es ist wie heute.

Mat24 37
Denn geradeso wie die Tage Noahs+ waren, so wird die Gegenwart* des Menschensohnes sein.+ 38 Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut* waren: sie aßen und tranken, Männer heirateten und Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah+ in die Arche hineinging,+ 39 und sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte:+ so wird die Gegenwart* des Menschensohnes sein.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Erstens werden und wurden Kinder gezeugt, und nicht gezeigt in diesem Zusammenhang und zweitens sind die Nephilim, laut der Bibel die Kinder der gefallenen Engel und der Frauen.

Drittens wüsste ich nichts, was Du hier vorgebracht hättest, was etwas gegen das aussagt, was ich geschrieben habe. Worin liegt also der Sinn Deines Kommentars?

Kommentar von guterrat1985 ,

JtKirk2000

ich sag nur eins auch wenn mein Kommentar nicht viel dazu beiträgt aber: "Du bist dumm, und solltest mal die Masse zwischen deinen beiden Ohren mehr nutzen"

Kommentar von JTKirk2000 ,

Dazu schreibe ich folgendes: "Was man [schreibt], das ist man selber."

Kommentar von mychrissie ,

Das haben wir im Kindergarten gesungen: "Wer's sagt, der ist es selber, da lachen alle Kälber, und 'ne Kuh noch dazu, und die bist du!" Auf welchem intellektuellen Niveau sind wir den jetzt angelangt?!

Kommentar von realsausi2 ,

Auhauerha, da hat aber wieder die Zensur zugeschlagen.

Antwort
von Whitekliffs, 160

Es könnte auch an den Eltern gelegen haben. Schliesslich hatten sie ungefähr 100 Jahre Zeit um sich Noahs Warnungen anzuhören und sie zu Herzen nehmen. 

Gott hat lange genug gewarnt. Niemand wollte hören. Jeder, der gewollt hätte, hätte sich und seine Kinder retten können. Der Ausweg wurde vor ihren Augen, sichtbar, 100 Jahre lang gebaut.

Kommentar von guterrat1985 ,

Hast du alles gelesen? Also du bist Säugling 4 MOnate alt wirst durch ertrinken ermordet, und das ist gerecht? Ja sicher.... G-E-N-A-U

Kommentar von Whitekliffs ,

Du trinkst oder nimmst Drogen. Man sagt dir 1000mal, hör auf damit. Man warnt dich und warnt dich und warnt dich. Du setzt dich ins Auto und machst einen Unfall. Dein Kind von 4 Monaten stirbt. 

Wer ist schuld?

Kommentar von guterrat1985 ,

Und was kann das Kind dafür? Das ist ja meine Frage, was kann das Kind dafür, wieso wurde das Kind von Gott durch ertrinken ermordet. Hatte Gott nicht die Macht um es aus dem Wasser zu holen, war er zu faul, kein Bock gehabt, zu beschäftigt mit dem ganzen Schauspiel wie alle krepieren, oder hat er einfach nur gesagt, "verrecke im Wasser" weil deine Eltern mir nicht glauben wollten!!!

Verstehst du nicht das ein kleines Kind keine Schuld trägt wenn es von Gott absichtlich ermordet wird?

Egal, lass es, ich diskutiere niemals mehr mit Fundamentalisten jeglicher Religion.

Kommentar von realsausi2 ,

In diesem Beispiel ist natürlich der Verursacher des Schadereignisses Schuld. Hier der Fahrer.

Analag dazu ist der Verursacher des Schadereignisses bei der Sintflut das, was gemeinhin als Gott bezeichnet wird.

Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich speien möchte, wenn ich hier lese, wie jemand, die zwar fiktive, aber immerhin zur Rede stehende Tötung von kleinen Kindern rechtfertigen möchte. Da bekommt Zwangssterilisation eine ganz neue Dimension.

Kommentar von ilinalta ,

@realsausi2

Wenn ich könnte, würde ich dir viel mehr DH geben. Ich stimme dir da sowas von tausendprozentig zu.

Kommentar von Whitekliffs ,

Liebe Leute

ich verstehe eure Empörung. 

Nur noch ein kleines Beispiel:

Ich habe einen kerngesunden Jungen in der Schwangerschaft verloren. Er hat sich in der Nabelschnur verdreht und ist 'erstickt'. Ich habe seinen Todeskampf gespürt, nur wusste ich an dem Moment nicht, dass er grad um sein Leben kämpft.

Konnte er sich irgendwie für oder gegen Gott entscheiden? Nein, wie auch?! Genauso wenig wie es ein 4 Monate altes Kind kann. darum weiss ich, dass mein Sohn, zusammen mit zwei anderen Geschwister, mit offenen Armen von Jesus empfangen wurde. Meine drei Kinder haben schlichtweg das irdische Leben übersprungen und gleich mit dem ewigen Leben angefangen.

Und so wird es auch mit den unschuldigen Kindern bei Noah gewesen sein und ist es auch mit all den unschuldigen Kindern seid Bestehen der Menschheit.

Ich habe ein schwerbehindertes Kind. Dieses Kind ist nicht fähig, sich für oder gegen Gott zu entscheiden. Deshalb bin ich auch sicher, dass mein Kind -ich sags mal so- von den Engeln in den Himmel getragen wird, wenn es soweit ist.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community